Kurz vor seinem 90. Geburtstag arbeitet Giora Feidman an seinem neuen Album „For A Better World“ – während im Nahen Osten erneut Krieg herrscht. Die Dokumentation begleitet ihn zwischen Tel Aviv, Hamburg und Zürich und zeigt einen Künstler, der persönliche Verluste, politische Realität und künstlerische Verantwortung zusammendenkt.
Bildungsprojekt macht NS-Raubgut sichtbar und lädt Unternehmen und Bibliotheken zur Zusammenarbeit ein
Geraubte Bücher erzählen von Enteignung, Verfolgung und kultureller Auslöschung. Genau hier setzt das neue Projekt „Lost Books Lab – Partizipative Bildungsformate zu NS-Raubgut im beruflichen Kontext“ an, das zum 1. Mai 2026 gestartet ist. Das Vorhaben wird im Rahmen des Programms „Bildunggegen Antisemitismus“ von der Baden-Württemberg Stiftung gefördert. Ziel ist es, ein übertragbares Bildungsformat zu entwickeln, das Antisemitismus am konkreten historischen Objekt – dem im Nationalsozialismus geraubten Buch – nachvollziehbar macht.
Das “Lost Books Lab Baden-Württemberg” richtet sich an Auszubildende und Mitarbeitende von Unternehmen in Baden-Württemberg und eröffnet damit neue Zugänge zur antisemitismuskritischen Bildung im beruflichen Kontext. In Kooperation mit Bibliotheken setzen sich die Teilnehmenden in drei-stündigen Workshops mit historischen Buchbeständen auseinander, recherchieren Provenienzmerkmale und gehen den Spuren ehemaliger jüdischer Eigentümerinnen und Eigentümer nach. Nach einer Einführung in die Geschichte des systematischen Raubs jüdischer Bibliotheken und in Methoden der Provenienzforschung arbeiten sie eigenständig in Gruppen mit historischen Büchern, dokumentieren ihre Funde und reflektieren deren Bedeutung für die Gegenwart. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Das Angebot ist für Teilnehmende und Unternehmen kostenfrei.
„Geraubte Bücher zeigen, daß Antisemitismus sich in konkreten Handlungen der Ausgrenzung, Enteignung und kulturellen Auslöschung niederschlug. Das Lost Books Lab verbindet historische Bildung mit aktiver Recherche und ermöglicht Teilnehmenden, selbst einen Beitrag zur Aufarbeitung dieses Unrechts zu leisten“, sagt Botschafter a. D. Shimon Stein, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins des Leo Baeck Instituts.
Das Projekt wird von der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, den Freunden und Förderern des Leo Baeck Instituts e. V. und dem Leo Baeck Institut (West-)Jerusalem durchgeführt.
In der 24-monatigen Projektlaufzeit bis April 2028 werden Workshops in Baden-Württemberg entwickelt, erprobt und gemeinsam mit lokalen Partnern umgesetzt. Ergänzend entstehen ein digitales Handbuch, Qualifizierungsangebote für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie eine modulare Ausstellung.
Für die Umsetzung werden weitere Partner in Baden-Württemberg gesucht. Bibliotheken, Unternehmen, Archive, Antiquariate und regionale Netzwerke, die Interesse an einer Zusammenarbeit haben oder das Format an ihrem Standort erproben möchten, sind eingeladen, Kontakt aufzunehmen.
Lange hat die Dichterin selbst als ihren Geburtsjahrgang 1907 angegeben… aber Rose Ausländer wurde heute vor 125 Jahren in Czernowitz geboren, die deutsch-österreichisch jüdische Poetin starb 1988 in Düsseldorf als eine der ganz großen Dichterinnen des 20. Jahrhunderts – Ihre Bücher ‚lohnen‘ immer, heute aber einmal ein Hinweis auf zwei hierzulande ungewöhnliche Ausgaben, eine deutsch-tschechische und eine deutsch-ukrainische Ausgabe, die erst vor wenigen Jahren entstanden sind und von ihrer weiteren Wirkung zeugen …
Bei anderen gesehen: EIn Bericht bei Universes in Universe – Welten der Kunst
Tarek Al-Ghoussein (1962 – 2022) war ein palästinensisch-kuwaitischer Künstler, Photograf und inspirierender Lehrer für jüngere Generationen im Nahen Osten. Die Visualisierung seiner palästinensischen Identität und die unerfüllte Sehnsucht nach dem nie gesehenen Heimatland waren eine Konstante in seinem fotografischen Schaffen. Mit der Zeit wurden seine Fotografien zu existenziellen Metaphern des Lebens als fortwährender Reise und Heimkehr zugleich.
„This magazine brings us back to where we first met: documenting home demolitions in the Jordan Valley and the West Bank. That project was a collaboration between Rabbis for Human Rights, where Mati was active, and Dharma Activism, where Yossi volunteered. Since then, we’ve both left Israel and moved to Berlin. Today, though far from the occupation in the West Bank and the horror unfolding in Gaza, we’ve created a unique international and multilingual cultural project that combines both activism and art …“
INTRO | Thaer Ayoub, Yosi Lampel und Mati Shemoelof
Ein Beitrag in der ARD Mediathek aus dem Magazin ttt.
Die Philosophin Eva von Redecker definiert und erklärt den Rechtsruck unserer Gegenwart.
Ein Rechtsruck geht um die Welt – überall gewinnen autoritäre Kräfte an Macht und Einfluss. In der Folge werden Minderheiten ausgegrenzt oder körperlich angegriffen. Aber welche Entwicklungen in der Gesellschaft begünstigen dies? Der Faschismus der Gegenwart ist nicht mit dem der Vergangenheit zu vergleichen, er hat eine neue Gestalt, die nicht leicht zu erkennen und noch schwerer zu erklären ist. Mit „Dieser Drang nach Härte“ hat die Philosophin Eva von Redecker eine Analyse des neuen Faschismus vorgelegt, der hilft, ihn zu entschlüsseln und Strategien der Gegenwehr zu entwickeln.
“Gidi & Mati” will be presenting their album, “The Strangers Are the Friends”, with a live performance on 13 February at Lettrétage in Berlin.
Here quotes form the mailing of Mati Shemoelof
„I would like to elaborate on it from an artistic point of view – Two years ago, we started jamming in Gidi’s Berlin living room. We didn’t know what would come of this project. I approached my art without fear, embracing insecurity in a new field, and so I started this musical journey, which, truth be told, I had never taken before. But to start down the path to a fruitful artistic career, one must be blind. We never said that we would have an album, but after performing in Potsdam, Berlin and Zürich, we realized that the time was right to record for future generations. I remember the thrill of entering the studio; for me, it was as if I was becoming a session musician with the Beatles. Gidi controlled the whole session and played all the instruments, but sometimes we jammed with the guitar. I learned so much and remember not even eating my sandwich on the way to the studio because I was so concentrated. Now, having reached one of the pivotal moments of my artistic career, we will celebrate with an album where I wrote the lyrics and Gidi composed the music, which we sing together. „
Thomas Schütt will read the English translation and friends will join us. Please listen to the two magical singles that we have just released to all the music channels.
We hope to see you all at our special event in Berlin, celebrating this unforgettable moment with us.
„Gaza erzählt: Literatur im Schatten des Genozids“.
BIPoC Referat des AStA FU lädt ein zu einer Literaturveranstaltung „Gaza erzählt: Literatur im Schatten des Genozids“. Gemeinsam mit Autor*innen und Literaturwissenschaftler*innen soll folgenden Fragen nachgegangen werden:
– Was schreiben die Autor*innen — oder können sie überhaupt schreiben —, während ihre Wohngegend, ihr Zuhause und ihre Familien bombardiert werden und Hunger bis hin zum Verhungern erleiden? – Warum schreiben Autro*innen inmitten des Elends? Um zu überleben? Um zu erinnern? Damit die Welt sie hört und auf ihr Leid aufmerksam wird? – Ist es sinnvoll, diese Texte als Literatur des Genozids zu bezeichnen und einzuordnen? – Wie beeinflußt die schnelle Übersetzung die Rezeption dieser Literatur? Verliert sie dadurch ihren Kontext — oder gewinnt sie notwendige Sichtbarkeit?
Dienstag, 03. Februar 2026, 16 Uhr 📍 GalileA @galileafuberlin (über Mensa 2 FU Berlin; Otto-von-Simson-Str. 26)