Aus der Sicht des Libanon

Hussein el Mouallem, Programmleiter im Libanon-Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung, blickt aus der Sicht seines Landes auf die Verhandlungen Israel-Libanon.

Libanon – mitten im Krieg – versinkt das Land im Chaos?

In der Reihe „Um 7 – Aktuelles im Gespräch“ – Dialog für eine Stunde

Impuls und Gesprächspartnerin: Friederike Weltzien,  Pfarrerin i.R. und Trauma-Therapeutin

Moderation: Dr. Andreas Goetze, Zentrum Oekumene Frankfurt/Main

Wie leben die Menschen in einer Situation ständiger Bedrohung? Die israelischen Drohnen begleiten den Alltag und die Bombardierungen gehen täglich weiter. Könnte die Entwaffnung der Hisbollah gelingen und damit dem Libanon die Chance auf einen wirtschaftlichen Aufschwung eröffnen? Welche Perspektiven gibt es für eine bessere Zukunft? Was sind die Hoffnungsmomente?

Friederike Weltzien ist biographisch wie von Herzen eng mit dem Libanon verbunden. Sie wuchs teilweise in Beirut auf und war mit ihrem Mann Uwe von 1999 bis 2008 Pfarrerin in der Deutschsprachigen Evangelischen Gemeinde zu Beirut. Dort bringt sie sich immer wieder, wenn nötig, als Vertretung ein. Ansonsten arbeitet sie als Traumtherapeutin für den Verein Frieden und kultureller Austausch – Libanon e.V. in dem Begegnungszentrum Dar Assalam in Wardaniye, was nach der Zerstörung durch israelische Bomben wieder im Aufbau ist. Sie war zuletzt in den palästinensischen Flüchtlingslagern des Libanon unterwegs, um Sozialarbeiterinnen und Psychologinnen vor Ort fortzubilden.

Zoom-Link | Meeting-ID: 670 0280 4545 | Kenncode: 126811

Schnelleinwahl mobil: +496938079884

Veranstalter: Zentrum Ökumene der EKHN und EKKW in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Limburg (KEB Diözesan-Bildungswerk) und dem Religionspädagogisches Institut der EKKW und EKHN

Human Rights Film Festivals Berlin (HRFFB)

Insgesamt präsentiert das HRFFB in diesem Jahr 24 Dokumentarfilme, die ein breites Themenspektrum abdecken: von Klimagerechtigkeit, Konflikten und Frieden sowie Dekolonisierung bis zu wirtschaftlicher Gerechtigkeit, Meinungsfreiheit, Geschlechtergerechtigkeit und Flüchtlingsrechten. Zahlreiche Filmemacher:innen, Protagonist:innen und Aktivist:innen kommen nach Berlin, um mit dem Publikum nach den Filmscreenings zu diskutieren.

Für das vollständige Programm und weitere Informationen zum Festival: www.hrffb.de / Programm

A regional earthquake … Mitvim Webinar

In recent years, a strategic approach has gained prominence in Israel’s regional policy: the idea that military strength and security superiority can serve as a foundation for normalization and cooperation with countries in the Middle East. According to this approach, often described as “normalization through power”, military deterrence, shared security interests, and advanced technological capabilities can position Israel as a central regional partner even without broader political progress vis-à-vis the Palestinians.

The war that began on October 7, and particularly the campaign against Iran, puts this paradigm to the test. While Israeli public attention is largely focused on the military aspects of the confrontation with Iran, a broader strategic question arises: what will the regional order look like on the day after the war, and can military achievements alone translate into a stable regional reality and sustainable cooperation?

This webinar will examine the future of relations between Israel and regional actors in light of the latest developments in the Middle East. The discussion will explore the opportunities and limitations of an approach based primarily on power and deterrence, alongside the role of political processes, regional diplomacy, and multilateral cooperation in shaping a more stable regional order.

The panel will bring together leading experts, who will offer diverse regional perspectives on the strategic implications of the war and on the possibilities for shaping a new regional reality in its aftermath.

When: Tuesday, March 24, 6 PM (Israel time) ; 5 PM (CET); 11:00 AM (EST).

Moderator:

Eitan Ishai – Director of the MENA program, Mitvim

Speakers:

Dr. Gil Murciano – CEO, Mitvim

Mohammed Baharoon – Director General, B’huth Institute, United Arab Emirates

Prof. Eli Podeh – Lecturer, Department of Islamic and Middle Eastern Studies, Hebrew University of Jerusalem; Board Member, Mitvim; Member of the Regional Security Coalition

Dr. Shira Efron – RAND Corporation’s Distinguished Israel Policy Chair

Dr. Ofir Winter – Senior Researcher, Institute for National Security Studies; Lecturer, Department of Arabic and Islamic Studies, Tel Aviv University

Elizabeth Tsurkov – Fellow, Newlines Institute for Strategy and Policy; Research Fellow, Forum for Regional Thinking

SWP-Podcast 2026/P 08

Flächenbrand: Welche Ziele verfolgen die Kriegsparteien in Iran und welche Folgen drohen in Nahost?

Libanon im Blick

FR-Interview von Inge Günther mit Stefan Weidner, Autor, Islamwissenschaftler und Übersetzer, der bis vor wenigen Tagen in Beirut war und über den „kleinen“ Krieg im Schatten des „großen“ Krieges mit Iran berichtet. Ein Krieg zwischen Israel und Hisbollah, den weder der Zedernstaat noch die allermeisten Libanesen wollten und dem sie trotzdem nahezu wehrlos ausgeliefert sind. 

Die Hisbollah steht im Libanon zunehmend isoliert da. Selbst unter Schiiten schwindet die Unterstützung für die Miliz dramatisch.

Im Sog der Eskalation

Frieden mit Fragezeichen

Donald Trump läßt sich für seinen Gaza-Deal feiern. Doch wie blickt der Nahe Osten auf das Abkommen? Mitarbeiter und Miterabiterinnen der Ebert-Stiftung berichten aus den betroffenen Ländern.

Studienprogramm(e) an der Near East School of Theology (NEST) in Beirut

Von Mitte September bis Mitte Dezember 2026 können Pfarrerinnen und Pfarrer an einer Fortbildung zur Qualifizierung im christlich-islamischen Dialog teilnehmen. Das Studium ist eingebettet in das erste Semester des Studienprogramms „Studium im Mittleren Osten“ an der NEST. Das Programm besteht aus Seminaren, Begegnungen und Exkursionen. Es werden grundlegende Kenntnisse zum Islam und zu den christlichen Kirchen des Nahen Ostens sowohl auf theologischer als auch auf praktischer Ebene vermittelt. Unterrichtssprache ist Englisch.

Das Angebot richtet sich vor allem an Pfarrerinnen und Pfarrer, die Anspruch auf einen dreimonatigen Studienurlaub haben. Ob ein Anspruch besteht, ist vor der Bewerbung für das Studienprogramm mit dem zuständigen Referat für Fortbildung/Studienzeit in der jeweiligen Landeskirche zu klären, eine schriftliche Bestätigung von dort ist der Bewerbung beizufügen. Im Einzelfall kann die Teilnahme auch Pfarrerinnen und Pfarrern ermöglicht werden, für deren Aufgabengebiet eine Qualifizierung im interreligiösen Dialog notwendig ist. Eine Prüfung ist jedoch erforderlich. An dem Programm können auch Pfarrerinnen und Pfarrer aus anderen Landeskirchen im Bereich der EKD teilnehmen.

Die NEST liegt in einem gemischten, sehr sicheren Stadtviertel Beiruts nahe der amerikanischen Universität und der deutschen Gemeinde. Sie ist die kirchliche Hochschule, ein kleiner Campus, in dem Theologinnen und Theologen für die evangelischen Kirchen des Nahen und Mittleren Ostens ausgebildet werden. Die Teilnehmenden werden in Zimmern der NEST untergebracht sein und dort auch an den Lehrveranstaltungen teilnehmen (zusammen mit den Studierenden des Studienprogramms „Studium im Mittleren Osten“). Das gemeinsame Leben an der Hochschule verbindet Theologie und Spiritualität, eröffnet die Möglichkeit, unterschiedliche geistliche Traditionen und Kulturen zu erleben und sich darüber auszutauschen. Unterbringung, selbst gestaltete Andachten, Sportmöglichkeiten und Verpflegung sind Teil des Programms.

Das Studiensemester bietet die einmalige Chance, nicht nur den Libanon, das wunderschöne „Land der Zedern“, aus nächster Nähe wahrzunehmen, sondern auch den Islam aus einer Mehrheitsperspektive kennenzulernen sowie viel über den konfessionellen Reichtum und die aktuelle Situation christlicher Kirchen im Nahen und Mittleren Osten zu erfahren. Vor allem ist es anregend, von den Christinnen und Christen, die seit Jahrhunderten mit und unter dem Islam leben, mehr von ihrem Lebensalltag zu erfahren. Spannend sind ihre Wege, mit Musliminnen und Muslimen so ins Gespräch zu kommen, dass sie die christlichen Überzeugungen besser nachvollziehen können. Inspirierend wird es sein, nach Perspektiven für einen jüdisch-christlich-islamischen Dialog unter den derzeitigen Bedingungen zu fragen und auch danach, wie eine gemeinsame Zukunft in der Region Gestalt gewinnen könnte. Die religiöse Vielgestaltigkeit des Landes gibt so Gelegenheit, die Chancen und Grenzen des Miteinanders der Religionen zu erleben und zu reflektieren.

Das Ziel dieses Studienangebots ist die Befähigung, als Multiplikator bzw. Multiplikatorin im interkonfessionellen sowie interreligiösen Dialog mitzuarbeiten. Zum Studienprogramm gehören ein Vorbereitungstreffen sowie ein Auswertungstag.

Das Zentrum Oekumene bereitet mit den Teilnehmenden den Aufenthalt durch Bildungs- und Begleitprogramme intensiv vor und nach und steht für Fragen auch bei kritischen Situationen verläßlich mit Beratung und Alternativen zur Verfügung.

Die Eigenbeteiligung liegt bei ca. 2.000.- €. Die Fahrtkosten zu den Vor- und Nachbereitungstreffen sind von den Teilnehmenden zu tragen. Bewerbungen können bis zum 15. November 2025 erfolgen.

Nähere Informationen erhalten Sie bei
Pfr. Dr. Andreas Goetze, Referent für den interreligiösen Dialog – Schwerpunkt Islam und Christ*innen im Mittleren Osten – im Zentrum Oekumene der EKHN und der EKKW,
E-Mail: goetze@zentrum-oekumene.de – Telephon: 069 / 976518-69.

Die Bewerbungen bitte auf dem Dienstweg an das
Zentrum Oekumene der EKHN und der EKKW,
z.Hd. OKRin Christina Schnepel, Praunheimer Landstraße 206,
60 488 Frankfurt/Main

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Auch für das „Studium im Mittleren Osten“ (SiMO) für Studierende nach der Zwischenprüfung fassen die Organisazoren eine Entsendung ab 2026 wieder ins Auge. Dies betrifft in erster Linie ebenfalls den regulären Entsendungstermin im September 2026 für das Studienjahr 2026/27. Unter Umständen (!) wären jedoch auch besondere Absprachen über einen kürzeren Studienaufenthalt an der NEST (z.B. „SiMO+“) bereits im Sommersemester 2026 möglich. Das Sommersemester beginnt im Libanon bereits in der zweiten Januarhälfte und geht bis Ende Mai.

Da ein Neustart nach einer langen kriegs- und krisenbedingten Unterbrechung immer auch einen gewissen Verlust eingespielter Routinen bedeutet, wird aktuell zunächst auf die üblichen Bewerbungsfristen (normalerweise: 10. Dezember für das im darauffolgenden September beginnende Studienjahr) verzichtet. Alle Interessierten werden jedoch gebeten, so schnell wie möglich das persönliche Gespräch oder Kontakt mit einem Mitglied des Geschäftsführenden Ausschusses des SiMO-Programms (Dr. Claudia Rammelt als Vorsitzende, Dr. Sara Binay und Johannes Mieth) zu suchen.

Nähere Informationen mit dem Bewerbungsformular für die Entsendung über die EMS findet sich hier: https://ems-online.org/mitmachen/#c1389

Eine ausführlichere SiMO-Informationsseite außerdem hier: http://simo-studienprogramm.org/

Union for the Mediterranean

Progress Report: Regional Integration in the Union for the Mediterranean 2025


From the Preface by the OECD
In 2021, the OECD published its first report monitoring regional integration in the Euro-Mediterranean region. This second edition of Regional Integration in the Union for the Mediterranean assesses progress made since 2021 – a period marked by the impacts of the COVID-19 pandemic, successive economic shocks, ongoing conflicts in the Middle East, and an increasingly complex geopolitical context.In this challenging environment, our report highlights the opportunities that economic integration offers for countries in the region to achieve stability, peace and prosperity