Nachrichten aus Israel-Palästina/Palästina-Israel gibt es viele und auch nicht wenige, in denen das Dreieck Deutschland-Israel-Palästina eine Rolle spielt, genau die Schnittstelle, die uns in der Arbeit des diAk besonders interessiert.
Zusammen denken und zusammendenken – dafür bieten wir an dieser Stelle jeden Tag einen Beitrag, manchmal mit einer Einordnung/Einleitung, oft ein Hinweis auf eine spannende Verstaltung oder ein Onlineformat, dann auch wieder eine Erinnerung, zu der die Kalender und die unterschiedlichen Narrationen Anlaß geben.
Das wollen wir möglichst vielfältig tun, ohne uns jeden Beitrag oder jede Position zu eigen zu machen, aber immer in dem Bemühen über die Zeit hin die Vielfalt und die Verwobenheiten erkennbar werden zu lassen …
Eine Ausstellung der Stiftung Topographie des Terrors
Noch lange nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs behaupteten viele Deutsche, nichts von den Massenmorden während der NS-Zeit gewusst zu haben. So wollten sie sich dem Vorwurf entziehen, für die Verbrechen mitverantwortlich zu sein. Bis heute beschäftigt viele Menschen die Frage, was die Deutschen tatsächlich wussten.
Welche Informationen über den Holocaust waren im Deutschen Reich zugänglich? Was nahmen die Deutschen wahr, die nicht direkt an den Taten beteiligt waren und nicht selbst verfolgt wurden? Wie verbreiteten sich damals entsprechende Informationen und Gerüchte? Und was machten einzelne Menschen mit ihrem Wissen? Diesen Fragen geht die Ausstellung nach.
Die Ausstellung besteht aus drei Teilen: „Propaganda“ beleuchtet, was das NS-Regime über die Verfolgung und Ermordung der Jüdinnen und Juden öffentlich bekannt gab. „Hinweise im Alltag“ rückt Gerüchte und inoffizielle Nachrichten über die Massenmorde in den Blick. „Vom Puzzleteil zum Bild“ zeigt, wie einzelne Personen Informationen zusammenfügten, um sich ein Gesamtbild zu verschaffen.
Im Gespräch mit Ahmad Shihabi: Journalismus nach dem 7. Oktober
Ahmad Shihabi wuchs in einem palästinensischen Flüchtlingslager südlich von Damaskus auf. Er absolvierte eine Ausbildung im Bereich Informatik, wurde dann Journalist. Während des syrischen Bürgerkriegs floh er nach Deutschland und arbeitet heute als Redakteur für die Neue Ruhr Zeitung (NRZ), vor allem zur politischen Situation im Nahen Osten, deren Auswirkungen auf Deutschland sowie zu Flucht und Migration.
In unserem diAk-Gespräch wollen wir mit ihm über seine Wahrnehmung der letzten zweieinhalb Jahre sprechen: Wie war es für ihn, als palästinensischer Journalist nach dem 7. Oktober in Deutschland zu berichten? Was ist seine Perspektive auf die deutsche Berichterstattung zu Israel/Palästina, Syrien oder Iran? Gemeinsam wollen wir über deutschen Journalismus, Debattenkultur und den Nahostkonflikt nachdenken.
Das Gespräch findet am 7. April 2026 von 19 bis 20 Uhr auf Zoom statt.
Das Gespräch findet in deutscher Sprache statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig, der Link für den R ZW lädt Sie zu einem geplanten Zoom-Meeting ein.
Der 11. Kalender im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog!
Dieser Kalender ging in den Druck zu einem Zeitpunkt, an dem es einen fragilen Waffenstillstand im Gazastreifen gab, von dem auch heute niemand weiß, ob er auch 2026 halten wird.
In der Westbank verschärft sich die Lage zugleich weiter und in Israel finden wir eine tiefgespaltene Gesellschaft vor, bei der noch nicht klar ist, ob sich die Kräfte der Dominanz oder der Kooperation durchsetzen werden.
Der Photobegleiter in Kalenderform für das Jahr lädt jeden Monat ein, noch einmal auf die Lage im Gazastreifen zu schauen. Die wenigen Quadratkilometer sind versehrt und zerstört, wie es kaum denkbar schien. Aber es sind nicht nur die zerbombten Häuser, auch die Menschen haben Schaden genommen und der Weg der Heilung wird lang.
Die Wunden sind auf beiden Seiten tief und es gilt, sie nicht gegeneinander aufzurechnen, sondern mit Empathie und Zuwendung nach Möglichkeiten zu suchen, wie eine andere Zukunft aussehen kann und was (man:frau:wir) dafür tun können. Eine Möglichkeit gibt es über die jeweiligen Spendenlinks und QR-Codes der Organisationen.
israel & palästina – Zeitschrift für Dialog | Ausgabe 4-2025
Gaza Skate Team was founded by Rajab Al-Reefi in 2017 as a skateboarding collective that supports young people in the Gaza Strip.
Rajab began skateboarding in 2015 when an Italian organisation – Gaza Freestyle – visited and built a wooden mini ramp in his hometown of Gaza City. Since then, Rajab and other local skaters have been building ramps and holding skate classes wherever they can – and since October 2023 have continued to do so amongst incredibly difficult circumstances.
Es war das elfte Mal, daß im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Photobegleiter in Kalenderform für das kommende Jahr erschienen ist:
Gaza – promise, we will rebuild it – Ein Begleiter durch das Jahr 2026
“Blessed be the God and Father of our Lord Jesus Christ! By his great mercy he has given us a new birth into a living hope through the resurrection of Jesus Christ from the dead . . .” 1 Peter 1:3
In the weeks leading up to this year’s commemoration of Christ’s death and resurrection, a new and devastating regional war has once again plunged the Holy Land and the wider Middle East into turmoil. Each passing day has brought increasingly fierce escalations—a relentless cycle of death, destruction, and frightful suffering that now ripples across the globe in rising economic hardship. From the blackened smoke of this expanding wreckage, a deep darkness has engulfed our region, as stifling as the air inside the sealed tomb of the crucified Christ. Hope itself appears to have abandoned us.
Yet as Scripture teaches and our faith reveals, the desolation of the tomb was not the end of the story. Death did not have the final word. By the power of God, Christ rose victorious from the grave, bursting the bonds of sin and death. As the Apostle Paul wrote, “In fact Christ has been raised from the dead, the first-fruits of those who have fallen asleep” (1 Corinthians 15:20). As a consequence, for those who look to the Risen Lord in faith, God grants them “a new birth into a living hope” (1 Peter 1:3, above).
Thus, in the midst of these cataclysmic times, We, the Patriarchs and Heads of the Churches in Jerusalem, affirm these powerful and encouraging words to our communities and to Christians around the world as the heart of our Easter Message. For “just as Christ was raised from the dead by the glory of the Father, so we too might walk in newness of life” (Romans 6:4b).
In keeping with this profound truth, we bid the faithful and all those of goodwill to work and pray ceaselessly for the relief of the countless multitudes throughout the Middle East and beyond who are suffering severely from the ravages of this war. Likewise, we appeal to them to advocate and intercede for an immediate end to the bloodshed and for justice and peace to finally prevail throughout our war-torn region, beginning in Jerusalem and extending to Gaza, Lebanon, and all the Holy Land; to the Gulf States and Tehran; and to the ends of the earth.
Finally in this vein, we recall once more the words of St. Paul who, in the midst of his countless ordeals, wrote: “We are afflicted in every way but not crushed, perplexed but not driven to despair, persecuted but not forsaken, struck down but not destroyed, always carrying around in the body the death of Jesus, so that the life of Jesus may also be made visible in our bodies” (2 Corinthians 4:8–10).
With this same deep faith in the transformative power of Christ’s Resurrection, in the midst of our own torments, let us exchange with each other that ancient Easter greeting that continues to echo across eternity: “Christ is Risen! (Al Maseeh Qam! Christos Anesti! Christos haryav i merelotz! Pekhrestos aftonf! Christ est Ressuscité! Cristo è risorto! Christus resurrexit! Meshiha qam! Christos t’ensah em‘ muhtan! Christus ist auferstanden!) He is Risen, indeed! Alleluia!”
+ The Patriarchs and Heads of the Churches in Jerusalem +
Über 600 Israelis aus dem akademischen Leben protestieren in einer Petition an die internationale Gemeinschaft und Zivllgesellschaft gegen nochmals angestiegenen Siedlerterror. Hier ein Link zu einem kurzen FR-Stück von Inge Günther.
Und dazu ein Gespräch mit Yuli Novak, der Chefin der NGO B’Tselem, geführt von Judith Poppe auf https://qantara.de
Zur möglichen Ausweitung der Todesstarfe in Israel
Die Außenminister aus Frankreich, Italien, Großbritannien und Deutschland haben deutliche Kritik an einer möglichen Wiedereinführung der Todesstrafe in Israel geäußert. Die Todesstrafe sei eine „unmenschliche und erniedrigende Form der Bestrafung ohne abschreckende Wirkung“. Die vier Regierungen lehnten die Todesstrafe weltweit unter allen Umständen ab.
Eine Änderung des Strafgesetzes soll die Todesstrafe in bestimmten Fällen zur Pflicht machen. Ein weiteres Gesetz will die Todesstrafe für Beteiligte am Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 festlegen. Die Zustimmung des Parlaments gilt als wahrscheinlich.