Wer wählt, wo?

Die Basic Laws Israels bilden Grundlage des politischen Systems Israels. So ist das 1958 verabschiedeten Basic Law: The Knesset für Parlamentswahlen in Israel maßgebend.

Angesichts der heutigen politischen und gesellschaftlichen Realität Israels stellt das Team von 972mag die Frage, wer seine Stimme abgeben kann.

Who gets to vote in Israel’s version of democracy

Photo: Beny Shlevich | The Knesset building, Jerusalem, Israel, on ‚Independence Day‘.
Taken from the south, from The Israel Museum (Wikipedia)

 

Neue Wirtschaftsvereinbarung?

Revision der Wirtschaftsvereinbarung von 1994 zwischen Israel und den Palästinensern?

Nach 25 Jahren sollen das sogenannte ‚Paris Protocoll‘ zu den Beziehungen zwischen Israel und den Palästinensischen Gebieten auf dem Gebiet der Wirtschaft neu diskutiert werden. Auf nachdrückliche offizielle Anfrage der PA an die israelische Regierung vom Dezember 2018 kommt die ursprünglich nur für eine Übergangszeit abgeschlossene Regelung erneut zur Verhandlung.

Der französische Präsident Emmanuel Macron wird Gastgeber für beide Seiten sein.

Photo: Wirtschafts- und Regierungsmetropole Ramallah | SHofman

Vorwahlen im Likud 2019

In Vorbereitung der am 9. April 2019 stattfindenden Wahlen zur Knesset, dem israelischen Parlament, hielt die Likud-Partei unter Ministerpräsident, Verteidigungs- und Außenminister Benjamin Netanjahu am Dienstag, dem 5. Februar, ihre parteininternen Vorwahlen (Primaries) ab. In deren Ergebnis wurden die Listenplätze für die Wahl besetzt. Stichtag ist der 21. Februar: Bis dahin müssen alle Parteien, die bei der Wahl antreten wollen, sich in Listen registrieren lassen und ihre Kandidatinnen und Kandidaten bekannt geben. Die ersten Plätze auf der Likud-Liste nach Benjamin Netanjahu besetzen Juli Edelstein, Jisrael Katz, Gilad Erdan und Gideon Sa’ar.

Likud-Liste_Haaretz_07022019

Photo: Liste der Likud-Partei für die Parlamentswahlen am 9. April 2019
Quelle: Ha‘aretz, Online edition, 07. Februar 2019.

 

Generäle ins Kabinett?

Nach Mosche Ja’alon mit der Partei Telem kündigte am 29.1. 2019 auch der zweite ehemalige Generalstabschef, Benny Gantz mit der Partei Chosen l-Jisra’el die Kandidatur für die Parlamentswahlen im April an. Beide Parteien werden mit einer gemeinsamen Liste antreten. Im Interview für die Zeitung Jedi‘oth Acharonot erklärte Gantz einige seiner politischen Standpunkte.

Photo: AphorismA | rzw

Proteste gegen Diskriminierung äthiopischer Juden und Jüdinnen in Israel

Tausende Israelis demonstrierten am Mittwochnachmittag und Abend (30. Januar 2019) in Tel Avivs Hauptverkehrsstraßen gegen die Diskriminierung äthiopischer Juden in Israel und legten dabei weite Tel Avivs lahm. Anlaß des Protestes war der Tod eines jungen Äthiopiers am 19. Januar. Die Abschlußdemonstration auf dem Kikkar Rabin zeigte allerdings eine weitegehend homogene Protestmenge, zu einen breiten Solidarisierung kam es nicht.

Regierung Hamdallah zurückgetreten

Am 29. Januar 2019 reichte der amtierende palästinensische Ministerpräsident Rami Hamdallah bei Präsident Mahmood Abbas den Rücktritt des Kabinetts offiziell ein. Bis zur Bildung einer neuen Regierung wird er die Geschäfte weiterführen.

Zwei Tage zuvor hatte die Regierung das umstrittene Social Security Law ausgesetzt. Gegen die Einführung dieses Gesetzes hatte die Bevölkerung seit Monaten protestiert, zuletzt noch am letzten Donnerstag mit einem Streiktag.

Eine wichtige Stimme zum Shoa-Gedenktag

Am 29. Januar 2019 hatte ich in (West-)Jerusalem Gelegenheit mit Rabbiner Michael Melchior zu sprechen (Religious Peace Initiative – Er war 2017 in Berlin unser Gast und hatte dabei zu einer Vielzahl von Institutionen Kontakte geknüpft), als er gerade seine einleitenden Worte zu einem Artikel von Mohammad Al-Issa (Mohammad Al-Issa ist der Generalsekretär der Muslim World League und Präsident der International Organization of Muslim Scholars, mit Sitz im saudischen Mekka) auf seiner Website gestellt hatte:

Sheikh Dr. Mohammed Al-Issa is a great leader of the Muslim world. The Muslim World League, under his leadership, has significant religious centers in 57 Muslim countries around the world. He is impressive, courageous and ground-breaking and is also a major force for Religious Peace in the Middle East. Many people are skeptical and afraid of the way our world is moving.Leaders like Sheikh Mohammed Al-Issa and articles like the article I am sharing with you from this week’s Washington Post, (that is quoted all over the Arab world), gives me great encouragement that we Jews, Muslims, Christians and all people of serious good faith can move the world to a much better place if we lift in unison.

Eine solche beachtliche Stimme zeigt, wie sehr wir zusammen an einer Welt arbeiten können, die derartiges nie wieder geschehen lassen will – R. Zimmer-Winkel| diAk

Why Muslims from Around the World should Remember the Holocaust
by Mohammad Al-Issa

Seventy-four years ago, the gates of the Auschwitz death camp were torn down, and the Nazis could no longer hide their heinous crimes. For decades, however, some have chosen not to see what really happened wherever the Nazis and their henchmen wielded power. Instead, they deny the horrors of a diabolical plan to implement a hateful idea of racial purity that ultimately led to the murder of millions of innocent men, women and children — including six million Jews.

I urge all Muslims to learn the history of the Holocaust, to visit memorials and museums to this horrific event, and to teach its lessons to their children. As adherents to a faith committed to tolerance, coexistence and respect for the dignity of all mankind, we share a responsibility to confront those who would carry Adolf Hitler’s torch today, and to join hands with people of goodwill of all nations and faiths to prevent genocide wherever it threatens innocent lives.