Eisenbahn – Online…

Online historic Middle East railway tour

Was noch nicht gehr, oder was noch nicht wieder geht, geht online eben doch.

Einladung Donnerstag, 27. Oktober 2021 18.00 (Berliner Zeit) – Kostenlos – Spenden gern gesehen …

Eine „Veranstaltung“ von Green Olive Tours.

Words like ‘online’ and ‘historic’ may not usually go together when you think of a tour! But now you can join Green Olive for a special online event to explore how war, religion, and economics have driven the development of trains in Israel, Palestine, Jordan and beyond.
Nowhere else on the planet have railways connected three continents and been at the centre of such intense politics. At various points the story is driven by a desire to wage war and to pray for peace. It involves Arabs and Jews, South Africans and Turks, British and French.
The tour will cover it all; from the Ottoman era when the Middle East’s first railway linked Jaffa with Jerusalem and the Hejaz Express brought pilgrims to Islam’s holy cities; to British attempts to cross the Suez Canal and navigate the mountainous Lebanese coast; or even future plans to once again see international rail cross the Jordan and connect us to the Gulf.
All aboard!

Der Patriarch des Volkes

Verzweiflung und Hoffnung aus dem Heiligen Land

Eine Hybrid-Veranstaltung am 24. September 2021 um 18:00 Uhr über und mit Patriarch em. Dr. Michel Sabbah

Der Priester und ehemalige Präsident der katholischen Universität Betlehem, Dr. Michel Sabbah, war von 1987 bis 2008 das Oberhaupt der katholischen Kirche von Israel, Palästina, Jordanien und Zypern. Johannes Paul II. p.p. hatte den Palästinenser 1987 zum Lateinischen Patriarchen von Jerusalem ernannt. 2008 stimmte Benedikt XVI. p.p. zu, daß Patriarch Sabbah sich im Alter von 75 zur Ruhe setzte. Von 1999 bis 2007 war Patriarch Sabbah Präsident von pax christi international. Er ist immer noch aktiv in vielen Initiativen und Aktivitäten, um seine humane und spirituelle Botschaft in Palästina und in der Welt zu verbreiten.


Im Rahmen der weltweiten Ökumenischen Woche für Frieden in Israel und Palästina des Weltkirchenrates.

VeranststaltungProgramm

Kunst-Blick: Jordanien

Internationalen Ausstellung der 17. Architekturbiennale Venedig

Sahel Alhiyari: Petrichor – Projekt des jordanischen Architekten in Zusammenarbeit mit Sissel Tolaas, gezeigt in der zentralen internationalen Ausstellung der 17. Architekturbiennale Venedig

22. Mai – 21. November 2021, kuratiert von Hashim Sarkis.

Mit/In Venedig rückt die Region noch näher – ein spannender Blick in den ’nahen‘ Osten – Mit einer Anzahl von Bildern und einem aktuellen Interview von Ende August mit Sahel Alhiyar.

Entschärfung des Nahostkonflikts

Die Vermittler-Lücke füllen ….

„Die israelisch-arabische Annäherung zu fördern und neu zu definieren ist eine große Aufgabe. Für Deutschland und Europa ist sie wie maßgeschneidert.“

In Zeiten, in denen die USA, Großbritannien und Australien sich von der primären Nutzung der kooperativen Militärstrategie in der NATO mit Europa abwenden und ihr eigenes Dreiergrüppchen AUKAS mit Force voranbringen, die BRD sich international wieder aktiver nach eigenen Interessen engagieren will und Brüssel auf „strategische Autonomie in der Welt“ abzielt, kommt Gil Murcianos (MITVIM) außenpolitisch-strategisches Fazit, die BRD und Europa sollten die ‚Vermittler-Lücke‘ in Nahost füllen, gerade recht.

Siehe dazu: TAZ | Informationen zur Deutschen Außenpolitik [German-foreign-policy.com]

Neues von Mitvim

Eine ganze Anzahl neuer Beiträge zur aktuellen Entwicklung in Israel und der Region, u.a.:

„We are pleased to share with you the Mitvim Institute’s recent publications focusing on the establishment of the new Israeli government and foreign policy apparatus, a year since the normalization agreements, and various developments in the regional and international spheres. These publications include monthly reports on Israel’s foreign policy, policy papers, conference recordings and media interviews, and opinion pieces and commentaries.“

Im siebten Jahr soll der Boden ruhen

Trotz der Probleme im bilateralen Verhältnis in den vergangenen Jahren einigten sich die Regierungen Israels und Jordaniens auf Agrarimporte im Schnat schmita, dem Schmita-Jahr.

Mit dem Neujahrsfest beginnt nach jüdischer Tradition und Religion nun wieder solch ein Jahr am 7. September. Nach biblischer Überlieferung ernten Jud:innen im siebten Jahr ihren Boden nicht ab, sondern schonen diesen: „..sechs Jahre kannst du in deinem Land säen und die Ernte einbringen; im siebten sollst du es brach liegen lassen und nicht bestellen…“

Um dennoch ausreichend Lebensmittel in Israel zur Verfügung zu haben, wurden bevorzugte Importlieferungen aus/mit Jordanien vereinbart. 

Identitätsfrage in Jordanien

Nationalität und nationale Identität zählen nicht nur in Jordanien zu den Schlüsselfragen für die Entwicklung des Landes. Kein Land könne sich politisch und wirtschaftlich stabil entwickeln ohne legale Gleichheit für alle. Was aber blockiert solch eine Transformation in Jordanien? Gibt es überhaupt eine öffentliche Diskussion darüber, was ‚jordanisch‘ ist, angesichts einer Bevölkerung mit einem großen Bevölkerungsanteil, der seinen familiären Hintergrund geographisch jenseits des heutigen Staatsgebietes in den palästinensischen Gebieten verortet.

Marwan Muasher, jetzt Vizepräsident für Studien bei der Carnegie Foundation in Washington und Beirut, berichtet von einer Veranstaltung zu diesen Fragen in Amman.Muasher ist seit Jahrzehnten im außenpolitischen Bereich und im diplomatischen Dienst Jordaniens tätig. So fungierte er von 2002 bis 2004 als Außenminister und von 2004 bis 2005 als stellvertretender Außenminister Jordaniens. Nach dend er wirkte entscheidend an der Entwicklung der Arab Peace Initiative (API) 2002 und der Middle East Peace Road Map 2003 mit.





Neues Klimazentrum für nachhaltiges Ressourcenmanagement in der Jordanregion

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) hat einen Antrag zum Aufbau eines globalen Klimazentrums zur Förderung eines anpassungsfähigen und nachhaltigen Managements natürlicher Ressourcen in der Jordanregion bewilligt.

Dr. Christiane Fröhlich und Prof. Dr. Eckart Woertz, Nahost-Expert:innen des GIGA, arbeiten in dem in Amman/Jordanien ansässigen Zentrum mit Partnern in Deutschland, Israel und den Palästinensischen Gebieten zusammen. Das Projekt ist eines von vier neuen globalen Forschungs- und Lehrzentren für Klima und Umwelt, die in verschiedenen Entwicklungs- und Schwellenländern angesiedelt sind und mit deutschen Universitäten kooperieren. Möglich wurde diese Initiative durch einen vom Auswärtigen Amt bereitgestellten Sonderfonds.

Beim Umgang mit dem Klimawandel und bei der Eindämmung von Pandemien kommt der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Schwellenländern und Industrienationen eine besondere Bedeutung zu. Vor diesem Hintergrund fördert der DAAD den Aufbau von je vier Globalen Zentren für Klima und Umwelt sowie für Gesundheit und Pandemievorsorge. Dabei stehen neben der Forschung und der Einrichtung von Lehrprogrammen die Zusammenarbeit mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie der Transfer von Forschungsergebnissen in die Praxis im Mittelpunkt.

Das „Regional Centre for Sustainable Adaptation to Global Change in the Middle East“ (SAGE) unter der Projektleitung von Prof. Katja Tielbörger (Eberhard Karls Universität Tübingen), an dem die GIGA-Expert:innen Dr. Christiane Fröhlich und Prof. Dr. Eckart Woertz beteiligt sind, hat seinen Sitz an der Universität von Jordanien in Amman. In der durch Trockenheit und Wasserknappheit geprägten Region sind eine angepasste Landwirtschaft und ein ressourcenbewusstes Wassermanagement entscheidende Faktoren, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen. Mit eingebunden in die Errichtung und den Betrieb des Zentrums sind israelische und palästinensische Wissenschaftler:innen und Akteur:innen.

Vorgesehen ist der Aufbau eines interdisziplinären Masterstudiums zum Klimawandel und Ressourcenmanagement, das ein breites Themenspektrum aus den Natur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften umfassen wird. Die Lehrveranstaltungen werden an der Universität von Jordanien sowie an deutschen Partneruniversitäten stattfinden.

Eine zweite Säule des Zentrums bildet ein Graduiertenkolleg, in dessen Rahmen 20 Promotionsstipendien ausgeschrieben werden. Die Forschungsthemen, die bearbeitet werden sollen, werden in Kürze gemeinsam mit regionalen Akteur:innen aus Politik und Wirtschaft definiert, um ihre praktische Anwendbarkeit von vorneherein sicherzustellen. Das Zentrum soll nicht nur dem wissenschaftlichen Austausch dienen, sondern auch zu einer Drehscheibe für den Wissenstransfer in die Gesellschaft und zu einer Anlaufstelle für politische Entscheidungsträger:innen werden.

Darüber hinaus schlägt das Zentrum auch Brücken über politische und religiöse Gräben hinweg. Menschen aus Jordanien, Palästina und Israel werden hier zusammenkommen, um zukunftsfähige Lösungen für die ökologischen Probleme ihrer gemeinsamen Region zu finden. Möglich ist das, da die beteiligten Wissenschaftler:innen bereits seit vielen Jahren in der Region forschen und an zahlreichen solcher grenzüberschreitenden Kooperationen beteiligt waren und sind. Auf diesen Kontakten und dem damit einhergehenden Vertrauen kann das neue Klimazentrum aufbauen.

Und Jordanien?

Am östlichen Ufer des Jordan herrscht (immer noch) Ruhe, auch wenn im hashemitischen Königreich die Unruhe wächst. Selbst der König ist relativ eindeutig in seiner Sprache, trotz der Abhängigkeiten seines Landes. Netanyahu hat in der letzten Zeit wenig Rücksicht auf die Stabilität des Nachbarn gelegt, was durchaus als eine Änderung der politischen Prämisen gelesen werden kann.

Am 18. Mai 2021 hat das jordanische Parlament, in Anwesenheit des Ministerpräsidenten, die Regierung einstimmig aufgefordert, des israelischen Botschafter auszuweisen und den Jordanischen aus Tel Aviv zurück zu beordern.

Einen ausführlichen und informativen Bericht zur Situation Jordaniens hat gerade MERIP vorgelegt und ruft noch einmal die Ereignisse um den Halbbruder des Königs, seinen Hausarrest und seine Stellungnahmen in Erinnerung.

Was ist los in Jordanien?

Noch relativ undurchsichtig sind die Hintergründe der aktuellen Ereignisse im hashemitischen Königreich, das zwar allenthalben als ein „Hort der Stabilität“ gepriesen wird und dessen Funktionseliten international mächtige Verbündete haben. Ob die innere Stabitlität genauso hoch ist, mag angesichts der innenpolitischen Repression bezweifelt werden.

Hier einige der zur Zeit (öffentlich) verfügbaren Informationen:

NZZ: Ehemaliger Kronprinz „unter Hausarrest“?

FR: Berichte über Komplott in Jordanien

Luxemburger Wort: Jordaniens früherer Kronprinz Hamsa angeblich in Hausarrest

Washington Post: Jordan prince says he’s confined, lashes out at authorities

New York Times: Divided Kingdom: Jordan Shaken by Split Between King and Ex-Crown Prince – darin auch das Video von Hamzeh, besonders interessant ab Minute 2.

Aljazeera: Jordan gov’t accuses ex-crown prince of ‘malicious plot’

Jerusalem Post: Jordan: A family dispute or a foreign-backed plot?

Und eine etwas andere Quelle: Tikun Olam

Ergänzung 6. April 2021

DW: Jordanien verhängt Nachrichtensperre zu angeblichem Putschversuch