Palästina (- neu) denken!

Al-Shabaka, das PalestinianPolicyNetwork hat auf seiner Seite ein neues ‚Tool‘ freigeschaltet, eine Scenario Matrix für die Westbank und Gaza – mit seiner Hilfe läßt sich strukturiert(er) betrachten und bedenken, welche Optionen es für die palästinensische Seite (noch) gibt …

Matrix

Dreaming About a Revolution

Die Ausstellung Dreaming About a Revolution nimmt die revolutionäre Bewegung im Libanon, die im Herbst 2019 angefangen hat, zum Anlaß, über die Möglichkeiten von Künstler*innen, gesellschaftliche Prozesse zu beeinflussen.

Künstler*innen: Gilbert Hage | May Kassem | Rania Rafei | Marwan Tahtah

Kuratiert von Charlotte Bank und Salah Saouli

Ausstellungstermine: 26. November – 11. Dezember 2022, Freitag – Sonntag 16 – 19 Uhr

Gezeigt werden Arbeiten, die sich auf verschiedene Proteste der vergangenen Jahre beziehen und die Hoffnungen, aber auch die damit verbundenen Enttäuschungen beleuchten. Die verheerende Explosion im Beiruter Hafen im August 2020 hat noch einmal verdeutlicht, wie festgefahren die politische Situation im Land ist und hat bei vielen Kulturschaffenden zu einem Prozeß der Selbst-Reflektion geführt, die hier ebenfalls zur Sprache komm

 Rania Rafei, The Square, 2022

(c) Rania Rafei, The Square, 2022

In Zusammenarbeit mit FAP Foundation for Art & Psychoanalysis, London  

Ort: Art-Lab Berlin im iPhonedoctor Perleberger Straße 60, 10559 Berlin

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Vielleicht in diesem Zusamenhang auch von Interesse: Texte des in Deutschland lebenden libanesischen Professors Assaad E. Kattan zu den Ereignissen im Libanon: Mit zur Sonne blickenden Augen …

Dem Grauen ein Gesicht geben

Die Shoa-Gedenkstätte Yad Vashem hat ein kürzlich erhaltenes Bilderalbum mit Photos zum November-Pogrom digital aufbereite und es online zugänglich gemacht.

„Rare Photographs Shed Light on the Events of the November Pogrom 84 Years Ago“

Im Nachgang zu Karlsruhe (ÖRK/WCC)

Auf der 11. Vollversammlung des Weltkircherates in Karlsruhe im September 2022 waren auch die Fragen von Israel & Palästina und die Position zur Verwendung der Begrifflichkeit „Apartheid“ auf der Tagesordnung.

Hier das Heft 2/2002 des PRO ÖKUMENE-Informationsdienstes, das einen Rückblick auf die Tagung und die unterschiedlichen Debatten wirft, auch zu zahlreichen anderen Fragen natürlich.

Erinnerung: Morgen, 15. November

diAk-online mit Katharina Konarek (Haifa)

zur Einordung des israelischen Wahlergebnisses und der potentiellen neuen israelischen Regierung, zu der ja in den vergangenen zwei Wochen schon eine Reihe von Namen und möglichen Projekten in der Öffentlichkeit kursieren.

diAk online Konarek

Was heißt: Singularität des Holocaust?

Prof. em. Dr. Michael Wildt:
Überarbeitete und ergänzte Fassung der Abschiedsvorlesung vom 17. Februar 2022 an der Humboldt-Universität zu Berlin

„In der aktuellen Debatte um Holocaust, Kolonialismus und Erinnerung hat Per Leo jüngst angeregt, dass Historikerinnen und Historiker irritierende Fragen stellen sollten. Diesem, wie ich finde, klugen Vorschlag folgend, möchte ich hier diskutieren, ob und inwieweit die Rede von der Singularität des Holocaust angemessen, sinnvoll, erkenntnisfördernd ist. Wie ist sie (in der Bundesrepublik) entstanden, und worin könnte heute ihre Aussagekraft liegen? Müsste die Perspektive nicht erweitert werden? Solche Fragen führen in das Zentrum einer Debatte, die hierzulande seit der Auseinandersetzung vom Frühjahr 2020 um den afrikanischen postkolonialen Theoretiker Achille Mbembe heftig entbrannt ist, dem der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung Felix Klein vorwarf, den Holocaust zu relativieren. Die vor allem in den Feuilletons geführte Debatte verschärfte sich, als der in den USA lehrende Historiker A. Dirk Moses im Mai 2021 mit einem provokanten Essay die deutsche Erinnerungskultur kritisierte: In der Fixierung auf den Holocaust würden die Kolonialverbrechen ausgeblendet. Die Kontroverse um Antisemitismus auf der diesjährigen documenta bildete mit den schrillen Tönen zweifellos den vorläufigen Tiefpunkt dieser Debatte. Nachdenkliche Argumente wie von Micha Brumlik, Sebastian Conrad, Charlotte Wiedemann oder Natan Sznaider scheinen kaum noch Gehör zu finden.“

Der spannende ganze Text kann hier gelesen oder heruntergeladen werden.

Bibliographische Angaben:

Prof. em. Dr. Michael Wildt, Was heißt: Singularität des Holocaust?, in: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History, Online-Ausgabe, 19 (2022), H. 1,
URL: https://zeithistorische-forschungen.de/1-2022/6022,
DOI: https://doi.org/10.14765/zzf.dok-2405,
Druckausgabe: S. 128-147.

There is no ‘halachic state’ in Jewish law

Eine interessante und jetzt mit Blick auf die Entwicklungen in Israel und im rechten/religiösen Lager spannende Debatte, zu der hier Rabbiner Naftalie Rothenberg auf dem Blog der Times of Israel seine Position darlegt;

Theocracy is simply not a Jewish legal concept – the halachic legal system applies its authority only to those who accept it