Nachrichten aus Israel-Palästina/Palästina-Israel gibt es viele und auch nicht wenige, in denen das Dreieck Deutschland-Israel-Palästina eine Rolle spielt, genau die Schnittstelle, die uns in der Arbeit des diAk besonders interessiert.
Zusammen denken und zusammendenken – dafür bieten wir an dieser Stelle jeden Tag einen Beitrag, manchmal mit einer Einordnung/Einleitung, oft ein Hinweis auf eine spannende Verstaltung oder ein Onlineformat, dann auch wieder eine Erinnerung, zu der die Kalender und die unterschiedlichen Narrationen Anlaß geben.
Das wollen wir möglichst vielfältig tun, ohne uns jeden Beitrag oder jede Position zu eigen zu machen, aber immer in dem Bemühen über die Zeit hin die Vielfalt und die Verwobenheiten erkennbar werden zu lassen …
Die ZEIT: „Sie sind das bekannteste muslimisch-jüdische Ehepaar Deutschlands. Im Podcast sprechen sie über ihre Herkunft und ihren Kampf gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit.“
Die sechs Folgen der 1. Staffel bis November 2026 in der arte-Mediathek
Inspiriert von den Tagebüchern der jüdischen Intellektuellen Etty Hillesum erzählt „Etty“ vom menschlichen Reifen und spirituellen Erwachen. Während in Amsterdam der Faschismus erstarkt, gerät sie in eine stürmische Beziehung zu dem älteren Psychochirologen Julius Spier. Regisseur Hagai Levi („BeTipul“, dem Original von „In Therapie“) kreiert ein Lehrstück über Autoritarismus und Widerstand.
Gemeinsame Erklärung der Staats- und Regierungschefs des Vereinigten Königreichs, Italiens, Frankreichs und Deutschlands zur Lage im Westjordanland
In den letzten Monaten hat sich die Lage im Westjordanland erheblich verschlechtert.
Die Gewalt durch Siedler hat ein noch nie dagewesenes Ausmaß erreicht. Die Politik und Vorgehensweise der israelischen Regierung, einschließlich einer weiteren Verfestigung der israelischen Kontrolle, untergraben die Stabilität und die Aussichten auf eine Zwei-Staaten-Lösung.
Das Völkerrecht ist unmißverständlich: israelische Siedlungen im Westjordanland sind illegal. Bauprojekte im Gebiet E1 wären keine Ausnahme.
Die Siedlungserschließung im Gebiet E1 würde das Westjordanland zweiteilen und wäre ein schwerwiegender Bruch internationalen Rechts.
Wirtschaftsunternehmen sollten sich nicht an Bauausschreibungen für das Gebiet E1 oder an anderen Projekten zur Siedlungserschließung beteiligen. Sie sollten sich der rechtlichen und auch der rufschädigenden Folgen bewußt sein, die ihre Beteiligung am Siedlungsbau hätte, einschließlich des Risikos, an schweren Verstößen gegen das Völkerrecht beteiligt zu sein.
Wir fordern die Regierung Israels auf, die Ausweitung der Siedlungen und ihrer administrativen Kompetenzen zu beenden, die Rechenschaftspflicht für Gewalttaten durch Siedler sicherzustellen und Anschuldigungen gegen israelische Streitkräfte nachzugehen, die haschemitische Obhut über die heiligen Stätten Jerusalems und die historischen Status-Quo-Regelungen zu respektieren sowie die der Palästinensischen Behörde und der palästinensischen Wirtschaft auferlegten finanziellen Beschränkungen aufzuheben. Wir stellen uns entschieden denjenigen entgegen, einschließlich Mitgliedern der israelischen Regierung, die sich für eine Annexion des Westjordanlandes sowie die gewaltsame Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung aussprechen.
Wir bekräftigen unser unerschütterliches Bekenntnis zu einem umfassenden, gerechten und dauerhaften Frieden auf der Grundlage einer verhandelten Zwei-Staaten-Lösung im Einklang mit den einschlägigen Resolutionen des VN-Sicherheitsrats, eine Lösung, nach der zwei demokratische Staaten, Israel und Palästina, in Frieden und Sicherheit innerhalb sicherer und anerkannter Grenzen nebeneinander existieren.
Symbolische Förderbescheide in Höhe von 127,5 Millionen € an den Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg übergeben
Aus dem Bundeskulturetat werden insgesamt 90,6 Millionen Euro im Rahmen des parlamentarisch initiierten Förderverfahrens KulturInvest zur Verfügung gestellt. Der Freistaat Bayern stellt rund 37 Millionen Euro zur Verfügung.Mit den Mitteln sollen der Erhalt der historischen Bausubstanz und die kulturelle Nutzung der Kongreßhalle sowie die Weiterentwicklung der Zeppelintribüne und des Zeppelinfelds als Lern- und Begegnungsort ermöglicht werden. Der Zeugniswert dieser Bauten wird erhalten bleiben, um unmittelbar am historischen Ort über ihre Entstehung und Nutzung während der NS-Zeit sowie über den Umgang bis in die Gegenwart zu informieren.
Bereits seit Jahrzehnten setzt sich die Stadt Nürnberg intensiv mit der nationalsozialistischen Vergangenheit auseinander. Eine wichtige Rolle für die Geschichtsvermittlung und Demokratiebildung spielt hierbei das ehemalige Reichsparteigelände. Die geplanten Bauvorhaben sowie die künftige Nutzung der Kongreßhalle für Kunst und Kultur sind Meilensteine auf dem erinnerungskulturellen Weg, den Nürnberg eingeschlagen hat.
Marcus König, Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, sagt: „Nürnberg war Stadt der Reichsparteitage, und die baulichen Relikte des Nationalsozialismus sind steingewordene Inszenierungen der NS-Diktatur. Daraus erwächst für uns eine dauerhafte Verantwortung, sich diesem Erbe zu stellen. Dort, wo Nationalsozialisten Macht demonstrieren wollten, schaffen wir heute auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände Räume für Freiheit, Bildung, Kunst und kritischen Dialog. Wir sind dankbar, daß der Bund und der Freistaat Bayern uns dabei unterstützen. Die finanzielle Förderung ist ein klares Signal: Die Auseinandersetzung mit der Geschichte ist keine lokale Aufgabe, sondern eine gesamtgesellschaftliche Verpflichtung von nationaler Bedeutung.“
Die Kongreßhalle ist eine der größten baulichen Hinterlassenschaften aus der NS-Zeit. In dem Monumentalbau sollte während der Reichsparteitage der sogenannte Parteikongreß der NSDAP stattfinden. Mit Kriegsbeginn 1939 wurden die Bauarbeiten fast komplett eingestellt – zurück blieb ein unvollendeter Rohbau mit zwei Kopfbauten und einem offenen Innenhof, der das Halleninnere gebildet hätte. Nach der Sanierung soll die Kongreßhalle mit neuem inhaltlichem Konzept zu einem Ort des Gedenkens und Weiterdenkens entwickelt werden.
Die in der Kongreßhalle geplanten „Ermöglichungsräume“ schaffen auf über 7 000 Quadratmeter gemeinsam mit der neuen Spielstätte des Staatstheaters die Basis für die künstlerische Arbeit in der Kongreßhalle. BKM unterstützt die künftige kulturelle Nutzung der Kongreßhalle und fördert die grundsätzliche Nutzbarmachung und den Substanzerhalt mit 29,5 Millionen Euro der insgesamt 59 Millionen Euro. 14,75 Millionen Euro trägt das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Die Stadt Nürnberg und der Freistaat Bayern beteiligen sich je mit einem Viertel der Kosten.
Für die Schaffung der „Ermöglichungsräume“ stellt BKM weitere 20 Millionen Euro der Gesamtkosten von 44 Millionen Euro zur Verfügung. Aus dem Kulturfonds Bayern werden diese Flächen mit einer Million Euro unterstützt. Dieser Betrag wurde zudem von der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag um 675.000 Euro aus den Mitteln der Fraktionsinitiativen aufgestockt.
Lern- und Begegnungsort Zeppelintribüne und Zeppelinfeld mit Bahnhof Dutzendteich
Auf dem Reichsparteitagsgelände in Nürnberg sind das Zeppelinfeld und die Zeppelintribüne die einzigen Bauten, die in der NS-Zeit fertiggestellt, genutzt und heute noch im Wesentlichen erhalten sind. Die Weiterentwicklung zum Lern- und Begegnungsort des Zeppelinfeldes und der Tribüne umfaßt mehrere Maßnahmen: Die bauliche Sicherung gewährleistet, daßs die Zeppelintribüne einschließlich des „Goldenen Saales“ im Innern und die Wallanlage auf dem Zeppelinfeld erhalten bleiben und als begehbare Exponate fungieren können. Im Mittelbau der Tribüne wird eine Ausstellung eingerichtet. Der ehemalige Bahnhof Dutzendteich wird als Ankunfts- und Informationsort erschlossen. Jährlich besuchen über eine Millionen Interessierte das ehemalige Reichsparteitagsgelände.
Die Fertigstellung des Projekts ist für das Jahr 2030 geplant. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 88,3 Millionen Euro. BKM stellt hierfür 41,1 Millionen Euro zur Verfügung, aus dem Etat des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus fließen 20,57 Millionen Euro in das Vorhaben. Die übrigen Kosten trägt die Stadt Nürnberg.
Dr. Abed Schokry ist Professor für Arbeitswissenschaft, Arbeitsschutz und Qualitätsmanagement am Institut für Wirtschaftsingenieurwesen an der Islamischen Universität Gaza, seit 1. Juli 2025 ist er Gastprofessor am Fachgebiet Industrielle Automatisierungstechnik (Leitung Prof. Dr. Jörg Krüger) und wird gefördert durch die Philipp Schwartz-Initiative.
Hier ein Gespräch auf der Seite der TU Berlin, geführt von Bettina Klotz zur Frage der akademischen Freiheit …
An einem Tag, an dem Bilder eines israelischen Ministers um die Welt gehen, wie er öffentlich (festgenommene) Demonstranten behandelt, von denen sich selbst sein Kabinettskollege und Außenminister distanziert, hier ein Hinweis auf ein paar andere Bilder:
Aus dem FB-Pst des anglikanischen Geistlichen Richard Sewell (Jerusalem)
Unabhängige Presse zu Israel und Palästina | 03.06.2026, 19:00 – 21:00 Uhr
Die Pressefreiheit in Israel wurde in den letzten Jahren drastisch eingeschränkt: Journalist*innen werden bei ihrer Arbeit behindert, kritische Stimmen werden an den Rand gedrängt und unabhängige Medien stehen unter Druck. Im kürzlich veröffentlichten Index zur Pressefreiheit 2026 von „Reporter ohne Grenzen“ (RSF) belegt das Land Platz 116 (ein Rückgang um 4 Plätze gegenüber 2025). Gleichzeitig geben die meisten israelischen Medienhäuser die Narrative der Regierung weitgehend wieder, anstatt sie kritisch zu hinterfragen – was angesichts des genozidalen Angriffs Israels auf den Gazastreifen und der verheerenden Zerstörung palästinensischen Lebens, die Israel in Gaza, im Westjordanland und innerhalb Israels verursacht, insbesondere seit Oktober 2023, umso problematischer ist. Dennoch wehren sich unabhängige Medien im Land – durch mutigen Journalismus als Beitrag zur Stärkung progressiver Stimmen im In- und Ausland.
Das “+972 Magazine” ist eine der führenden unabhängigen Medienplattformen in Israel und Palästina, auf der israelische und palästinensische Journalist*innen gemeinsam für ein Millionenpublikum berichten. Sie widersetzen sich dem zunehmenden Autoritarismus und der Zensur und setzen sich für fairen und sachlichen Journalismus ein.
Wir sprechen mit unseren Gästen über die großen Herausforderungen und Gefahren, denen Medienschaffende in Israel heute mehr denn je ausgesetzt sind, und welche möglichen Auswirkungen diese Einschränkungen auf die kritische Berichterstattung in Deutschland über die Lage in Israel und Palästina haben.
Unsere Gäste:
Ben Reiff ist stellvertretender Chefredakteur des +972 Magazine, bei dem er seit 2021 tätig ist. Er hat unter anderem für The Guardian, The Nation, New Statesman und Haaretz geschrieben. Er ist Gründungsmitglied des Redaktionskollektivs von Vashti Media, einem linksgerichteten jüdischen Magazin in Großbritannien. Nach mehreren Jahren als Aktivist und Journalist in Israel-Palästina lebt er heute in London.
Alaa Salama ist Redakteur für Audience Development beim +972 Magazine. Alaa ist Autor und Journalist und wurde in Syrien als Sohn einer palästinensischen Flüchtlingsfamilie geboren. Er hat einen Master-Abschluss in Israelstudien von der Birzeit-Universität. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte des christlichen Zionismus und dessen Einfluss auf Politik, Kultur und Literatur.
Dr. Dana Mills ist Leiterin der Abteilung für Ressourcenentwicklung beim +972 Magazine. Dana ist seit fünf Jahren in der israelisch-palästinensischen Zivilgesellschaft tätig, nachdem sie zuvor 15 Jahre lang als Wissenschaftlerin gearbeitet hatte. Sie promovierte 2014 in Oxford und ist Autorin von fünf Büchern, darunter eine Biografie über Rosa Luxemburg.
Moderation: Hanno Hauenstein, in Berlin ansässiger freier Journalist und Autor.
Sprache: English mit Übersetzung Englisch <> Deutsch
MITVIM – The Strategic Reconstruction Forum Policy Series
Reconstruction as a Lever for Political Change: How reconstruction tools canstrengthen Palestinian governance in Gaza and serve as a positive model for the West Bank
[## So sieht es aus, wenn aus dem „progressiven“ Lager auf Gaza geschaut wird … ##]
While the Gaza Strip faces unprecedented destruction, with reconstruction costs estimated at approximately $70 billion, we recognize that the reconstruction process is not merely a humanitarian response, but constitutes a strategic decision point for building a governing alternative to Hamas, which may reshape the entire Palestinian arena.
Mitvim: „We invite you to delve deeper into the conclusions and concrete recommendations appearing in the full document.„
Am 11.Mai 2026 hat der Europäische Rat Sanktionen gegen vier Siedlerorganisationen beschlossen (nachdem die neue ungarische Regierung im Amt war): Amana, HaShomer Yosh, Regavim und Nachala.