Naomi Chazan: When religion and nationalism spawn sexism

Eine der bekanntesten israelischen Publizistin und Politikwissenschaftlerin Naomi Chazan, frühere Sprecherin der Knesset und heute Direktorin des Academic College in Tel Aviv-Jaffa, hat die in letzter Zeit sich häufenden Zwischenfälle von sexuellen Übergriffen hochrangiger Politiker und Militärs zum Anlass genommen, eine der Ursachen für diese Übergriffe zu analysieren. Sie stellt eine Verbindung her zwischen der Ablehnung von Geschlechtergleichheit und extremen religiös begründetem Nationalismus.

Ihrer Ansicht nach haben die rechten Parteien (Habayit Hayehudi, Teile des Likud und Israel Beyteinu und die ultra-orthodoxen Parteien) nicht nur die Macht im Regierungslager übernommen, sie beeinflussen auch das gesellschaftliche Klima. Sie identifiziert besonders die Armee als ein Ort, an dem die Forderung nach der Gleichstellung von Frauen die männliche Vorherrschaft in Frage stellt. Die Nationalisten reagieren darauf, indem sie Frauen ihren Platz in der Gesellschaft (wieder) zuweisen, egal mit welchen Mitteln.

Hier der Artikel in voller Länge: http://blogs.timesofisrael.com/religion-nationalism-and-sexism/

israel & palästina Heft 4 | 2016 Combatants for Peace – Ein Kalenderbegleiter durch das Jahr 2017

Es gibt auch Israelis und Palästinenser(innen), die sich diesem scheinbaren Schicksal nicht ergeben, sondern tatkräftig an der Vision einer neuen Realität im Heiligen Land arbeiten. Die Combatants for Peace erfahren seit einigen Jahren immer mehr Zulauf – auf beiden Seiten der Trennmauer, ehemalige israelische Soldat(innen) und palästinensische Widerstandskämpfer(innen). Sie nutzen die Kraft ihrer Biographien und tun genau das, was die Konfliktparteien zu verhindern versuchen: dem Anderen auf Augenhöhe zu begegnen und seine Ängste ernst zu nehmen.

Bei den Combatants for Peace streitet man nicht über Ein- oder Zwei-Staatenlösung, man diskutiert auch nicht über Schuld und Rache, sondern sucht gemeinsam Wege aus der Aussichtslosigkeit der Gewaltspirale. Ob beim gemeinsamen Wiederaufbau eines von der Armee zerstörten Spielplatzes in einem palästinensischen Dorf im Jordantal, in gewaltfreien, kreativen Protestmärschen gegen die Besatzung aber auch in der gemeinsamen Erinnerung und Trauer um Angehörige, die in diesem Konflikt ihr Leben lassen mussten. (Aus dem Vorwort)

Dieser Kalender stellt mit vielen Photos und Geschichten die Personen und Projekte hinter der Initiative Combatants for Peace vor. Jeden Monat wird ein neues Kalenderblatt an dieser Stelle vorgestellt.

Herausgegeben vom diAk e.V. Israel ■  Palästina ■ Deutschland — zusammen denken

Heft 4, mit Spiralbindung | 2016 – 978-3-86575-364-9 | 26 S. | Einzelheft: 10,00 € Jahresabonnement: 32,00 € plus 6,00 € Versandkosten, Auslandspreise auf Anfrage

http://aphorisma.de/catalog/israel-palaestina-2016-iv-p-9899.html

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Beitar Jerusalem und seine Ultras – Fußball und Konflikt

Die Löwen, wie Beitar genannt wird, wurden sechsmal israelischer Meister – sind aber auch ein Verein, der ein Problem des israelischen Fußballs gut aufzeigt. Dr. Steffen Hagemann, Vorstandsmitglied des diAk e.V., berichtet gegenüber der Sportseite goal.com über die Fußballfans von Beitar Jerusalem, die als besonders radikal, rassistisch und nationalistisch gelten.

„Auch die jüdisch-arabische Konfliktlinie spiegelt sich im Fußball. Besonders die Fans von Beitar Jerusalem fallen immer wieder negativ durch rassistische Äußerungen auf“, betont Hagemann. Im Juli dieses Jahres wurden über 50 ultra-nationale Fans des 1936 gegründeten Klubs festgenommen. „Die Festnahmen sind das Ergebnis der Gewalttaten von ‚La Familia'“, sagte ein Polizeisprecher. Er bezieht sich auf das Herzstück der anti-islamischen Bewegung. Die Ultra-Gruppe ist nicht nur im Stadion das Zentrum des Fantums Beitars, sondern ist auch im Drogen- und Waffenhandel aktiv. Hört man von Menschenjagden auf Palästinenser oder von Brandanschlägen, sind fast immer Mitglieder der „Familie“ involviert, die so gar nichts Warmes und Familiäres an sich hat.

Hier geht es zum ganzen Artikel.

Das Kalenderblatt im Dezember: Breaking the Silence

An dieser Stelle präsentieren wir zum letzten Mal ein neues Kalenderblatt aus dem diAk-Kalender für das Jahr 2015, der in Ausgabe IV/2015 erschienen ist.

Diesmal: Breaking the Silence
Breaking the Silence ist eine 2004 gegründete NGO ehemaliger Soldaten der israelischen Armee (IDF). Die Nichtregierungsorganisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, die israelische Öffentlichkeit über das Leben und den Militäreinsatz in den besetzten Gebieten zu informieren.
Die Organisation möchte auf den Preis aufmerksam machen, den die Soldaten tagtäglich für die Überwachung der Zivilbevölkerung bezahlen. Um dieses Ziel zu verwirklichen, veröffentlicht sie Berichte von Soldaten über ihren Einsatz.

Kontakt: http://www.breakingthesilence.org.il | info@breakingthesilence.org.il
Breaking the Silence | POB 51027 | 6713206 Tel Aviv
Spenden: Breaking the Silence | No. 340219 | Hapoalim Bank, Branch 608
IBAN: IL88-0126-0800-0000-0340-219 | SWIFT: POALILIT | Arlozorov, Tel Aviv

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Im Dezember 2016 erscheint ein weiterer Kalender im Rahmen von israel & palästina zu den Combatants for Peace.

The day after. A mail by Jewish Voice for Peace

The email I expected to send would have talked about taking President-elect Hillary Clinton to task on human rights and human dignity in Israel/Palestine.

But today is a different day. It is a frightening time where our communities have only ourselves to hold onto. And even with President-elect Trump, propelled into office by a wave of racist, sexist, hateful, anti-Muslim, anti-Jewish, anti-immigrant sentiment, I am feeling more grateful than ever for the power and community of Jewish Voice for Peace.

I know that some of the wisest, most experienced, most determined people on earth are walking around today, feeling a similar way.

I know that in the next weeks and months we will link arms and build power and face this challenge here, while continuing our work alongside our Palestinian allies and friends facing death, detention, bombs, exile, apartheid, and demolition of their homes.

So, even though this is a bleak and uncertain time, you should know, as I do, that you aren’t alone and we haven’t lost because we are just starting to build and win.

With hope and determination,

Rebecca

(And all of us at Jewish Voice for Peace)

Rebecca Vilkomerson
Executive Director

https://jewishvoiceforpeace.org/

Das Kalenderblatt im November: Das Willy Brandt Centrum (WBC)

An dieser Stelle präsentieren wir jeden Monat ein neues Kalenderblatt aus dem diAk-Kalender, der in einer Sonderausgabe als Ausgabe IV/2015 erschienen ist.

Diesmal: Das Willy Brandt Centrum in Jerusalem

Das Willy Brandt Center ist ein 2003 eröffnetes Begegnungszentrum in Jerusalem, das vom Willy-Brandt-Zentrum e.V. mit Sitz in Berlin getragen wird. Im Jerusalemer WBC treff en sich junge Menschen aus Israel, Palästina und der ganzen Welt zu verschiedenen Projekten in den Bereichen Politik, Bildung und Kultur, sollen auf diese Weise Vorurteile abbauen und nach gemeinsamen Lösungen für eine bessere Zukunft suchen. Das WBC veranstaltet bi- und trilaterale Seminare, Workshops, Kunst- und Kulturprojekte, Delegationsreisen, Sprachkurse und bietet einen internationalen Jugendaustausch an. Das Zitat „Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts“ von Willy Brandt ist das Leitmotiv des WBC.
Kontakt: www.willybrandtcenter.org | info@willybrandtcenter.org
Willy Brandt Center Jerusalem | Center for International Encounters
22, Ein Rogel St. | Jerusalem (Abu Tor) | Tel.: +972 009 722 673 21 71 | Fax: +972 009 722 673 56 39
Spenden: IBAN: DE21 1001 0010 0570 3041 08 | BIC: PBNKDEFFXXX

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„Shrinking Democratic Space – Israels Demokratie unter Druck“

Shrinking Democratic Space – Israels Demokratie unter Druck“
Vortrag und anschließende Diskussion mit Sharon Abraham-Weiss, Direktorin der Association for Civil Rights in Israel (ACRI)

Wann?: Mittwoch, 09. November 2016
Wo?: Konferenzzentrum der Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstr. 8, 10117 Berlin
Beginn: 19:00 Uhr

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Die Association for Civil Rights in Israel (ACRI) ist die älteste und bis heute führende israelische Menschen- und Bürgerrechtsorganisation, die sich mit den bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten benachteiligter Gruppierungen in Israel und den von Israel besetzten palästinensischen Gebieten befasst. Sharon Abraham-Weiss, die Geschäftsführerin von ACRI, wird von den aktuellen Entwicklungen und den Auswirkungen auf das zivilgesellschaftliche Engagement in Israel berichten.

Mehr Informationen zu der Veranstaltung finden Sie Facebook.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem New Israel Fund Deutschland und EAPPI. Mit freundlicher Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung.