Israelis für Frieden: Sukkot ist ein Fest der Gastfreundschaft und offenen Türen.
***Montag, 28. September · Mariannenplatz · 16:00–20:00 Uhr***
Nach einem Wahlkampf, der Antisemitismus zynisch als politisches Instrument eingesetzt hat, bauen wir eine Sukka, um dagegen zu protestieren.
Wir sagen deutlich: Jüdische Sicherheit entsteht durch Solidarität, nicht durch Spaltung.
Wir laden euch herzlich ein, mit uns in unserer Sukka Platz zu nehmen! Wir werden gemeinsam dekorieren, essen, trinken und über das Berlin sprechen, in dem wir gemeinsam leben möchten.
»Wir sind Berliner Jüdinnen und Juden und kommen aus unterschiedlichen Milieus; wir beten in unterschiedlichen Synagogen oder gar nicht; wir wählen unterschiedliche Parteien – und wir schreiben diesen Brief, weil wir in den vergangenen Wochen immer wieder dieselbe Behauptung gehört haben: Die Linke sei gefährlich für Juden, eine Koalition unter ihrer Beteiligung ein Sicherheitsrisiko für unsere Gemeinden. Wir widersprechen dieser Darstellung – nicht, weil wir die Sorgen kleinreden, sondern weil wir sie ernster nehmen, als es plakative Warnungen tun.«
…
»In einer Zeit, in der eine teilweise offen faschistische Partei quer durch Deutschland auf dem Weg zur Macht ist, entziehen sich die großen Publikumsmedien und (wichtige) Teile unserer eigenen jüdischen Gemeinschaft ihrer Verantwortung, wenn sie weiterhin so tun, als würde die Linke die größte Gefahr für jüdische Sicherheit darstellen«
Als die Nazis Bilder aus der Hamburger Kunsthalle entfernen, trifft Hausmeister Wilhelm Werner eine Entscheidung. Er versteckt Bilder der jüdischen Malerin Anita Rée. Ein Comic erzählt die Geschichte und stellt dabei eine noch heute aktuelle Frage.
Ein Beitrag auf ttt über den provokativen und gerade in Venedig ausgezeichneten Film, der in der inner-jüdisch-israelischen Auseinandersetzung zu heftigsten Debatten geführt hat – und von dem sich die Filmemacher Yuval Abraham und Rachel Szor insbesondere wünschen, daß er in Deutschland gesehen werden soll…
Zu den Angriffen auf die Filmschaffenden eine Petition der Kolleg:innen – Was ist eine Staatsbürgerschaft wert, wenn der Kulturminister wie gefordert, den beiden Künstlern die ihre entziehen lassen will …
(Leider hinter der Bezahlschranke) … aber sehr lesenswert: Carolin Emcke fragt danach, wie wir unsere Empathie im Gaza-Konflikt? Was braucht es, um das Leid des jeweils anderen zu verstehen und anzuerkennen.
Am 23. September erscheint bei S. Fischer ihr Buch: Was zählt ein Mensch? (978-3-10-397698-4 / 24,00 €), der SZ-Magazin-Beitrag ist Collage und VOrabdruck daraus.
Mönchsgemeinschaft der Dormitio-Abtei wird heute in Schwerte (29. August 2026) ausgezeichnet
»Wir wollen zwei Hoffnungsinseln in einem Ozean von Leid sein« (Abt Dr. Nikodemus C. Schnabel OSB). Diesen Anspruch verfolgen die Mönchsgemeinschaft der Dormitio-Abtei in Jerusalem und des Priorats Tabgha seit vielen Jahren. Für ihr konsequentes Zeugnis christlichen Lebens inmitten vielfältiger Konflikte erhalten sie 2026 den Communio-Preis der Gesellschaft zur Förderung der Katholischen Akademie Schwerte e.V. und der Campus-Weggemeinschaft e.V. Trotz wiederholter Anfeindungen und Übergriffe – darunter Brandanschläge, Schmierereien, Vandalismus und persönliche Angriffe – halten die Benediktiner an ihrer Präsenz fest und bieten Juden, Christen und Muslimen, Israelis und Palästinensern, Migranten, Asylsuchenden, Pilgern und Gästen gleichermaßen Hoffnungsoasen.
Engagement für Versöhnung, Dialog und Frieden Mit dem Preis würdigt die Jury zugleich das vielfältige Engagement der Gemeinschaft: das Versöhnungswerk in der Begegnungsstätte Beit Noah für Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Kulturen in Tabgha, die zahlreichen Kontakte und Dialoginitiativen im Land sowie die friedensfördernden sozialen und kulturellen Projekte. Besondere Beachtung findet auch der von der Abtei ins Leben gerufene Mount Zion Award, der öffentlich die interreligiöse Verständigung zwischen Judentum, Christentum und Islam fördert.
Der COMMUNIO-Preiswurde 2014 im Gedenken an den 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs gestiftet. Er wird alle zwei Jahre anPersönlichkeiten verliehen, die sich in herausragender Weise im Geist christlicher Wertorientierung um eine Kultur des Dialogs, der Verständigung und Versöhnung bemühen und zum Aufbau einer menschenwürdigen und lebenswerten Gesellschaft in versöhnter Verschiedenheit beitragen. Gestiftet wird die Auszeichnung von der »Gesellschaft zur Förderung der Katholischen Akademie e.V.« sowie der »Campus-Weggemeinschaft e.V.«, einem gemeinnützigen Verein junger engagierter Menschen.