Keine guten Nachrichten…

US-Gelder für die UNRWA gestrichen, die US-amerikanische Untersützung der palästinensischen Krankenhäuser in Ost-Jerusalem eingestellt und als besonderes Geschenk zum jüdischen Neujahrsfest: Die Schließung der PLO-Vertretung in Washington…

Es lohnt die Stellungnahme bzw. den offenen Brief des UNRWA-Direktors Pierre Krähenbühl einmal zu lesen.

UNRWA

Neben Japan und einer Reihe anderen Länder hat auch die Bundesrepublik Deutschland ihre Zahlungen an die UNRWA erhöht, um dem Hilfswerk und seiner Arbeit beizustehen.

 

 

Ein gutes neues Jahr … 5779

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„Ketivah Vachatimah Tovah“ –
Hoffen wir für und wünschen es allen Menschen:

Möge dein Name im Buch des Lebens niedergeschrieben werden…

 

Und noch ein Kalenderblatt…

An dieser Stelle präsentieren wir wieder ein Blatt aus dem diAk-Kalender für das Jahr 2018 (erschienen als Ausgabe IV/2017) – ein Gespräch in Bildern…

September

Luli (* 4.7.1985)  and Yehudit (* 6.2.1985) met at the age of 18. Tey like to think of themselves as childhood fiends. Both born in Israel, they have each gone their separate path and their fiendship has become one of overseas. Te project ‘Visual Correspondences’ was born afer a conversation in which the two observed that the different choices they have made in life, and the places they have been, places they have called home cast a light on both the similarities and differences of their visual observations.
Using their phones, they began writing each other ‘picture messages’. Each picture
is answered with a picture. Te text was later atached to the pictures.

Nächste diAk-Tagung: 25./26.10.2018 in Berlin

In einem neuen Format (Donnerstagabend und Freitag ganztägig) und mit einem Eröffnungsvortrag von Danny Cohn-Bendit lädt der diAk Mitglieder und Interessierte nach Berlin ein: Ort der Veranstaltung wir das Lawrence in die Oranienburger Straße 69 in Berlin-Mitte sein. Details folgen an dieser Stelle.

Die Debatte geht weiter…

und unsere Aufgabe auch:

Alexandra Senfft schreibt in der aktuellen Ausgabe des „Freitag“ über das israelische Nationalstaatsgesetz:

Das Nationalstaatsgesetz treibt die Gesellschaft in einen tiefen Konflikt und schürt das gegenseitige Misstrauen. Die Opposition ist aufgerüttelt, allerdings noch nicht vereint genug, um den antidemokratischen Entwicklungen Einhalt zu gebieten.

Es gilt jetzt, sie aktiv intellektuell und pragmatisch zu unterstützen. Solidarität – auch vonseiten der deutschen Politik – ist das Gebot der Stunde. Wer sachliche, angemessen geäußerte Kritik an Israels Regierungspolitik für antiisraelisch oder gar antisemitisch hält, ist aus den falschen Motiven befangen,  … und wird auch den Rechten im eigenen Land nicht Einhalt gebieten können.

 

Desintegriert Euch!

Eine lesenwerte Besprechung von Claudia Schwartz zu einem spannenden Buch:
Max Czollek: Desintegriert Euch!
München (Hanser Verlag)) 2018. 207 S. 18,00 €

Die NZZ leitet die Besprechung so ein:

Die dritte jüdische Generation nach dem Holocaust erhebt jetzt ihre Stimme. Der Lyriker Max Czollek will dabei an die Schmerzgrenze gehen und findet, die deutsche Gegenwart sei «immunisiert», was eine Kontinuität des deutschen Antisemitismus anbelange. Neben viel Schwarz-Weiss-Malerei gibt er auch Wichtiges zu bedenken.

Bestellbar per Mail

Vermächtnis Frieden

Uri Avnery ist tot (1923-2018)

In der Nacht von Montag starb in Tel Aviv – einen Monat vor seinem 95. Geburtstag – der am 10. September 1923 als Helmut Ostermann im westfälischen Beckum geborene Friedensaktivist und große Humanist Uri Avnery. Der Prophet gilt im eigenen Land wenig, so eine alte Weisheit, Uri Avnery war in der Welt vielfach geschätzt und vielfach ausgezeichnet, so mit dem Aachener Friedenspreis oder mit dem Alternativen Nobelpreis. Zuhause, in dem Land für das er kämpfte, schon 1948 in ersten Krieg auf dem Feld, im Parlament über drei Wahlperioden oder in den letzten Jahrzehnten in der von ihm entscheidenend mitgegründeten und getragenen Friedensorgansisation Gush Shalom, schlug ihm nicht nur Freundschaft und Respekt entgegen.

Jede Woche kam seine Kolumne, brachte Dinge auf den Punkt, sprach aus, was manche nicht hören möchten, zugespitzt, pointiert, eingebunden in die geschichtliche Erfahrung und die zum Teil hitzige Debatten in seinem Land.

Ich erinnere noch heute lebhaft eine Begegung aus dem Jahr 1992 in seiner Wohnung, ich war gerade mit dem Trierer Bischof Spital gelandet und zu ihm und seiner Frau Rahel gefahren, bevor wir zusammen in Hafen von Jaffa zu Abend aßen. Vor Oslo… und Uri sprach vehement davon, es müsse mit der PLO verhandelt werden, nur mit den ‚Feinden‘ gebe es Frieden: Und der Gast staunte über dieses Entre für seine Reise.

Nach Oslo, Frühjahr, 1994, ein Frühstück im Hotel Freshman-Street, direkt bei seiner Wohnung, eine politische Delegation, der stellvertretende Verteidigungsminister war gerade gegangen, im Aufstehen stand Uri schon als nächster Gesprächspartner in der Tür, die Augen des Ministers rollten… Und Uris erster Satz im Anschluß an den vorherigen Gast: ‚Wir wollen Frieden schließen, aber wir tun es noch immer mit der Haltung des Krieges, das wird nicht gelingen.‘ Und dann noch: ‚Warum lassen wir nicht jetzt endlich alle politischen Gefangenen (!) frei, all die Palästinenster, die wegen Dingen im Gefängnis sitzen, die zum politischen Befreiungskampf gehören…?‘ Wie hatte der Minister zuvor gesagt: Wenn die Palästinenser etwas wollen, auch ihre Gefangenen, dann müssen sie dafür bezahlen.
Welche eine Welt lag zwischen ihm und Uri.

Ein solches Lebenszeugnis, lange mitgetragen von seiner 2011 verstorbenen Frau Rachel, verdient Achtung und Respekt, sein Mut, seine Courage, seine visionäre Kraft werden schmerzlich fehlen.

Aber sie bleiben eine Quelle der Kraft und der Hoffnung, daß Frieden, ja mehr noch, daß Versöhnung möglich sind. Und sie werden kommen! (rzw)

R.I.P.

(Photo von Uris Website)

Ha’aretz würdigt Uri in seiner Ausgabe vom 21. August 2018 auch mit seinen Textbeiträgen – hier der freie Link.

*

Nachtrag am 1. September (dem Antikriegstag):

Bilder von der Verabschiedung in Tel Aviv … ein letzter Gruß…

Kalender | August 2018

An dieser Stelle präsentieren wir wieder ein Blatt aus dem diAk-Kalender für das Jahr 2018 (erschienen als Ausgabe IV/2017) – ein Gespräch in Bildern…

August

Luli (* 4.7.1985)  and Yehudit (* 6.2.1985) met at the age of 18. Tey like to think of themselves as childhood fiends. Both born in Israel, they have each gone their separate path and their fiendship has become one of overseas. Te project ‘Visual Correspondences’ was born afer a conversation in which the two observed that the different choices they have made in life, and the places they have been, places they have called home cast a light on both the similarities and differences of their visual observations.
Using their phones, they began writing each other ‘picture messages’. Each picture
is answered with a picture. Te text was later atached to the pictures.

Mehr Differenzierung wagen…

„Antisemitismus ist und bleibt ein Problem. Aber inzwischen wird er auch instrumentalisiert und als Pauschalvorwurf gegenüber allen erhoben, die Kritik an der Besatzungspolitik Israels üben“

Ofer_Waldmann

Ofer Waldmann,
Vorsitzender des NIF (New Israel Fund)
in Deutschland

 

 

 

meint der Journalist Ofer Waldman – nachzulesen im aktuellen Newsletter von Qantara.de. (Deutsche Welle)

 

 

 

80 Jahre Évian-Konferenz

Geschlossene Grenzen / Verschlossene Tore …

 

Anläßlich des 80. Jahrestages der Konferenz von Évian dokumentieren das Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin und die Gedenkstätte Deutscher Widerstand vom 27. Juli bis 5. Oktober 2018 die Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik von 32 Staaten, die im Juli 1938 versuchten, für den vom nationalsozialistischen Deutschland verursachten Massenexodus europäischer Juden und Jüdinnen eine Lösung zu finden. Letztlich wurde die Konferenz von Évian zum Symbol für das Scheitern einer gemeinsamen Flüchtlingspolitik: Die auf Zuflucht angewiesenen verfolgten Juden und Jüdinnen wurden weitgehend im Stich gelassen.

Vom 6. bis 15. Juli 1938 trafen sich 72 Delegationsmitglieder aus Staaten wie Frankreich, Belgien, Irland, Bolivien, Kuba, Australien und Paraguay im mondänen Badeort Évian-les-Bains am französischen Ufer des Genfer Sees, um auf Empfehlung des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt über die größte Flüchtlingskrise ihrer Zeit zu beraten…

(Illustration © BArch, Bild 183-S69279 / CC-BY-SA 3.0)


Ausstellungseröffnung am 26. Juli 18.00 – Hotel Maritim, Stauffenbergstraße 26|
Anmeldung bis 25. Juli : presse@gdw-berlin.de

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