Neuer Demokratie-Index Israels erschienen

Anfang Januar veröffentlichte ein Autor:innenkollektiv unter Leitung der renommierten Politikwissenschaftlerin und Professorin Tamar Hermann im Israel Democracy Institute (IDI) den jährlichen Demokratie-Index des Landes. Der Index wird seit 2003 auf der Basis von Umfragen nach international vergleichbaren quantitativen Kategorien ermittelt. 
Der aktuelle Report basiert auf Umfragen vom Juni und Oktober letzten Jahres. 
Zusammenfassend schreibt das IDI: 

"IDI's 2021 Israeli Democracy Index shows a decline in trust in most state institutions".

Zur ausführlichen Zusammenfassung und den graphischen Darstellungen siehe:

Klicke, um auf final-madd-d2021-eng_web.pdf zuzugreifen



			

Erinnerung # Morgen: diAk-Online – Peter Lintl

18. Januar 2022 – 18.00-19.00 Uhr

Deutschland – Neue(?) Innen-Außenpolitik

Einladungslink für Zoom: Anmelden unter: online@diAk.org

Seit am 13. Juni 2021 eine neue Regierung die Geschäfte in Israel übernommen hat, ist die Nahostpolitik in Bewegung geraten. Innenpolitisch ist zum ersten Mal eine arabisch-palästinensische Partei in der Koalition vertreten. Auch gesellschaftlich bilden sich neue Dynamiken in dem Verhältnis der einzelnen Gruppen zueinander aus.  Zugleich versucht man eine Konfliktregulierung durch soziale und wirtschaftliche Maßnahmen gegenüber den Palästinensern auf eine neue Basis zu stellen.

Auch die neue deutsche Regierung sieht das Verhältnis zu Israel als ein Grundpfeiler der Außenpolitik an. In ihrer Regierungserklärung schreibt sie die bisherige Politik fort. Die besondere Verpflichtung Deutschlands gegenüber Israel wird betont, das Bekenntnis zur Zwei-Staaten-Lösung beschreibt die menschenrechtliche Grundlage deutscher Außenpolitik und bleibt in der Praxis folgenlos. Diese Diskrepanz der deutschen Politik gegenüber Israel hat in den letzten Jahren zu einer Lähmung der Handlungsfähigkeit geführt.

Was ist von der neuen Regierung zu erwarten? 

Dr. Peter Lintl, Forschungsgebiete: Nordafrika und Mittlerer Osten, Israel, Nahostkonflikt, Politische Ordnungen; Schwerpunkte: Israel, Deutsch-Israelische Beziehungen, Israelische Innenpolitik, Politische Orthodoxie, Staat und Religion

Kurzlebenslauf: Leiter des Projektes »Israel in einem konfliktreichen regionalen und globalen Umfeld: Innere Entwicklungen, Sicherheitspolitik und Außenbeziehungen« (Stiftung Wissenschaft und Politik | SWP) – 2012-2016 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politik und Gesellschaft des Nahen Ostens am Institut für politische Wissenschaft, Universität Erlangen, 2009-2010 Forschungsaufenthalt an der University Tel Aviv, 2009-2012 Stipendiat der Gerda-Henkel-Stiftung, 2001-2008 Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und Philosophie ab der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen und an der University of Haifa

Kleine Erfolgsgeschichten…

Aus der Mailinglist des HolyLand Trust Bethlehem: Nachhaltigkeit im C-Gebiet

We know here that the natural world speaks of the sacred, that seemingly insignificant people can bring great change and unexpected good news and words of peace transform lives. We sincerely believe the projects we have planned for 2022 can be good news for the people of Bethlehem today bringing peace, caring for creation and working for justice.


This spring, we will start the construction of our Greenhouse which will be located in area C – the area of Palestine that is controlled by Israeli Military law. In this zone, the impact of the occupation is felt every day in a myriad of ways. Water is controlled and is in short supply, the land is wrecked by military installations and home demolitions and farmers are often cut off from their fields unable to tend crops and animals.

Why are we building a greenhouse in this area?

The general objective is to improve the social and economic conditions of people who live in this zone and do not have a reliable source of income. We want to ensure food security for them in this uncertain context – this project aims to increase the productive capacity of 1 dunam of agricultural land through greenhouses and give training and employment to five rural workers in the target location.

This project will sustain itself as workers are supported to grow and sell vegetables. It will create a source of income and high quality products, strengthen the agricultural sector and enhance family participation in generating income in the Palestinian society. It will stimulate the economy and improve the economic situation of the unemployed workers. The project will serve the needs of the local Palestinian community. This project is fulfilling the Palestinian people needs in having income generating projects.

Your kind support has provided 60% of the money needed to launch this new initiative, but to be able to accomplish the project we need to raise more funds. Your donation will change lives, protect the sacred land and speak to people of hope, justice and a more secure future. Help us today to be good news to the people of Palestine.  

Read the success story of our 2017 green house project around Bethlehem area

(Un)sichtbare Religion: Politiken religiöser Vielfalt im urbanen Raum

Hansjörg Dilger und Cilja Harders im Gespräch

Gesprächsreihe mit dem Deutschen Theater:
20. Januar, 19:00 Uhr – Deutsches Theater, Schumannstraße 13a 10117 Berlin

Moderne Städte sind religiös vielfältig. Tempel, Gebetshäuser, Kirchen, Moscheen und andere Orte des Glaubens stehen nebeneinander. Wann tritt eine Religion in Erscheinung? Wessen Religion bleibt unsichtbar? Wann bekommen die Götter ein Haus? Welche Rolle spielt das koloniale Erbe der Städte?

Hansjörg Dilger ist Professor für Sozial- und Kulturanthropologie an der Freien Universität Berlin und er leitet ein Forschungsprojekt zum Thema „religiöse Vielfalt“ im Sonderforschungsbereich „Affektive Societies“ an der Freien Universität Berlin. Im Gespräch mit Cilja Harders erkundet er das spannungsreiche Wechselspiel von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit in Weltstädten wie Berlin oder Tanzania.

Cilja Harders ist Professorin und Leiterin der Arbeitsstelle für Politik im Maghreb, Mashreq und Golf am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Sonderforschungsbereich „Affective Societies“ statt und wird gefördert von der DFG – Deutsche Forschungsgemeinschaft.

Für den Einlaß gilt die 2G-Plus Regel. Das Tragen einer FFP2 Maske ist für den gesamten Besuch erforderlich. Bitte informieren Sie sich vor der Veranstaltung über die aktuellen Hygiene-Regelungen des Deutschen Theaters:https://www.deutschestheater.de/service/theater-und-corona/

Der Eintritt ist frei. Eine vorherige Anmeldung beim Deutschen Theater ist nicht notwendig.
Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.deutschestheater.de/programm/spielplan/mit-wundern-rechnen_dilger/5745/

diAk-Online: Dr. Peter Lintl

18. Januar 2022 – 18.00-19.00 Uhr

Deutschland – Neue(?) Innen-Außenpolitik

Einladungslink für Zoom: Anmelden unter: online@diAk.org

Seit am 13. Juni 2021 eine neue Regierung die Geschäfte in Israel übernommen hat, ist die Nahostpolitik in Bewegung geraten. Innenpolitisch ist zum ersten Mal eine arabisch-palästinensische Partei in der Koalition vertreten. Auch gesellschaftlich bilden sich neue Dynamiken in dem Verhältnis der einzelnen Gruppen zueinander aus.  Zugleich versucht man eine Konfliktregulierung durch soziale und wirtschaftliche Maßnahmen gegenüber den Palästinensern auf eine neue Basis zu stellen.

Auch die neue deutsche Regierung sieht das Verhältnis zu Israel als ein Grundpfeiler der Außenpolitik an. In ihrer Regierungserklärung schreibt sie die bisherige Politik fort. Die besondere Verpflichtung Deutschlands gegenüber Israel wird betont, das Bekenntnis zur Zwei-Staaten-Lösung beschreibt die menschenrechtliche Grundlage deutscher Außenpolitik und bleibt in der Praxis folgenlos. Diese Diskrepanz der deutschen Politik gegenüber Israel hat in den letzten Jahren zu einer Lähmung der Handlungsfähigkeit geführt.

Was ist von der neuen Regierung zu erwarten? 

Dr. Peter Lintl, Forschungsgebiete: Nordafrika und Mittlerer Osten, Israel, Nahostkonflikt, Politische Ordnungen; Schwerpunkte: Israel, Deutsch-Israelische Beziehungen, Israelische Innenpolitik, Politische Orthodoxie, Staat und Religion

Kurzlebenslauf: Leiter des Projektes »Israel in einem konfliktreichen regionalen und globalen Umfeld: Innere Entwicklungen, Sicherheitspolitik und Außenbeziehungen« (Stiftung Wissenschaft und Politik | SWP) – 2012-2016 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politik und Gesellschaft des Nahen Ostens am Institut für politische Wissenschaft, Universität Erlangen, 2009-2010 Forschungsaufenthalt an der University Tel Aviv, 2009-2012 Stipendiat der Gerda-Henkel-Stiftung, 2001-2008 Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und Philosophie ab der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen und an der University of Haifa

25 Jahre Dar al-Kalima

Wie eine Universität entsteht …. Eine Investition in Hoffnung und Creativität!

Dar al-Kalima University is a Palestinian success story per excellence. It started 25 years ago as a vision. With perseverance, it grew to become a full-fledged university. We were planning to celebrate this important occasion in person, but regrettably, the Covid-19 Pandemic did not allow for it. Yet, It is with great pleasure that we share with you this booklet that tells our story with its major milestones.

Eine kurzer Film … und mehr in der Zunkunft!

VN-Truppen in Palästina?

Könnte ein derartiges internationales Engagement (mit robustem Mandat) die Situation verändern, hätte es überhaupt eine Chance auf eine entsprechende Beschlußfassung im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Hier jedenfalls eine entsprechende Position von Daoud Kuttab, einem palästinensischen Journalisten und Aktivisten, der genau dafür plädiert.

Opinion: With absence of a desire for peace by Israeli side and its rejection of globally accepted two-state solution, UN-sponsored blue helmets are needed more than ever in West Bank

Sechs Monate Bennett-Regierung

SWP-Aktuell Nr. 85 von Lidia Averbukh / Peter Lintl

„Seit Frühjahr 2019 war Israel politisch gelähmt, weil keine stabile Regierung zustande kam. Vier Wahlen waren nötig, bis am 13. Juni 2021 eine neue Regierung die Geschäfte übernahm. Nicht nur wurde Benjamin Netanjahu nach zwölf Jahren als Premier abgelöst. Es wurde eine Koalition gebildet, die fast das ganze politische Spektrum abdeckt. Mittlerweile hat sie sich stabilisiert, und die Ausrichtung wird klarer. National und international hat die Koalition mit der populistischen Rhetorik der Netanjahu-Regierung gebrochen. Zugleich sucht sie nach anderen Politiken: Innenpolitisch integriert sie erstmals eine unabhängige arabische Partei und hat die Angriffe auf Prinzipien liberaler Demokratie gestoppt. Außenpolitisch wirbt sie für Annäherung an die EU und an die Biden-Regierung, aber auch um mehr Integration in die Region. Zudem bemüht sie sich, den Konflikt mit den Palästinensern durch soziale und wirtschaftliche Maßnahmen einzudämmen. Doch eine politische Annäherung ist nicht in Sicht. Es droht ein »point of no return«, der eine Zweistaatenlösung unmöglich macht.“

Mit dem Autor Dr. Peter Lintl werden im Rahmen von diAk-Online am 18. Januar 2022 (18-19:00 Uhr) ins Gespräch kommen.