Kunst und Widerstand – Über die Arbeit und die Veröffentlichungen des in Jerusalem geborenen und in Berlin lebenden Künstlers Steve Sabella
Jan Bazuin – Tagebuch eines Zwangsarbeiters
Buchvorstellung und Gespräch mit
Barbara Yelin, Barbara Beuys, Paul-Moritz Rabe, Judith Heitkamp, Monika Franz, Rupert Grübl, Leon Bazuin (u.a.)
23.02.2022 | 19.00 Uhr
Rotterdam, im Herbst 1944: Der neunzehnjährige Jan Bazuin erlebt den Hungerwinter. Täglich muss Brennmaterial und Essbares ‚organisiert‘ werden. Sein Vater droht, ihn von den Deutschen abholen zu lassen, wenn er nicht auszieht. Einziger Lichtblick ist die Freundin Annie. Doch Anfang Januar 1945 ändert sich alles. Jan wird zur Zwangsarbeit nach Bayern verschleppt…
Das kürzlich entdeckte Tagebuch des jungen Niederländers Jan Bazuin überrascht durch seinen ungekünstelten, jugendlichen und selbst in größter Not optimistisch klingenden Ton. Die Aufzeichnungen enden am 23. April 1945, kurz nach Jans riskanter Flucht aus dem Lager in München-Neuaubing, also genau von dort, wo das NS-Dokumentationszentrum derzeit die Einrichtung eines Erinnerungsortes plant.
Der Text ist für die Forschung eine wichtige Quelle. Vor allem aber führt er ganz voraussetzungslos und intensiv vor Augen, wie ein Jugendlicher Deportation und Arbeitslager in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs erlebte. Die Zeichnerin Barbara Yelin hat die knappen, schnörkellosen Notizen illustriert und macht so das Geschehen auf unheimliche Weise präsent. Paul-Moritz Rabe hat das Tagebuch editiert und mit einem Nachwort versehen.
Ort NS-Dokumentationszentrum München und via Livestream unter www.youtube.com/nsdoku
Teilnahme kostenfrei – Keine Anmeldung notwendig
Veranstalter NS-Dokumentationszentrum München in Kooperation mit dem Verlag C.H. Beck und der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit

Typisch deutsch?
Ein Beitrag zur Debatte um den Amnesty-Bericht von Saba-Nur Cheema (Frankfurt/M.):
„Alle Welt redet über Antisemitismus und Apartheid. Nur die palästinensische Seite nicht. Warum?“
Frankfurter Rundschau (10. Februar 2022)

Ziel verfehlt ?!
Die Tötung von Anführern ist kein wirksames Mittel der Terrorbekämpfung. Der IS, al-Qaida und ihre Ableger nähren sich aus den Krisen weltweit.
Ein Beitrag von Mohammad Abu Rumman, Politikwissenschaftler und Direktor des Politics and Society Institute in Amman. Von 2018 bis 2019 war er Minister für Kultur und Jugend in Jordanien
Hier der Link zu IPG (IPG-Journal Newsletter / FES)
AFTERWARD
Zoom-Podiumsdiskussion mit der Filmemacherin Ofra Bloch | (Mit Entgelt)
Jerusalem-born trauma expert Ofra Bloch forces herself to confront her personal demons in a journey that takes her to Germany, Israel and Palestine. Set against the current wave of fascism and anti-Semitism sweeping the globe, AFTERWARD delves into the secret wounds carried by victims as well as victimizers, through testimonies ranging from the horrifying to the hopeful. Seen as a victim in Germany and a perpetrator in Palestine, Bloch faces those she was raised to hate as she searches to understand the identity-making narratives of the Holocaust and the Nakba, violent and non-violent resistance, and the possibility of reconciliation. The film points towards a future – an “afterward” – that attempts to live with the truths of history in order to make sense of the present.
Es kostet ca 12 EUR entsprechend einer Kino-Karte, dafür gibts den Film drei Tage vorher zum Anschauen, um dann die Podiumsdiskussion zu verfolgen.
Hier ist der Link zum Anmelden:
https://stillpoint.org/event/afterward-international-film-screening-and-panel-tickets-254764285837
An der Podiumsdiskussion nehmen teil:
Bassam Aramin lives in Jericho in the West Bank. At the age of 17, he was incarcerated and spent 7 years in an Israeli jail. He is the former Palestinian Co-director of the Parents Circle – Families Forum.
Thomas Casagrande, Dr. phil., teacher and political scientist. He published books on the history of “Volksdeutsche” in the Waffen-SS.
>> https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Casagrande
Pamela Cohn is a film curator, nonfiction story consultant, and writer. Learn more about Pamela:
>> http://www.pamelacohn.com/
Aleksandar Dimitrijevic, PhD, is a clinical psychologist and psychoanalyst. He works as a lecturer at the International Psychoanalytic University – IPU, Berlin and in private practice.
>> http://berlinpsychoanalyst.com/about/
Atmen können – Rap für Verständigung
In all dem, was vielen nicht möglich zu sein scheint, ist doch manches möglich…
Ein Bericht von Sarah J. Hoffmann auf Qantara über Sameh Zakout und Uriya Rosenman
Ungerechtigkeit, und …?
Ein lesens- und bedenkswerter Kommentar von Akiva Eldar bei Haaretz (9. Februar 2022)
Opinion:
If Speaking Against Injustice Is Antisemitic, I’m an Antisemite
Totgesagte leben länger?
Oder totgeglaubte? Holy Land Confederation …
Yossi Beilin und Hiba Husseini stellen in Washington (sic) ihre Überlegungen für eine Friedensperspektive der Öffentlichkeit vor
Haaretz | Andere Berichte
A new plan for resolving the Israeli-Palestinian conflict that proposes the creation of a confederation instead of relying exclusively on a two-state solution, and would allow West Bank settlers to remain in their homes, is being presented to Biden administration officials and the United Nations this week.
The proposal for a “Holy Land Confederation” is a 100-page document that was been crafted over the past two years by Yossi Beilin, one of the architects of the Oslo Accords in the early 1990s, together with Palestinian attorney and veteran peace negotiator Hiba Husseini. Along with a small team of Israeli and Palestinian advisers, they met regularly over Zoom during the pandemic to craft their plan.
The effort was underwritten by the Friedrich Ebert Foundation, a German organization associated with the Social Democratic party.
Mehrdenken statt Querdenken
– für ein solidarisches Miteinander gegen Corona – Kein Schulterschluß mit Nazis!
Seid solidarisch, gefährdet weder euch, noch andere!
Zeigen wir unser Mitgefühl mit den Angehörigen der Toten der Covid19-Pandemie!
Beteiligen wir uns an den Protesten gegen die in vielen Bezirken stattfindenden »Montagsspaziergänge«!
Wenn auch nur ein kleines Zeichen: https://solidarisch-denken.de !
Rechtsextremismus in Institutionen
„Ein besonderes Anliegen wird mir sein, die größte Bedrohung, die derzeit unsere freiheitlich demokratische Grundordnung hat, den Rechtsextremismus, zu bekämpfen.“
so Nancy Faeser kurz nach ihrem Amtsantritt als Innenministerin der neuen Bundesregierung.
Die Beiträge: Was ist rechts und was extrem? | Die AfD auf dem Weg der Radikalisierung | Rechtsextremismus und der Verfasungsschutz | Brandmauern und Brückendiskurse. Rechtsextremismus in der Bundeswehr | „Tiefer Staat“? | Vorkommnisse, Vorfälle, Einzelfälle? Rechtsextremismus in der Polizei | Das Rechte im Recht. Rechtsextremismus in der Justiz | Gewerkschaften und die radikale Rechte | „Politische Bildung“ von rechts
Der Analyse dieses Phänomens, speziell dem Rechtsextremismus in Institutionen, nimmt sich nun auch die POLITIKUM an.
Zur Inhaltsübersicht – Den zentralen Grundlagentext „Was ist rechts und was extrem?“ aus der POLITIKUM gibt es zurzeit als kostenlose Leseprobe. Ausführlichere Würdigigung vorgesehen.





