Jour Fixe Initiative Berlin | Rassismus und Antisemitismus im deutschen Kolonialismus

Zum Nachhören und Nachdenken:

Ideologische Verwandtschaftsverhältnisse: Rassismus und Antisemitismus im deutschen Kolonialismus von Stefan Vogt (Vortrag vom Sonntag, 07. März 2021)

Die jour fixe initiative berlin besteht seit Oktober 1997. Mit Vortragsreihen zur Kritik von Herrschaft, Ausbeutung und Unmündigkeit bietet sie eine Plattform für die Diskussion und Theoriebildung innerhalb der radikalen Linken an und will einen Beitrag zur Überwindung kapitalistischer Vergesellschaftung leisten.

Multidirektionales Erinnern

Micha Brumlik hat in der Frankfurter Rundschau die deutsche Übersetzung eines Buches des US-amerikanischen Historikers Michael Rothberg besprochen und dessen Ansatz außerordentlich gelobt.

Michael Rothberg:
Multidirektionale Erinnerung. Holocaustgedenken im Zeitalter der Dekolonisierung.
Aus dem Englischen von Max Henninger
Berlin (Metropol) 2021 – 404 S. – 26,00 €

Brumlik schreibt:

„Rothberg gelingt es, mit seinem Konzept einer „multidirectional memory“ (dt.: eines „multiperspektivischen Gedenkens“ ), der unseligen, allemal politisch instrumentalisierbaren Konkurrenz von Erinnerungen eine universalistische, allen Opfern zukommende anamnetische Solidarität entgegenzusetzen. Damit weist Rothberg einen konstruktiven Ausweg aus der oft behaupteten Unmöglichkeit, die Singularität des Holocaust zu anderen Menschheitsverbrechen in Verhältnis zu setzen.“

Neue Direktorin

Zum heutigen 1. Dezember tritt Deborah Hartmann die Stelle als neue Direktorin der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz. Zuvor war Deborah Hartmann Leiterin des German Desk, des deutschsprachigen Bildungsbereichs der Gedenkstätte Yad Vashem in West-Jerusalem. Ein ausführlicher Beitrag im Newsletter der Deutschen Welle würdigt die neue Stelleninhaberin.