Buchvorstellung und Diskussion mit Angelika Timm am 7. Dezember 2017

Am Donnerstag, 7. Dezember 2017, findet ab 19 Uhr in der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin eine Veranstaltung mit Angelika Timm, Vorstandsmitglied des diAk, statt, auf der sie das von ihr herausgegebene Buch „100 Dokumente aus 100 Jahren“ vorstellen wird.

Weitere Informationen dazu finden sich hier: https://www.rosalux.de/veranstaltung/es_detail/4H2AQ/israel-und-palaestina-%E2%80%93-zwei-staaten-fuer-zwei-voelker/

Rezension von „100 Dokumente aus 100 Jahren“ im ‚Neuen Deutschland‘

Im Neuen Deutschland vom 17. November 2017 ist eine sehr lesenswerte, von Michael Brie verfasste Rezension des von Angelika Timm, Vorstandsmitglied des diAk, herausgegeben Bandes 100 Dokumente aus 100 Jahren“ im Neuen Deutschland vom 17. November 2017 erschienen:

Wenn weder Frieden in einem Staat noch Frieden zwischen zwei Staaten gefunden wird, dann bricht sich dieser Konflikt anders Bahn – als Vertreibung aller Nichtjuden aus dem Gelobten Land. Wir müssen darüber heute reden, damit es nicht morgen geschieht. Und das von Angelika Timm herausgegebene und mit größter Sachkenntnis vorgelegte Buch wird uns helfen, von einem Zustand, wo viele über etwas reden, von dem sie nur wenig wissen, überzugehen zu einem Dialog der Kenntnisreichen.

Die Rezension ist hier nachzulesen: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1070310.mein-lieber-lord-rothschild.html

Daran anschließend noch ein Veranstaltungshinweis: Am Montag, 20. November 2017, wird Angelika Timm ab 19 Uhr in der Helle(n) Panke in Berlin einen Vortrag zum Thema „Israel und Palästina – Zwei Staaten für zwei Völker?“ halten.  Weitere Details dazu finden sich hier.

Naomi Chazan: „Don’t mess with Jerusalem“

Die Aktivistin und Autorin Naomi Chazan – unter anderen auch Autorin in der Reihe Kleine Texte bei AphorismA  – hat auf dem Blog von The Times of Israel am 6. November 2017 einen lesenswerten Beitrag veröffentlicht:

Jerusalem is too central to Palestinian and Israeli relations; to Jewish, Christian and Muslim beliefs; and to the existence of its so diverse inhabitants to have its destiny determined unilaterally. That is the lesson of its past, the reality of its present and its destiny. Therefore any change in the territorial scope of the city and in its human composition should be determined by agreement between Israelis and Palestinians, whose life in Jerusalem is so inextricably intertwined.“

 

 

Scharfe Kritik des israelischen Präsidenten Reuven Rivlin an Regierung

Der israelische Präsident Reuven Rivlin hat in einer Rede zum Ende der Sommerpause im israelischen Parlament scharfe Kritik an der israelischen Regierung geübt.

The central message of Rivlin’s speech was what he could not help but describe as „a continuous attempt to weaken the gatekeepers of the Israeli democracy.“ „We are witnessing the winds of change, or a second revolution. This time, the majority rule is the only ruler. The whole country and its institutions are full of politics. This revolution seeks to finally rip the mask of alleged hypocrisy off the gatekeepers. In
this revolution, the ruler is also the victim. ‚We’ll show them‘ is the soundtrack of the revolution. The stateliness has gone from our country, after us the deluge,“ the president added. (…) He spoke of a chasm „between the responsible attempt to the define, after many years, the breach in the relationship between the legislative and judicial branches; to delineate judicial criticism; to ask questions about the mechanism of appointing judges to reach a more varied and representative judges‘ panel, and between attempts to terrorize the court and weaken it, to actively invite the public to undermine its authorities and rulings.

Der gesamte Kommentar findet sich auf den Seiten von Ynet News:
https://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-5032963,00.html

Chemi Shalev (Haaretz) kontrastiert Rivlins Rede mit dem offenkundigen Desinteresse der Minister in der Knesset:

Senior ministers were demonstrably uninterested in Rivlin’s speech, joking and sniggering amongst themselves in the Knesset hall as if they weren’t the first addressees on Rivlin’s list. The next day they sent out their attack dogs to cast the president as yet another traitor and left wing appeaser who is simply settling personal scores with Netanyahu. That’s more convenient, of course, than looking in the mirror that Rivlin held up to their faces and seeing the instigators, collaborators and enablers of a right wing putsch against Israeli democracy.

„Aufrechter Gang“ für Judith und Reiner Bernstein

Der diAk gratuliert Judith und Reiner Bernstein zur Verleihung des  Preises „Aufrechter Gang“ der Humanistischen Union München-Südbayern (HU).

Untenstehend die Pressemitteilung, auch nachzulesen unter http://suedbayern.humanistische-union.de/nc/aktuelles/aktuelles_detail/back/presse-7/article/preis-aufrechter-gang-fuer-judith-und-reiner-bernstein/

Pressemitteilung der HUMANISTISCHE UNION e.V. – Die Bürgerrechtsorganisation, vereinigt mit der Gustav Heinemann-Initiative, Regionalverband München-Südbayern

Für ihren Einsatz zur Verlegung von Stolpersteinen in München sowie ihren unermüdlichen Beitrag zur Versöhnung zwischen Israelis und Palästinensern erhalten Judith und Reiner Bernstein den Preis „Aufrechter Gang“ der Humanistischen Union München-Südbayern (HU).

Judith Bernstein ist in Jerusalem geboren als Tochter deutscher Juden, die nach Palästina auswandern mussten. Dr. Reiner Bernstein ist Historiker und Publizist; er hat sich in vielen Schriften mit der Situation im Nahen Osten auseinandergesetzt.

Im Vorstand der „Initiative Stolpersteine für München“ haben beide jahrelang gemeinsam für die Verlegung der Stolpersteine auf öffentlichem Grund gekämpft. Immer wieder wurde ihre Arbeit vom Münchner Stadtrat behindert und die Verlegung auf öffentlichem Grund verboten, obwohl bereits in fast 1200 deutschen Kommunen Stolpersteine zum Gedenken an die Opfer der Nazidiktatur verlegt wurden.

In zahlreichen Veranstaltungen zur friedlichen Regelung des Nahostkonflikts haben Judith und Reiner Bernstein sich engagiert. Sie treten für die politische Koexistenz beider Völker ein und setzen dafür ihre Kontakte zu israelischen und palästinensischen Friedensgruppen ein. Auch in der Jüdisch-Palästinensischen Dialoggruppe sollen Brücken des Verständnisses und der Zusammenarbeit gebaut werden.

Weil im Münchner Rathaus CSU und SPD die Kritik an der Siedlungspolitik der israelischen Regierung mit Antisemitismus gleichsetzen, sollen keine kommunalen Räume für ihre Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden. Dieser absurde Vorwurf trifft jetzt auch die Humanistische Union, d.h. der HU wird die Nutzung kommunaler Räume für die Preisverleihung verwehrt.

Vor dem Hintergrund, dass die HU in ihrer Arbeit besonders ihrem Mitgründer Fritz Bauer verpflichtet ist, der durch sein Engagement u.a. den Frankfurter Auschwitz Prozess maßgeblich vorangetrieben hat, erscheint das Verbot, städtische Räume zu nutzen, geradezu skandalös!

Trotz dieser Widrigkeiten wird die Humanistische Union Judith und Reiner Bernstein mit ihrem Preis „Aufrechter Gang“ für ihr Engagement und ihren Widerstand gegen den öffentlichen Machtanspruch sowie für ihren Kampf für die Meinungsfreiheit im Geiste des Grundgesetzes auszeichnen. Die Preisverleihung wird Anfang 2018 stattfinden. Die Laudatio hält der Autor Dr. Tilman Spengler.

Mit diesem Preis würdigt die Humanistische Union seit 30 Jahren Frauen und Männer, die sich in Bayern für Bürgerrechte und Demokratie einsetzen und mit dieser Haltung zur demokratischen und politischen Kultur beitragen.