God, Land and Politics

Ein Essay aus der ja nicht liberal zu nennenden Times of Israel von Rossella Tercatin, der Reporterin der ToI für Archäologie und Religion. (darin auch ein Abschnitt zu Smol Emuni/Faithful Left.

Über die Wahlen im Oktober in Israel

Wer hätte vor Jahren für möglich gehalten, daß auch bis weit in die Mitte der israelischen Gesellschaft hinein, Sorgen entstanden sind, ob es einen fairen und freien Wahlablauf geben wird…

Eines von vielen aktuellen Beispielen aus der Debatte (Blog Times of Israel) von Amnon Be’eri-Sulitzeanu, Co-CEO The Abraham Initiatives

Die Namen kehren zurück

Diese Arbeit, dieses Engagement hört nicht auf: Ein Beitrag von Andre Wokittel auf der Seite der Tageszeitung Junge Welt

Der Verstorbenen würdevoll gedenken. Die Aktion Sühnezeichen Friedensarbeit setzt einen Teil des verwilderten und geschändeten neuen jüdischen Friedhofs in Wrocław / Breslau wieder in Stand.

Der Kampf mit oder für Windmühlen?

Die Massada Annual Lecture at Worcester College von Fania Oz-Salzberger in Oxford 2026

Fania Oz-Salzberger argues against the false dichotomy between pro‑Israel and pro‑Palestine. She argues that ‘the idea that Israel and Palestine form a zero‑sum conflict—that one people’s gain must be the other’s destruction—is both intellectually flawed and politically dangerous. It traps us in a logic where only total victory or total defeat seem imaginable.’

This was originally given as a speech at the Massada Annual Lecture at Worcester College, University of Oxford in early summer 2026, organised by Dr Naomi Rokotnitz.

Über die vielen Brüche ‚unseres‘ Blickes nach ‚Westasien‘

Wie der Westen lernte, die Sprache des arabischen Nationalismus zu sprechen

Antikurdische Gewalt durch Regime, Ideologien und politische Bewegungen in arabischen Ländern ist für Dastan Jasim Ausdruck eines geteilten rassifizierenden Verständnisses der kurdischen Präsenz als unvereinbar mit politischer Ordnung. Zugrunde liegt ihr eine pseudoantiimperialistische Lesart der Geschichte des Nahen Ostens, in der Araber:innen als das einzig wahre indigene politische Subjekt gelten. Westliche Länder haben diese Lesart übernommen.

Braune Erde unter Grünem Hügel

Das deutsche Beschweigen wird so schnell nicht enden – und eine Abrechnung mit Wagner steht vielleicht (hoffentlich?) endlich am Anfang

Michel Friedman sprach zur Eröffnungsfeier des 150. Jubiläums der Bayreuther Festspiele über Richard Wagner, Antisemitismus, jüdische Identität und deutsche Verantwortung. (Die SZ druckt die Rede in leicht gekürzter Form)

Ein Auszug:

Er halte die Rede „nicht, weil ich Jude bin, sondern weil ich Bürger bin. Nicht nur ich werde angegriffen. Sondern wir alle. Was ist uns die Freiheit also wert? Sind wir sicher, dass dieses Land in fünf Jahren noch demokratisch und frei ist? Ich würde mir wünschen, dass in diesem Festspielhaus, im nächsten Jahr, bei den 151. Festspielen, im Foyer eine Dauerausstellung über die antisemitische Biografie des Musikers Richard Wagner Realität werden würde. Und über die naziaffine Familiengeschichte bis weit in die Siebzigerjahre. (…) Es wäre wunderbar, wenn aufgearbeitet werden würde, dass seit Jahrzehnten die Eliten der Bundesrepublik – all die Showstars, Künstler, Politikerinnen und Politiker aller Parteien lächelnd und begeistert und sich vor den Kameras im Kreis drehend – beglückt zu den Festspieltagen pilgern, ohne jemals ihre Zweifel an diesem Ort öffentlich formuliert haben zu müssen. Einige taten es, natürlich. Aber weiter nötig war es im Interesse der ‚reibungslosen Durchführung‘ nicht.“

FR tazBackstageClassicalBR

Dieser Tag lehrt Sie, Nein zu sagen

Die außerordentlich bemerkenswerte Rede Navid Kermani zum Feierlichen Gelöbnis der Bundeswehr am 20. Juli 2026 im Bendlerblock in Berlin –
[online gestellt gerade einmal 100 km östlich von „Rastenburg“ …]

Who Rebuilds Gaza?

Nour Joudah und Dena Qaddumi auf der Seite von Al-Shabaka

Introduction

After Hamas’s recent announcement that it will hand over governing authority in Gaza to the National Committee for the Administration of Gaza (NCAG), urgent questions about who will shape Gaza’s future and on whose terms have reemerged. These questions are particularly salient given that the NCAG’s framework reflects the same technocratic and externally imposed logic that has come to characterize the dominant international proposal for Gaza’s reconstruction: one that treats it as a technical exercise in disaster management, sidelining Palestinian sovereignty, return, and self-determination.

In contrast, this roundtable asks what it means to understand Gaza as an Indigenous region rather than simply a besieged strip or humanitarian space. Nour Joudah and Dena Qaddumi explore how Indigenous frameworks reshape prevailing understandings of urbanism, reconstruction, and governance; why reconstruction must begin with Palestinian agency and reclamation rather than externally designed colonial master plans; and how rebuilding is already taking place through everyday forms of Indigenous endurance, social organization, and spatial resistance under conditions of ongoing genocide. 

This roundtable is adapted from a conversation recorded on May 21, 2026. It has been edited for publication.

Fritz Bauer – Die Kriegsverbrecher vor Gericht

Noch im Exil verfasste Fritz Bauer sein bedeutendes Plädoyer für die Ahndung der nationalsozialistischen Verbrechen – und machte deren strafrechtliche Verfolgung zu seiner Lebensaufgabe.

Fritz Bauer legte am Ende des Zweiten Weltkriegs für ein breites Publikum dar, daßan der völkerrechtlichen Legitimität eines alliierten Strafgerichtshofs, der über die Verantwortlichen des »Dritten Reichs« zu Gericht sitzt, kein Zweifel bestehen könne. Sein Buch erschien bereits 1945 kurz nach Kriegsende auf dem deutschen Markt, nachdem es im Jahr zuvor im schwedischen Original publiziert worden war.

Es zeigt die Gedankenwelt des politischen Emigranten »vor Nürnberg«, spiegelt historisch weit ausgreifend die völkerrechtliche Diskussion wider und gibt Aufschluß über Bauers Erwartungen: Er fordert ein Straftribunal und setzt sich zudem eingehend mit den drängenden juristischen Fragen auseinander. In der Bundesrepublik Deutschland wurde sein Buch in juristischen Fachkreisen ignoriert, dies auch und gerade nachdem Bauer 1949 aus dem Exil zurückgekehrt war. Dennoch wurde Fritz Bauer später Generalstaatsanwalt in Hessen und Initiator des ersten Auschwitz-Prozesses, die strafrechtliche Verfolgung von NS-Verbrechen wurde zu seiner Lebensaufgabe. In seinem aufschlußreichen Nachwort ordnet Joachim Rückert Bauers Buch und dessen Bedeutung in den historischen Kontext ein.

Fritz-Bauer-Schriften, Band 1 – Neu erschienen – OPEN ACCESS

Halachic Left