Walter Rathenau, ermordet am 24. Juni 1922

Heute vor 100 Jahren wurde Walter Rathenau, deutscher Außenminister, Jude und Demokrat, von völkischen Antisemiten in Berlin ermordet. Er war die Symbolgestalt des in die  Demokratie aufbrechenden Nachkriegsdeutschland. Der Mord an ihm wurde zum Fanal für den Beginn des Untergangs eben dieser Demokratie.

Photo um 1921 – Walther Rathenau 1867-1922 (Quelle: https://www.dhm.de/lemo/biografie/walther-rathenau)

Es gilt gerade in unseren Zeiten, sich ihn und seine Versöhnungspolitik wieder ins Gedächtnis zu rufen…

Die Erinnerung in Ha’aretz: Reviving a Jewish icon of German democracy, assassinated by far right antisemites – Opinion – Haaretz.com

Auch bei einer neuen Regierung…

wie auch immer sie aussehen wird: Viele Fragen bleiben offen, wenn Recht auf Macht / wenn Macht auf Recht trifft…

Aus dem aktuellen Newsletter von Torat Tzedek / Rabbi Arik Asherman

Dear Friends and Supporters,
Will you be in Israel on June 29th in advance of the Hartman Rabbinic Torah Seminar, or for any other reason? – If so, please join us at a crucial Israeli Supreme Court hearing that may decide whether or not the KKL-JNF and Elad settler organization succeed in their unholy alliance to evict the Sumreen family from their home in Silwan, East Jerusalem.

Hier der Link:

Karten machen Welt

Unsere Wahrhnehmung von Wirklichkeit ist nicht zuletzt durch deren Ab-bildung in Karten geprägt. Was nicht eingetragen ist, scheint es nicht zu geben und fällt allzu leicht dem kollektiven Gedächtnisverklust anheim …

Americans for Peace Now macht darauf aktuell einprägsam aufmerksam:

Nur eine Meldung am Rande (?)

Blocked European funds to Palestinian Territories to be released

Im Rahmen eines Besuches der Präsidentin der Europäischen Kommission, von der Leyen, wurde bekannt gegeben, daß die Blockade der Unterstüzung für die palästinensische Seite aufgegeben sei (- was mag die Ungarn „überzeugt“ haben?) – Nach einem schändlichen Auftreten der EU dürften jetzt auch die Krebsmedikamente für das Auguste Viktoria Krankenhaus auf dem Ölberg wieder fließen, hoffentlich nicht zu spät ..

Hier ein Bericht dazu aus der Jerusalem Post

Eine wichtige, eine legitime Stimme!

Yazan Khalili im Gespräch mit Hanno Hauenstein von der Berliner Zeitung

[Berliner Zeitung] „Vor wenigen Wochen ist die unsachliche Debatte um vermeintlichen Antisemitismus in den Reihen der Documenta eskaliert. Ende Mai wurde der Ausstellungsraum des Kollektivsin Kassel mit Graffiti beschmiert. Der Akt des Vandalismus richtet sich offenbar gezielt gegen das palästinensische Kollektiv. Die Zahl „187“ und der Name „Peralta“ wurden dabei auf mehrere Wände gesprüht. Wandoberflächen wurden mit einem Feuerlöscher beschädigt.

The Question of Funding war in den vergangenen Monaten auf einem obskuren Online-Blog in die Kritik geraten, Antisemitismus nahezustehen. Die Kritik wurde weitestgehend unkritisch von deutschsprachigen Mainstream-Medien wie Zeit und Welt übernommen. Wir sprachen anlässlich der Eröffnung der Documenta mit einem prominenten Vertreter des palästinensischen Kollektivs, Yazan Khalili.“