Kurz vor seinem 90. Geburtstag arbeitet Giora Feidman an seinem neuen Album „For A Better World“ – während im Nahen Osten erneut Krieg herrscht. Die Dokumentation begleitet ihn zwischen Tel Aviv, Hamburg und Zürich und zeigt einen Künstler, der persönliche Verluste, politische Realität und künstlerische Verantwortung zusammendenkt.
„Even as the world anxiously awaits peace in Gaza, a powerful artistic response to the relentless suffering is echoing across social media. Palestinian composer and writer Nahed Elrayes’s remix of Gaza-based music teacher Ahmed Muin Abu Amsha’s haunting ‘Drone Song,’ released on October 2, has struck a deep chord much like the original. His remix intensifies the portrayal of the drone sounds that have become a grim part of daily life for children in Gaza. In a region scarred by violence, this song is more than a sonic experience — it’s a testament to how art can stand witness, evoke empathy and help heal.“
Friedenskonzert in der Passionskirche Berlin | Sa 26. Okt 2024, 20:00 Uhr (Marheinekeplatz 1‐2)
Musik ersetzt nicht die harte Arbeit für den den Frieden, aber sie kann die Kraft dafür mobilisieren …
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„Kayan“ ist das arabische Wort für „Existenz“. Als Kayan Projekt existieren Berliner Musiker aus Israel‐Palästina, Syrien und Polen als ein außergewöhnliches Ensemble, das sich um die Sängerin Eden Cami versammelt hat. Die junge Formation aus arabischer Ud, Kontrabaß und Percussion verbindet klassische und moderne Musik sowie Poesie aus der Levante mit Elementen des Jazz, die Eden Cami mit ihrem arabischen und hebräischen Gesang verwebt.
Der Lyriker Jan Wagner schreibt: „Die virtuos gezupfte Ud und das Gleiten und Schnippen und kunstvolle Stolpern des Kontrabasses treffen sich irgendwo an der Grenze zwischen Folk und Jazz, und der wunderbare Gesang der Singer‐Songwriterin Eden Cami läßt beides anklingen.
Besetzung / Stab
Eden Cami Gesang Or Rozenfeld Kontrabass Wassim Mukdad Oud Borys Slowikowski Schlagzeug
Aus der musikalischen Tradition der Judentums in Marokko hat der israelische Künster Amit Hai Cohen zusammen mit dem Piyut Ensemble und weiteren Künstler:innen eine beeindruckende Performance geschaffen… [wer ein wenig gedanklich in West-Jerusalem unterwegs ist, wird die Brücke über die Derek Hebron/Tareek al-Khalil in Talpioth, nahe der britischen Pill-Box erkennen, über die hier u.a. getanzt wird…]
Der aus Palästina stammende Musiker Marwan Abado lebt seit bald vierzig Jahren in Wien. Das Album Longa Vienna kommt kurz vor seinem feierlichen Rückblick auf diese Jahre heraus.
Longa ist die Bezeichnung einer orientalisch-musikalischen Form, die um die Mitte des 18. Jahrhunderts von Rumänien aus durch das Volk der Roma in das Osmanische Reich gebracht wurde. Es war eine Tanzmusikform, die in schnellem Tempo den Abschluß eines Konzertes ankündigte. Arabische Musiker und Komponisten, die damals Teil des osmanischen Reiches waren, übernahmen diese Form und pflegten sie als ein Element der arabisch-instrumentalen Musiktradition weiter.
Longa Vienna ist eine musikalische Reise durch Wien – der kulturelle Schmelztiegel der Metropole wird hörbar (Klangproben hier), das pulsierende Leben der Großstadt, bunte, poetische und dicht gewobene musikalische Geschichten erklingen. Wiener Klang der Gegenwart, interpretiert von Marwan Abado, Oud und Gesang, Maciej Golebiowski, Klarinetten, Arnulf Lindner, Bassgitarre, Peter Rosmanith, Perkussion sowie als Gast die syrische Sängerin Dima Orsho.
Erschienen beim Wiener Label Gramola – zu beziehen auch über AphorismA (Mail)
In Jerusalem ist der politische Sänger, Komponist und Dichter Mustafa al-Kurd im Kreise seiner Familie gestorben. Seine Lieder, seine Texte werden noch gesungen und erinnert werden, wenn sie endlich Wirklichkeit geworden sind, all der furchtbaren Wirklichkeit unserer Tage zum Trotz.
Oh, Jerusalem, Du Stadt der Hoffnung des Lächelns der Liebe Sternenhimmel und Freudentänze
Nach Jahren des Exils, der Arbeit mit der PLO etwa in libanesischne Flüchtlingslagern (davon zeugt etwa die oben gezeigte LP, konnte er 1985 in seine Heimat zurückkehren…
„In times of war we all feel helpless. ‚Perhaps through music we can spread some hope in our humanity.“
Wissam Gibran
Join for an extraordinary hour of music and solidarity featuring world class musicians calling for an immediate ceasefire, a return of the hostages, and a democratic future beyond occupation in Palestine/Israel. The concert will feature a diverse cohort of musicians representing a variety of nationalities and genres including jazz, harp, folk, and rock.
All proceeds will go to sustain our solidarity work in 2024 and advance tangible initiatives in defense of human rights in the West Bank, where communities struggle every day to defend their rights in the face of attempted land expropriation, settler attacks, and military rule.
Sunday, March 3, 2024 – 8PM Jerusalem • 7PM Berlin • 6PM London • 1PM NYC
A link to the concert will be sent to all those who register 48 hours in advance of the event. The concert will be recorded and available at the same link for those who cannot attend.
Nach Räumen zu suchen, die bleiben, nach Möglichkeiten, verschiedene, unterschiedliche, ja gegensätzliche Positionen auszuhalten, erst einmal „nur“ auszuhalten, wird immer schwieriger. Aus der Arbeit der Barenboim-Said-Akademie berichtet Michael Barenboim, seines Zeichens auch Konzertmeister des „West-Eastern Divan“ Orchestra, in einem Gespräch mit dem Deutschlandfunk.