Der tägliche Blog des diAk

Nachrichten aus Israel-Palästina/Palästina-Israel gibt es viele und auch nicht wenige, in denen das Dreieck Deutschland-Israel-Palästina eine Rolle spielt, genau die Schnittstelle, die uns in der Arbeit des diAk besonders interessiert.

Zusammen denken und zusammendenken – dafür bieten wir an dieser Stelle jeden Tag einen Beitrag, manchmal mit einer Einordnung/Einleitung, oft ein Hinweis auf eine spannende Verstaltung oder ein Onlineformat, dann auch wieder eine Erinnerung, zu der die Kalender und die unterschiedlichen Narrationen Anlaß geben.

Das wollen wir möglichst vielfältig tun, ohne uns jeden Beitrag oder jede Position zu eigen zu machen, aber immer in dem Bemühen über die Zeit hin die Vielfalt und die Verwobenheiten erkennbar werden zu lassen …

Lost Books Lab

Geraubte Bücher erzählen von Enteignung, Verfolgung und kultureller Auslöschung. Genau hier setzt das neue Projekt „Lost Books Lab – Partizipative Bildungsformate zu NS-Raubgut im beruflichen Kontext“ an, das zum 1. Mai 2026 gestartet ist. Das Vorhaben wird im Rahmen des Programms „Bildunggegen Antisemitismus“ von der Baden-Württemberg Stiftung gefördert. Ziel ist es, ein übertragbares Bildungsformat zu entwickeln, das Antisemitismus am konkreten historischen Objekt – dem im Nationalsozialismus geraubten Buch – nachvollziehbar macht.


Das “Lost Books Lab Baden-Württemberg” richtet sich an Auszubildende und Mitarbeitende von Unternehmen in Baden-Württemberg und eröffnet damit neue Zugänge zur antisemitismuskritischen Bildung im beruflichen Kontext. In Kooperation mit Bibliotheken setzen sich die Teilnehmenden in drei-stündigen Workshops mit historischen Buchbeständen auseinander, recherchieren Provenienzmerkmale und gehen den Spuren ehemaliger jüdischer Eigentümerinnen und Eigentümer nach. Nach einer Einführung in die Geschichte des systematischen Raubs jüdischer Bibliotheken und in Methoden der Provenienzforschung arbeiten sie eigenständig in Gruppen mit historischen Büchern, dokumentieren ihre Funde und reflektieren deren Bedeutung für die Gegenwart. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Das Angebot ist für Teilnehmende und Unternehmen kostenfrei.

„Geraubte Bücher zeigen, daß Antisemitismus sich in konkreten Handlungen der Ausgrenzung, Enteignung und kulturellen Auslöschung niederschlug. Das Lost Books Lab verbindet historische Bildung mit aktiver Recherche und ermöglicht Teilnehmenden, selbst einen Beitrag zur Aufarbeitung dieses Unrechts zu leisten“, sagt Botschafter a. D. Shimon Stein, Vorstandsvorsitzender des Fördervereins des Leo Baeck Instituts.

Das Projekt wird von der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg, den Freunden und Förderern des Leo Baeck Instituts e. V. und dem Leo Baeck Institut (West-)Jerusalem durchgeführt.

In der 24-monatigen Projektlaufzeit bis April 2028 werden Workshops in Baden-Württemberg entwickelt, erprobt und gemeinsam mit lokalen Partnern umgesetzt. Ergänzend entstehen ein digitales Handbuch, Qualifizierungsangebote für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie eine modulare Ausstellung.

Für die Umsetzung werden weitere Partner in Baden-Württemberg gesucht. Bibliotheken, Unternehmen, Archive, Antiquariate und regionale Netzwerke, die Interesse an einer Zusammenarbeit haben oder das Format an ihrem Standort erproben möchten, sind eingeladen, Kontakt aufzunehmen.

11. Mai 1901 – 11. Mai 2026

Lange hat die Dichterin selbst als ihren Geburtsjahrgang 1907 angegeben… aber Rose Ausländer wurde heute vor 125 Jahren in Czernowitz geboren, die deutsch-österreichisch jüdische Poetin starb 1988 in Düsseldorf als eine der ganz großen Dichterinnen des 20. Jahrhunderts – Ihre Bücher ‚lohnen‘ immer, heute aber einmal ein Hinweis auf zwei hierzulande ungewöhnliche Ausgaben, eine deutsch-tschechische und eine deutsch-ukrainische Ausgabe, die erst vor wenigen Jahren entstanden sind und von ihrer weiteren Wirkung zeugen …

1931

Erbarme dich
Herr
meiner Leere

Schenk mir
das Wort
das eine Welt
erschafft

Tarek Al-Ghoussein

Tarek Al-Ghoussein (1962 – 2022) war ein palästinensisch-kuwaitischer Künstler, Photograf und inspirierender Lehrer für jüngere Generationen im Nahen Osten. Die Visualisierung seiner palästinensischen Identität und die unerfüllte Sehnsucht nach dem nie gesehenen Heimatland waren eine Konstante in seinem fotografischen Schaffen. Mit der Zeit wurden seine Fotografien zu existenziellen Metaphern des Lebens als fortwährender Reise und Heimkehr zugleich.

People’s Peace Summit Tel Aviv

Zwei durchaus unterschiedliche Berichte dazu auf der Seite vom +972mag:

Und was sagt ein bekannter Besucher – zitiert nach Vatican News

Tel Aviv – 30. April 20266

8. Mai

Befreiung, ja, Stunden 0 – doch wohl eher nein…

Eine gute Gelegenheit (noch) einmal online zu schauen, wer von den Deutschen, wer (… unser Großeltern, Urgroßeltern …) im Jahr 1945 Mitglied der NSDAP gewesen ist.

Zugang zu den „Berlin Documents“

Pizzaballa: They returned to Jerusalem with great joy

SWP | 360 Grad – 30. April 2026

Der Iran-Krieg verschiebt die globalen Kräfteverhältnisse: Teheran zeigt Resilienz, Israel gewinnt Zeit, verfehlt aber zentrale Kriegsziele – und die USA verharren im Dilemma. Welche Folgen das für den Mittleren Osten, die Großmächte und die Weltwirtschaft hat, legt dieses 360 Grad dar.

Neue Wege für das DIZ – Gedenken weiterdenken in Erinnerung an Habbo Knoch

Nakba Remembrance Ceremony 2026

Nakba Rememberance Ceremony 2026