Ein lesenswerter Beitrag in der Times of Israel über die Arbeit von Rabbi Michael Melchior (72)

Ein lesenswerter Beitrag in der Times of Israel über die Arbeit von Rabbi Michael Melchior (72)

Unabhängige Presse zu Israel und Palästina | 03.06.2026, 19:00 – 21:00 Uhr

Die Pressefreiheit in Israel wurde in den letzten Jahren drastisch eingeschränkt: Journalist*innen werden bei ihrer Arbeit behindert, kritische Stimmen werden an den Rand gedrängt und unabhängige Medien stehen unter Druck. Im kürzlich veröffentlichten Index zur Pressefreiheit 2026 von „Reporter ohne Grenzen“ (RSF) belegt das Land Platz 116 (ein Rückgang um 4 Plätze gegenüber 2025). Gleichzeitig geben die meisten israelischen Medienhäuser die Narrative der Regierung weitgehend wieder, anstatt sie kritisch zu hinterfragen – was angesichts des genozidalen Angriffs Israels auf den Gazastreifen und der verheerenden Zerstörung palästinensischen Lebens, die Israel in Gaza, im Westjordanland und innerhalb Israels verursacht, insbesondere seit Oktober 2023, umso problematischer ist. Dennoch wehren sich unabhängige Medien im Land – durch mutigen Journalismus als Beitrag zur Stärkung progressiver Stimmen im In- und Ausland.
Das “+972 Magazine” ist eine der führenden unabhängigen Medienplattformen in Israel und Palästina, auf der israelische und palästinensische Journalist*innen gemeinsam für ein Millionenpublikum berichten. Sie widersetzen sich dem zunehmenden Autoritarismus und der Zensur und setzen sich für fairen und sachlichen Journalismus ein.
Wir sprechen mit unseren Gästen über die großen Herausforderungen und Gefahren, denen Medienschaffende in Israel heute mehr denn je ausgesetzt sind, und welche möglichen Auswirkungen diese Einschränkungen auf die kritische Berichterstattung in Deutschland über die Lage in Israel und Palästina haben.
Unsere Gäste:
Sprache: English mit Übersetzung Englisch <> Deutsch
Die Veranstaltung wird auch per Livestream übertragen: https://www.rosalux.de/livestream
In Erinnerung an den großen Historiker und „politischen Menschen“, hier die Würdigung durch den Educational Bookshop in Ost-Jerusalem.
„With the passing of Walid Khalidi, Palestine loses one of its most faithful custodians of memory. Born in Jerusalem (1925), Khalidi devoted a lifetime to rescuing a shattered landscape from oblivion, restoring through patient scholarship the names, lives, and textures of a world others sought to erase. He wrote and edited more than twenty books; among them, Before Their Diaspora and the monumental All That Remains stand as seminal works. The institution he helped build, the Institute for Palestine Studies, embodies his conviction that history can be an act of quiet defiance—a refusal to allow villages to vanish into statistics or lives to dissolve into silence. His passing marks the end of a rare intellectual life, yet Palestinians will continue documenting their past and charting their future; the Palestine he preserved in words endures, steadfast in the memory he refused to surrender. We extend our condolences to ourselves, to our book community, and to his family—dear friends and colleagues.“

Und einiges in Wikipedia

Dialogue Between Israelis & Palestinians
We’re starting from a shared premise: contact alone is not enough. If dialogue is meant to encourage participants to critically examine reality and imagine change, it must be intentionally designed and carefully facilitated. But that raises a central dilemma:
Is dialogue most effective when it happens together or separately?
Both having begun their own journeys as participants in dialogue groups and working their way up to leadership positions, our speakers bring deep, lived experience from the field:
Lana Ikelan, Co-Director of Seeds of Peace Jerusalem (formerly Kids4Peace), engages young people across deep asymmetries of power and narrative.
Dina Gardashkin, former Co-Director of Sadaka-Reut, confronts inequality, education, and political responsibility.
Together with Lana and Dina, questions such as will be explored:
• How does the group setting impact the process participants undergo?
• What kinds of transformation are possible only in mixed groups or only in separate groups?
• What are the risks and limitations of each framework?
Sunday, January 25, 2026 | 8 pm Jerusalem time (19.00 Uhr MEZ)
Link to register:
https://us02web.zoom.us/…/register/ro4qFnh1RhqE7PpV2vdNaA
This conversation is for educators, facilitators, activists, donors, and anyone grappling seriously with what dialogue can — and cannot — do in our current reality.

Herausgegeben von John S. Munayer und Samuel Munayer – Orbis Books 2025 | 978-1-62698-634-3
Building a Palestinian theology amid the ruin – von David Neuhaus SJ, Jerusalem – in: America, The Jesuit Review

Eine Filmkritik von Mia Pflüger auf https://www.kino-zeit.de



Ergänzung 22. Januar 2026 – Filmnstart
Perlentaucher faßt in Efeu Die Kulturrundschau (in gewohnter Manier) einige Reaktion auf den Film zusammen.
Wieder einmal ein Hinweis auf eine spannende Initiative

Aus der Selbstbeschreibung:
„Die Geschehnisse in Gaza tragen weltweit zu gesellschaftlichen Spaltungen bei. Auch das Verhalten der deutschen Bundesregierung befeuert Unmut in der Gesellschaft. Und wir finden die Situation schon seit einiger Zeit untragbar. Wir haben als private BürgerInnen daher den Verein „Don`t look away“ gegründet.
Wir stehen auf genau einer Seite: und zwar der der universellen Menschenrechte und des internationalen Rechts. Wir fordern besonders von der Bundesregierung und der Europäischen Union konsequente Handlungen bezüglich der in Gaza stattfindenden genozidalen Verbrechen.
Wir setzen uns schwerpunktmäßig dafür ein, dass die Bundesrepublik sich endlich für die Durchsetzung von Menschenrechten und internationalem Recht in ihrer Beziehung zu Israel einsetzt und die deutsche Außenpolitik danach ausrichtet sowie gemeinsam mit der EU-Kommission Konsequenzen folgen lässt.
Zudem fordern wir, dass Deutschland sich seinen vielen internationalen Partnerländern anschließt und den Staat Palästina anerkennt. Das Leiden und Sterben in Gaza geht uns sehr nahe. Insbesondere nach dem vermeintlichen Waffenstillstand nehmen wir eine abnehmende öffentliche Aufmerksamkeit wahr und möchten die durch Deutschland unterstützten Völkerrechtsverbrechen nicht akzeptieren. Wir sind eine Organisation aus der Mitte der Bevölkerung und sehen den Kampf gegen Antisemitismus und gegen Rassismus als gemeinsame Aufgabe an.
Unsere Forderungen werden – Umfragen zufolge – von einer Mehrheit der Deutschen getragen. Wir möchten den Menschen einen Raum für Trauer und politischen Unmut bieten, die zwar grundsätzlich politisch interessiert sind, sich aber bisher aus unterschiedlichen Gründen nicht öffentlich positioniert haben.
Seit August organisieren wir einmal monatlich Kundgebungen in München, Berlin und Köln (bald auch in Regensburg): hier verlesen wir die Namen der Kinder, die seit dem 7. Oktober in Gaza und Israel getötet wurden und stellen unsere politischen Forderungen. Uns ist symbolisch wichtig, dass getötete Kinder Sichtbarkeit erhalten, unterschiedliches Leid und Trauma gewürdigt wird und die unglaubliche Zahl der getöteten Kinder in Gaza (laut neuen Zahlen des Max-Planck Instituts bisher mindestens 30.000 direkt getötete Kinder) deutlich wird. Wir freuen uns, wenn Sie die Informationen zu diesen Kundgebungen mit uns zusammen verbreiten und selbst daran teilnehmen, etwa Namen verlesen oder eine Rede halten.
Die nächste Kundgebung in München findet statt am 27.12.2025 um 13.00 Uhr in der Sendlinger Straße.
Des Weiteren formulieren wir derzeit einen Offenen Brief, der sich an die Oberbürgermeister der Städte richtet, in denen wir Kundgebungen veranstalten. Wir fordern die Politiker:innen direkt auf, nach dem Vorbild Schweiz verletzte Kinder aus Gaza in unseren Krankenhäusern aufzunehmen und zu behandeln.

Riham Halaseh würdigt auf qantara.de Islah Hassniyyeh, die als erste Frau in Gaza eine Anwaltskanzlei eröffnete. Im September ist sie unter israelischer Blockade verstorben. Portrait einer wegweisenden palästinensischen Frauenrechtlerin.
