Der tägliche Blog des diAk

Nachrichten aus Israel-Palästina/Palästina-Israel gibt es viele und auch nicht wenige, in denen das Dreieck Deutschland-Israel-Palästina eine Rolle spielt, genau die Schnittstelle, die uns in der Arbeit des diAk besonders interessiert.

Zusammen denken und zusammendenken – dafür bieten wir an dieser Stelle jeden Tag einen Beitrag, manchmal mit einer Einordnung/Einleitung, oft ein Hinweis auf eine spannende Verstaltung oder ein Onlineformat, dann auch wieder eine Erinnerung, zu der die Kalender und die unterschiedlichen Narrationen Anlaß geben.

Das wollen wir möglichst vielfältig tun, ohne uns jeden Beitrag oder jede Position zu eigen zu machen, aber immer in dem Bemühen über die Zeit hin die Vielfalt und die Verwobenheiten erkennbar werden zu lassen …

Zwischen Beduinenmilch und Julius im Schocken

Who Rebuilds Gaza?

Nour Joudah und Dena Qaddumi auf der Seite von Al-Shabaka

Introduction

After Hamas’s recent announcement that it will hand over governing authority in Gaza to the National Committee for the Administration of Gaza (NCAG), urgent questions about who will shape Gaza’s future and on whose terms have reemerged. These questions are particularly salient given that the NCAG’s framework reflects the same technocratic and externally imposed logic that has come to characterize the dominant international proposal for Gaza’s reconstruction: one that treats it as a technical exercise in disaster management, sidelining Palestinian sovereignty, return, and self-determination.

In contrast, this roundtable asks what it means to understand Gaza as an Indigenous region rather than simply a besieged strip or humanitarian space. Nour Joudah and Dena Qaddumi explore how Indigenous frameworks reshape prevailing understandings of urbanism, reconstruction, and governance; why reconstruction must begin with Palestinian agency and reclamation rather than externally designed colonial master plans; and how rebuilding is already taking place through everyday forms of Indigenous endurance, social organization, and spatial resistance under conditions of ongoing genocide. 

This roundtable is adapted from a conversation recorded on May 21, 2026. It has been edited for publication.

Fritz Bauer – Die Kriegsverbrecher vor Gericht

Noch im Exil verfasste Fritz Bauer sein bedeutendes Plädoyer für die Ahndung der nationalsozialistischen Verbrechen – und machte deren strafrechtliche Verfolgung zu seiner Lebensaufgabe.

Fritz Bauer legte am Ende des Zweiten Weltkriegs für ein breites Publikum dar, daßan der völkerrechtlichen Legitimität eines alliierten Strafgerichtshofs, der über die Verantwortlichen des »Dritten Reichs« zu Gericht sitzt, kein Zweifel bestehen könne. Sein Buch erschien bereits 1945 kurz nach Kriegsende auf dem deutschen Markt, nachdem es im Jahr zuvor im schwedischen Original publiziert worden war.

Es zeigt die Gedankenwelt des politischen Emigranten »vor Nürnberg«, spiegelt historisch weit ausgreifend die völkerrechtliche Diskussion wider und gibt Aufschluß über Bauers Erwartungen: Er fordert ein Straftribunal und setzt sich zudem eingehend mit den drängenden juristischen Fragen auseinander. In der Bundesrepublik Deutschland wurde sein Buch in juristischen Fachkreisen ignoriert, dies auch und gerade nachdem Bauer 1949 aus dem Exil zurückgekehrt war. Dennoch wurde Fritz Bauer später Generalstaatsanwalt in Hessen und Initiator des ersten Auschwitz-Prozesses, die strafrechtliche Verfolgung von NS-Verbrechen wurde zu seiner Lebensaufgabe. In seinem aufschlußreichen Nachwort ordnet Joachim Rückert Bauers Buch und dessen Bedeutung in den historischen Kontext ein.

Fritz-Bauer-Schriften, Band 1 – Neu erschienen – OPEN ACCESS

Halachic Left

100 Jahre Wörterbuch der ägyptischen Sprache

Über den Sommer hinweg gelegentlich einmal einen Hinweis eher am Rande unseres Kernthemas …

Im mythologischen Saal des Neuen Museum zeigen das Ägyptische Wörterbuch und das Ägyptische Museum ab Juni eine Ausstellung zum 100. Geburtstag eines für die Ägyptologie bis heute unverzichtbaren Werkzeugs – dem ägyptischen Wörterbuch.

2026 jährt sich zum einhundertsten Mal das Erscheinen des ersten Bandes des ägyptischen Wörterbuchs. Adolf Erman und sein Team begannen im Jahre 1897, im Neuen Museum, mit der Arbeit. Dabei wurden die bekannten ägyptischen Texte abschnittsweise auf Zettel geschrieben und diese vervielfältigt. So entstand in kürzester Zeit eine „Datenbank“ mit mehr als einer Million Zettel. Dieses „Zettelarchiv“ bildet die Grundlage für das Wörterbuch. Es ist alphabetisch geordnet und zeigt uns die einzelnen Worte jeweils im Zusammenhand des jeweiligen Textes.

Aufgrund des ersten Weltkriegs und der galoppierenden Inflation war an eine Drucklegung eines mehrbändigen Wörterbuchs nichtzu denken. Doch die Verbindung von amerikanischen Schülern zu A. Erman vermittelte im Jahr 1924 eine finanzielle Zuwendung von J. D. Rockefeller jun., die schließlich die Weichen für den Druck stellte. A. Erman, zusammen mit seinen Schülern Kurt Sethe und Hermann Grapow, erarbeitete dann die Druckvorlage des Wörterbuchs, welche von Wolja Erichsen geschrieben wurde.

Der Weg von den ägyptischen Texten zum fertigen Wörterbuch wird in der kleinen Ausstellung anhand von Objekten aus dem Archiv des Wörterbuchs veranschaulicht.

Monatlich werden an einem Mittwoch jeweils 17 Uhr Führungen zum Thema „100 Jahre Wörterbuch“ angeboten.

Fundstück am Sonntag

Aus Instagram – Juli 2026

Sicherheit braucht Recht – für Israelis und PalästinenserInnen

Was wir ’sehen‘ und was wir ’sehen sollen‘

Über den Ge-/Mißbrauch von Animation und KI/AI

Berichte auf der Seite des Magazins Zenith und bei +972mag

Standing up to Settler Violence

NIF – Voices from the West Bank:

Monday, July 20, 2026 – 12 PM ET | 11 AM CT | 9 AM PT

Settler violence against Palestinian communities in the West Bank is exploding, but our partners on the ground are pushing back and scaling up efforts to fight creeping annexation. Join us to hear from those who are working on the ground to coordinate protective presence activism and to stand with those whose lives have been turned upside down by recent attacks. In conversation with NIF’s Director of National Programs, Hillel Assaf, activists will share what they’ve witnessed, what they’ve learned from their Palestinian partners, and how you can support this crucial work.

Über die Frage, was gesagt werden „darf“

Offener Brief an die deutschen Gesetzgeberinnen