Der Truman Institut Atlas des jüdisch-arabischen Konflikts

Verfasser: Dr. Shaul Arieli

Wenn auch unter einem sehr diskussionswürdigen Titel ist am Harry S. Truman Forschungsinstitut für Frieden an der Hebräischen Universität in Jerusalem ein gelungener illustrierter Atlas erschienen, der – mit Unterstützung der Böll Stiftung (Tel Aviv) – auch frei herunterladbar ist (Englisch und Deutsch).

The Truman Institute Atlas of the Jewish–Arab Conflict

The Israeli-Palestinian conflict has already raged for a century, and will probably continue to be the chief concern of the two peoples that live in Israel/Palestine for many years to come. This atlas offers a clear and concise explanation of the development of the conflict in its various aspects, focusing particularly on territorial, demographic, and diplomatic aspects. It begins with the start of modern Jewish immigration to the country and ends at the present day.

Dozens of colored maps present a wealth of information in an accessible form, providing a clear graphic illustration of the historical course of the confl­ict. Concise accompanying texts enhance the maps and create a credible and informative historical narrative.

Zur Zukunft der Taufstelle…

Jordanien ernennt Experten-Kommission

Entwicklung zwischen religiösem Respekt, historischer Verantwortung und einem attraktiven Profil für Tourist:innen und deren Geld… Öffentliche Präsentation in Jordanien sogar in Anwesenheit des Königs.
Auch Israel will auf der palästinensischen Seite des Jordans investieren…

Jordan has announced plans to develop the site along the Jordan River – where John is believed to have baptized Jesus – into a destination for Christian pilgrims from around the world.
King Abdullah himself attended a ceremony last week to officially appoint the board which was formed last year to provide a strategic vision to develop the site. The plan includes improving the infrastructure to accommodate more pilgrims and establishing a village with hotels and hospitality, an area for religious ceremonies, as well as agricultural parks and gardens.
“The board will oversee the development of these areas, while ensuring the protection of the Baptism Site as a UNESCO World Heritage Site,” according to the Royal Hashemite website. “The advisory board groups areexperts from around the world in development, tourism, cultural heritage and hospitality, among other key fields.”

Bericht in AllArabNews | Vatikan News

Die EU unterstützt weiterhin UNRWA

Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationenen

Seit 1971 unterhalten die Europäische Gemeinschaft / EU und the United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East (UNRWA) eine strategische Partnerschaft mit dem gemeinsamen Ziel,  humanitäre Entwicklungserfordernisse palästinensischer Flüchtlinge und Stabilität im Nahen Osten zu unterstützen.

Inzwischen ist die EU die größte multilaterale Unterstützerinstitution, die internationale Hilfe für mehr als 5,8 Millionen palästinensischer Flüchtlinge in Jordanien, Libanon, Syrien,  Westjordanland und Gaza leistet.

Am 17. November 2021 unterzeichneten die beiden Vertreter der EU und der UNRWA eine Gemeinsame Erklärung über die weitere Unterstützung der EU für die UNRWA für die Jahre 2021 bis 2024. Josep Borrell, EU High Representative, hob hervor, daß UNRWA in den Kernbereichen bei der Versorgung von Millionen palästinensischer Flüchtlinge eine „essential role“ spiele.

Der Text der gemeinsamen Erklärung ist hier abzurufen:

Joint Declaration between the European Union and the United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East (UNRWA) on European Union support to UNRWA (2021-2024)

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Deutschland erhöht Unterstützung des VN-Flüchtlingshilfswerkes UNRWA

Die Bundesrepublik Deutschland wird das VN-Flüchtlingshilfswerk UNRWA mit weiteren 72 Millionen Euro unterstützen. Dies teilte Staatssekretär Miguel Berger gestern im Rahmen der virtuellen UNRWA-Konferenz in Brüssel mit. In dem Betrag sind zusätzliche 15 Millionen Euro zur Entlastung des Programmbudgets enthalten.

5. Jahreskonferenz Mitvim

Future Pathways for Israel’s Foreign Policy

Join the 5th Annual Conference of the Mitvim Institute  
In cooperation with the Friedrich-Ebert-Stiftung. Featuring experts, government officials and politicians.

25 October 2021, 16:30 Israel time (15:30 CET, 09:30 EDT) Via Zoom;

In Hebrew, with simultaneous translation into English | To register, click here

Eisenbahn – Online…

Online historic Middle East railway tour

Was noch nicht gehr, oder was noch nicht wieder geht, geht online eben doch.

Einladung Donnerstag, 28. [sic] Oktober 2021 18.00 (Berliner Zeit) – Kostenlos – Spenden gern gesehen …

Eine „Veranstaltung“ von Green Olive Tours.

Words like ‘online’ and ‘historic’ may not usually go together when you think of a tour! But now you can join Green Olive for a special online event to explore how war, religion, and economics have driven the development of trains in Israel, Palestine, Jordan and beyond.
Nowhere else on the planet have railways connected three continents and been at the centre of such intense politics. At various points the story is driven by a desire to wage war and to pray for peace. It involves Arabs and Jews, South Africans and Turks, British and French.
The tour will cover it all; from the Ottoman era when the Middle East’s first railway linked Jaffa with Jerusalem and the Hejaz Express brought pilgrims to Islam’s holy cities; to British attempts to cross the Suez Canal and navigate the mountainous Lebanese coast; or even future plans to once again see international rail cross the Jordan and connect us to the Gulf.
All aboard!

Der Patriarch des Volkes

Verzweiflung und Hoffnung aus dem Heiligen Land

Eine Hybrid-Veranstaltung am 24. September 2021 um 18:00 Uhr über und mit Patriarch em. Dr. Michel Sabbah

Der Priester und ehemalige Präsident der katholischen Universität Betlehem, Dr. Michel Sabbah, war von 1987 bis 2008 das Oberhaupt der katholischen Kirche von Israel, Palästina, Jordanien und Zypern. Johannes Paul II. p.p. hatte den Palästinenser 1987 zum Lateinischen Patriarchen von Jerusalem ernannt. 2008 stimmte Benedikt XVI. p.p. zu, daß Patriarch Sabbah sich im Alter von 75 zur Ruhe setzte. Von 1999 bis 2007 war Patriarch Sabbah Präsident von pax christi international. Er ist immer noch aktiv in vielen Initiativen und Aktivitäten, um seine humane und spirituelle Botschaft in Palästina und in der Welt zu verbreiten.


Im Rahmen der weltweiten Ökumenischen Woche für Frieden in Israel und Palästina des Weltkirchenrates.

VeranststaltungProgramm

Kunst-Blick: Jordanien

Internationalen Ausstellung der 17. Architekturbiennale Venedig

Sahel Alhiyari: Petrichor – Projekt des jordanischen Architekten in Zusammenarbeit mit Sissel Tolaas, gezeigt in der zentralen internationalen Ausstellung der 17. Architekturbiennale Venedig

22. Mai – 21. November 2021, kuratiert von Hashim Sarkis.

Mit/In Venedig rückt die Region noch näher – ein spannender Blick in den ’nahen‘ Osten – Mit einer Anzahl von Bildern und einem aktuellen Interview von Ende August mit Sahel Alhiyar.

Entschärfung des Nahostkonflikts

Die Vermittler-Lücke füllen ….

„Die israelisch-arabische Annäherung zu fördern und neu zu definieren ist eine große Aufgabe. Für Deutschland und Europa ist sie wie maßgeschneidert.“

In Zeiten, in denen die USA, Großbritannien und Australien sich von der primären Nutzung der kooperativen Militärstrategie in der NATO mit Europa abwenden und ihr eigenes Dreiergrüppchen AUKAS mit Force voranbringen, die BRD sich international wieder aktiver nach eigenen Interessen engagieren will und Brüssel auf „strategische Autonomie in der Welt“ abzielt, kommt Gil Murcianos (MITVIM) außenpolitisch-strategisches Fazit, die BRD und Europa sollten die ‚Vermittler-Lücke‘ in Nahost füllen, gerade recht.

Siehe dazu: TAZ | Informationen zur Deutschen Außenpolitik [German-foreign-policy.com]

Neues von Mitvim

Eine ganze Anzahl neuer Beiträge zur aktuellen Entwicklung in Israel und der Region, u.a.:

„We are pleased to share with you the Mitvim Institute’s recent publications focusing on the establishment of the new Israeli government and foreign policy apparatus, a year since the normalization agreements, and various developments in the regional and international spheres. These publications include monthly reports on Israel’s foreign policy, policy papers, conference recordings and media interviews, and opinion pieces and commentaries.“

Im siebten Jahr soll der Boden ruhen

Trotz der Probleme im bilateralen Verhältnis in den vergangenen Jahren einigten sich die Regierungen Israels und Jordaniens auf Agrarimporte im Schnat schmita, dem Schmita-Jahr.

Mit dem Neujahrsfest beginnt nach jüdischer Tradition und Religion nun wieder solch ein Jahr am 7. September. Nach biblischer Überlieferung ernten Jud:innen im siebten Jahr ihren Boden nicht ab, sondern schonen diesen: „..sechs Jahre kannst du in deinem Land säen und die Ernte einbringen; im siebten sollst du es brach liegen lassen und nicht bestellen…“

Um dennoch ausreichend Lebensmittel in Israel zur Verfügung zu haben, wurden bevorzugte Importlieferungen aus/mit Jordanien vereinbart.