Die Tore öffnen sich .. (bald)

Touristische und andere Reisen nach Israel und Palästina bald wieder möglich

Die Zeichen mehren sich, daß bald wieder (mehr) Reisen ins „Heilige Land“ möglich sein werden. Hier einige Informationen dazu:

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HCEF: Pilgrimages to the Holy Land, Update on health protocols.

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Radio Vatikan online: Heiliges Land: Pilgerfahrten wieder möglich

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Israel Could Soon Reopen to Tourists. Here’s What You Need to Know

Vaccinated citizens from 40 countries could be welcomed back in Israel as early as November 1, but U.S. tourists will likely need to request individual approval to get into the country (PDF)

Der Patriarch des Volkes

Verzweiflung und Hoffnung aus dem Heiligen Land

Eine Hybrid-Veranstaltung am 24. September 2021 um 18:00 Uhr über und mit Patriarch em. Dr. Michel Sabbah

Der Priester und ehemalige Präsident der katholischen Universität Betlehem, Dr. Michel Sabbah, war von 1987 bis 2008 das Oberhaupt der katholischen Kirche von Israel, Palästina, Jordanien und Zypern. Johannes Paul II. p.p. hatte den Palästinenser 1987 zum Lateinischen Patriarchen von Jerusalem ernannt. 2008 stimmte Benedikt XVI. p.p. zu, daß Patriarch Sabbah sich im Alter von 75 zur Ruhe setzte. Von 1999 bis 2007 war Patriarch Sabbah Präsident von pax christi international. Er ist immer noch aktiv in vielen Initiativen und Aktivitäten, um seine humane und spirituelle Botschaft in Palästina und in der Welt zu verbreiten.


Im Rahmen der weltweiten Ökumenischen Woche für Frieden in Israel und Palästina des Weltkirchenrates.

VeranststaltungProgramm

Universität Bern – einmal anders auf Geschichte schauen

Auch wenn der Konflikt zwischen Israelis und Palästinenser:innen kein religiöser Konflikt ist, spielt Religion und spielen religiöse Akteur:innen (zunehmend?) eine Rolle. Einen interessanten Blick auf die Frage „How to cope with Religious Conflicts? Insights from History (flashMOOC)“ wirft die Berner Professorin Katharina Heyden, seit 2018 Director of the Interfaculty Research Cooperation „Religious Conflicts and Coping Strategies“ at the University of Bern, in einem einführenden Video zu dieser Frage. Eines der Beispiele ist ein Blick in der Geschichte von Mamre (Hebron / al Khalil – ab min 10:58), der erhellende Einblicke vermittelt.

The interactive video is divided into the following chapters:
Model for Context-Sensitive Analysis of Conflicts with Religious Dimensions
Methodological Remarks: Working with Historical Sources
Three Historical Case Studies
a. Swiss Religious Wars in the 16th century and the Kappeler Milk-Soup
b. The universalism of the medieval philosopher Ramon Lull
c. Interreligious hospitality at Abrahams Shrine in Late Antique Mamre
Conclusio

Im siebten Jahr soll der Boden ruhen

Trotz der Probleme im bilateralen Verhältnis in den vergangenen Jahren einigten sich die Regierungen Israels und Jordaniens auf Agrarimporte im Schnat schmita, dem Schmita-Jahr.

Mit dem Neujahrsfest beginnt nach jüdischer Tradition und Religion nun wieder solch ein Jahr am 7. September. Nach biblischer Überlieferung ernten Jud:innen im siebten Jahr ihren Boden nicht ab, sondern schonen diesen: „..sechs Jahre kannst du in deinem Land säen und die Ernte einbringen; im siebten sollst du es brach liegen lassen und nicht bestellen…“

Um dennoch ausreichend Lebensmittel in Israel zur Verfügung zu haben, wurden bevorzugte Importlieferungen aus/mit Jordanien vereinbart. 

Neuerscheinung: Palästina und die Palästinenser

Muriel Asseburg: Palästina und die Palästinenser – Buch und Podcast

Eine Geschichte von der Nakba bis zur Gegenwart. München (C.H. Beck) Paperback 2021

https://imageservice.azureedge.net/api/getimage?productId=32392603
Muriel Asseburg.
Palästina und die Palästinenser
Eine Geschichte von der
Nakba bis zur Gegenwart.
München (C.H. Beck) 2021, 365 S.,
Mit 21 Abbildungen und 10 Karten.
ISBN 978-3-406-77477-5

(DLF) Jahrzehntelang haben die Palästinenser von einem eigenen Staat geträumt, der völkerrechtlich anerkannt ist. Doch inzwischen scheint der Traum zum Albtraum geworden zu sein. Die Politologin Muriel Asseburg informiert darüber, daß ein großer Teil der Palästinenser selbst dieses einst so ersehnte Ziel inzwischen frustriert aufgegeben hat.

Noch 1993 waren die Erwartungen groß, als in Oslo ein Friedensprozeß angestoßen worden war. Israelis und Palästinenser sollten in den Folgejahren friedlich auf eine Regelung des historisch gewachsenen Problems hinarbeiten.

Inzwischen ist die Enttäuschung deutlich spürbar. Spätestens seit der Regierungszeit des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu hat sich die Hoffnung auf einen eigenen Staat bei vielen in nichts aufgelöst.

Alternativen zur Zweistaatenlösung

Inzwischen tauchen immer mehr Alternativen zu der einst favorisierten Zweistaatenlösung auf. Etwa ein entmilitarisierter Palästinenserstaat, ein sogenannter ‚Staat minus‘. Möglich wäre auch eine teilweise Annexion des Westjordanlandes mit Palästinensern als israelische Staatsbürger. Oder ein Staatenbund zwischen Israelis und Palästinensern – Jordanier dabei eingeschlossen.

Ein großer Teil der palästinensischen Bevölkerung in den seit 1967 besetzten Gebieten kann sich zudem ein Selbstbestimmungsrecht in einem einzigen Staat vorstellen. Dort könnten Israelis und Palästinenser künftig gleichberechtigt leben: jedenfalls der Theorie nach.

„So unterstützen in Umfragen drei Viertel der palästinensischen Israelis eine Regierungsbeteiligung einer arabischen Partei.“

Passend zur Neuerscheinung: Deutschlandfunk Nova

Der Hörsaal greift damit ihrem neuen Buch vor,
das genau zu diesem Thema am 26. August 2021 erscheinen wird.

Doch trotz der neuen palästinensischen Zustimmung in Umfragen: Laut Muriel Asseburg wird dadurch eine ‚Ein-Staaten-Regelung nicht wahrscheinlicher. Denn diese wiederum werde von der ganz überwiegenden Mehrheit der jüdischen Israelis abgelehnt.

Muriel Asseburg ist Senior Fellow in der Forschungsgruppe Afrika und Mittlerer Osten bei der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin. Ihren Vortrag hat sie eigens für die Sendung ‚Hörsaal‘ bei Deutschlandfunk Nova konzipiert und eingesprochen. Im Mittelpunkt ihrer Ausarbeitung steht die Flucht und Vertreibung eines Großteils der Palästinenser.

Muriel Asseburg. Palästina und die Palästinenser. Eine Geschichte von der Nakba bis zur Gegenwart. München: C.H. Beck Paperback, 2021, 365 S., mit 21 Abbildungen und 10 Karten. ISBN 978-3-406-77477-5

Nie genug der Träume

Am Sonntagabend ging das Middle East Union Festival zu Ende, ein Ende der immer ein Anfang ist…

Hier die Schlußerklärung…

Deklaration der Nahost-Union

Wir verkünden die Gründung der Nahost-Union
im Rahmen von humanem, ökonomischem und sozialem Denken und Verfahren,
welche die Staaten des Nahen Ostens, Nordafrikas sowie die Türkei und den Iran vereinen.

Die Deklaration der Nahost-Union trägt in sich unter anderem die Idee der Wichtigkeit
der Menschen- und Bürgerrechte für alle Bewohnerinnen und Bewohner des Nahen Ostens.

Das Recht auf eine gleiche und faire Verteilung der natürlichen Ressourcen unter den Staaten der Region, die ohnehin bereits an den Folgen der Klimakrise zusammenbrechen.

Die Nahost-Union wird eine Verfassung schreiben, in der die Rechte, Wünsche und Bedürfnisse aller Mitglieder der Union, einschließlich der Frauen, LGBTQI-Menschen, Kinder und Geflüchteten,
verankert sein werden.

Diese Verkündung macht aber die folgende Frage nicht überflüssig:
Was wäre passiert, wenn der Nahe Osten von den europäischen Mächten nicht erobert worden wäre? Welche Bürgerkriege hätten vermieden werden können, wenn Gebiete nicht nach dem Wunsch europäischer Imperialisten entlang horizontaler, symmetrischer Trennlinien aufgeteilt worden wären? Grenzen, die ohne jegliche humane Logik quer durch Gemeinden, Familien und Kulturen verliefen.

Es gibt eine gewisse europäische Auffassung von der wesentlichen Beziehung zwischen den EU-Staaten: Die Auffassung darüber, wie sich die einzelnen Unionsmitglieder ihren Alltag vorstellen, welche Zukunftsvision sie sich ausmalen, was sie als Einheit motiviert.

Ähnlich bitten auch wir in der Deklaration der Nahost-Union, die Bestrebung nach der Verknüpfung der verschiedenen im Nahen Osten lebenden Communitys nicht aufzugeben.

Diese Vision gemeinsam niederzuschreiben!

Eine Organisation zu begründen, die unsere Ziele vorantreibt, egal ob diese wirtschaftlich oder human sind oder die Zukunft des ganzen Planeten betreffen.

Und mehr an Bildern und Info: The Middle East Union Festival

Logo Middle East Union

Erinnerung ist nicht teilbar, aber mitteilbar

Was ein Baum zu erzählen hat

In der neuen Ausgaben (August 2021) von This Week in Palestine findet sich eine kleiner Essay von Claudette Habesch, die viele Jahre ehremamtliche Präsidentin der Caritas in Jerusalem war. Sie erinnert an ihre Jugend und die ihres verstorbenen Mannes, beide wurden aus Talpiot (Talbiyeh), heute in West-Jerusalem, vertrieben.

This Week in Palestine

Universität!

Anerkennung von Dar al-Kalima (Bethlehem) als Universität – die Krönung vieler Jahre des Engagements, Hoffung ein Gesicht zu geben und eine Adresse – Herzlichen Glückwunsch!

Mehr zum Hintergrund von Dar al-Kalima in unserer Themenausgabe von israel & palästina: 25 Jahre Dar al-Kalima (Heft 2-3/2020)

Ist möglicherweise ein Bild von Torte

Einfach mal von oben

Ein ’sehenswerter‘ Bericht auf der Seite https://www.israel21c.org über die Arbeiten des Photographen Roni Kiperman.

Twelf gorgeous views of Israel from above – ‘There is something terribly exciting about seeing places for the first time from above. Everything looks completely different from the sky,’ photographer Roni Kiperman.

The Bahá’í Gardens in Haifa as seen from above.Photo © Roni Kiperman

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