Über die (Un-)Möglichkeit der Vergleiche

Selenskys Rede, gerichtet an die Abgeordneten der Knesset in (West-)Jerusalem

In seiner Analyse dieser Rede untersucht Anshelm Pfeffer die Motivation Selenskys, in einer Art Kampagne die Parlamente der westlichen Welt zu addressieren, u.a. das House of Parliament in London, den US-amerikanischen Kongress, den deutschen Bundestag etc. Diese Kampagne, so Pfeffer, ziele weniger darauf ab, bestimmte Entscheidungen der Abgeordneten auf den Weg zu bringen, als das Gewissen und die Aufmerksamkeit der Welt auf sein Land gerichtet zu sehen. Sie gleiche damit einer medialen Inszenierung, um im Fokus der Weltöffentlichkeit zu bleiben.

„Perhaps the most important component of Zelenskyy’s Knesset address was the repeated warning at the end of the dangers of “indifference” to Ukraine’s plight. He may have only four years of experience in politics, but he knows full well by now that speeches to parliaments, not just the Israeli one, are not going to change governments’ cold, calculated and pragmatic policies. That isn’t the reason Zelenskyy’s talking to parliaments.“


Zum gleichen Thema der Beitrag „Ein ungeheuerlicher Vergleich“ auf german-foreign-policy.com.

Nachtrag: 24. März 2022

Beitrag von Rachel Sharansky Danziger auf dem Blog der Times of Israel:

„Yes, Zelensky misspoke, but that really doesn’t matter – What matters is how Israel handles the present moment – and whether its actions will stand the test of time“


In memoriam John Bunzl (27.4.1945-22.3.2022)

Mit dem Österreichisches Institut für internationale Politik – oiip trauern wir um einen hochgeschätzten Kollegen und Wissenschaftler: Dr. John Bunzl, der am 22. März 2022 gestorben ist.

Bunzl wurde 1945 als Sohn einer österreichisch-jüdischen Industriellenfamilie im Exil in London geboren und wuchs nahe der Papierfabrik seiner Familie im niederösterreichischen Pernitz auf. Nach dem Abitur in Wien und studierte Soziologie und Politikwissenschaften in Innsbruck.

John Bunzl war Wissenschaftler mit Leib und Seele und war in seinen Themenbereichen hoch angesehen. Mit besonderem Engagement setzte sich John Bunzl gegen Ungerechtigkeiten und die für die Anliegen der Palästinenser:innen ein und erntete dafür nicht immer Anerkennung. Für sein Umfeld war er stets da und hatte ein offenes Ohr für sämtliche Anliegen.

„Stets setzte er sich dafür ein, daß die Perspektive der Palästinenser und deren Leid durch die Vertreibung auch von jüdischer Seite anerkannt werden. In den letzten Jahren wurde ihm auch der Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit und Islamophobie ein zentrales Anliegen“ – so würdigte ihn die österreichische Tageszeitung Der Standard in ihrem Nachruf.

Mit Dankbarkeit denken wir die Beiträge zurück, die er im Rahmen der diAk-Publikationen zur Verfügung gestellt hat.

Diskriminierungserfahrung und Zivilcourage

Anläßlich der internationalen Wochen gegen Rassismus / Vorstellung der Ergebnisse einer Befragung von arabischen Migrant/-innen in Gera

Am 14. März 2022 von 18 – 19.30 Uhr
Vor Ort oder im Livestream unter https://www.youtube.com/watch?v=zw-5CaACFz0

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb lädt Sie herzlich ein zur hybriden Veranstaltung „Diskriminierungserfahrung und Zivilcourage. Eine Befragung von arabischen Migrant/-innen in Gera“ am Montag, den 14. März 2022 um 18 Uhr im Eiscafé de Bernardo, Schloßstraße 2 in Gera. Der Vortrag von Soha Hallawe und die Diskussion wird auch als Livestream auf YouTube übertragen.

Soha Hallawe, Angestellte bei der Stadtverwaltung Gera, führte im Rahmen ihrer Studienabschlussarbeit eine Befragung zu Diskriminierungserfahrungen unter arabischen Migrant/-innen im Jahr 2021 durch. Dabei wurden ca. 150 syrische und irakische Bürger/-innen der Stadt Gera befragt, um ihre Erfahrungen der letzten fünf Jahre zu schildern.

Am 14. März 2022 stellt Frau Hallawe die Ergebnisse ihrer Studie vor und gibt einen Überblick über die Lebenssituation von Migrant/-innen in Gera. Im Anschluß an ihren Vortrag gibt es die Möglichkeit zur Diskussion.

Zeit: 14. März 2022, 18 – 19.30 Uhr

Ort: Vor Ort in Gera oder im Livestream unter https://www.youtube.com/watch?v=zw-5CaACFz0

Richten Sie sich jetzt die Erinnerungsfunktion auf YouTube ein, um die Veranstaltung nicht zu verpassen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung und den Livestream finden Sie auf unserer Website www.bpb.de/505591

A Very Brief Guide to Antisemitism

Online Diskussion von Americans for Peace Now mit Rabbi Jill Jacobs and Hadar Susskind

Donnerstag, 24. Februar 2022- 19.00 Uhr – Thursday, February 24, at 1:00 pm Eastern Time

A Very Brief Guide to Antisemitism

American Jewish organizations have been intensifying their efforts to fight antisemitism as hateful rhetoric proliferates worldwide.

Unfortunately, some of these groups are increasingly weaponizing the fight against antisemitism to quash legitimate criticism of Israeli policies and practices, violating free speech, and suppressing vital conversations regarding Israel’s imperfections.

T’ruah, the Rabbinic Call for Human Rights, and Americans for Peace Now are actively working, within America’s Jewish community and beyond, to fight that trend, to draw the line between antisemitism and legitimate criticism of Israel. T’ruah recently published a useful Very Brief Guide to Antisemitism to help better understand the phenomenon and to help tell the difference between legitimate criticism of Israel and anti-Israel attitudes that cross the line and constitute antisemitism. Join the CEOs of T’ruah and APN, Rabbi Jill Jacobs and Hadar Susskind, this Thursday, February 24th, at 1:00 pm Eastern Time to discuss this troubling trend as well as their organizations’ response to it.

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Mehrdenken statt Querdenken

– für ein solidarisches Miteinander gegen Corona – Kein Schulterschluß mit Nazis!

Seid solidarisch, gefährdet weder euch, noch andere!

Zeigen wir unser Mitgefühl mit den Angehörigen der Toten der Covid19-Pandemie!

Beteiligen wir uns an den Protesten gegen die in vielen Bezirken stattfindenden »Montagsspaziergänge«!

Wenn auch nur ein kleines Zeichen: https://solidarisch-denken.de !

Rechtsextremismus in Institutionen

„Ein besonderes Anliegen wird mir sein, die größte Bedrohung, die derzeit unsere freiheitlich demokratische Grundordnung hat, den Rechtsextremismus, zu bekämpfen.“

so Nancy Faeser kurz nach ihrem Amtsantritt als Innenministerin der neuen Bundesregierung.

Die Beiträge: Was ist rechts und was extrem? | Die AfD auf dem Weg der Radikalisierung | Rechtsextremismus und der Verfasungsschutz | Brandmauern und Brückendiskurse. Rechtsextremismus in der Bundeswehr | „Tiefer Staat“? | Vorkommnisse, Vorfälle, Einzelfälle? Rechtsextremismus in der Polizei | Das Rechte im Recht. Rechtsextremismus in der Justiz | Gewerkschaften und die radikale Rechte | „Politische Bildung“ von rechts

Der Analyse dieses Phänomens, speziell dem Rechtsextremismus in Institutionen, nimmt sich nun auch die POLITIKUM an.

Zur Inhaltsübersicht – Den zentralen Grundlagentext „Was ist rechts und was extrem?“ aus der POLITIKUM gibt es zurzeit als kostenlose Leseprobe. Ausführlichere Würdigigung vorgesehen.