Nachrichten aus Israel-Palästina/Palästina-Israel gibt es viele und auch nicht wenige, in denen das Dreieck Deutschland-Israel-Palästina eine Rolle spielt, genau die Schnittstelle, die uns in der Arbeit des diAk besonders interessiert.
Zusammen denken und zusammendenken – dafür bieten wir an dieser Stelle jeden Tag einen Beitrag, manchmal mit einer Einordnung/Einleitung, oft ein Hinweis auf eine spannende Verstaltung oder ein Onlineformat, dann auch wieder eine Erinnerung, zu der die Kalender und die unterschiedlichen Narrationen Anlaß geben.
Das wollen wir möglichst vielfältig tun, ohne uns jeden Beitrag oder jede Position zu eigen zu machen, aber immer in dem Bemühen über die Zeit hin die Vielfalt und die Verwobenheiten erkennbar werden zu lassen …
Der diAk (1977 geründet als Deutsch-israelische Arbeitskreis für Frieden im Nahen Osten) – Ein Blick zurück und nach vorn
Ulrich Kusche wurde 1944 in Breslau (heute Wrocław) geboren. Später studierte er evangelische Theologie, promovierte in Heidelberg zum „Judentum im Urteil deutscher Alttestamentler“ und wurde Vertreter des Bundesverbands Deutsch-Israelischer Studiengruppen (BDIS) in Jerusalem. Danach sammelte er 45 Jahre lang Erfahrung als Pastor in der Seelsorge und Bildungsarbeit. 1977 gehörte Kusche zu den Gründungsmitgliedern des deutsch-israelischen Arbeitskreises für Frieden im Nahen Osten (diAk); später war er für einige Jahre Vorsitzender des Vereins.
Bei unserem nächsten Vortrags- und Diskussionsabend wollen wir mit Ulrich Kusche über die deutsch-israelische Beziehungsarbeit in den 1970er Jahren, die Entwicklung der DIG, die Entstehung des diAk und dessen frühe Vereinsgeschichte, aber auch über die Rolle des diAk heute sprechen.
Das Gespräch findet am Dienstag, dem 5. Mai 2026, von 19 bis 20 Uhr auf Zoom statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Link für den Zoom-Room ist ab Dienstag hier zu finden:
Im März hatten wir dieses Gespräch aus technischen Gründen abrechen udn verschieben müssen …
Der diAk – Ein Blick zurück und nach vorn
Der deutsch-israelische Arbeitskreis für Frieden im Nahen Osten: Ein Blick zurück und nach vorn
Ulrich Kusche wurde 1944 in Breslau (heute Wrocław) geboren. Später studierte er evangelische Theologie, promovierte in Heidelberg zum „Judentum im Urteil deutscher Alttestamentler“ und wurde Vertreter des Bundesverbands Deutsch-Israelischer Studiengruppen (BDIS) in Jerusalem. Danach sammelte er 45 Jahre lang Erfahrung als Pastor in der Seelsorge und Bildungsarbeit. 1977 gehörte Kusche zu den Gründungsmitgliedern des Deutsch-israelischen Arbeitskreises für Frieden im Nahen Osten (diAk); später war er für einige Jahre Vorsitzender des Vereins.
Bei unserem nächsten Vortrags- und Diskussionsabend wollen wir mit Ulrich Kusche über die deutsch-israelische Beziehungsarbeit in den 1970er Jahren, die Entwicklung der DIG, die Entstehung des diAk und dessen frühe Vereinsgeschichte, aber auch über die Rolle des diAk heute sprechen.
Der 11. Kalender im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog!
Dieser Kalender ging in den Druck zu einem Zeitpunkt, an dem es einen fragilen Waffenstillstand im Gazastreifen gab, von dem auch heute niemand weiß, ob er auch 2026 halten wird.
In der Westbank verschärft sich die Lage zugleich weiter und in Israel finden wir eine tiefgespaltene Gesellschaft vor, bei der noch nicht klar ist, ob sich die Kräfte der Dominanz oder der Kooperation durchsetzen werden.
Der Photobegleiter in Kalenderform für das Jahr lädt jeden Monat ein, noch einmal auf die Lage im Gazastreifen zu schauen. Die wenigen Quadratkilometer sind versehrt und zerstört, wie es kaum denkbar schien. Aber es sind nicht nur die zerbombten Häuser, auch die Menschen haben Schaden genommen und der Weg der Heilung wird lang.
Die Wunden sind auf beiden Seiten tief und es gilt, sie nicht gegeneinander aufzurechnen, sondern mit Empathie und Zuwendung nach Möglichkeiten zu suchen, wie eine andere Zukunft aussehen kann und was (man:frau:wir) dafür tun können. Eine Möglichkeit gibt es über die jeweiligen Spendenlinks und QR-Codes der Organisationen.
israel & palästina – Zeitschrift für Dialog | Ausgabe 4-2025
During war, displacements, and destruction, Ahmed Muin founded a musical group called Gaza Birds Singing (GBS), made up of displaced children and talented music teachers from Gaza. Together, they sing for love, for freedom, for life. Through music, they try to give children their voice back and offer hope against the rubble. gofund.
Es war das elfte Mal, daß im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Photobegleiter in Kalenderform für das kommende Jahr erschienen ist:
Gaza – promise, we will rebuild it – Ein Begleiter durch das Jahr 2026
Start des Gestaltungswettbewerbs für das Denkmal für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkrieges und die Opfer der deutschen Besatzung in Polen 1939-1945
Der Bund hat den internationalen Gestaltungswettbewerb für das „Denkmal für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzung in Polen 1939–1945“ gestartet. Für die Teilnahme am Gestaltungswettbewerb können sich Künstlerinnen, Künstler, Künstlergruppen sowie Architektinnen und Architekten noch bis zum 5. Mai 2026 bewerben. Für den Wettbewerb und die anschließende Realisierung des Denkmals stellt der Bund insgesamt fünf Millionen Euro zur Verfügung.
Über 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs soll im Zentrum der Bundeshauptstadt auf dem Gelände der früheren Kroll-Oper unweit des Bundeskanzleramts und des Deutschen Bundestages ein Ort des Gedenkens an die Opfer nationalsozialistischer Verbrechen in Polen entstehen. Das „Denkmal für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkrieges und die Opfer der deutschen Besatzung in Polen 1939-1945“ erinnert auch an die polnischen Bürgerinnen und Bürger, die in den deutschen Konzentrationslagern und anderen Lagern ausgebeutet, gequält und ermordet wurden.
Der Auftakt des Gestaltungswettbewerbs wird von einer zweitägigen deutsch-polnischen Konferenz von Expertinnen und Experten zur Erinnerungskultur begleitet. Eröffnet wird die Konferenz heute durch den Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, und seine polnische Amtskollegin, der Ministerin für Kultur und nationales Erbe, Marta Cienkowska.
Im Vorfeld sagte Staatsminister Weimer: „Mit dem Start des Wettbewerbs beginnt die konkrete Ausgestaltung dieses für Vergangenheit und Zukunft so wichtigen Denkmals. Die Errichtung des Denkmals ist eines der bedeutsamsten erinnerungspolitischen Projekte Deutschlands. Mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs geben wir dem Gedenken an die Millionen Opfer des deutschen Angriffskrieges auf Polen und der anschließenden Besatzung endlich eine sichtbare, dauerhafte Form. Rund fünf Millionen Menschen in Polen verloren ihr Leben. Sie wurden Opfer des Nationalsozialismus, der auf Vernichtung und die Auslöschung der polnischen Identität zielte. Dass wir dieses Denkmal nun auf den Weg bringen, ist Ausdruck unserer historischen Verantwortung und ein wichtiges Zeichen gegenüber Polen.“
„Auf der Landkarte des Nachkriegs-Gedenkens gibt es noch immer weiße Flecken. Und einer davon – ein außergewöhnlich wichtiger – beginnt nun, gefüllt zu werden. Die deutsche Regierung hat, gemeinsam mit anderen Organen, einen Raum gefunden für ein Mahnmal des Gedenkens an die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzung Polens 1939-1945. Es ist ein besonderer Ort, denn er ist von der Geschichte gezeichnet. Genau dort, in der früheren Kroll-Oper, begründete Adolf Hitler den Angriff auf Polen am 1. September 1939“, sagte Marta Cienkowska, polnische Ministerin für Kultur und nationales Erbe. „Dass wir heute hier sind, ist nicht zufällig geschehen. Das ist das Ergebnis von jahrelanger Arbeit, Gesprächen, Spannungen, Appellen, Debatten – auch solcher, die im Bundestag geführt wurden. Es ist das Ergebnis des Mutes vieler Kreise, die nicht einverstanden waren zu schweigen. Und für diese Konsequenz, für diese Anstrengung gilt es heute, Dankbarkeit auszudrücken“, fügte sie hinzu.
Uwe Neumärker, Direktor Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas erklärte: „Als Bundesstiftung, die den gesetzlichen Auftrag hat, aller Opfer des Nationalsozialismus würdig zu gedenken, begrüßen wir die Schaffung eines zentralen Orts im Herzen der deutschen Hauptstadt, der dem Leid der polnischen Staatsbürger während der Besatzungsherrschaft zwischen 1939 und 1945 gewidmet ist. Er soll sowohl der Dimension deutscher Verbrechen gerecht werden als auch individuelle Schicksale sichtbar machen, um Empathie zu fördern. Angesichts der bislang noch begrenzten Vertrautheit der Deutschen mit unserem Nachbarland Polen, dem neben Frankreich wichtigsten Partner in Europa, ist das Denkmal der erste Schritt auf dem Weg zur Gründung eines Deutsch-Polnischen Hauses als Stätte des Gedenkens, der Begegnung und des Verstehens. Historisches Wissen, gemeinsames Erinnern und konstruktiver Dialog sind die entscheidenden Grundlagen für die Stärkung unserer Freundschaft und des europäischen Gedankens.“
Die Expertenkonferenz soll der fachlichen Vorbereitung der Wettbewerbsauslobung dienen. Hierzu werden Erfahrungen und Expertenstimmen aus verschiedenen Ländern zusammengeführt, die über Wissen und Praxis bei der Realisierung ähnlicher Projekte verfügen oder sich mit Fragen der Erinnerungspolitik befassen. Konzipiert und vorbereitet wurde die Konferenz durch die Stabsstelle „Deutsch-Polnisches Haus“ bei der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas gemeinsam mit dem Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften. Die Stabstelle wird durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gefördert und begleitet die Planungen zur Realisierung des Denkmals.
Die Errichtung des Denkmals geht auf einen Beschluss des Deutschen Bundestages zurück. Im Jahr 2025 wurde bereits ein temporärer Gedenkort auf dem Gelände der früheren Kroll-Oper errichtet. Auf diesem Gelände wird im Anschluss an den Wettbewerb ein dauerhaftes Denkmal entstehen.
Den Gestaltungswettbewerb richtet das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) aus. Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren sind auf Deutsch und Polnisch hier abrufbar.
Informationen zum Hintergrund des Denkmals finden Sie hier .
Seit langem gab es in Palästina wieder einmal (Kommunal)Wahlen, neben der Westbank auch in einem Distrikt in Gaza (Deir Al-Balah). Ein Bericht dazu auf DropSite und ein Beitrag von Christian Meier (FAZ): Fragmentiertes Palästina.
Was für ein Datum … aber hier geht es nicht im Tschernobyl..
Der 26. April steht auch für Guernica. 1937, also vor 89 Jahren zerstörten insbesondere Kampfflugzeuge der deutschen Legion Condor und der italienischen Aviazione Legionaria die schutzlose Stadt.
Bundespräsident R. von Weizsäcker bat 1997 in deutschem Namen um Verzeihung für das Verbrechen.
Als Lesehinweis dazu ein aufrüttelnder, ja provizierender – und umso mehr lesenswerter Artikel von Elat Lapidot: Gaza as World War, der auch dieses Datum in seine Reflektionen einbezieht.
Bislang ist wenig darüber bekannt, wie die Bevölkerung in Deutschland den Krieg wahrnimmt, den die USA und Israel am 28. Februar 2026 gegen den Iran begonnen haben. Eine Online-Befragung unter 2.492 Personen von Ende März liefert hierzu erste Einblicke. Die Ergebnisse helfen dabei, aktuelle öffentliche und politische Debatten besser zu kontextualisieren.