Der tägliche Blog des diAk

Nachrichten aus Israel-Palästina/Palästina-Israel gibt es viele und auch nicht wenige, in denen das Dreieck Deutschland-Israel-Palästina eine Rolle spielt, genau die Schnittstelle, die uns in der Arbeit des diAk besonders interessiert.

Zusammen denken und zusammendenken – dafür bieten wir an dieser Stelle jeden Tag einen Beitrag, manchmal mit einer Einordnung/Einleitung, oft ein Hinweis auf eine spannende Verstaltung oder ein Onlineformat, dann auch wieder eine Erinnerung, zu der die Kalender und die unterschiedlichen Narrationen Anlaß geben.

Das wollen wir möglichst vielfältig tun, ohne uns jeden Beitrag oder jede Position zu eigen zu machen, aber immer in dem Bemühen über die Zeit hin die Vielfalt und die Verwobenheiten erkennbar werden zu lassen …

Ein unglücklicher Rabbi

Wie Israels Zukunft aussehen wird, weiß Jeremy Milgrom auch nicht. Doch der Rabbi und Friedensaktivist hört nicht auf, für ein friedliches Zusammenleben zu werben. Auch und gerade in Deutschland, zum Beispiel an der Gottlieb-Daimler-Schule in Sindelfingen.

Kontext 811

Kontext 811 - Rabbiner Jeremy Milgrom

Neue Studie: Unter Druck

Im Rahmen der Arbeit des Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der FU Berlin wurde gerade eine neue Studie veröffentlicht: „Unter Druck. Journalistische Handlungsspielräume in der deutschen Nahostberichterstattung“ aufmerksam machen, die von Carola Richter, Jannis Grimm und Nina Moya Schreieder durchgeführt wurde.

Darin wurden Nahost-Journalist:innen deutscher Medien mittels einer standardisierten Umfrage zu ihren Wahrnehmungen und Erfahrungen des medialen und gesellschaftlichen Umgangs mit Nahostberichterstattung befragt.

Die vollständige Studie inkl. aller Anhänge findet sich hier. Ein campus.leben-Interview zu der Studie ist hier abrufbar.

Zwei Drittel der Befragten sehen eine Verschlechterung der Pressefreiheit im Themenfeld Nahost seit dem 7. Oktober 2023; 71 % berichten von eigenen Bedrohungserfahrungen im Zusammenhang mit der Nahostberichterstattung. 35 %verspüren ein Bedürfnis nach Selbstzensur, weitere 19 % antworten mit „teils/teils“. Neben öffentlichen Anfeindungen spielen insbesondere die Sorge vor beruflichen Nachteilen sowie Konflikte und Hierarchien innerhalb von Redaktionen eine Rolle.

Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ für den deutschen Journalismus insgesamt. Sie geben jedoch wichtige Hinweise auf Belastungen und eingeschränkte Handlungsspielräume, aus denen wir Empfehlungen für transparentere redaktionelle Entscheidungsprozesse und bessere Unterstützung für betroffene Medienschaffende ableiten.

Bei Fragen oder Rückmeldungen erreichen Sie das Projektteam unter cemil@polsoz.fu-berlin.de

The Battle Over Israel’s Future in the 2026 Elections

GIGA Focus Middle East Number 5 | 2026 | ISSN: 1862-3611

Heute Abend: DienstagZoom mit Alon Sahar

 Israelnahe Advocacy-Akteure in Deutschland

Alon Sahar ist ein israelischer Filmemacher, politischer Analyst und Autor mit Sitz in Berlin. Er ist Herausgeber des Newsletters „Staatsräson Monitor“, seine politischen Analysen wurden unter anderem im Spiegel und auf Verfassungsblog veröffentlicht. 2026 erschien außerdem seine Studie „Die Kampagne gegen das UNRWA und das palästinensische Rückkehrrecht in Deutschland: Israel-nahe Akteur*innen, Narrative und ihre politische Resonanz “ bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung.

In unserem diAk-Talk möchten wir mit Alon über diese Studie, seine Perspektive auf Advocacy-Arbeit im Zusammenhang mit Israel/Palästina und die Spezifika des deutschen Diskurses in diesem Kontext sprechen.

Das diAk-Gespräch findet am Dienstagabend, den 13. Oktober, von 20.15 bis 21.15 Uhr auf Zoom statt. Die Veranstaltungssprache ist Englisch. Wenn Sie Interesse haben, schicken Sie bitte eine kurze E-Mail an zoom@diak.org. Wir senden Ihnen dann kurz vor der Veranstaltung den Zugangslink.

Alon Sahar: Israel-aligned advocacy actors in Germany

Alon Sahar is an Israeli filmmaker, analyst, and author who is based in Berlin. He runs the policy-oriented newsletter “Staatsräson Monitor,” and his political analyses have been published, among other places, in Der Spiegel and on Verfassungsblog. In 2026, his study “The Campaign against UNRWA and the Palestinian Right of Return in Germany: Israel-aligned Actors, Narratives, and Policy Uptake” was published by the Rosa Luxemburg Foundation.

In our diAk talk, we would like to speak with Alon about this study, his perspective on advocacy work concerning Israel/Palestine, and the specific characteristics of the German discourse in this context.

The diAk conversation will take place on Tuesday evening, October 13, from 8.15 to 9.15 p.m. on Zoom. The presentation will be in English. If you are interested, please send a short email to zoom@diak.org and we will send you the link.

Kalender 2026 – Oktober

israel & palästina – Zeitschrift für Dialog | Ausgabe 4-2025

Gaza Skate Team was founded by Rajab Al-Reefi in 2017 as a skateboarding collective that supports young people in the Gaza Strip.
Rajab began skateboarding in 2015 when an Italian organisation – Gaza Freestyle – visited and built a wooden mini ramp in his hometown of Gaza City. Since then, Rajab and other local skaters have been building ramps and holding skate classes wherever they can – and since October 2023 have continued to do so amongst incredibly difficult ircumstances.

gofund.me/1621cce8 | : @teamskate
: gaza_skate_team – https://www.skatepal.co.uk/what-we-do

Es war das elfte Mal, daß im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Photobegleiter in Kalenderform für das kommende Jahr erschienen ist:

Kalender 2026

Und der Nachtrag aus dem September!

Über das laute Schweigen

Hier der gesamte Text der beeindruckenden Rede von Phillipe Sands zur Verleihung des Friedesnpreises der Deutschen Buchhandels 2026

Aufzeichnung in der ARD-Mediathek (bis 10.10.2028)

Ein Ausschnitt:

„Die Tatsache der Verbrechen zum Schweigen zu bringen ist unanständig. Diejenigen zum Schweigen zu bringen, die versuchen, die Verbrechen anzuprangern, ist unanständig. Deutschland hat viele Gräuel angeprangert und ist aktiv geworden, von den Jesid*innen bis zu den Uigur*innen, von Syrien bis Iran, von Myanmar bis Sudan und der Ukraine. Doch zu Israel, zum Gazastreifen und zum Westjordanland ist das deutsche Schweigen bis heute laut. Zugleich sind die Debattenbeschränkungen beunruhigend. Dies umso mehr nach dem eindeutigen Gutachten des Internationalen Gerichtshofs von 2024 zum palästinensischen Selbstbestimmungsrecht. Großbritannien, Kanada, Frankreich und andere haben seitdem einen palästinensischen Staat anerkannt. In jüngster Zeit haben sie Sanktionen verhängt, der britische Außenminister hat die Handlungsweise in den besetzten Gebieten als ethnische Säuberung bezeichnet.

Deutschland kennt sich aus mit ethnischer Säuberung. Warum dann das Schweigen?“

Verbrannte Orte

Auf der Internetseite „verbrannte-orte.de“ entsteht im Laufe der Zeit ein Atlas. Aktuelle Photographien rücken dort ausgewählte Perspektiven ins Blickfeld und machen die vergessenen Orte der Bücherverbrennungen sichtbar.

Brücken 3 – auf dem Weg

Aufruf zur Mitarbeit an der nächsten Ausgabe des Magazin Brücken

Danach … auf dem Weg …

Aus dem Mailing von Standing Together zum 7. Oktober …

Im Gespräch mit Mati Shemoelof

Ein taz-Beitrag von Uta Schleiermacher am 7. Oktober …