UCC: Unterdrückung ist Sünde

Die United Church of Christ, eine der großen US-amerikanischen ev. Kirchen hat am Sonntag, 18. Juli 2021 in einer ErklärungFOR A JUST PEACE BETWEEN PALESTINE AND ISRAEL„, die fortdauernde Unterdrückung der Palästinenser:innen als „Sünde“ bezeichnet. Hier der ausführliche Beschlußtext, der aktuell von US-amerikanisch-jüdischen Lobby-Gruppen, wie dem AJC, erwartungsgemäß kritisiert wird.

Neues SWP-Papier

(Wieder-)Annäherungen in Nahost

Ein neues Dokument in der Reihe SWP-Aktuell zu den (Wieder-)Annäherungen im Nahen/Mittleren Osten und der sich dort abzeichnenden regionalen Ordnung ist gerade online gegangen, verfaßt von Muriel Asseburg und Sarah Charlotte Henkel

(Wieder-)Annäherungen in Nahost

Eine konfliktträchtige neue regionale Ordnung gewinnt Kontur

SWP-Aktuell 2021/A 50, 13. Juli 2021, 8 Seiten

Volltext (HTML) – Volltext (PDF) – Kurzlink

Auch nicht-analog, ein Besuch lohnt sich

Yiddish Book Center home

Einladung einmal durch diese Site zu stöbern, da ist viel Spannendes, Berührendes und Schönes dabei …

„The Yiddish Book Center was founded in 1980 by Aaron Lansky, then a twenty-four-year-old graduate student of Yiddish literature (and now the Center’s president). – In the course of his studies, Lansky realized that untold numbers of irreplaceable Yiddish books—the primary, tangible legacy of a thousand years of Jewish life in Eastern Europe—were being discarded by American-born Jews unable to read the language of their Yiddish-speaking parents and grandparents. So he organized a nationwide network of zamlers (volunteer book collectors) and launched a concerted campaign to save the world’s remaining Yiddish books before it was too late.“

Podcast: Mark Rothko

Auch „nur“ (englisch) zu hören, macht Eindruck – Über einen der größten Maler den 20. Jahrhundert, geboren 1903 in Lettland …

How did a little boy from Latvia become one of the greatest and most original painters of the 20th century?

Annie Cohen-Solal, author of the Jewish Lives biography Mark Rothko: Toward the Light in the Chapel, offers a fascinating exploration of the life and work of one of America’s most enigmatic postwar visual artists

***

Und wer ein wenig weiter’gehen‘ will: Rothko Chapel (Youtube) eine Komposition von Morton Feldman

Aufschrei!

Paul Mendes-Flohr: Cri de Coeur

„My cry is not a mere rhetorical gesture. It is deeply and painfully felt. Jewish dignity is on the line — as is the dignity of the Palestinians.“

Gerade vor zwei Tagen haben wir auf die Stimme eines „alten Mannes“ aufmerksam gemacht, Noam Chomsky. Alter ist ein automatischer Schalter für Weisheit, aber es braucht offensichtlich oft ein paar Jahre.

Auch Mendes-Flohr ist nicht mehr der jüngste (ad multos annos!) (Jg.1941), bekannt für seine Arbeiten zu Martin Buber (u.a.), aber der Beitrag, den er gerade auf der Website von Tikkun – The Prophetic Jewish, Interfaith & Secular Voice to Heal and Transform the World, veröffentlicht hat, hat eine jugendliche Frische, die tief beeindruckt, auch wenn in ihr zu spüren ist, wie sich die Realitäten an den Visionen reiben:

„The prophets exemplify the supreme virtue of a critical solidarity with one’s people. They exhortus to be ever alert to the inherent foibles of a myopic vision of sacro egoismo that contorts the biblical commandment to pursue justice by limiting its focus to the calculus of national self-interest.“

Ein Ende ohne Anfang

Derzeit sieht es tatsächlich danach aus, als wäre die Ära Netanjahu bald vorbei.

Allerdings ist das angestrebte Bündnis der Netanjahu Opposition derart divers und über alle politischen Lager verstreut, daß weder Yair Lapid noch Naftali Bennett, die beide im Rotationssystem Premierminister werden sollen, alle Stimmen hinter sich vereinen können. Das Ende der Ära Netanjahu muß erst noch beweisen, ob es auch tatsächlich ein Neuanfang sein kann.

Dazu eine Analyse des ZDF: Israel vor Regierungswechsel: Netanjahus Gegner wollen Koalition bilden – ZDFheute

diAk-Zoom-Gespräch mit Micha Brumlik

Die Jerusalemer Erklärung – Ein Gespräch mit Micha Brumlik

Wir setzten am 1. Juni 2021 | 18.30 Uhr – unsere Zoom-Reihe in einer virtuellen Begegnung mit Micha Brumlik fort.

Anmeldung bitte an online@diak.org, wir verschicken dann eine Mail mit der Zoom-Einladung.


Die Jerusalemer Erklärung – Ein Gespräch mit Micha Brumlik

Die hoch emotionale Reaktion in Deutschland auf den wieder aufgeflammten Krieg im Nahen Osten zeigt erneut die enge Verbindung zwischen der deutschen Identität und dem Verhältnis zu Israel. Im Kampf gegen den Antisemitismus ist nichts so umstritten wie die Beurteilung der israelischen Politik. Von uneingeschränkter Solidarität zu Israel bis zu bösartigen antisemitischen Ressentiments reicht das Spektrum auf deutschen Straßen.

Um mehr Klarheit bemühte sich vor einiger Zeit eine Gruppe internationaler WissenschaftlerInnen aus verschiedenen Bereichen der Antisemitismusforschung sowie VertreterInnen der Zivilgesellschaft. Angesichts der Wiedererstarken des Antisemitismus in Deutschland und international legen sie eine anwendbare und historisch fundierte Kerndefinition mit einer Reihe von Leitlinien für die Benutzung vor. Ihre Initiative erhielt ihre Impulse auch aus einer Kritik an der von der International Holocaust Remembrance Association (IHRA) formulierten Definition, der sie eine zu große Konzentration auf und zu wenig Klarheit über den Aspekt der Israelkritik vorwerfen.

Die Jerusalemer Erklärung, nach ihrem mit großer Symbolik aufgeladenen Entstehungsort benannt, stieß auf ein gemischtes Echo. Ihre Kritiker werfen den AutorInnen und UnterzeichnerInnen vor, Antisemitismus auf eine Kategorie des Rassismus zu reduzieren und seine kulturelle Konstante und besondere Ausprägung zu übersehen.  Politisch wird mit einer Verharmlosung der Boykottbewegung gegen Israel argumentiert.

Wir freuen uns, daß der bekannte Publizist Micha Brumlik, emeritierter Professor am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a. M. und Mitautor der Erklärung, sich bereit erklärt im Rahmen unserer online-Veranstaltungen zu einem Vortrag und anschließendem Gespräch zur Verfügung zu stehen.

Noam Chomsky im Interview

"Der amerikanische Linguist Noam Chomsky gilt nicht nur als einer der
weltweit bekanntesten Intellektuellen der Gegenwart, sondern ist auch für
seine differenziert kritische Haltung zur Politik des Staates Israel
bekannt. Emran Feroz hatte die Gelegenheit, mit Chomsky ein
Exklusivinterview für die NachDenkSeiten zu führen – ein Gespräch zu den
aktuellen Entwicklungen in Nahost, den historischen Wurzeln des Konflikts
und eine Einordnung der jüngeren US-Nahost-Politik." (Aus der Einleitung der Nachdenkseiten)

Der Text als PDF: https://www.nachdenkseiten.de/?p=72775&pdf=72775