Zur Deutungshoheit: Was ist jüdisch?

Jewish Israeli Dissent in Leipzig

Einen spannenden Beitrag: Israelis challenging the German left’s anti-Palestinian politics hat der Berliner Schriftsteller Mati Shemoelof auf +972 vorgelegt: „Rejecting the German left’s pro-Israel alignment, a group of Jewish Israelis in Leipzig are backing up Palestinians against attacks on their activism“!

Wer entscheidet, was eine „erlaubte‘, was eine ‚zulässige‘, was eine ‚richtige‘ jüdische Haltung ist: Ein Lehrstück!

Corona-Verschwörungstheorien im Faktencheck

Wie gelingt Aufklärung in der Schule? Online-Materialkoffer erschienene

Die Corona-Pandemie verunsichert viele Menschen. Das begünstigt die Verbreitung von Verschwörungstheorien. Auch Kinder und Jugendliche sind zunehmend mit diesen konfrontiert. Wie Lehrerinnen und Lehrer dieses komplexe Thema im Unterricht aufgreifen und zu einem kritischen Umgang mit Querdenkern und Co. anregen können, zeigt der Politikdidaktiker Prof. Dr. Andreas Petrik von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in einem Beitrag im Fachjournal ‚Gesellschaft. Wirtschaft. Politik'“. Er entwickelte einen konkreten Vorschlag für eine Unterrichtseinheit, in der sich Schülerinnen und Schüler mit verschiedenen Verschwörungstheorien auseinandersetzen sollen.

Zu den Online-Unterrichtsmaterialien

„Der Verschwörungsglaube erschüttert die Grundfesten unserer Demokratie. Im schlimmsten Fall führt dies nicht nur zur Politikverdrossenheit und Wissenschaftsfeindlichkeit, sondern zu Gewalt, wie wir beispielsweise bei den Querdenken-Demonstrationen sehen können“, sagt Prof. Petrik, der an der MLU Didaktik der Sozialkunde und politische Bildung lehrt. Schulen hätten die Aufgabe, Kinder und Jugendliche über Verschwörungstheorien und die rhetorisch-manipulativen Mittel, die zu ihrer Verbreitung genutzt werden, aufzuklären, so Petrik.

Zur Pressemitteilung des idw

The Politics of the Antisemitism Definition of the IHRA in Germany

Panel discussion will take place on July 6, 2021 | 19:30-21:00 (CET)Academia for Equality lädt zu einem Zoom-Meeting ein.

Zu einem der Diskussionsteilnehmer siehe unseren Blogbeitrag: Nur in Deutschland

https://us02web.zoom.us/j/84389650091?pwd=ckZWQXZCVUw0V2JmREIzeE1CaFZBQT09

Zoom-Meeting beitreten

Meeting-ID: 843 8965 0091 – Kenncode: 130801

Must read: Hanno Hauenstein zur aktuellen Debatte

Eigentlich soll man:frau mit Superlativen ja vorsichtig sein – aber diesen Beitrag in der Berliner Zeitung sollte gelesen haben, wer zu aktuellen Debatte eine vernüftige, pointierte und zudem auch eloquent geschriebene Position sucht: Hanno Hauenstein in der Berlienr Zeitung: Antisemitismus in Deutschland: Warum Springer-Medien hysterische Kritik üben

Eichmann im Kalten Krieg

Die deutsch-deutsche Berichterstattung über den Eichmann-Prozeß

Herausgeberinnen: Judith Keilbach und Irmgard Zündorf

Online Booklet: https://absolutondemand.de/booklet/eichmann-im-kalten-krieg/

Der Prozeß gegen Adolf Eichmann, der 1961 in Jerusalem stattfand, gilt als Wende­punkt der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Holocaust. Kaum ein anderes Land berichtete ausführlicher über das Gerichtsverfahren als die BRD. Der NDR hatte zwei Korrespondenten entsandt, die in 36 Sendungen der Reihe Eine Epoche vor Gericht darüber hinaus das Land Israel vorstellten. In der DDR wurde keine eigene Sendung zum Prozeß entwickelt, aber sowohl in der Aktuellen Kamera als auch im Schwarzen Kanal wiederholt berichtet.

Die Thematisierung des Prozesses diente hier primär dazu, auf mögliche frühere NS-Täter in der Bonner Regierung zu verweisen. Das spannend zusammengestellte Material aus TV und Presse offenbart die Zuspitzung des deutsch-deutschen Konflikts und die Rhetorik des Kalten Krieges.

Bearbeiterinnen: Tabea Georges, Linda Graul, Anna Kokenge, Vivien Püschel

DVD mit Begleitbooklet: 14,90 € – 978-3-8488-2016-0 – absolut MEDIEN

Bestellbar auch über : bestellung@aphorisma.eu

Das Online Booklet: https://film.absolutmedien.de/ Eichmann im Kalten Krieg

https://absolutmedien.de/bilddatenbank/isbnbilder/2016/9783848820160.jpg

Von Emcke bis Baerbock

Über die Präsenz und Wirksamkeit eines „kulturellen Codes“

Es ist keine einfache Debatte, jedenfalls dürfen wir sie uns nicht einfach machen. Und es ist eine Debatte, mit der wir nicht ‚fertig‘ werden. Michael Kloß, Professor an Leuphana Universität in Lüneburg schreibt:

„Antisemitismus funktioniert, um einen sehr erhellenden Begriff der Historikerin Shulamit Volkov zu verwenden, als kultureller Code. (…) Codes [appellieren] an tief eingesunkene Ressentiments, die gar nicht intellektuell verarbeitet werden müssen, um wirksam zu sein.“

Zwei aktuelle lesenswerte Beiträge, die nicht einfach ‚Zustimmung‘ der ‚Ablehnung‘ verlangen, sondern (Auf)Forderungen an die Aufrichtigkeit des eigenes Denkens sind.

Michael Kloß in Die Zeit und ein Offener Brief „Gegen die Lügen“ in Merkur

Aktuelle Ergänzung: 17. Juni 2021
Kommentar auf der Seite von Christ in der Gegenwart (Simon Lukas)

Arnold Schönberg

Aus der langen und unsäglichen Geschichte des Antisemitismus

Online-Gedenkausstellung: Arnold Schönberg und der Sommerfrischen-Antisemitismus im Salzkammergut

Kurz nach der Machtergreifung Hitlers 1933 wurde Arnold Schönberg seine Professur an der Berliner Musikhochschule aberkannt und er ging wenig später über Paris in die USA ins Exil.

Das mehr als zehn Jahre frühere sogenannte „Mattsee-Ereignis“ während Schönbergs Sommerurlaub im Salzkammergut hatte jedoch weitreichende Folgen für ihn und auch für sein Werk. Das Wiener Arnold Schönberg Center hat die im Juni vor 100 Jahren sich abspielende Begebenheit nun zum Anlaß für eine Online-Ausstellung genommen.

100 Jahre Mattsee-Ereignis
Arnold Schönberg und der Sommerfrischen-Antisemitismus im Salzkammergut
Online-Gedenkausstellung | 2. Juni 2021 – 26. Juli 2021

Über die Dauer der Ausstellung wird täglich ein neues Objekt vorgestellt.

Zur Online-Ausstellung

Der Bericht auf BR-Klassik: https://www.br.de/mediathek/podcast/embed?episode=1828861

Antisemitismus – definitiv!?

Online-Debatte über Hintergründe und Auswirkungen verschiedener Antisemitismus-Definitionen

Teilnehmer:innen:

  • Saba-Nur Cheema (Bildungsstätte Anne Frank, Frankfurt/Main)
  • Prof. Dr. Miriam Rürup (Moses Mendelssohn Zentrum, Potsdam)
  • Prof. Dr. Michael Brenner (Ludwig-Maximilians-Universität, München)
  • Prof. Dr. José Brunner (Tel Aviv University, Tel Aviv)
  • Moderation: Jan Feddersen (taz)
Termin (Termin herunterladen) – 23. Juni 2021, von 19:00 bis 20:30

Die Online-Debatte wird per Livestream auf dem YouTube-Kanal der bpb durchgeführt.
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