Am 10. Mai 1934, dem ersten Jahrestag der NS-Bücherverbrennungen, wurde im Haus Nr. 65 am Boulevard Arago im 13. Pariser Arrondissement die Deutsche Freiheitsbibliothek eingeweiht. Sie sammelte Bücher, die in Deutschland verboten und vernichtet worden waren. Gegründet wurde sie von Exilierten aus Deutschland mit Unterstützung französischer Intellektueller.
Mittels deutscher und französischer Quellen erzählt die Germanistin Ute Lemke die Geschichte dieser besonderen Bibliothek: Von wem wurde sie initiiert und finanziert? Wann und warum musste sie schließen? Und was geschah mit den Büchern während des Zweiten Weltkrieges und danach?
Ein überlebensgroßes Nashorn macht sich auf den Weg durch Sachsen-Anhalt.
Das weiße Nashorn wirkt auf den ersten Blick ruhig und beinahe harmlos. Doch genau darin liegt seine Irritation: Es macht auf gesellschaftliche Entwicklungen aufmerksam, die oft schleichend beginnen – Konformität, autoritäres Denken und die Frage, wie wir als Gesellschaft damit umgehen. „Rhinozerisieren“ bedeutet im Hebräischen sinngemäß: sich autoritärem Gedankengut zu öffnen und sich unhinterfragt der Meinung anderer anzuschließen.
Inspiriert von Eugène Ionescos Theaterstück „Die Nashörner“, in dem sich Menschen nach und nach in Nashörner verwandeln, erinnert das Kunstwerk daran, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist, sondern von Aufmerksamkeit, Widerspruchsfähigkeit und dem Mut zum eigenständigen Denken lebt – und was verloren gehen kann, wenn die Gleichgültigkeit gegenüber autoritären Entwicklungen wächst.
Mit RHINO on TOUR verlässt das Kunstwerk den klassischen Museumsraum und wandert durch Sachsen-Anhalt. An verschiedenen Stationen schafft es Raum für Begegnung, Gespräche und neue Perspektiven.
Der 11. Kalender im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog!
Dieser Kalender ging in den Druck zu einem Zeitpunkt, an dem es einen fragilen Waffenstillstand im Gazastreifen gab, von dem auch heute niemand weiß, ob er auch 2026 halten wird.
In der Westbank verschärft sich die Lage zugleich weiter und in Israel finden wir eine tiefgespaltene Gesellschaft vor, bei der noch nicht klar ist, ob sich die Kräfte der Dominanz oder der Kooperation durchsetzen werden.
Der Photobegleiter in Kalenderform für das Jahr lädt jeden Monat ein, noch einmal auf die Lage im Gazastreifen zu schauen. Die wenigen Quadratkilometer sind versehrt und zerstört, wie es kaum denkbar schien. Aber es sind nicht nur die zerbombten Häuser, auch die Menschen haben Schaden genommen und der Weg der Heilung wird lang.
Die Wunden sind auf beiden Seiten tief und es gilt, sie nicht gegeneinander aufzurechnen, sondern mit Empathie und Zuwendung nach Möglichkeiten zu suchen, wie eine andere Zukunft aussehen kann und was (man:frau:wir) dafür tun können. Eine Möglichkeit gibt es über die jeweiligen Spendenlinks und QR-Codes der Organisationen.
israel & palästina – Zeitschrift für Dialog | Ausgabe 4-2025
We Feed Gaza is a Catholic grassroots movement distributing food, water, medicine, and life essentials in the Gaza Strip. They have prepared, served, and cooked for over 17,000 families since April, 2024.
Gofundme.com/f/wefeedgaza Instagram: wefeedgaza
Es war das elfte Mal, daß im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Photobegleiter in Kalenderform für das kommende Jahr erschienen ist:
Gaza – promise, we will rebuild it – Ein Begleiter durch das Jahr 2026
Diese Arbeit, dieses Engagement hört nicht auf: Ein Beitrag von Andre Wokittel auf der Seite der Tageszeitung Junge Welt
Der Verstorbenen würdevoll gedenken. Die Aktion Sühnezeichen Friedensarbeit setzt einen Teil des verwilderten und geschändeten neuen jüdischen Friedhofs in Wrocław / Breslau wieder in Stand.
Das deutsche Beschweigen wird so schnell nicht enden – und eine Abrechnung mit Wagner steht vielleicht (hoffentlich?) endlich am Anfang
Michel Friedman sprach zur Eröffnungsfeier des 150. Jubiläums der Bayreuther Festspiele über Richard Wagner, Antisemitismus, jüdische Identität und deutsche Verantwortung. (Die SZ druckt die Rede in leicht gekürzter Form)
Ein Auszug:
Er halte die Rede „nicht, weil ich Jude bin, sondern weil ich Bürger bin. Nicht nur ich werde angegriffen. Sondern wir alle. Was ist uns die Freiheit also wert? Sind wir sicher, dass dieses Land in fünf Jahren noch demokratisch und frei ist? Ich würde mir wünschen, dass in diesem Festspielhaus, im nächsten Jahr, bei den 151. Festspielen, im Foyer eine Dauerausstellung über die antisemitische Biografie des Musikers Richard Wagner Realität werden würde. Und über die naziaffine Familiengeschichte bis weit in die Siebzigerjahre. (…) Es wäre wunderbar, wenn aufgearbeitet werden würde, dass seit Jahrzehnten die Eliten der Bundesrepublik – all die Showstars, Künstler, Politikerinnen und Politiker aller Parteien lächelnd und begeistert und sich vor den Kameras im Kreis drehend – beglückt zu den Festspieltagen pilgern, ohne jemals ihre Zweifel an diesem Ort öffentlich formuliert haben zu müssen. Einige taten es, natürlich. Aber weiter nötig war es im Interesse der ‚reibungslosen Durchführung‘ nicht.“
Die außerordentlich bemerkenswerte Rede Navid Kermani zum Feierlichen Gelöbnis der Bundeswehr am 20. Juli 2026 im Bendlerblock in Berlin – [online gestellt gerade einmal 100 km östlich von „Rastenburg“ …]