Kalender September 2019

Ein-Blicke in die Geschichte – unser Jahreskalender
Für den September

• ‚Jerusalem, modernes Stadtviertel‘ [Mamilla, nahe Jaffator] (Photo: G. Roßmanith), Edition Eisenmenger, Wien (ca. 1930?) (Nr. 5).
• ‚Gruß aus Jerusalem – Panorama – Neue deutsche evang. Erlöserkirche – Johanniterplatz mit der deutschen Kapelle (vor Erbauung der Kirche)‘, Verlag L. Schoenecke, Jerusalem (1898) (April 1899).
• Jerusalem Stephanstor (Löwentor) (mit Soldaten vor 1918),
ohne Verlag (um 1910?) (Stempelaufdruck: „Postkarte“).

Einige wenige Restexemplare sind noch beim Verlag erhältlich.

Kalender August 2019

Ein-Blicke in die Geschichte – unser Jahreskalender
Für den August

• ‚Tel-Aviv, Lilienblumstraße‘, Edition Moshe Ordmann, Tel-Aviv (Palestine) (Nr. 13) (um 1920?).
• Keren Kayemeth LeIsrael [KKL – Jüdischer Nationalfonds JNF], Rothschild Boulevard Tel Aviv, Werbemarke, o.J. (um 1910?).
• Tel-Aviv, Ben Jehuda Road, Verlag Palphot, Tel Aviv, (um 1935) (gelaufen November 1936).

Einige wenige Restexemplare sind noch beim Verlag erhältlich.

israel & palästina

Zeitschrift für Dialog – Ausgabe 3-2018 erschienen

84 Seiten | 978-3-86575-371-7 | 10,00 €

Mit dem vorliegenden Heft 3/2018 hat sich der diAk als Herausgeber für dieses Mal von der Praxis eines Themenheftes entfernt. Aus redaktionellen Gründen erscheint dieses Heft bedauerlicherweise mit erheblicher Verspätung.
Das Heft widmet sich aus verschiedenen Perspektiven der Diversität der
deutschen und der israelisch-palästinensischen Gesellschaften und der daraus entstehenden Konflikte. Mit dem Policy Paper der israelischen
Nichtregierungsorganisation Emek Shaveh soll eine Diskussion vorgestellt
werden, die die Auseinandersetzung um die kulturelle Hegemonie in Jerusalem aufzeigt. Die Organisation ist bemüht, die Rechte an dem reichhaltigen Arsenal von Artefakten, die in und um Jerusalem bewahrt, erforscht und neu entdeckt werden, gegenüber ideologischen und religiösen Vereinnahmungen zu verteidigen. Sie wendet sich damit
gegen eine auch von der derzeitigen israelischen Regierung unterstützten
Geschichtsdeutung, die nationalistische und hegemoniale Narrative in den Vordergrund stellt und damit die Landnahme und Siedlungspolitik in Ost-Jerusalem aus historischer Perspektive zu legitimieren versucht. Dem gegenüber unterstützt Emek Shaveh einen Ansatz in der Archäologie, die sie als offene Wissenschaft propagiert, die die Diversität und das komplexe kulturelle Erbe der Stadt zeigt. Sie stellt sich damit zugleich auch den politischen Implikationen: gegen eine Verdrängung der diversen religiösen und kulturellen Traditionen durch ein nationalistischen Deutungsmuster, wie es zum Beispiel in dem Projekt der ‚Davidsstadt‘ praktiziert wird.

In seinem Beitrag ‚Antimuslimischer Rassismus und Antisemitismus im Vergleich‘ argumentiert der Berliner Politikwissenschaftler Ozan Zakariya
Keskinkılıç
gegenüber öffentlich geäußerter Kritik, daß dieser Vergleich
nicht nur zulässig sei, sondern daß aus der Antisemitismusforschung stammende analytische Ansätze für die antimuslimischen Rassismus genutzt werden können. Diese komparatistische Perspektive stellt er anhand von drei Ebenen dar: einmal enthalten beide Vorurteilsweltbilder eliminatorische Aussagen und Vorstellungen gegenüber beiden Minderheiten, zweitens arbeiten diese Rassismen mit Projektionsbildern, die Juden und Muslime in gleicher Weise durch Fremdzuschreibungen zum kulturell, politisch und lebensweltlich ‚Anderen‘ erklären. Drittens sind die dabei produzierten Feindbilder in beiden Fällen durch keine empirische oder sonst irgendwie geartete Praxis und Realität gedeckt. In seinen Schlußfolgerungen zeigt der Autor darüber hinaus, daß verschwörungstheoretische Weltbilder oft synchrone Ausschluß- und Abwertungsmechanismen gegenüber Juden wie Muslimen haben.
Zur Frage des Islambildes finden Sie dann im Anschluß daran ein Gespräch mit Monika und Udo Tworuschka anläßlich ihres neuen Buches Der Islam: Feind oder Freund? 38 Thesen gegen eine Hysterie. ‚

In einem dritten Teil geht es um Religionsfreiheit aus christlicher Sicht. Die Stellungnahme zweier evangelischer Kirchen ordnet den Begriff der Christenverfolgung für die Situation von christlichen Gemeinden in Gesellschaften ein, in denen sie in der Minderheit sind und weist ihn letzten Endes zurück. Das Verhältnis von Menschenrechten und Religionsfreiheit erläutert Andreas Goetze, Landespfarrer für interreligiöser Dialog der Evang. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) in sechs Thesen. Er stellt den Zusammenhang zwischen Religion, Menschenrechten und Religionsfreiheit her und plädiert für die Freiheit aller Glaubensrichtungen. Auch er sieht die Aufgabe der Kirchen in der Unterstützung der Menschenrechte weltweit. Auf die Geschichte und die Lage der Christen im kriegszerstörten Syrien geht der Autor Tarik Bashour ein.

In einem Literaturteil finden sich jeweils zweisprachig, Kurzprosa von Sana Mukarker-Schwippert und Gedichte von Mati Shemeolof. Von ihm erscheint in Kürze ein Gedichtband, aus dem diese Texte ein Vorabdruck sind.

Aus der Werkstatt von i&p

Eines des nächsten Hefte von israel & palästina wird das Thema Palästinische Kunst II haben, es wird das zweite Heft dazu sein, die Ausgabe 4/2014 war schon einmal dem Thema gewidmet.

Auch diesmal wird sich die palästinensische Künstlerin und Kuratorin Faten Nastas Mitwasi aus Bethlehem federführend an der Konzeption des Heftes beteiligen. Hier ihr kurzes Statement bei der Projektbesprechung in Bethlehem.

Neue Ausgabe israel & palästina

Zum Schwerpunktthema Narrative ist soeben die neueste Ausgabe der Viertelsjahreszeitschrift für Dialog erschienen:

Das Heftversammelt fünf Beiträge, die sich kritisch mit den Erinnerungspolitiken in Israel und Deutschland beschäftigen. Sie analysieren, wie Interpretationen der Vergangenheit in Theorie und Praxis die jeweiligen nationalen Identitäten prägten
und prägen, welche Wandlungen sie erfahren haben und wie sie bis heute die politische Kultur der beiden Länder beeinflussen.

100_936

Narrative
israel & palästina | Zeitschrift für Dialog
Herausgegeben vom diAk e.V. | Israel ¦ Palästina ¦ Deutschland — zusammen denken
Heft 3 | 2017 – 978-3-86575-369-4 | 68 S. (erschienen 2018) | 10,00 €
Redaktion: Marianne Zepp

 

diAk auf der Buchmesse Leipzig

LBM18_LeipzigLiest_rgb

Zusammen mit dem AphorismA Verlag (Halle 3 E 408),  in dem unsere Schriftenreihe und die Zeitschrift israel & palästina erscheint, stellen wir in Leipzig die beiden neuen Bände der Schriftenreihe vor:

Am 15. März 2018, 12.30 -13.00 Uhr stellt die Herausgeberin Angelika Timm den Band 100 Dokumente aus 100 Jahren vor (diAk-Schriftenreihe 42-43).
••• Ort: Forum Sachbuch Halle 3, Stand E 201.

Am selben Tag, 15. März 2018, 19.00 Uhr, wird Angelika Timm in der Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen (Harkortstraße 10, 04107, Leipzig (Süd) | ÖPNV: Straßenbahnlinien 10, 11 ) über das Buch sprechen.

Am Sonntag, 18. März 2018, 13.00 – 13.30 Uhr, spricht Ulla Philipps-Heck (Vorstand des deutschen Freundeskreises Neve Shalom/Wahat as-Salam), über das von ihr herausgebene und übersetzte Buch: Nava Sonnenschein: Vom Opfer zum PartnerVon der Überwindung der Kluft zwischen Juden und Palästinensern (diAk-Schriftenreihe 44).
••• Ort: Forum Literatur ‚buch aktuell‘, Halle 3, Stand E 401

*

Das diAk-Mitglied Dr. Felix Koltermann stellt am 15. März 2018 13.30-14.00 Uhr seine neue Pubblikation unter dem Sticwort Achtsam Sehen vor:

Über Stadt und Land . Fotografische Spaziergänge in Israel / Palästina
(Num. und sign. Kassette mit Photodrucken des Autors und drei Kleinen Texten).
••• Ort: Leseinsel Halle 3, Stand H 504

Das Kalenderblatt im Oktober 2017

An dieser Stelle präsentieren wir zu jedem Monatsanfang ein neues Kalenderblatt aus dem diAk-Kalender für das Jahr 2017 (erschienen als Ausgabe IV/2016) – mit vielen Photos und Geschichten zu den Personen und Projekten hinter der Initiative Combatants for Peace.

Im Oktober werden die Aktivitäten und Proteste der Qalquilya-Tel Aviv-Gruppe der Combatants porträtiert.

i&p_4-2016_Kalender.indd