Schwarze Sonne

Die mythologischen Hintergründe des Nationalsozialismus

DVD von Absolut Medien (mit weiteren Informationen) – Trailer

Die mythologischen Hintergründe des Nationalsozialismus und der Einfluß von esoterischen Weltbildern und Mythen auf die Ideologie des »Dritten Reiches«

Digitale Restaurierung: Stiftung Deutsche Kinemathek, Maxi Zimmermann, Martin Körber

Ein ungeschriebenes Kapitel in der Geschichte des »Dritten Reiches«: In einem der Kulträume der ehemaligen SS-Ordenszentrale Wewelsburg ist es zu finden: ein Runenzeichen, das von der rechten Szene als »Schwarze Sonne« verklärt wird und für Himmlers Todesbrigaden vermutlich ein mystisches Symbol für Wiedergeburt und geistige Erweckung nordischen Geistes war. In diesen Räumen sollten Rituale und Kultfeiern stattfinden, in denen man die Erhabenheit des »arischen Lichtes« gegen die »jüdisch-bolschewistische Finsternis« beschwor. Mythenforschung, Sakralarchitektur, Lichtdome, Fackelzüge und Symbolik des Dritten Reiches galten nicht nur der Propaganda, sondern vor allem der suggestiven Vertiefung dieses fast religiösen Missionsgedankens.

Der Film ist eine chronologische Reise zu den Ursprüngen der Nazi-Ideologie und sucht zahlreiche »Kultorte« auf. Z.T. noch nie gezeigtes Bild- und Archivmaterial beleuchtet die Verflechtung von nordisch Verbrämtem, Mythologie und Rassismus. Fachleute und Zeitzeugen ergänzen diese visuelle Reise in den bizarrsten Untergrund abendländischer Geschichte.

Israelisches Filmfestival in Deutschland

Vom 4.-14. September 2022 – im Saal und auf dem Sofa

„SERET, das größte israelische Filmfestival der Welt, ist stolz darauf, im Jahr 2022 seine Vorführungen in Deutschland zu eröffnen. Auf dem Festival werden israelische Filme in voller Länge, Dokumentarfilme und Kurzfilme gezeigt.
In diesem Jahr wird das 7-jährige Bestehen von SERET Deutschland gefeiert. Veranstaltet wird zum dritten Mal in Folge ein hybrides Festival – sowohl auf der Leinwand für Zuschauer, die das volle Kinoerlebnis bevorzugen, als auch per Online-Streaming für Zuschauer, die lieber zu Hause schauen. Die Filme werden in verschiedenen Top-Kinos in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt und Köln zu sehen sein.“

Nicht ganz Koscher | Eine göttliche Komödie

Märchenhafte Komödie um einen orthodoxen Juden und einen Beduinen, die während einer Odyssee durch den Sinai aufeinander angewiesen sind, wenn sie nicht sterben wollen. …

Komödie | Deutschland 2022 | 122 Minuten – Regie: Stefan Sarazin – Kinostart: 4. August 2022

Ein weltfremder orthodoxer Jude aus Brooklyn soll der jüdischen Gemeinde in Alexandria aus der existenzbedrohenden Verlegenheit helfen, das Paschafest nicht feiern zu können, da ihnen der zehnte Mann dazu fehlt. Auf der Anreise strandet er jedoch in der Wüste Sinai und wird von einem schroffen Beduinen gerettet, mit dem er sich bald auf einer Odyssee befindet, auf der die kulturellen Differenzen der beiden allmählich aufweichen. Märchenhafte Komödie, die sich Schritt für Schritt zur Ode an die Möglichkeit einer Verständigung entwickelt. Ohne das Minenfeld der Vorurteile auszublenden, stellt der Film mit leisem Humor das Menschliche der Figuren ins Zentrum. – Ab 14 Jahren

Eine Filmkritik von Alexandra Wach auf dem
Portal filmdienst.de

Szenenphoto Film Nicht ganz Koscher 2022
© Enigma Film, Ludwig Sibbel/Alpenrepublik

Hayati

Es gibt auch andere Nachrichten... there is a place for you and me …

Link to all platforms: https://nanadisc.lnk.to/Hayati

Yael Deckelbaum: Today I am doing an act of love, and releasing “Hayati”, with a video clip that was filmed along the wall of Bethlehem.

It is clear to me as day light that this creation needs to be released.

I feel a great privilege to strengthen the voice that sees the other side, and makes room to grieve this reality as it is now, and still holds the faith that things can change through the power of love and healing.

I have been collaborating with Meera Eilabuni for many years now, and I appreciate our friendship deeply.

During the making of this video we met Razan Munayer, who is an amazing woman, and hosted us with great generosity.

I heard true stories from real people, and I cried allot.

To this I add a blessing that the walls of fear will melt within us, and that we will learn to live in peace.

Inside me I already feel that another wall has melted.

Thank you to all the amazing people that took part in this creation, credits in the first comment

Soldaten erzählen…

Noch bis zum 22. Juli 2022 in der Mediathek von Arte – keine einfache Kost, wahrlich!

Israel als Besatzungsmacht – Soldaten erzählen

arte: „Der israelische Regisseur Avi Mograbi läßt Soldaten berichten, die an einer militärischen Besetzung beteiligt waren. Dabei wird deutlich, wie eine kolonialistische Okkupation der palästinensischen Gebiete im Westjordanland funktioniert und welche Logik damit verbunden ist.“

Filme – und mehr

Neuer Newsletter von mec film | Berlin

Neben anderem zwei Hinweise auf Kurzfilme aus dem Bereich I/P:

  NATION ESTATE von Larissa Sansour und SOLOMON’S STONE von Ramzi Maqdisi sind am 7.5.2022 in der internationalen Kurzfilmnacht im Kino Arsenal in Tübingen zu sehen. NATION ESTATE
Nation Estate ist ein Sci-Fi Kurzfilm, der sich auf klinische dystopische und gleichzeitig humorvolle Weise dem Stillstand im Nahen Osten widmet.
Der Film untersucht eine vertikale Lösung für die palästinensische Staatenbildung: Ein kolossaler Wolkenkratzer, der die gesamte palästinensische Bevölkerung behaust – die jetzt endlich high life lebt.
Kurzer Sci-fi, Larissa Sansour, Palästina/Dänemark 2012, 9 min, digital, ohne Dialog
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SOLOMON’S STONE
Hussein, ein junger Palästinenser, bekommt eine Paketbenachrichtigung von der israelischen Post. 20.000$ muss er für die Herausgabe der Sendung zahlen. Getrieben von der Neugier nach dem Inhalt des Pakets verkauft Hussein gegen den Widerstand seiner Mutter sein gesamtes Hab und Gut.
Nach der Erzählung Das Blaue Licht von Hussein Barghouti.
Kurzfilm, Palästina/Spanien 2015, 25 min, Arabisch mit engl. oder franz. UT
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Feuer – mitten in der Altstadt

Für die einen die Freude der Auferstehung in der Zeremonie des Hl. Feuers – hier der Link zu einem kleinen Video des Swedish Theological Institute

… für die anderen nur wenige Meter daneben die Sorge, daß sich ein Feuer anderer Art ausbreitet: Zvi Bar’el in der Haaretz über die Wirkungen der Ereignisse auf und um den Haram…

An Impossible Promise?

Sociology of Religion in Arab Countries

Donnerstag, den 28. April, 17.00 – 18.30 Uhr

Vortrag von Florian Zemmin (Freie Universität Berlin)

Many Arab sociologists have been criticising the rather weak establishment of sociology in their countries. This concerns structural issues, especially political constraints for research and the underfunding of universities, but also theoretical issues, not least the Eurocentric formation and workings of sociology. Both structural and theoretical issues are especially pronounced when it comes to sociology of religion: to position religion as an object of sociological study faces political constraints and societal scepticism, also due to its representing a secular, supposedly particularly European perspective on religion. That being said, sociological approaches to religion in Arabic do have a longer history and feature more widely than is often assumed. This talk will provide glimpses into the history and presence of these approaches and their characteristics, addressing both structural and theoretical questions. One larger set of current debates that this talk will speak to are attempts at “decolonizing sociology” or establishing a “post-colonial sociology”. Such attempts often remain on a theoretical level and, ironically, hardly consider research in languages other than English. In turn, this talk engages sociologies of religion in Arabic also in order to arrive at more nuanced answers to the question of which aspects of sociology are more widely shared and which are specific to certain societies and academic contexts.

The event will be held via Zoom. Please register here: https://tinyurl.com/mr29m9mp


Birgitta’s Friends

Außergewöhnlicher Doku-Filmabend: „Birgitta’s Friends – border crossings“ (70 Min.) von Christian Kogler

Dienstag, den 05. April, 19.00 – 21.00 Uhr.

Christian Koglers beeindruckender Dokumentarfilm „Birgitta’s Friends – border crossings“ hat mit großem Erfolg im Juni 2021 am Festival „Crossing Europe“ in Linz teilgenommen.

Birgitta, eine österreichische Frau, deren Leben durch ihre Jahre in Israel geprägt wurde, beschließt, ihre fünf Freund:innen aus dieser Zeit wiederzusehen. Fünf Freund:innen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Um nur die beiden Gegenpole aufzuzeigen: Wir lernen Noah kennen, der die Shoah überlebt hat und ein konservativer Zionist ist. Und Mohamed, der seit seiner Kindheit in der Widerstandsbewegung Palästinas aktiv ist. Dazwischen die anderen drei, die irgendwo in Israel und Palästina leben.

Gespräche zwischen Birgitta und ihren Freunden, unterlegt mit beeindruckenden Dokumentarszenen aus wichtigen Lebenssituationen, vermitteln uns die sie prägenden Lebenserfahrungen. Es entsteht der, vielleicht naive, Plan, zum Abschluß ein Treffen aller fünf Protagonist;innen an einem Ort durchzuführen.

In den spannenden 70 Minuten des Films liefert Christian Kogler uns keinen Kommentar, keine Stellungnahme. Allein der Balanceakt der Gegenüberstellung unterschiedlicher Personen genügt, die Zuschauer:innen zu fesseln. Zum Schluß scheitert der Plan des gemeinsamen Treffens. Aber der Film endet mit der Aussage, vielleicht könne es beim nächsten Versuch gelingen. Selbst im Scheitern hört die Hoffnung nicht auf.

Es wird eine kurze Einführung geben, anschließend den Film (per Vimeo-Link), im Anschluss steht Christian Kogler für ein  Gespräch zur Verfügung.

Freunde von Neve Shalom – Wahat al-Salam: Anmeldung unter: freunde@wasns.de


Silence Breakers im Kino

Filmbesprechung des Dokumentarfilm „Silence Breakers“ gibt israelischen Soldaten eine Stimme, die sich für ihre Taten in der Armee schämen – Ein Text von Peter Münch, Tel Aviv, Korrespondent der SZ:

„In d(..)en Debatten, in diesem Streit, in diesen Anfeindungen wirft der Film die Frage auf, was es heute bedeutet, Soldat zu sein in Israel. Mit 18 Jahren muss jeder zur Armee, die jungen Männer für knapp drei, die Frauen für zwei Jahre. Fast alle sehen das als patriotische Pflicht. Schließlich ist Israel von Feinden umzingelt und muss sich verteidigen können. So ist wohl auch jeder, der hinterher zu „Breaking the Silence“ geht, als Patriot zur Armee gekommen.
Und aus Patriotismus, aus Sorge ums eigene Land, hat er hinterher Zeugnis abgelegt über das, was aus den israelischen Verteidigungsstreitkräften werden kann, wenn die Soldaten als Besatzer im Einsatz sind. „Wir wollen nicht die Armee an sich kritisieren“, sagt einer der Aktivisten im Film. „Aber in diesem System kann kein Soldat mehr das Richtige tun.“