Neueste Stimmen in der Debatte zur Dokumentation »Auserwählt und ausgegrenzt«

Am Mittwoch, 21. Juni, wurde die Dokumentation »Auserwählt und ausgegrenzt« nun in der ARD um 22.15 Uhr ausgestrahlt, gefolgt von einer Diskussionssendung zum Thema. Der TV-Sender ARTE hatte die Sendung zusammen mit dem WDR in Auftrag gegeben, diese jedoch aus Qualitätsgründen abgelehnt,

„da entgegen dem Auftrag der Fokus nicht auf europäische Länder sondern auf den Nahen Osten gerichtet wurde“.

Nachdem die ARD beschloß, die Sendung dennoch auszustrahlen, übernahm ARTE die Sendung und sendete diese zeitversetzt, um 23 Uhr, ebenfalls mit anschließender Diskussion. Sie ist noch fünf Tage in der ARTE-Mediathek zu sehen.

 

Weitere ausgewählte Stimmen in der Debatte:

B’Tselem, 20.6.2017: Lies and misrepresentation in “Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa”

Spiegel Online, 20.6.2017: Arte zeigt nun doch Antisemitismus-Film

Jüdische Allgemeine, 18.6.2017: ARD zeigt umstrittene Arte-Dokumentation über Antisemitismus

Offener Brief zur Ausstrahlung der Dokumentation: „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“, 15.6.2017

Ayala Goldman, Jüdische Allgemeine, 15.6.2017: »Der Film war zu unbequem«. Ahmad Mansour über die Gründe, warum die Arte-Dokumentation über Antisemitismus nicht gesendet wird

Peter Kapern, Deutschlandfunk, 15.6.2017: Polemik statt Fakten

JTA, Forward, . 8.6.2017: French-German TV Channel Under Fire For Canceling Anti-Semitism Documentary

ARTE, 7.6.2017: Brief an den Zentralrat der Juden in Deutschland

Erste und weitere Stimmen zur Dokumentation »Auserwählt und ausgegrenzt«

Update: Am Mittwoch, 21. Juni, wird die Dokumentation nun in der ARD um 22.15 Uhr ausgestrahlt, gefolgt von einer Diskussionssendung zum Thema. Nun hat sich ARTE entschlossen, dennoch die Sendung von der ARD zu übernehmen und diese zeitversetzt, um 23 Uhr, zu senden, ebenfalls mit anschließender Diskussion.

 

Weitere Stimmen in der Debatte:

https://www.youtube.com/watch?v=S8zuk8QCXKs

Gemma Pörzgen im Gespräch mit Peter Kapern, Deutschlandfunk, 15.6.2017: „Er hat eine sehr klare propagandistische Linie“

Mirna Funk, ZEIT ONLINE, 14.6.2017: Antisemitismus? Gibt es nicht!

Antisemitismus wird in Deutschland beschönigt: als Satire oder Israelkritik. Dass die Dokumentation „Ausgewählt und Ausgegrenzt“ nicht gezeigt wird, hat andere Gründe.

Markus Ehrenberg und Joachim Huber, Tagesspiegel, 14.6.2017: 200.000 sehen umstrittene Antisemitismus-Doku

Arte wollte die Doku „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ nicht zeigen. „Bild“ übernahm den Film einfach online. Rechtliche Konsequenzen muss der Springer-Verlag offenbar nicht fürchten.

Arno Frank, Spiegel Online, 14.6.2017: TV-Dokumentation zu Antisemitismus. Mit Elan ins Minenfeld

Übten Arte und WDR Zensur, als sie entschieden, eine Dokumentation über Antisemitismus nicht auszustrahlen? Kaum – der Film hat schlicht handwerkliche Mängel. Die Lösung von Bild.de, ihn unfertig doch zu zeigen, ist keine.

Brot für die Welt, 13.6.2017: Stellungnahme Brot für die Welt zur Berichterstattung der BILD Zeitung, 13.06.2017

ARTE, 13.6.2017: Pressestatement zur Dokumentation „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“

Marie Schmidt, ZEIT ONLINE, 13.6.2017: „Es gab nur Gerüchte“. Ein Gespräch mit dem Filmemacher Joachim Schröder, dessen Dokumentation über Antisemitismus das öffentlich-rechtliche Fernsehen nicht senden will

ZEIT ONLINE, 13.6.2017: Filmemacher Joachim Schröder wehrt sich gegen Arte und WDR

René Martens, taz, 11.6.2017: Zensur einer Antisemitismus-Doku. Wehrhafte Juden sieht man nicht gern

Richard Herzinger, Die Welt, 10.6.2017: So ist die Doku, die von Arte zurückgehalten wird

Michael Hanfeld, FAZ, 7.6.2017: Arte und WDR gehen in Deckung


Zur Dokumentation »Auserwählt und ausgegrenzt«, die eine deutsches Boulevardblatt am 14. Juni 24 Stunden online zugänglich gemacht hat, nachdem die Ausstrahlung bei ARTE abgelehnt worden war, fünf erste Stimmen:

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1054225.ein-kaum-zu-ueberbietendes-zerrbild-vom-nahostkonflikt.html564203382

https://www.jrbernstein.de/blog-1/2017/6/15/journalismus-oder-propaganda

https://deutsch.rt.com/gesellschaft/52352-wirbel-um-arte-doku-wenn-antideutsche-ueber-antisemiten-berichten/

http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/28823

https://www.journal21.ch/ausstrahlungsverweigerung

Veranstaltungshinweis: Der 1967-Krieg, 50 Jahre danach: Die deutsche Perspektive

Gerne weisen wir auf folgende Veranstaltung des New Israel Fund Deutschland hin. Zeit und Ort: Dienstag, 20. Juni, 19:00 im Roten Rathaus Berlin.

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Der 1967-Krieg, 50 Jahre danach: Die deutsche Perspektive

Eine Veranstaltung des New Israel Fund Deutschland in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Berlin
Dienstag, 20. Juni 2017, 19:00 Uhr (Einlass: 18:00 Uhr), Großer Saal, Rotes Rathaus Berlin

Die Veränderungen des Juni 1967 prägen den Nahen Osten bis auf den heutigen Tag. Nachdem das Westjordanland und Ostjerusalem im Zuge des Sechs-Tage-Kriegs von Israel erobert wurden, befindet sich das Land in einer mittlerweile 50jährigen, völlig erstarrten Realität – geprägt von Gewalt und immer wieder scheiternden Friedensbemühungen auf beiden Seiten. Diese Realität wird zunehmend auch zum zentralen Gegenstand der deutsch-israelischen Beziehungen.
Welchen Einfluss hat der Krieg auf die israelische Zivilgesellschaft, deren Sicherheit laut Angela Merkel „zur deutschen Staatsräson“ gehört? Wie gehen Politik, Medien und Zivilgesellschaft in Deutschland mit dem israelisch-palästinensischen Konflikt um? Darf die Bundesrepublik sich vor dem Hintergrund der deutsch-jüdischen Vergangenheit einmischen – oder ist es nicht sogar vielmehr ihre Pflicht, gerade aufgrund dieser Vergangenheit?
Anlässlich des 50. Jahrestages des Krieges lädt der New Israel Fund-Deutschland (NIF) in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Berlin in das Berliner Rathaus am 20. Juni ein, um diese und weitere Fragen anzugehen. Der NIF ist die führende israelische Organisation zur Förderung von Demokratie und Menschenrechten in Israel und ist seit 2014 auch in Deutschland vertreten.

Der Eintritt ist frei.
Um Anmeldung wird gebeten unter diesem LINK oder per Mail an koordinator@nif-deutschland.de

A Divided City Jerusalem/Al־Quds 1967-2017 – Evening Event in the Van Leer Jerusalem Institute

Thursday, 15 June, 2017, 18:00 to 20:00

 

Evening Event within the Framework of the International Conference „Histories in Conflict: Cities, Buildings, Landscapes“ that take place on Tuesday-Thursday, June 13-15, 2017

For further information: martin.hershenzon@gmail.com

You can find the programme online.

Gedenk- und Protestveranstaltung in Neve Shalom – Wahat al Salam

Am nächsten Samstag, den 10. Juni 2017, wird in Neve Shalom – Wahat al Salam ein Gedenk- und Protestevent zu 50 Jahren Besatzung stattfinden.

Die Veranstaltung wird ab 19:30 Uhr live im Internet übertragen und läßt sich entweder unter http://wasns.org/50-out-event-en oder https://ssl1.go-live.co.il/0009E3/neve_shalom/neve_david1_dcp.html mitverfolgen.

Join the Tel Aviv rally on Facebook Live

Today, in Tel Aviv, Israelis were gathering to stand up for peace, for an end to the occupation, and for hope for a better future.

It was be a major demonstration organized by Peace Now with NIF, the Labor Party, the Meretz Party, grassroots movements and more.

We streamed the demonstration on Facebook Live starting at 1:15pm (Eastern). You can watch live or catch it later on. It’s one more way to show up and see what’s going on for those of us who can’t be there in person.

Join us. It’s one more way to say #50isEnough.
We’ll be streaming the demonstration on Facebook Live at starting at 1:15pm (Eastern). You can watch live or catch it later on. It’s one more way to show up and see what’s going on for those of us who can’t be there in person.

Facebook Live – Two States, One Hope

Join us. It’s one more way to say #50isEnough.

Israeli-Palestinian Congress of Women

200 Israeli & Palestinian Women Negotiating Peace at the Center of Tel-Aviv

Rothschild Boulevard and the corner of Shenkin St., Tel Aviv, Israel

Over two Hundred Israeli & Palestinian women negotiated peace on the famous Rothschild Boulevard in Tel Aviv.

On May 19th, two hundred Israeli & Palestinian women negotiated solutions to the conflict at the Corner of Rothschild Boulevard and Shenkin St., Tel Aviv. The negotiations are open to all and the public is welcome to join the negotiations as observers or participants. The congress was held in the presence of international observers.

This event is an important step towards the establishment of a major Israeli-Palestinian Public Negotiating Congress – a powerful peacemaking institution that will operate over a period of time. The congress is designed to involve the people in the peacemaking efforts and motivate the leadership, on both sides, to conclude agreements.

The initiative is led by Dr. Sapir Handelman – an Israeli who received the Peter Becker Award in Peace & Conflict Research. Dr. Handelman and his colleagues have successfully led 33 Israeli-Palestinian public negotiating congresses in leading universities around the US and Canada, in conference halls in Israel and the West Bank, and in central public places in Jerusalem and Tel Aviv.

This is the first time that only women are going to participate in the negotiating process. This is an unusual and powerful event in the Middle East. Women initiated the ‘Congress of the Women’ and they will lead it.

The congress is sponsored by the Leon Charney Resolution Center. The center was established to help different communities cope with social crises and prepare the young generation to handle conflicts by peaceful means.

The late Leon Charney played an important role in the Camp David Accords, which led to the peace treaty between Israel and Egypt. Leon, who dedicated a major part of his life to back-channel diplomacy, understood that the road to peace and stability required peacemaking activities in multiple dimensions. Leon and his wife, Tzili, established the center in order encourage, develop, and initiate activities that can create the foundation for a better world.

For more information:

Galit Soffer Weinstock – Minds of Peace – 058-5578066 peace.public@gmail.com         
Yael Lotan:  03- 5667474 yael@lotanpr.com
Yahav Cohen :  052- 3392929 yahav@lotanpr.com

May 1, 2017, Press Release

more information: https://www.i24news.tv/en/news/israel/society/145695-170519-israeli-and-palestinian-women-hold-peace-talks-on-the-streets-of-tel-aviv