Die Namen kehren zurück

Diese Arbeit, dieses Engagement hört nicht auf: Ein Beitrag von Andre Wokittel auf der Seite der Tageszeitung Junge Welt

Der Verstorbenen würdevoll gedenken. Die Aktion Sühnezeichen Friedensarbeit setzt einen Teil des verwilderten und geschändeten neuen jüdischen Friedhofs in Wrocław / Breslau wieder in Stand.

Braune Erde unter Grünem Hügel

Das deutsche Beschweigen wird so schnell nicht enden – und eine Abrechnung mit Wagner steht vielleicht (hoffentlich?) endlich am Anfang

Michel Friedman sprach zur Eröffnungsfeier des 150. Jubiläums der Bayreuther Festspiele über Richard Wagner, Antisemitismus, jüdische Identität und deutsche Verantwortung. (Die SZ druckt die Rede in leicht gekürzter Form)

Ein Auszug:

Er halte die Rede „nicht, weil ich Jude bin, sondern weil ich Bürger bin. Nicht nur ich werde angegriffen. Sondern wir alle. Was ist uns die Freiheit also wert? Sind wir sicher, dass dieses Land in fünf Jahren noch demokratisch und frei ist? Ich würde mir wünschen, dass in diesem Festspielhaus, im nächsten Jahr, bei den 151. Festspielen, im Foyer eine Dauerausstellung über die antisemitische Biografie des Musikers Richard Wagner Realität werden würde. Und über die naziaffine Familiengeschichte bis weit in die Siebzigerjahre. (…) Es wäre wunderbar, wenn aufgearbeitet werden würde, dass seit Jahrzehnten die Eliten der Bundesrepublik – all die Showstars, Künstler, Politikerinnen und Politiker aller Parteien lächelnd und begeistert und sich vor den Kameras im Kreis drehend – beglückt zu den Festspieltagen pilgern, ohne jemals ihre Zweifel an diesem Ort öffentlich formuliert haben zu müssen. Einige taten es, natürlich. Aber weiter nötig war es im Interesse der ‚reibungslosen Durchführung‘ nicht.“

FR tazBackstageClassicalBR

Zwischen Beduinenmilch und Julius im Schocken

Fritz Bauer – Die Kriegsverbrecher vor Gericht

Noch im Exil verfasste Fritz Bauer sein bedeutendes Plädoyer für die Ahndung der nationalsozialistischen Verbrechen – und machte deren strafrechtliche Verfolgung zu seiner Lebensaufgabe.

Fritz Bauer legte am Ende des Zweiten Weltkriegs für ein breites Publikum dar, daßan der völkerrechtlichen Legitimität eines alliierten Strafgerichtshofs, der über die Verantwortlichen des »Dritten Reichs« zu Gericht sitzt, kein Zweifel bestehen könne. Sein Buch erschien bereits 1945 kurz nach Kriegsende auf dem deutschen Markt, nachdem es im Jahr zuvor im schwedischen Original publiziert worden war.

Es zeigt die Gedankenwelt des politischen Emigranten »vor Nürnberg«, spiegelt historisch weit ausgreifend die völkerrechtliche Diskussion wider und gibt Aufschluß über Bauers Erwartungen: Er fordert ein Straftribunal und setzt sich zudem eingehend mit den drängenden juristischen Fragen auseinander. In der Bundesrepublik Deutschland wurde sein Buch in juristischen Fachkreisen ignoriert, dies auch und gerade nachdem Bauer 1949 aus dem Exil zurückgekehrt war. Dennoch wurde Fritz Bauer später Generalstaatsanwalt in Hessen und Initiator des ersten Auschwitz-Prozesses, die strafrechtliche Verfolgung von NS-Verbrechen wurde zu seiner Lebensaufgabe. In seinem aufschlußreichen Nachwort ordnet Joachim Rückert Bauers Buch und dessen Bedeutung in den historischen Kontext ein.

Fritz-Bauer-Schriften, Band 1 – Neu erschienen – OPEN ACCESS

Über die Frage, was gesagt werden „darf“

Offener Brief an die deutschen Gesetzgeberinnen

Stammheim nach Stammheim

Auf dem „Verfassungsblog“ eine kritische Auseinandersetzung von Jana Trapp mit den Entwicklungen in unserer „liberalen“ Demokratie …

Mit welchem liberalen Kern?

„Ein neuer Naher Osten mag in der Entstehung begriffen sein.
Die dringlichere Frage ist aber, ob damit auch ein neues Israel entsteht – und ob dieses Israel auf lange Sicht demokratisch bleiben wird.
Sollte das nicht geschehen, dann wird es von keinem
militärischen Sieg aufgewogen werden können.“

Qantara

Beschlüsse des Parteitags Die Linke in Potsdam

Dokumentation der Beschlüsse vom 19. Juni 2026

Auf dem Weg zu diplomatischen Beziehungen

22. Juni 2026 | 18.00 Uhr – Zoom Vortrag: Dr. Jonas Hahn

Noch bevor offizielle Beziehungen aufgenommen wurden, trafen sich junge Menschen aus Deutschland und Israel im Rahmen von Studiengruppen. Der Vortrag per Zoom von Dr. Jonas Hahn zeigt, wie diese frühen Kontakte zur Annäherung der beiden Länder Deutschland und Israel beitrugen und den Grundstein für die spätere Zusammenarbeit legten. Weitere Infos und das Anmeldeformular gibt es auf der ASF Homepage.Weniger anzeigen

Zuschlag für München

Yad Vashem eröffnet Bildungszentrum in München – das erste außerhalb Israels

Yad Vashem wird in München ein Shoa-Bildungszentrum („Holocaust-Bildungszentrum“) eröffnen und damit sein weltweites Engagement in der und Erinnerungsarbeit verstärken.

Dies geschehe in einer Zeit, so Yad Vashem, in der weltweit verzerrte Darstellungen der Geschichte der Shoa zunähmen und der Antisemitismus sich weiter ausbreite.

Der Standort des Zentrums wurde nach einer umfassenden bundesweiten Machbarkeitsstudie mit Unterstützung der deutschen Regierung ausgewählt.

Hier der Pressetext von YadVashem