Vielleicht nicht mehr bei dieser Knesset-Wahl (und hoffend, das System ist stabil genug, daß es nicht die letzte sein wird), es tut sich auch einiges in der ultra-orthodoxen Welt der Haremdim: Ein interessanter Beitrag von Aaron Rabinowitz auf Haaretz.com:
„As frustration mounts over the draft crisis and the Haredi parties‘ record in government, new ultra-Orthodox movements are calling for direct voter influence, posing an unprecedented challenge to the establishment“
Diskussion und Performance am Mittwoch, 08. Juli 2026 19:00 Uhr in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche
Seit dem 7. Oktober 2023 und dem andauernden Krieg im Nahen Osten sind gesellschaftliche Debatten härter und Räume für gemeinsames Nachdenken seltener geworden. Die israelische Sängerin Noa Mei und die palästinensische Künstlerin Meera Eilabouni bringen ihre Sprachen, ihre Geschichten und ihre Musik in einen gemeinsamen künstlerischen Auftritt ein.
Im Podiumsgespräch geht es um die Frage, wie der Dialog im Kontext des Nahostkonflikts möglich ist – angesichts tiefer Traumata, wachsender Polarisierung sowie der drastischen Zunahme von Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus in Deutschland
Die Veranstaltung wird organisiert von Studierenden der TU Berlin im Rahmen des Seminars und Forschungsprojekts „Versöhnung als Provokation?“ unter der Leitung von Dr. Esther Gardei am Zentrum für Antisemitismusforschung.
Im OS-Teil der Berliner Zeitung erschien gerade ein Beitrag zur Einschätzung des Wahlverhaltens der „russischen Community“ – in all ihrer Heterogenität – durch Lilly Galili (Tel Aviv), auch ein guter Einstieg für unseren nächsten DienstagZoom am 7. Juli zu den kommenden Knessetwahlen.
Persönliche Beziehungen können gesellschaftliche Polarisierung abfedern. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie „Zusammenhalt in Krisenzeiten. Jüdisch-muslimische Freundschaften in Frankfurt am Main“ der Bertelsmann Stiftung. In zwölf Porträts dokumentiert sie, wie Vertrauen, Solidarität und Zusammenhalt zwischen Jüdinnen, Juden und Muslim:innen auch unter den Belastungen des Nahostkonflikts entstehen und bestehen können.
In zwölf Freundschaftsporträts dokumentiert die Studie Beispiele gelebten Zusammenhalts zwischen Jüdinnen, Juden und Muslim:innen in Frankfurt am Main und der Rhein-Main-Region. Die Porträts erzählen von Nachbar:innen im Frankfurter Bahnhofsviertel, von Eltern auf dem Fußballplatz, von Wissenschaftler:innen, Künstler:innen, Politiker:innen und Aktivist:innen. Gemeinsam ist ihnen die Erfahrung, dass Vertrauen dort wächst, wo Menschen sich nicht zuerst als Vertreter ihrer Religion oder Herkunft begegnen, sondern als Kolleg:innen, Vereinsmitglieder oder Nachbarinnen und Nachbarn. So können persönliche Beziehungen gesellschaftliche Polarisierung abfedern.
Middle Eastern Minorities, the Americas, and Jewish Studies in Conversation
Konferenz in Köln im Mai 2027 – Deadline for proposals: October 1, 2026
What makes a diaspora? Not every population on the move becomes one, and not every dispersed community claims the term. This workshop is designed to bring three fields into conversation: American studies, Middle Eastern and North African (MENA) studies, and Jewish studies.