Der tägliche Blog des diAk

Nachrichten aus Israel-Palästina/Palästina-Israel gibt es viele und auch nicht wenige, in denen das Dreieck Deutschland-Israel-Palästina eine Rolle spielt, genau die Schnittstelle, die uns in der Arbeit des diAk besonders interessiert.

Zusammen denken und zusammendenken – dafür bieten wir an dieser Stelle jeden Tag einen Beitrag, manchmal mit einer Einordnung/Einleitung, oft ein Hinweis auf eine spannende Verstaltung oder ein Onlineformat, dann auch wieder eine Erinnerung, zu der die Kalender und die unterschiedlichen Narrationen Anlaß geben.

Das wollen wir möglichst vielfältig tun, ohne uns jeden Beitrag oder jede Position zu eigen zu machen, aber immer in dem Bemühen über die Zeit hin die Vielfalt und die Verwobenheiten erkennbar werden zu lassen …

Ehrendoktorat für Leon Weintraub

Leon Weintraub nahm 1946 sein Medizinstudium in Göttingen auf. Zuvor hatte er mehrere Konzentrationslager überlebt. Seitdem setzt sich der Auschwitz-Überlebende für die Menschlichkeit ein. Im März 2026 erhielt er die Ehrendoktorwürde und den Friedenspreis.

NDR-BeitragARD-MediathekARD-Mediathek II

4 %

Meron lives in Tel Aviv and, like most Israelis, has spent much of the past two weeks running to shelters. Yet this is just about the only thing he shares with the majority of his compatriots — not least because he is among the mere 4 percent of Israeli Jews who oppose this war that is setting the entire region ablaze.

But things don’t always go according to plan. When the dust settles, Meron says — reminding me that he’s often labeled an optimist — Israelis will realize, sooner or later, that they cannot escape the Palestinian question, and that a regime of apartheid and occupation will never have peace and quiet.

Public Engagement with Holocaust Memory Sites in Poland

Eine Rezension für H-Soz-Kult von Magdalena Saryusz-Wolska (Deutsches Historisches Institut Warschau)

Polen ist im Kontext der Erinnerungsforschung ein besonderes Land. Die Überreste aller sechs nationalsozialistischen Vernichtungslager – Auschwitz-Birkenau, Belzec, Kulmhof, Majdanek, Sobibor und Treblinka – befinden sich auf dem Gebiet der heutigen Republik Polen. Hinzu kommen Überreste weiterer Lager wie Stutthof, Groß-Rosen oder Plaszow sowie unzählige andere killing sites. Dass die Gedenkstätten des Landes immer wieder Forschungsinteresse hervorrufen, ist also verständlich. Auch die zahlreichen Museen, beispielsweise das POLIN Museum der Geschichte der Polnischen Juden in Warschau oder das Museum des Zweiten Weltkriegs in Danzig, werden seit einigen Jahren immer intensiver erforscht.

In dieser umfangreichen Literatur hat Diana I. Popescu eine relevante Lücke identifiziert und internationale Autor:innen eingeladen, diese zu füllen

Libanon im Blick

FR-Interview von Inge Günther mit Stefan Weidner, Autor, Islamwissenschaftler und Übersetzer, der bis vor wenigen Tagen in Beirut war und über den „kleinen“ Krieg im Schatten des „großen“ Krieges mit Iran berichtet. Ein Krieg zwischen Israel und Hisbollah, den weder der Zedernstaat noch die allermeisten Libanesen wollten und dem sie trotzdem nahezu wehrlos ausgeliefert sind. 

Die Hisbollah steht im Libanon zunehmend isoliert da. Selbst unter Schiiten schwindet die Unterstützung für die Miliz dramatisch.

Podcast mit Alon Ben-Meir

Der Gesprächspartner in dieser Folge:

Today’s guest is Marwan Muasher, vice president for studies at Carnegie, and former foreign minister and deputy prime minister of Jordan.

Walid Ahmad Salih Khalidi (1925-2026)

In Erinnerung an den großen Historiker und „politischen Menschen“, hier die Würdigung durch den Educational Bookshop in Ost-Jerusalem.

„With the passing of Walid Khalidi, Palestine loses one of its most faithful custodians of memory. Born in Jerusalem (1925), Khalidi devoted a lifetime to rescuing a shattered landscape from oblivion, restoring through patient scholarship the names, lives, and textures of a world others sought to erase. He wrote and edited more than twenty books; among them, Before Their Diaspora and the monumental All That Remains stand as seminal works. The institution he helped build, the Institute for Palestine Studies, embodies his conviction that history can be an act of quiet defiance—a refusal to allow villages to vanish into statistics or lives to dissolve into silence. His passing marks the end of a rare intellectual life, yet Palestinians will continue documenting their past and charting their future; the Palestine he preserved in words endures, steadfast in the memory he refused to surrender. We extend our condolences to ourselves, to our book community, and to his family—dear friends and colleagues.“

Und einiges in Wikipedia

Caravan Collective

EIn Fallbeispiel aus der Westbank: The Occupation of the Sun – digital aufbereitet vom Caravan Collective

»Sie nutzen jeden Moment, sobald niemand hinschaut«

Ein Gespräch mit Ziv Stahl auf der Seite von ZenithZiv Stahl leitet die israelische Menschenrechtsorganisation Yesh Din, die Siedlergewalt im Westjordanland dokumentiert und Palästinensern Rechtsbeistand bietet.

„Während die Welt Richtung Iran blickt, eskaliert im Westjordanland die Siedlergewalt. Bewaffnete Reservisten, illegale Außenposten: Was dort geschieht, ist kein Randphänomen, sondern staatlich gedeckte Politik. Ein Gespräch mit Ziv Stahl über Verbrechen, die strafrechtlich fast nie verfolgt werden.

Drone-Song …

Auf Instgram zu finden:

„Even as the world anxiously awaits peace in Gaza, a powerful artistic response to the relentless suffering is echoing across social media. Palestinian composer and writer Nahed Elrayes’s remix of Gaza-based music teacher Ahmed Muin Abu Amsha’s haunting ‘Drone Song,’ released on October 2, has struck a deep chord much like the original. His remix intensifies the portrayal of the drone sounds that have become a grim part of daily life for children in Gaza. In a region scarred by violence, this song is more than a sonic experience — it’s a testament to how art can stand witness, evoke empathy and help heal.“

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Und die „Weitergabe“ bei Studieendenkonzert an der Humboldt Universität Berlin (8. Febr. 2026) …

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Nachtrag 8. März 2026: Text zum Lied (mit Übersetzung)