Der tägliche Blog des diAk

Nachrichten aus Israel-Palästina/Palästina-Israel gibt es viele und auch nicht wenige, in denen das Dreieck Deutschland-Israel-Palästina eine Rolle spielt, genau die Schnittstelle, die uns in der Arbeit des diAk besonders interessiert.

Zusammen denken und zusammendenken – dafür bieten wir an dieser Stelle jeden Tag einen Beitrag, manchmal mit einer Einordnung/Einleitung, oft ein Hinweis auf eine spannende Verstaltung oder ein Onlineformat, dann auch wieder eine Erinnerung, zu der die Kalender und die unterschiedlichen Narrationen Anlaß geben.

Das wollen wir möglichst vielfältig tun, ohne uns jeden Beitrag oder jede Position zu eigen zu machen, aber immer in dem Bemühen über die Zeit hin die Vielfalt und die Verwobenheiten erkennbar werden zu lassen …

An kleinen Schritten festhalten …

Beim Ökumenischen Friedensdialog am 23. Oktober 2026 in Osnabrück stand die Frage im Mittelpunkt, wie angesichts der anhaltenden Gewalt im Nahen Osten Wege zu einem gerechten Frieden gefunden werden können.

„Kleine Schritte sind mühselig, aber doch so bedeutend“, erklärte der Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz, Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax. Auch unter schwierigen Bedingungen müsse versucht werden, den Dialog zwischen den Konfliktparteien wieder aufzunehmen. Selbst mitten im Krieg seien Friedensbemühungen möglich, die langfristig Wirkung entfalten könnten.

Der Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Friedrich Kramer, betonte, dass einzelne Friedensschritte eine übergeordnete Perspektive benötigten. Ein gerechter Frieden müsse Gewalt verringern, Freiheit gewährleisten und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen. „Wir müssen wegkommen von einem rein militärischen Denken“, forderte Kramer.

Auch die Politikwissenschaftlerin Muriel Asseburg von der Stiftung Wissenschaft und Politik unterstrich die Bedeutung diplomatischer Bemühungen. Zwar hätten bisherige Waffenstillstände keinen dauerhaften Frieden gebracht, dennoch seien die Verringerung der Gewalt und die Freilassung von Geiseln wichtige Fortschritte. Kirchen könnten dabei Orientierung geben, indem sie Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen klar benannten.

(Bericht Radio Vatikan)

Videodokumentation folgt hier später

EIn Fundstück aus Haaretz …

https://gif.haarets.co.il/bs/000001a1-4ecd-d1de-a3a5-7ffd11010000/92/67/e6716ffd4656a9e3c380868aea3c/site-version-no-logo.mp4

Bearing Witness Gaza

Bringing to light the evidence and testimonies coming from Gaza since October 7, 2023

Und der Bericht von Haaretz dazu

Was heißt „Religiöser Zionismus?“

Ohne die Person und das Denken von Rav Kook ist nicht zu verstehen, was heute in Israel geschieht, zur kritischen Auseinandersetzung hilft dieser Podcast (… neben weiteren Stimmen …)

„In the third and final episode of our series on religious Zionism, Noam Weissman explores how every major debate within religious Zionism, from West Bank settlements and the Haredi draft to the relationship between faith, ethics, and nationalism, leads back to Rav Abraham Isaac Kook. Noam is joined by scholar Yehudah Mirsky, author of Rav Kook: Mystic in a Time of Revolution, to discuss the mystic, chief rabbi, and foundational thinker whose complex legacy continues to shape Israeli religious and political life. This episode is sponsored by Jewish Lives, a prize-winning series of biographies from Yale University Press. To learn more about Rav Kook’s life, identity, and legacy, you should check out Rav Kook: Mystic in a Time of Revolution by Yehudah Mirsky at www.jewishlives.org and you can use the special promo code KOOKPOD to get 30% off. If you want to sponsor an episode of Unpacking Israeli History email ⁠⁠⁠⁠⁠⁠noam@unpacked.media⁠⁠⁠⁠⁠⁠. Connect with Noam on Istragram at ⁠⁠⁠⁠Noamlweissman_⁠⁠⁠⁠⁠. And check out our episodes on ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠Youtube⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠.⁠⁠⁠⁠⁠⁠ ⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠ This podcast is brought to you by Unpacked, an OpenDor Media brand.“

Bei anderen gesehen/gehört …

Aus der Selbstdarstellung: „Willkommen bei ‚Über Israel und Palästina sprechen‘, dem Podcast, der die Vielfalt der Meinungen zu diesem komplexen Thema in unserer deutschen Gesellschaft hörbar macht. Begleitet uns auf einer Reise durch Perspektiven von Expert*innen, Lehrkräften und Pädagog*innen – mit und ohne Betroffenheitsperspektive – und taucht ein in den facettenreichen Nahostkomplex. Ein Podcast der Gesellschaft im Wandel gGmbH, gefördert von der Robert Bosch Stiftung. Impressum: https://www.gesellschaftimwandel.org/impressum

OCHA: Humanitarian Situation Report

| 15 October 2026 |

Umstrittene Verwandtschaft

Was verbindet koloniale und nationalsozialistische Gewalt? Worin unterscheiden sie sich? Und warum ist die mögliche Verwandtschaft beider Gewaltregime bis heute umstritten? Seit den 1930er Jahren wurden diese Fragen immer wieder gestellt: von antikolonialen Denkern, Publizisten, Politikerinnen, Historikern und Überlebenden der Shoa.

Die Ausstellung „Umstrittene Verwandtschaft. Koloniale und nationalsozialistische Gewalt“ widmet sich somit einer Gegenüberstellung, die eine beinahe hundertjährige Geschichte hat und weit über die Geschichtswissenschaft hinausgeht. Die Ausstellung führt die fortdauernde Debatte um Ähnlichkeiten, Unterschiede und Gleichsetzung auf ihre historischen Ursprünge zurück. Damit möchte das Deutsche Historische Museum zu einer differenzierten Auseinandersetzung beitragen und es dem Publikum ermöglichen, die Vergleiche auf Basis historischer Fakten selbst zu beurteilen.

Sternberg attackiert

Spendenaufruf für das von Siedlergewalt betroffene Rehabilitationszentrum Sternberg/ bei Ramallah, einer Einrichtung der Herrnhuter Brüdergemeine (der Moravian Church) in der Westbank nördlich von Jerusalem.

Auf dem Sternberg nahe bei Jerusalem liegt dieses Förderzentrum der weltweiten Herrnhuter Brüdergemeine, die von der Herrnhuter Missionshilfe in Deutschland betrieben wird. Dort erhalten Kinder und Jugendliche mit geistigen Behinderungen Förderung und Unterstützung. Auch Inklusion und Zusammenarbeit mit kommunalen Verantwortlichen spielt eine wichtige Rolle. Die circa 100 Kinder und Jugendlichen werden von ungefähr 20 Lehrkräften (vorwiegend Frauen) gefördert.

Aktuell herrscht Angst und Schrecken: Am Freitag, den 09. Oktober 2026, überfiel eine große Gruppe von jüdisch-israelischen Siedlern die Einrichtung und zerstörte ein Gewächshaus, riss Pflanzen heraus und durchschnitt die Wasserversorgung.

Dieser Überfall auf ein ausgewiesenes Kirchengelände ist nicht nur ein Rechtsbruch. Dieser Überfall auf eine christlich-soziale Einrichtung durch radikale jüdische Siedler verbreitet Angst und Schrecken. Bisher war der Sternberg ein sicherer Zufluchtsort für verletzliche Menschen mit Behinderungen.

IBAN: DE25 5206 0410 0000 4151 03

BIC: GENODEF1EK1 (Evangelische Bank) / Verwendungszweck: Sicherheit Sternberg

60 Minutes – CBS 11. Oktober 26

The West Bank, where Israeli settler violence against Palestinians is surging

Transcript und einige Minuten des Features online (rechts am Rand)

Ein unglücklicher Rabbi

Wie Israels Zukunft aussehen wird, weiß Jeremy Milgrom auch nicht. Doch der Rabbi und Friedensaktivist hört nicht auf, für ein friedliches Zusammenleben zu werben. Auch und gerade in Deutschland, zum Beispiel an der Gottlieb-Daimler-Schule in Sindelfingen.

Kontext 811

Kontext 811 - Rabbiner Jeremy Milgrom