Neue Studie der SWP erschienen

Akteure des israelisch-palästinensischen Konflikts

Umgfangreich und (gerade deshalb) lesenswert: Beiträge von Peter Lintl (Auswirkungen des ungelösten Konflikts auf israelische Machtkonstellationen und Akteursperspektiven), Muriel Asseburg (Die Palästinensische Autonomiebehörde und die Hamas-Regierung: Erfüllungsgehilfen der Besatzung?), René Wildangel (Die Europäische Union und der israelisch-palästinensische Konflikt: Von der Deklaration zur Aktion?), Birthe Tahmaz (Permanente Spannungen zwischen UNRWA und Israel – warum eigentlich?), Lidia Averbukh (Ein Akteur im Wandel: Die jüdische Israel-Lobby in den USA).
Das gesamte 91-seitige Dokument gibt es hier als PDF.

Schwerpunkt: Israelische Demokratie 2018 – RLS-online

Ein umfangreiches Dossier zu aktuellen Situation findet sich auf der Website der Rosa Luxemburg-Stiftung Tel Aviv. In der Einleitung heißt es:

Der globale Aufwind autoritärer Regierungen und Diskurse geht nicht an Israel vorüber. Hart erkämpfte Bürger- und Menschenrechte werden abgebaut, Rechtspopulist*innen stellen demokratische Strukturen und Institutionen infrage und hetzen gegen Minderheiten. Der repressive Charakter der langanhaltenden israelischen Besatzung der Palästinensergebiete unterfüttert diese Tendenzen.

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diAk auf der Buchmesse Leipzig

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Zusammen mit dem AphorismA Verlag (Halle 3 E 408),  in dem unsere Schriftenreihe und die Zeitschrift israel & palästina erscheint, stellen wir in Leipzig die beiden neuen Bände der Schriftenreihe vor:

Am 15. März 2018, 12.30 -13.00 Uhr stellt die Herausgeberin Angelika Timm den Band 100 Dokumente aus 100 Jahren vor (diAk-Schriftenreihe 42-43).
••• Ort: Forum Sachbuch Halle 3, Stand E 201.

Am selben Tag, 15. März 2018, 19.00 Uhr, wird Angelika Timm in der Rosa Luxemburg Stiftung Sachsen (Harkortstraße 10, 04107, Leipzig (Süd) | ÖPNV: Straßenbahnlinien 10, 11 ) über das Buch sprechen.

Am Sonntag, 18. März 2018, 13.00 – 13.30 Uhr, spricht Ulla Philipps-Heck (Vorstand des deutschen Freundeskreises Neve Shalom/Wahat as-Salam), über das von ihr herausgebene und übersetzte Buch: Nava Sonnenschein: Vom Opfer zum PartnerVon der Überwindung der Kluft zwischen Juden und Palästinensern (diAk-Schriftenreihe 44).
••• Ort: Forum Literatur ‚buch aktuell‘, Halle 3, Stand E 401

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Das diAk-Mitglied Dr. Felix Koltermann stellt am 15. März 2018 13.30-14.00 Uhr seine neue Pubblikation unter dem Sticwort Achtsam Sehen vor:

Über Stadt und Land . Fotografische Spaziergänge in Israel / Palästina
(Num. und sign. Kassette mit Photodrucken des Autors und drei Kleinen Texten).
••• Ort: Leseinsel Halle 3, Stand H 504

Literaturtage … 11.-15. April: …. Termin vormerken lohnt sich

Fair enough? Was ist gerecht?

Deutsch-israelische Literaturtage 2018 der Heinrich Böll Stiftung in Berlin

Ungleichheit in der Gesellschaft ist keine Neuigkeit – aber auch keine Selbstverständlichkeit. Was hindert uns, unsere Gesellschaft gerechter zu organisieren? Wagen wir es nicht, uns grundlegenden Verteilungsfragen zu stellen?
Diesen Themen widmen sich die Deutsch-Israelischen Literaturtage 2018 unter dem Titel „Fair enough? Was ist gerecht?“ vom 11. bis zum 15. April in Berlin. Neun israelische und deutschsprachige Autorinnen und Autoren lesen und diskutieren.

Sehepunkte… 100 Dokumente

Der West-Jerusalem Historiker Moshe Zimmermann würdigt in den Sehepunkten ausführlich den Band der diAk-SR 100 Dokumente aus 100 Jahren und schließt mit den Worten: Die Dokumentation ist professionell und systematisch aufbereitet, mit Karten, Zeittafel, Literaturauswahl und Glossar. Von der Sache her ist das Kompendium aber eine frustrierende Lektüre.

 

Annäherung an einen komplizierten Streit: Israel und BDS

Die Debatten über die internationale BDS-Bewegung („Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen“) haben sich in den letzten Monaten auch in Deutschland verstärkt.

Alexandra Senfft beschäftigt sich in ihrem unlängst im „Freitag“ veröffentlichten Beitrag mit Entstehung und Hintergründen der Bewegung.
Sie
geht darin insbesondere der Frage nach, ob die Charakterisierung der 2005 von palästinensischen Organisationen initiierten BDS-Kampagne als „antisemitisch“ gerechtfertigt ist.

Proteste der Kirchen in der Heiligen Stadt

Aktualisierung vom 27. Febraur 2018

Besteuerung von Kirchen auf Eis gelegt

Die Pläne für eine Besteuerung von Kirchen wurden verschoben und Verhandlungen angekündigt – ob damit mehr als nur kurzfristig und taktisch etwas Druck aus der Angelegenheit genommen worden ist, bleibt abzuwarten.


Aus Protest gegen neue Maßnahmen der Stadtverwaltung von (West)Jerusalem und gegen Pläne des israelischen Parlaments, haben die Kirchen in der Heiligen Stadt die Auferstehungskirche geschlossen („Till further notice“).

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Photo: Der griech.-orthodoxe Patriarach, neben ihm der Custos der Franziskaner, hinter ihm arm.-orthodoxe Geistliche vor der geschlossenen Tür der Kirche das Heiligen Grabes

Statement on Municipal threats and the discriminatory ‚Churches Lands Bill‘

Hier der Filmbericht des Franciscan Media Center.

Aus ökumenischer Solidarität blieb auch die protestantische Erlöserkirche geschlossen:
http://www.elcjhl.org/we-of-the-elcjhl-stand-in-solidarity-with-the-holy-sepulchre-church-protest/

Ein weiterer Bericht von der deutschsprachigen Redaktion von Radio Vatikan und der Beitrag auf der Website des Weltkircherates in Genf.

Schon am 15. Februar 2018 hatten die Oberhäupter der Kirchen Jerusalems in einer gemeinsamen Erklärung gegen die Steuerpläne protestiert.

Und dazu noch die Erklärung des Lutherischen Bischofs, Ibrahim Azar: