Dr. Konstantin Witschel, Leiter des Büros der Friedrich-Ebert-Stiftung für die Palästinensischen Autonomiegebiete in Ost-Jerusalem, analysiert für das ipg-journal.de die Optionen, die sich für die palästinensische Seite bei einer neuen israelischen Regierung ergeben – und stellt ernüchtert fest: Auch ohne Netanjahu bleibt eine politische Lösung für Palästina in weiter Ferne.
Der 11. Kalender im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog!
Dieser Kalender ging in den Druck zu einem Zeitpunkt, an dem es einen fragilen Waffenstillstand im Gazastreifen gab, von dem auch heute niemand weiß, ob er auch 2026 halten wird.
In der Westbank verschärft sich die Lage zugleich weiter und in Israel finden wir eine tiefgespaltene Gesellschaft vor, bei der noch nicht klar ist, ob sich die Kräfte der Dominanz oder der Kooperation durchsetzen werden.
Der Photobegleiter in Kalenderform für das Jahr lädt jeden Monat ein, noch einmal auf die Lage im Gazastreifen zu schauen. Die wenigen Quadratkilometer sind versehrt und zerstört, wie es kaum denkbar schien. Aber es sind nicht nur die zerbombten Häuser, auch die Menschen haben Schaden genommen und der Weg der Heilung wird lang.
Die Wunden sind auf beiden Seiten tief und es gilt, sie nicht gegeneinander aufzurechnen, sondern mit Empathie und Zuwendung nach Möglichkeiten zu suchen, wie eine andere Zukunft aussehen kann und was (man:frau:wir) dafür tun können. Eine Möglichkeit gibt es über die jeweiligen Spendenlinks und QR-Codes der Organisationen.
israel & palästina – Zeitschrift für Dialog | Ausgabe 4-2025
During war, displacements, and destruction, Ahmed Muin founded a musical group called Gaza Birds Singing (GBS), made up of displaced children and talented music teachers from Gaza. Together, they sing for love, for freedom, for life. Through music, they try to give children their voice back and offer hope against the rubble.
Es war das elfte Mal, daß im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Photobegleiter in Kalenderform für das kommende Jahr erschienen ist:
Gaza – promise, we will rebuild it – Ein Begleiter durch das Jahr 2026
Eyal Weizman, director of Forensic Architecture and professor of Spatial and Visual Cultures at Goldsmiths, University of London, reflektiert für die London Review of Books über seine Seh-Erfahrungen und Einschätzungen: Necro-Economics lautet der Titel seines Beitrages anläßlich des Films „NAZA, directed by Yuval Abraham and Rachel Szor“ – daran sei an diesem Tag erinnert, der vielleicht eine bedeutende Weichenstellung für die, für eine, für eine andere? Zukunft zwischen Mittelmeer und Jordan bedeuten kann… Und zu den Traumata dieser Tage gehört unzweifelhaft Gaza….
Beim Ökumenischen Friedensdialog am 23. Oktober 2026 in Osnabrück stand die Frage im Mittelpunkt, wie angesichts der anhaltenden Gewalt im Nahen Osten Wege zu einem gerechten Frieden gefunden werden können.
„Kleine Schritte sind mühselig, aber doch so bedeutend“, erklärte der Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz, Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax. Auch unter schwierigen Bedingungen müsse versucht werden, den Dialog zwischen den Konfliktparteien wieder aufzunehmen. Selbst mitten im Krieg seien Friedensbemühungen möglich, die langfristig Wirkung entfalten könnten.
Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Friedrich Kramer, betonte, dass einzelne Friedensschritte eine übergeordnete Perspektive benötigten. Ein gerechter Frieden müsse Gewalt verringern, Freiheit gewährleisten und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. „Wir müssen wegkommen von einem rein militärischen Denken“, forderte Kramer.
Auch die Politikwissenschaftlerin Muriel Asseburg von der Stiftung Wissenschaft und Politik unterstrich die Bedeutung diplomatischer Bemühungen. Zwar hätten bisherige Waffenstillstände keinen dauerhaften Frieden gebracht, dennoch seien die Verringerung der Gewalt und die Freilassung von Geiseln wichtige Fortschritte. Kirchen könnten dabei Orientierung geben, indem sie Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen klar benannten.
Die Gewalt in der Westbank macht („selbstverständlich“) auch nicht vor christlichen Einrichtungen Halt …
Spendenaufruf für das von Siedlergewalt betroffene Rehabilitationszentrum Sternberg/ bei Ramallah, einer Einrichtung der Herrnhuter Brüdergemeine (der Moravian Church) in der Westbank nördlich von Jerusalem.
Auf dem Sternberg nahe bei Jerusalem liegt dieses Förderzentrum der weltweiten Herrnhuter Brüdergemeine, die von der Herrnhuter Missionshilfe in Deutschland betrieben wird. Dort erhalten Kinder und Jugendliche mit geistigen Behinderungen Förderung und Unterstützung. Auch Inklusion und Zusammenarbeit mit kommunalen Verantwortlichen spielt eine wichtige Rolle. Die circa 100 Kinder und Jugendlichen werden von ungefähr 20 Lehrkräften (vorwiegend Frauen) gefördert.
Aktuell herrscht Angst und Schrecken: Am Freitag, den 09. Oktober 2026, überfiel eine große Gruppe von jüdisch-israelischen Siedlern die Einrichtung und zerstörte ein Gewächshaus, riss Pflanzen heraus und durchschnitt die Wasserversorgung.
Dieser Überfall auf ein ausgewiesenes Kirchengelände ist nicht nur ein Rechtsbruch. Dieser Überfall auf eine christlich-soziale Einrichtung durch radikale jüdische Siedler verbreitet Angst und Schrecken. Bisher war der Sternberg ein sicherer Zufluchtsort für verletzliche Menschen mit Behinderungen.
Der „friedensbewegte Rabbiner“ Jeremy Milgrom wieder einmal in Deutschland zu Besuch
Wie Israels Zukunft aussehen wird, weiß Jeremy Milgrom auch nicht. Doch der Rabbi und Friedensaktivist hört nicht auf, für ein friedliches Zusammenleben zu werben. Auch und gerade in Deutschland, zum Beispiel an der Gottlieb-Daimler-Schule in Sindelfingen.