Die Deutsch-Israelischen Studiengruppen und frühe studentische Kontakte
22. Juni 2026 | 18.00 Uhr – Zoom Vortrag: Dr. Jonas Hahn
Noch bevor offizielle Beziehungen aufgenommen wurden, trafen sich junge Menschen aus Deutschland und Israel im Rahmen von Studiengruppen. Der Vortrag per Zoom von Dr. Jonas Hahn zeigt, wie diese frühen Kontakte zur Annäherung der beiden Länder Deutschland und Israel beitrugen und den Grundstein für die spätere Zusammenarbeit legten. Weitere Infos und das Anmeldeformular gibt es auf der ASF Homepage.Weniger anzeigen
Kurz vor seinem 90. Geburtstag arbeitet Giora Feidman an seinem neuen Album „For A Better World“ – während im Nahen Osten erneut Krieg herrscht. Die Dokumentation begleitet ihn zwischen Tel Aviv, Hamburg und Zürich und zeigt einen Künstler, der persönliche Verluste, politische Realität und künstlerische Verantwortung zusammendenkt.
Middle Eastern Minorities, the Americas, and Jewish Studies in Conversation
Konferenz in Köln im Mai 2027 – Deadline for proposals: October 1, 2026
What makes a diaspora? Not every population on the move becomes one, and not every dispersed community claims the term. This workshop is designed to bring three fields into conversation: American studies, Middle Eastern and North African (MENA) studies, and Jewish studies.
Yad Vashem eröffnet Bildungszentrum in München – das erste außerhalb Israels
Yad Vashem wird in München ein Shoa-Bildungszentrum („Holocaust-Bildungszentrum“) eröffnen und damit sein weltweites Engagement in der und Erinnerungsarbeit verstärken.
Dies geschehe in einer Zeit, so Yad Vashem, in der weltweit verzerrte Darstellungen der Geschichte der Shoa zunähmen und der Antisemitismus sich weiter ausbreite.
Der Standort des Zentrums wurde nach einer umfassenden bundesweiten Machbarkeitsstudie mit Unterstützung der deutschen Regierung ausgewählt.
Symbolische Förderbescheide in Höhe von 127,5 Millionen € an den Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg übergeben
Aus dem Bundeskulturetat werden insgesamt 90,6 Millionen Euro im Rahmen des parlamentarisch initiierten Förderverfahrens KulturInvest zur Verfügung gestellt. Der Freistaat Bayern stellt rund 37 Millionen Euro zur Verfügung.Mit den Mitteln sollen der Erhalt der historischen Bausubstanz und die kulturelle Nutzung der Kongreßhalle sowie die Weiterentwicklung der Zeppelintribüne und des Zeppelinfelds als Lern- und Begegnungsort ermöglicht werden. Der Zeugniswert dieser Bauten wird erhalten bleiben, um unmittelbar am historischen Ort über ihre Entstehung und Nutzung während der NS-Zeit sowie über den Umgang bis in die Gegenwart zu informieren.
Bereits seit Jahrzehnten setzt sich die Stadt Nürnberg intensiv mit der nationalsozialistischen Vergangenheit auseinander. Eine wichtige Rolle für die Geschichtsvermittlung und Demokratiebildung spielt hierbei das ehemalige Reichsparteigelände. Die geplanten Bauvorhaben sowie die künftige Nutzung der Kongreßhalle für Kunst und Kultur sind Meilensteine auf dem erinnerungskulturellen Weg, den Nürnberg eingeschlagen hat.
Marcus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, sagt: „Nürnberg war Stadt der Reichsparteitage, und die baulichen Relikte des Nationalsozialismus sind steingewordene Inszenierungen der NS-Diktatur. Daraus erwächst für uns eine dauerhafte Verantwortung, sich diesem Erbe zu stellen. Dort, wo Nationalsozialisten Macht demonstrieren wollten, schaffen wir heute auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände Räume für Freiheit, Bildung, Kunst und kritischen Dialog. Wir sind dankbar, daß der Bund und der Freistaat Bayern uns dabei unterstützen. Die finanzielle Förderung ist ein klares Signal: Die Auseinandersetzung mit der Geschichte ist keine lokale Aufgabe, sondern eine gesamtgesellschaftliche Verpflichtung von nationaler Bedeutung.“
Die Kongreßhalle ist eine der größten baulichen Hinterlassenschaften aus der NS-Zeit. In dem Monumentalbau sollte während der Reichsparteitage der sogenannte Parteikongreß der NSDAP stattfinden. Mit Kriegsbeginn 1939 wurden die Bauarbeiten fast komplett eingestellt – zurück blieb ein unvollendeter Rohbau mit zwei Kopfbauten und einem offenen Innenhof, der das Halleninnere gebildet hätte. Nach der Sanierung soll die Kongreßhalle mit neuem inhaltlichem Konzept zu einem Ort des Gedenkens und Weiterdenkens entwickelt werden.
Die in der Kongreßhalle geplanten „Ermöglichungsräume“ schaffen auf über 7 000 Quadratmeter gemeinsam mit der neuen Spielstätte des Staatstheaters die Basis für die künstlerische Arbeit in der Kongreßhalle. BKM unterstützt die künftige kulturelle Nutzung der Kongreßhalle und fördert die grundsätzliche Nutzbarmachung und den Substanzerhalt mit 29,5 Millionen Euro der insgesamt 59 Millionen Euro. 14,75 Millionen Euro trägt das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Die Stadt Nürnberg und der Freistaat Bayern beteiligen sich je mit einem Viertel der Kosten.
Für die Schaffung der „Ermöglichungsräume“ stellt BKM weitere 20 Millionen Euro der Gesamtkosten von 44 Millionen Euro zur Verfügung. Aus dem Kulturfonds Bayern werden diese Flächen mit einer Million Euro unterstützt. Dieser Betrag wurde zudem von der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag um 675.000 Euro aus den Mitteln der Fraktionsinitiativen aufgestockt.
Lern- und Begegnungsort Zeppelintribüne und Zeppelinfeld mit Bahnhof Dutzendteich
Auf dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg sind das Zeppelinfeld und die Zeppelintribüne die einzigen Bauten, die in der NS-Zeit fertiggestellt, genutzt und heute noch im Wesentlichen erhalten sind. Die Weiterentwicklung zum Lern- und Begegnungsort des Zeppelinfeldes und der Tribüne umfaßt mehrere Maßnahmen: Die bauliche Sicherung gewährleistet, daßs die Zeppelintribüne einschließlich des „Goldenen Saales“ im Innern und die Wallanlage auf dem Zeppelinfeld erhalten bleiben und als begehbare Exponate fungieren können. Im Mittelbau der Tribüne wird eine Ausstellung eingerichtet. Der ehemalige Bahnhof Dutzendteich wird als Ankunfts- und Informationsort erschlossen. Jährlich besuchen über eine Millionen Interessierte das ehemalige Reichsparteitagsgelände.
Die Fertigstellung des Projekts ist für das Jahr 2030 geplant. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 88,3 Millionen Euro. BKM stellt hierfür 41,1 Millionen Euro zur Verfügung, aus dem Etat des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus fließen 20,57 Millionen Euro in das Vorhaben. Die übrigen Kosten trägt die Stadt Nürnberg.