Kleine Schritte einer Strategie

Was nur nach einer weiteren kleinen Siedlungsaktivität aussieht, hat enorme strategische Konsequenzen, eine klare Positionierung der vier Staaten, wie auch schon der EU, fordert die israelische Regierung zum Umdenken auf, angesichts der momentanen Regierungskoalition nicht wirklich erwartbar. (Red.)

Gemeinsame Erklärung Frankreichs, Deutschlands, Italiens, Spaniens und
des Vereinigten Königreichs zu
Khan al-Ahmar

Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich haben wiederholt ihre Besorgnis im Hinblick auf das Dorf Khan al-Ahmar zum Ausdruck gebracht, das sich in einem sensiblen Bereich des C-Gebiets befindet, der von strategischer Bedeutung dafür ist, dass die Möglichkeit eines zusammenhängenden künftigen palästinensischen Staatsgebiets gewahrt bleibt.

Wir haben die Entscheidung des Obersten Gerichts Israels vom vergangenen Mittwoch zur Kenntnis genommen, die einen Abriss Khan al-Ahmars dem Ermessen der israelischen Regierung anheimstellt.

Gemeinsam mit der Hohen Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik/Vizepräsidentin Federica Mogherini bekräftigen wir daher unseren Aufruf an die israelische Regierung, ihr Vorhaben, das Dorf einschließlich seiner Schule abzureißen und seine Bewohner umzusiedeln, nicht umzusetzen.

Die Folgen, die ein Abriss und eine Umsiedlung für die Bewohner dieser Gemeinde einschließlich ihrer Kinder sowie für die Zukunft der Zwei-Staaten-Lösung hätten, wären sehr ernst.

Keine guten Nachrichten…

US-Gelder für die UNRWA gestrichen, die US-amerikanische Untersützung der palästinensischen Krankenhäuser in Ost-Jerusalem eingestellt und als besonderes Geschenk zum jüdischen Neujahrsfest: Die Schließung der PLO-Vertretung in Washington…

Es lohnt die Stellungnahme bzw. den offenen Brief des UNRWA-Direktors Pierre Krähenbühl einmal zu lesen.

UNRWA

Neben Japan und einer Reihe anderen Länder hat auch die Bundesrepublik Deutschland ihre Zahlungen an die UNRWA erhöht, um dem Hilfswerk und seiner Arbeit beizustehen.

 

 

Und noch ein Kalenderblatt…

An dieser Stelle präsentieren wir wieder ein Blatt aus dem diAk-Kalender für das Jahr 2018 (erschienen als Ausgabe IV/2017) – ein Gespräch in Bildern…

September

Luli (* 4.7.1985)  and Yehudit (* 6.2.1985) met at the age of 18. Tey like to think of themselves as childhood fiends. Both born in Israel, they have each gone their separate path and their fiendship has become one of overseas. Te project ‘Visual Correspondences’ was born afer a conversation in which the two observed that the different choices they have made in life, and the places they have been, places they have called home cast a light on both the similarities and differences of their visual observations.
Using their phones, they began writing each other ‘picture messages’. Each picture
is answered with a picture. Te text was later atached to the pictures.

Die Debatte geht weiter…

und unsere Aufgabe auch:

Alexandra Senfft schreibt in der aktuellen Ausgabe des „Freitag“ über das israelische Nationalstaatsgesetz:

Das Nationalstaatsgesetz treibt die Gesellschaft in einen tiefen Konflikt und schürt das gegenseitige Misstrauen. Die Opposition ist aufgerüttelt, allerdings noch nicht vereint genug, um den antidemokratischen Entwicklungen Einhalt zu gebieten.

Es gilt jetzt, sie aktiv intellektuell und pragmatisch zu unterstützen. Solidarität – auch vonseiten der deutschen Politik – ist das Gebot der Stunde. Wer sachliche, angemessen geäußerte Kritik an Israels Regierungspolitik für antiisraelisch oder gar antisemitisch hält, ist aus den falschen Motiven befangen,  … und wird auch den Rechten im eigenen Land nicht Einhalt gebieten können.

 

Desintegriert Euch!

Eine lesenwerte Besprechung von Claudia Schwartz zu einem spannenden Buch:
Max Czollek: Desintegriert Euch!
München (Hanser Verlag)) 2018. 207 S. 18,00 €

Die NZZ leitet die Besprechung so ein:

Die dritte jüdische Generation nach dem Holocaust erhebt jetzt ihre Stimme. Der Lyriker Max Czollek will dabei an die Schmerzgrenze gehen und findet, die deutsche Gegenwart sei «immunisiert», was eine Kontinuität des deutschen Antisemitismus anbelange. Neben viel Schwarz-Weiss-Malerei gibt er auch Wichtiges zu bedenken.

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