Am 10. Mai 1934, dem ersten Jahrestag der NS-Bücherverbrennungen, wurde im Haus Nr. 65 am Boulevard Arago im 13. Pariser Arrondissement die Deutsche Freiheitsbibliothek eingeweiht. Sie sammelte Bücher, die in Deutschland verboten und vernichtet worden waren. Gegründet wurde sie von Exilierten aus Deutschland mit Unterstützung französischer Intellektueller.
Mittels deutscher und französischer Quellen erzählt die Germanistin Ute Lemke die Geschichte dieser besonderen Bibliothek: Von wem wurde sie initiiert und finanziert? Wann und warum musste sie schließen? Und was geschah mit den Büchern während des Zweiten Weltkrieges und danach?
Und dazu eine lesenswerte Erklärung von Rabbi Jonathan Wittenberg, Senior Rabbi of Masorti Judaism UK, und Rabbi Emeritus of the New North London Synagogue
… Thank God for those who have the courage, through their protective presence, to oppose such intimidation, injustice and aggression with body and soul. It is they who truly uphold the commandments of the Torah and the essential values of Judaism. We cannot remain bystanders. We must affirm through our words and deeds what the Torah demands of us in the name of justice, compassion and human dignity, and for the sake, however distant it currently seems, of a better future for all.
Ein überlebensgroßes Nashorn macht sich auf den Weg durch Sachsen-Anhalt.
Das weiße Nashorn wirkt auf den ersten Blick ruhig und beinahe harmlos. Doch genau darin liegt seine Irritation: Es macht auf gesellschaftliche Entwicklungen aufmerksam, die oft schleichend beginnen – Konformität, autoritäres Denken und die Frage, wie wir als Gesellschaft damit umgehen. „Rhinozerisieren“ bedeutet im Hebräischen sinngemäß: sich autoritärem Gedankengut zu öffnen und sich unhinterfragt der Meinung anderer anzuschließen.
Inspiriert von Eugène Ionescos Theaterstück „Die Nashörner“, in dem sich Menschen nach und nach in Nashörner verwandeln, erinnert das Kunstwerk daran, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist, sondern von Aufmerksamkeit, Widerspruchsfähigkeit und dem Mut zum eigenständigen Denken lebt – und was verloren gehen kann, wenn die Gleichgültigkeit gegenüber autoritären Entwicklungen wächst.
Mit RHINO on TOUR verlässt das Kunstwerk den klassischen Museumsraum und wandert durch Sachsen-Anhalt. An verschiedenen Stationen schafft es Raum für Begegnung, Gespräche und neue Perspektiven.
Der 11. Kalender im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog!
Dieser Kalender ging in den Druck zu einem Zeitpunkt, an dem es einen fragilen Waffenstillstand im Gazastreifen gab, von dem auch heute niemand weiß, ob er auch 2026 halten wird.
In der Westbank verschärft sich die Lage zugleich weiter und in Israel finden wir eine tiefgespaltene Gesellschaft vor, bei der noch nicht klar ist, ob sich die Kräfte der Dominanz oder der Kooperation durchsetzen werden.
Der Photobegleiter in Kalenderform für das Jahr lädt jeden Monat ein, noch einmal auf die Lage im Gazastreifen zu schauen. Die wenigen Quadratkilometer sind versehrt und zerstört, wie es kaum denkbar schien. Aber es sind nicht nur die zerbombten Häuser, auch die Menschen haben Schaden genommen und der Weg der Heilung wird lang.
Die Wunden sind auf beiden Seiten tief und es gilt, sie nicht gegeneinander aufzurechnen, sondern mit Empathie und Zuwendung nach Möglichkeiten zu suchen, wie eine andere Zukunft aussehen kann und was (man:frau:wir) dafür tun können. Eine Möglichkeit gibt es über die jeweiligen Spendenlinks und QR-Codes der Organisationen.
israel & palästina – Zeitschrift für Dialog | Ausgabe 4-2025
We Feed Gaza is a Catholic grassroots movement distributing food, water, medicine, and life essentials in the Gaza Strip. They have prepared, served, and cooked for over 17,000 families since April, 2024.
Gofundme.com/f/wefeedgaza Instagram: wefeedgaza
Es war das elfte Mal, daß im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Photobegleiter in Kalenderform für das kommende Jahr erschienen ist:
Gaza – promise, we will rebuild it – Ein Begleiter durch das Jahr 2026
Vielleicht nicht mehr bei dieser Knesset-Wahl (und hoffend, das System ist stabil genug, daß es nicht die letzte sein wird), es tut sich auch einiges in der ultra-orthodoxen Welt der Haremdim: Ein interessanter Beitrag von Aaron Rabinowitz auf Haaretz.com:
„As frustration mounts over the draft crisis and the Haredi parties‘ record in government, new ultra-Orthodox movements are calling for direct voter influence, posing an unprecedented challenge to the establishment“
Ein Essay aus der ja nicht liberal zu nennenden Times of Israel von Rossella Tercatin, der Reporterin der ToI für Archäologie und Religion. (darin auch ein Abschnitt zu Smol Emuni/Faithful Left.