Die Jahrestagung des diAk (24.-26. November 2017)

Die Jahrestagung des diAk e.V., 24. – 26. November 2017, Europäische Akademie Berlin

u.a. mit Daniel Cohn-Bendit am Samstag, 25. November 2017 und einem Empfang zum 40. Jahrestag der Gründung des diAk
Gäste sind unter anderem Rabbi Michael Melchior (West-Jerusalem) und Prof. Dr. Mustafa Abu Sway (Ost-Jerusalem)

Seit der Besetzung des Westjordanlands durch Israel während des Junikrieges 1967 steht eine völkerrechtliche Regelung des Verhältnisses zwischen Israel und Palästina aus. Sie ist im Interesse beider Völker jedoch unabdingbar, auch wenn sie weniger denn je möglich zu sein scheint.

In Israel erlangen zunehmend Kräfte an Bedeutung, die einen religiösen Messianismus verkörpern, der sich mit Machtpolitik verbindet. Sie lehnen Israel als jüdischen und demokratischen Staat ab und setzen religiöse Begründungen für das Zurückdrängen der legitimen Rechte der palästinensischen Minderheit ein.

In Palästina – sowohl im Gazastreifen als auch im Westjordanland und in Ostjerusalem – nimmt die Rolle der Religion in Politik und Alltag zu. Es zeichnet sich die Gefahr einer Radikalisierung, insbesondere in der jüngeren Generation und deren Mobilisierung für radikale Ziele, ab.

In Deutschland ist die Trennung von Staat und Religion gesetzlich verankert. Inwieweit spielt Religion in der sich verändernden deutschen Gesellschaft noch – oder wieder – eine politische Rolle? Worauf richtet sich religiös motiviertes friedenspolitisches Engagement?

In der Konferenz soll nachgefragt werden, welche Regelungen im Verhältnis von Staat und Religion notwendig sind, um den machtpolitischen Missbrauch des Glaubens zu verhindern. Wie sollte Politik mobilisiert werden und wie die friedensethische Kraft der Religionen für die Eindämmung von Gewalt und für Verständigung fruchtbar gemacht werden? Insbesondere soll die Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure diskutiert werden.

Weitere Informationen folgen in der kommenden Woche.

Reaktionen in Israel auf das Abschneiden der AfD bei den Bundestagswahlen

Eine erste Stellungnahme in Auszügen zum Abschneiden der AfD bei den Bundestagswahlen von Moshe Zimmerman und Shimon Stein in Haaretz vom 25. September.

Why Israel Won’t Condemn the Shocking Success of Germany’s Far-right Extremists

After its improper, evasive, even complicit responses to Charlottesville, to Trump and to Hungary’s anti-Semitic anti-Soros campaign, it’s no surprise that Israel’s response to neo-Nazis in the Bundestag is a deafening silence

Here Israel cannot waver: The AfD politicians pulled the usual trick – they were also eager to show their support for Israel or brag about Jews joining the party, and on top of it referred to the „common adversary“: the mainly Muslim refugees/infiltrators ‚flooding‘ into Germany. Will this bear-hug do the trick? No objective observer can have any doubts: This alleged alliance against Muslims or Arabs, suggested by the AfD and other populists, is a pitfall which Israel must avoid at all costs. Not only is it an imagined alliance; it is a betrayal of the fight against anti-Semitism and of the basic human values of Zionism. Israelis should have shown more esteem for Angela Merkel’s welcome gesture towards the refugees. A blind eye to racism and intolerance in Germany, in Europe, for the sake of getting support for the present Israeli policies in the occupied territories is a disgrace. The AfD is more than just another populist, racist European Party. It is a movement that intends to turn the clock back on democratic Germany’s effort to learn from its terrible past for the sake of an enlightened and tolerant future. Official Israel must to join the anti-AfD majority in Germany in its fight against the enemies of an open society.

Den vollständigen Artikel findet sich im Premium-Angebot von Haaretz.

Das Kalenderblatt im Oktober 2017

An dieser Stelle präsentieren wir zu jedem Monatsanfang ein neues Kalenderblatt aus dem diAk-Kalender für das Jahr 2017 (erschienen als Ausgabe IV/2016) – mit vielen Photos und Geschichten zu den Personen und Projekten hinter der Initiative Combatants for Peace.

Im Oktober werden die Aktivitäten und Proteste der Qalquilya-Tel Aviv-Gruppe der Combatants porträtiert.

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A letter from Amos Schocken

Ein Aufruf des Haaretz-Herausgebers Amos Schocken anläßlich des zwanzigjährigen Jubiläum der englischsprachigen Ausgabe zur Bedeutung von kritischem Journalismus in unserer heutigen Zeit.

On September 1, 1997, Haaretz English Edition was published for the first time, as part of a joint venture with the International Herald Tribune.

On the front page of the inaugural edition were two reports which encapsulated the very reasons that we, the publishers of Israel’s oldest daily newspaper, decided to venture into English-language publishing.

In the first article, the paper’s diplomatic correspondent reported that the United States was pressing Israel to accept a formula by which settlement expansion would be limited to existing communities. The second article reported that Prime Minister Benjamin Netanyahu had been seeking a private donation to help him pay an outstanding debt to the lawyer who had represented him in court.

Two decades later, despite the best efforts of many courageous people and organizations, and notwithstanding spectacular advances in many fields, Israel is no nearer a solution to many of its most pressing problems.

One of the charges most often levelled against the voices of opposition in Israel is that they ‘air the country’s dirty laundry’ in public – and in English. They are told that to do so is treasonous and feeds the monster of anti-Semitism.

Haaretz is proud to be one of the few critical voices in Israel – and in English – speaking out against injustice. We believe that we are serving the best interests of our country, which we love, and that our reporting, our analysis and our commentary enrich the discussion and deepen our readers’ understanding of hugely complex issues. Our writers – in English and Hebrew – are Israel’s most thought-provoking and original and our digital platforms are updated around the clock by two news desks.

In today’s climate, the voice of Haaretz is more important than ever before, both here in Israel and in the United States, where recent events are of grave concern to Jews in both countries. That is why it is just as important for Haaretz’s voice to be heard in English.

With your continued support, we will continue to produce the kind of journalism that is vital in these perilous times. We will continue to create cutting-edge multimedia content on all our platforms and we will continue to invest in making our apps and websites even better.

Yours faithfully,

Amos Schocken
Publisher, Haaretz

Zum Jubiläum bietet die Zeitung das digitale Abo für Haaretz.com im Sonderangebot an.

 

Das Kalenderblatt im September 2017

An dieser Stelle präsentieren wir zu jedem Monatsanfang ein neues Kalenderblatt aus dem diAk-Kalender für das Jahr 2017 (erschienen als Ausgabe IV/2016) – mit vielen Photos und Geschichten zu den Personen und Projekten hinter der Initiative Combatants for Peace. Im September berichtet Avner von der Möglichkeit, in der Begegnung und besonders während des israelisch-palästinensischen Gedenktages der Opfer des Konfliktes gemeinsam zu gedenken.

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Das Kalenderblatt im August 2017

An dieser Stelle präsentieren wir zu jedem Monatsanfang ein neues Kalenderblatt aus dem diAk-Kalender für das Jahr 2017 (erschienen als Ausgabe IV/2016) – mit vielen Photos und Geschichten zu den Personen und Projekten hinter der Initiative Combatants for Peace. Im August wird der bewegende Film Disturbing the Peace / Den Frieden stören vorgestellt.

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… der mit der Mundharmonika…

Reuven Moskovitz2

Ein Kirchentag, ein Katholikentag ohne ihn? Viele Jahre gar nicht zu denken, wer an Nahost, an Israel und Palästina interessiert war. Als Sandwich-Plakat eine Minidemonstration vor den großen Foren oder unterwegs auf dem Markt der Möglichkeiten. Und wer in als Reisebegleiter erlebt hat, den kleinen Mann voller Energie und Kraft, wird bleibende Eindrücke mit nach Hause genommen haben…

Am 4. August 2017 ist er in Jerusalem gestorben: Reuven (Ruben) Moskovits. Am 27. Oktober 1928 im rumänischen Schtetl Frumușica geboren, blieb mit ihm immer etwas von dessen Geist am Leben, nicht nur, wenn er zu seiner Geige griff. 2003 erhielt er den Aachener Friedenspreis, eine Auszeichnung aus den Reihen der Friedensbewegung in unserem Land, der er immer verbunden war. Ich erinnere mich an einen Begegnung mit ihm, ganz kurz nach den Angriffen Saddam Hussein auf Israel, als eine Delegation der deutschen Friedensbewegung nicht gerade mit offenen Armen in Israel empfangen wurde… Aber Reuven blieb sich treu, er forderte von „den“ Deutschen den Mut zur Versöhnung, zwischen Deutschen und Juden, wenn dieses Begriffspaar hier einmal erlaubt ist, aber er forderte auch die deutsche Unterstützung und das mutige Worte (- und auch die Tat) für die Versöhnung zwischen Israelis und Palästinensern. Mehr Mut, mehr Vertrauen in das Wort, daran hielt er fest. Ausgezeichnet mit dem AMOS-Preis (2011) der Offenen Kirche und dem Mount Zion Award (2001) der Jerusalemer Dormitio-Abtei ist er in der Stadt der Friedens, die noch so weit vom irdischen Frieden entfernt zu sein scheint, gestorben, begraben wurde er auf dem Friedhof von Neve Shalom/Wahat as-Salam, nahe bei dem Dominikaner Bruno Hussar (1911-1996), mit dem er einst das Dorf begründete und das er Zeit seines Lebens unterstützt hat.

Ein langes Leben, über all die Brüche des 20. Jahrhunderts hinweg, ist zu Ende gegangen. Was bleibt ist das Vermächtnis eines Lebens gegen die Gewalt und für eine Alternative: „Frieden muß doch möglich sein“.

Rainer Zimmer-Winkel

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(Photos: H. Schmitz, Viersen)

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