Die Wannsee-Konferenz jährt sich am 20. Januar 2017 zum 75. Mal

Das Protokoll der Wannsee-Konferenz vom 20. Januar 1942 ist ein erschütterndes Dokument des nationalsozialistischen Rassenwahns. Wann genau die Ermordung der europäischen Juden durch die Vertreter des Nazi-Apparatus beschlossen wurde, ist jedoch auch 75 Jahre danach unter Historiker(inne)n noch umstritten.

Peter Klein, Professor für Holocaust Studies am Touro College in Berlin, hat in der letzten Ausgabe der ZEIT (3/2017) die Vorgeschichte der Konferenz und den dabei deutlich werdenden Machtkampf innerhalb der NS-Hierarchie nachverfolgt sowie die unterschiedlichen Annahmen der Expert(inn)en gegenüber der Bedeutung und Aussagekraft des Schriftstücks verglichen.

Er kommt zu dem Ergebnis, daß

(d)as Wannsee-Protokoll (…) das einzige erhaltene amtliche Dokument (ist), das dieses Menschheitsverbrechen als arbeitsteilige Tat deutlich formuliert. Eine Antwort auf die Frage, wann genau der Genozid beschlossen wurde, bietet der Text jedoch auch bei genauester Lektüre nicht.

An Israeli delegation of Intellectuals and former Ambassadors submit the „Petition of 1200“

„Support for the Paris Peace Conference and Call To Recognize Palestine Now“

Tomorrow, Thursday 12.1.2017, a delegation of Israeli intellectuals and former ambassadors will meet with Helene Le Gal, Ambassador of France to Israel, in order to present a petition of support for the French initiative to  organize a Peace Conference in Paris on Sunday, January 15.

In recent days, some 1200 Israeli citizens signed that petition in support of the French Initiative.  The conference aims to provide a broad international base of support for the Israeli-Palestinian peace process.

The conference will convene on Sunday, 15 January 2017.  Foreign ministers from approximately 70 countries are expected to attend.  The conference will signal that the world expects to see an Israeli-Palestinian peace agreement based on two states for two peoples – Israel and Palestine – that will maintain mutual relations based on peace and security.

The signatories congratulate the French Government on convening the conference, stress the critical need to renew the peace process, and call on the conference to adopt UNSC Resolution 2334 and the principles for a peace agreement laid out in Secretary of State John Kerry’s 28 December speech.

The signatories also call for the immediate end to the occupation, which is entering its 50th year; for the establishment of a sovereign, independent State of Palestine alongside the State of Israel; and for the acceptance of the State of Palestine as a full member of the United Nations.

Furthermore, the signatories call for the recognition of Jerusalem as the capital of the two states and appeal to the international community to strengthen its support for Israel within the 1967 borders while, at the same time, differentiating in its dealings with Israel between the legitimate State of Israel and the settlements on occupied territory, which constitute a violation of international law and a key obstacle to peace.

Among the signatories are Nobel Prize laureate Daniel Kahneman, 20 Israel Prize laureates, five Israeli ambassadors, former Attorney General Michael Ben-Yair, former Minister Yair Zaban, and five former Members of Knesset.

Ambassador Ilan Baruch
Policy Working Group
Peace NGO Forum

Das Kalenderblatt im Januar 2017

An dieser Stelle präsentieren wir ab zu jedem Monatsanfang ein neues Kalenderblatt aus dem diAk-Kalender für das Jahr 2017, der in Ausgabe IV/2016 erschienen ist – mit vielen Photos und Geschichten zu den Personen und Projekten hinter der Initiative Combatants for Peace.

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Die Combatants for Peace erfahren seit einigen Jahren immer mehr Zulauf – auf beiden Seiten der Trennmauer, ehemalige israelische Soldat(innen) und palästinensische Widerstandskämpfer(innen). Sie nutzen die Kraft ihrer Biographien und tun genau das, was die Konfliktparteien zu verhindern versuchen: dem Anderen auf Augenhöhe zu begegnen und seine Ängste ernst zu nehmen.

Heft 4, mit Spiralbindung | 2016 – 978-3-86575-364-9 | 26 S. | Einzelheft: 10,00 € Jahresabonnement: 32,00 € plus 6,00 € Versandkosten, Auslandspreise auf Anfrage

http://aphorisma.de/catalog/israel-palaestina-2016-iv-p-9899.html

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Women Wage Peace – der Friedensmarsch einer Bewegung

Ein kleines Wunder ist geschehen, das seitens der Medien völlig ignoriert wurde: Tausende Frauen, Hebrews, Muslima und Christinnen haben sich in Israel vom 4. bis 19. Oktober 2016 auf einen Friedensmarsch (‚March of Hope‘) begeben.

http://womenmarchsantacruz.com/blog/march-for-peace-just-a-month-ago-is-a-beautiful-example-of-unity-and-inclusion

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In diesem neuen offiziellen Video der Bewegung Women Wage Peace, singt die israelische Sängerin Yael Deckelbaum das Lied „Prayer of Mothers“ zusammen mit Frauen und Müttern unterschiedlicher Religionen, um zu zeigen, dass Musik etwas verändert. Ein vollkommenes, weibliches Wunder, das mehr sagt als 1000 Worte.

Naomi Chazan: When religion and nationalism spawn sexism

Eine der bekanntesten israelischen Publizistin und Politikwissenschaftlerin Naomi Chazan, frühere Sprecherin der Knesset und heute Direktorin des Academic College in Tel Aviv-Jaffa, hat die in letzter Zeit sich häufenden Zwischenfälle von sexuellen Übergriffen hochrangiger Politiker und Militärs zum Anlass genommen, eine der Ursachen für diese Übergriffe zu analysieren. Sie stellt eine Verbindung her zwischen der Ablehnung von Geschlechtergleichheit und extremen religiös begründetem Nationalismus.

Ihrer Ansicht nach haben die rechten Parteien (Habayit Hayehudi, Teile des Likud und Israel Beyteinu und die ultra-orthodoxen Parteien) nicht nur die Macht im Regierungslager übernommen, sie beeinflussen auch das gesellschaftliche Klima. Sie identifiziert besonders die Armee als ein Ort, an dem die Forderung nach der Gleichstellung von Frauen die männliche Vorherrschaft in Frage stellt. Die Nationalisten reagieren darauf, indem sie Frauen ihren Platz in der Gesellschaft (wieder) zuweisen, egal mit welchen Mitteln.

Hier der Artikel in voller Länge: http://blogs.timesofisrael.com/religion-nationalism-and-sexism/

israel & palästina Heft 4 | 2016 Combatants for Peace – Ein Kalenderbegleiter durch das Jahr 2017

Es gibt auch Israelis und Palästinenser(innen), die sich diesem scheinbaren Schicksal nicht ergeben, sondern tatkräftig an der Vision einer neuen Realität im Heiligen Land arbeiten. Die Combatants for Peace erfahren seit einigen Jahren immer mehr Zulauf – auf beiden Seiten der Trennmauer, ehemalige israelische Soldat(innen) und palästinensische Widerstandskämpfer(innen). Sie nutzen die Kraft ihrer Biographien und tun genau das, was die Konfliktparteien zu verhindern versuchen: dem Anderen auf Augenhöhe zu begegnen und seine Ängste ernst zu nehmen.

Bei den Combatants for Peace streitet man nicht über Ein- oder Zwei-Staatenlösung, man diskutiert auch nicht über Schuld und Rache, sondern sucht gemeinsam Wege aus der Aussichtslosigkeit der Gewaltspirale. Ob beim gemeinsamen Wiederaufbau eines von der Armee zerstörten Spielplatzes in einem palästinensischen Dorf im Jordantal, in gewaltfreien, kreativen Protestmärschen gegen die Besatzung aber auch in der gemeinsamen Erinnerung und Trauer um Angehörige, die in diesem Konflikt ihr Leben lassen mussten. (Aus dem Vorwort)

Dieser Kalender stellt mit vielen Photos und Geschichten die Personen und Projekte hinter der Initiative Combatants for Peace vor. Jeden Monat wird ein neues Kalenderblatt an dieser Stelle vorgestellt.

Herausgegeben vom diAk e.V. Israel ■  Palästina ■ Deutschland — zusammen denken

Heft 4, mit Spiralbindung | 2016 – 978-3-86575-364-9 | 26 S. | Einzelheft: 10,00 € Jahresabonnement: 32,00 € plus 6,00 € Versandkosten, Auslandspreise auf Anfrage

http://aphorisma.de/catalog/israel-palaestina-2016-iv-p-9899.html

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