Reiner Bernstein: Ein Nachruf von Micha Brumlik

Zum Tod des leidenschaftlichen Zeitgenossen Reiner Bernstein in der Frankfurter Rundschau

Zikhrono le Brakha – so lautet der jüdische, der hebräische Spruch, wenn eine wichtige Persönlichkeit dahingegangen ist. „Möge“ so die deutsche Übersetzung“ sein Andenken zum Segen werden: Am vergangenen Donnerstag ist nach langer Krankheit im Alter von zweiundachtzig Jahren Reiner Bernstein gestorben – ein Zeitgenosse, der sich wie kein anderer stets und vor allem für eine vernünftige, friedliche Lösung des Israel/Palästinakonflikts eingesetzt hat. …

Seit 600 Jahren verbunden …

Kustodie und Kommissare der Franziskaner

Am 14. Februar 1421 veröffentlichte Martin V. p.p. seine Bulle His quae pro ecclesiasticarum, die zur Geburtsurkunde der Kommissariate des Heiligen Landes wurde.

Bulle His quae pro ecclesiasticarum – Bild von CMC Jerusalem.

Sechshundert Jahre später, am 14. Februar 2021, feierten die Kustodie des Heiligen Landes und die 67 Kommissariate des Heiligen Landes dieses Jubiläum am 15. Februar mit einer Heiligen Messe für die Wohltäter des Heiligen Lande.

Radio Vatikan zum Jubiläum || Weitere Informationen zum Jubiläum in einem Video des Christian Media Center 

Wahlen, die Vierte. Episode 9

Was ist das Ergebnis der Zerbrechens der „Gemeinsamen Liste“?

Abgezeichnet/angedeutet hatte sich das Zerbrechen dieses Projektes schon einige Zeit – Was bedeutet das für die inner-israelischen Machtverhältnisse, was für die palästinensisch-politische Szene, diesseits und jenseits der Mauer? Ein israelischer Ministerpräsident, der seine mögliche erneute Wahl islamischen Kräften im eigenen Land verdanken könnte, ist jedenfalls noch einmal ein fast bizzar zu nennende Wendung. Einen ausführlichen Beitrag dazu von Joshua Leifer auf dem Blog von Jewish Currents.

Neues i&p-Heft erschienen

Allen Anfeindungen zum Trotz

Die neue Ausgabe unserer Zeitschrift für Dialog ist erschienen und an die Abonenntinnen sowie Mitglieder bereits verschickt. Der Schwerpunkt der Ausgabe ist die Lebensbilanz von Reiner Bernstein (München), der zu den Gründungsmitgliedern des diAk Ende der 1970er Jahre gehört.

Der Versuch, kritische Stimmen über israelische Politik mundtot zu machen,  hat eine lange Geschichte in Deutschland. Dies zeigen die autobiograpischen Reflektionen von Reiner Bernstein in seinem lebenslangen Engagement im Spannungsfeld Deutschland-Israel-Palästina.

Hier das aktuelle Inhaltverzeichnis – dem Schwerpunkt des Heftes, den Beitrag von Reiner Bernstein, gibt es auch in einer eigenen Buchhandelsausgabe.

Jung & Naiv – Rückblick

Hebron, Stadt der Matriarchen und Patriarchen – heute

Manchmal lohnt sich auch ein Blick zurück – der Podcast zu Hebron/al-Khalil (Nr. 389) ist nicht neu, aber er bleibt sehenswert, wie vieles aus diesem spannenden Podcast Jung & Naiv (am 31. Oktober haben wir an dieser Stelle schon einmal darauf hingewiesen, damals auf die Nr. 468).

Der Gang durch Hebron – gerade wo diese Stadt heute noch einmal doppelt weit weg ist, erhellend, frustrierend, läßt einen mit mehr Fragen zurück, als Antworten…

1.000 Dosen Impfstoff für Gaza?

Finden die russischen Spenden ihrer/einen Weg?

Die Palästinensische Autorität hat bei der israelischen Regierung um die Erlaubnis nachgesucht, 1.000 Dosen Impfstoff der Marke Sputnik, Teil eines Geschenks (10.000 Einheiten) der russischen Regierung an die Palästinenser, für die Impfung medizinischen Personals nach Gaza weiterleiten zu dürfen … Die Anfrage werde geprüft, heißt es dazu aus israelischen Regierungskreisen. Aus den Reihen der Knesset war zu vernehmen, diese Weiterleitung an Bedingungen an die Hamas zu knüpfen.

Haaretz Times of Israel

Kloster Mar Saba, Palästina

Auf dem Nachrichtenportal MEMO – Middle East Monitor wird das zwischen Jerusalem und dem Toten Meer gelegene Kloster Mar Saba vorgestellt. Bekannter ist das St. Georg-Kloster im Wadi Qelt, doch das griechisch-orthodoxe Kloster Mar Saba, gegründet im 5. Jahrhundert, ist das älteste in Palästina und Israel.

Die Reliquien des Hl. Sabas, die durch die Kreuzzüge aus dem Heiligen Land nach Venedig verbracht wurden, fanden als eine große ökumenische Geste nach der Begegnung von Paul VI. p.p und Patriarch Athenagoras in Jerusalem im Jahre 1964 ihren Weg übrigens wieder zurück in die jüdäische Wüste.