The Peace Index: June 2016

Der Peace Index wird regelmäßig von der Universität in Tel Aviv veröffentlicht und versammelt Umfragen und Meinungen der Gesellschaft in Israel, insbesondere mit Blick auf die israelisch-palästinensischen Beziehnungen, die Beziehungen zu israelischen Palästinenser(inne)n und die unter Besatzung lebenden Palästinenser(inne)n.

Die neueste Umfrage ergab eine hohe Unterstützung für die Annektierung der Westbank und die Weigerung, den dortigen Bewohner(inne)n Rechte zu gewähren (eine Übersicht der vollständigen Ergebnisse findet sich auch auf den Seiten des Israel Democracy Institute).

With the fiftieth anniversary of the Six Day War approaching, this month the Peace Index survey mostly explored the public’s positions on the war’s ramifications for the situation today and in the future. In light of the recent referendum in Britain, we also looked into the public’s views on a possible referendum in Israel on the future of the territories, along with their preferences were such a referendum to be conducted. In addition, we inquired into what the public thinks of the agreement between Israel and Turkey.
The impact on Israel’s situation of the developments since the Six Day War: Both the Jewish public and the Arab public are divided, in very similar proportions, between those who think the developments in the territories have improved Israel’s security situation and those who believe they have worsened it (Jews: improved—44%, worsened—43%; Arabs: improved—48%, worsened—49%). As for the diplomatic situation, a majority (57%) in both the Jewish public and the Arab public sees the developments in the West Bank/Judea and Samaria as having worsened Israel’s situation.

Quelle: http://www.peaceindex.org/indexMonthEng.aspx?num=306

Der vollständige Artikel ist hier zu finden

Das Kalenderblatt im Juli: Tent of Nations/Zelt der Völker

An dieser Stelle präsentieren wir jeden Monat ein neues Kalenderblatt aus dem diAK-Kalender, der in einer Sonderausgabe als Ausgabe IV/2015 erschienen ist. Der Juli widmet sich dem Tent of Nations.

Tent of Nations – People Building Bridges
Das Tent of Nations ist ein im Jahre 2000 aufgebautes privates Friedensprojekt, das von dem evangelisch-lutherischen Palästinenser Daoud Nassar gegründet wurde. Das Ziel des Projektes ist es, Brücken zwischen Menschen sowie zwischen den Menschen und dem Land zu bauen. Um dieses Ziel zu verwirklichen, gestaltet die NGO Bildungs- und Begegnungsprogramme auf der organischen Farm Dahers Vineyard, die sich in den Bergen südwestlich von Bethlehem befindet. Dazu gehören Arbeits- und Freiwilligeneinsätze, ein Sommercamp für Kinder und ein Empowerment-Projekt für junge Frauen und Mädchen.
Zum Projekt erscheint bei AphorismA 2016 ein Bildband mit Photoarbeiten von Christian Kraatz, London.
Kontakt: http://www.tentofnations.org | info@tentofnations.org
Tel.: +972 0 2 274 30 71 | Fax: +972 0 2 276 74 46
Wenige Kilometer entfernt von Bethlehem, nahe der Abzweigung Neve Daniel auf der Route 60. Spenden: Über Kontaktformular: www.tentofnations.org/support/

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The Violent Cost of Undermining the Deal on Jerusalem’s Holy Esplanade

, Redakteur der International Crisis Group und Autor der Studie zur ‚Holy Esplanade‘, die in israel & palästina I / 2016 veröffentlicht wurde, beschreibt anschaulich die dieser Tage erneut vorherrschenden Gewaltausbrüche zwischen Muslimen und Juden auf der ‚Holy Esplanade‘. Sie geschehen im Lauf des Fastenmonats Ramadan, dem die jüdischen Hohen Feiertage folgen, eine Zeit, die die obige Studie mit Verweis auf das letzte Jahr zum Ausgangspunkt für die Frage nach notwendigen strukturellen Veränderungen hinsichtlich des Zugangs zum Plateau und der Neuaufteilung der politischen wie religiösen Zuständigkeiten nimmt.

For the first twenty days of the Muslim holy month of Ramadan, an unusual calm prevailed on Jerusalem’s Holy Esplanade – known to Jews as the Temple Mount and to Muslims as the Noble Sanctuary or the Al-Aqsa Mosque. This was largely a result of Israel and Jordan implementing four commitments agreed eighteen months ago to keep the peace through mutual limits on access.

BRIEFING | How to Preserve the Fragile Calm at Jerusalem’s Holy Esplanade 

Yet on 26 June, the beginning of the most sacred and sensitive part of Ramadan, Israel changed an informal, recent additional restriction on access to the site. Violence broke out. It exposed once again the root of the controversy: diverging perceptions between Israelis, Jordanians (whose Waqf charitable foundation administers the Esplanade) and Palestinians over who should be able to visit the site and when.

Der vollständige Artikel ist auf dem Blog der International Crisis Group zu finden

Die Ausgabe israel & palästina I / 2016 entstand durch die Zusammenarbeit mit Ofer Zalzberg und der International Crisis Group.i&p_1_2016_Umschlag.indd

Das Kalenderblatt im Juni: Palestine-Israel Journal

An dieser Stelle präsentieren wir jeden Monat ein neues Kalenderblatt aus dem diAK-Kalender, der in einer Sonderausgabe als Ausgabe IV/2015 erschienen ist. Dieses Mal wird ein langjähriger Kooperationspartner des diAK für den Juni vorgestellt, das Palestine-Israel Journal.

Palestine-Israel Journal of Politics, Economics and Culture
Das Palestine-Israel Journal ist eine NGO, die 1994 von Ziad AbuZayyad und Victor Cygielman, zwei bekannten palästinensischen und israelischen Journalisten, gegründet wurde. Die Vierteljahresschrift Palestine-Israel Journal soll Hintergrundmaterial und Analysen zum israelisch-palästinensischen Konfl ikt aus beiden Perspektiven liefern. Neben der Herausgabe des Magazins veranstaltet die NGO Runde Tische und Veranstaltungen zum jeweiligen thematischen Schwerpunkt des aktuellen Heft s. Ziel der Arbeit ist es, eine Platt form des intellektuellen Austauschs zu sein, das gegenseitige Verständnis zu wecken und einen aktiven Austausch und Dialog zwischen beiden Gesellschaft en zu wecken.

Kontakt: http://www.pij.org/index.php | pij@pij.org
P.O. Box 19839 Jerusalem, 91197 | Tel.: +972 2 628 2159, 628 2115 | Fax: +972 2 627 3388
Spenden: Palestine-Israel Journal | Bank Leumi, Branch 918 | Salah El-Din Street, East Jerusalem No. 918-74465/01

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Israel. Traum und Wirklichkeit

Eine lesenswerter Beitrag von Tamar Amar-Dahl bei SEHEPUNKTE, dem Rezensionsjournal für die Geschichtswissenschaften zum neuen Buch des Münchener Professors Michael Brenner:

Israel. Traum und Wirklichkeit des jüdischen Staates von Theodor Herzl bis heute

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Kann Israels Geschichte unter Ausschluss des Konflikts um das Territorium Eretz Israel/Palästina überzeugend erzählt werden? Michael Brenner macht gleich zu Beginn seines neuen Buches die Grenzen seines Ansatzes deutlich: „Dieses Buch beschäftigt sich nicht mit der äußeren Bedrohung Israels und all seinen inneren Konflikten, auch nicht mit dem arabischen Bevölkerungsteil Israels.“ Ziel sei vielmehr, „die Debatten über den Charakter des ersten jüdischen Staates in der Moderne“ zu verfolgen und dabei „den Fragen nachzugehen, was dieser sein wollte, wozu er wurde und wie er von der Welt wahrgenommen wird.“

Tamar Amar-Dahl

Von der Rezensentin ist außerdem der Beitrag „Vom zionistischen Erbe und Israels politischer Verfasstheit“ in Band 41 der diAk-Schriftenreihe, The only democracy? (AphorismA Verlag 2013), erschienen.

The Sickening Triumphalism

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Ein trotziger, wütender und zugleich sehr trauriger Text aus einem traurigem Anlaß von : „The Sickening Triumphalism of Trolls Who Are Glad ‘Tel Aviv Lefties’ Got Killed“.

I still believe that at some point in some future, the Palestinians will have a state, because statehood isn’t a prize that we, the Jews, get to bestow on the Palestinians if we think they are good boys and girls. The Palestinians will have a state because political and collective self-determination are inalienable rights.

And they will have a state because it is the best solution for us, too. Israelis and Palestinians are two national collectives who covet each other’s space and do not want to share our communities. Therefore, we have to negotiate and find ways to divide the space without violating our respective national values. Quite clearly, that means that we must separate into politically workable, economically viable and socially feasible states.

But right now, I feel, above all, terribly sad. In the end, when the rage, the hurt, the political expediency, the misguided zealotry and the vicious incitement all subside, we, Israelis and Palestinians, will have to swallow hard, start over and continue to try to learn to live here, separately and together.

Der vollständige Artikel ist auf den Seiten von forward.com nachzulesen.

Jerusalem – an diesem Sonntag (5. Juni)

Auf der einen Seite feiern Menschen, und auf der anderen Seite… da lohnt es, noch einmal in den kürzlich veröffentlichten Text der Stiftung Wissenschaft und Politik (Berlin) zu werfen:

Schlussfolgerungen
(aus: SWP aktuell 27 | April 2016)

Die Zweistaatenregelung des Konflikts ist der zentrale Bezugspunkt internationaler Politik. Deutsche und europäische Politik sollte dem Schwinden ihrer Realisierungschancen und der Verfestigung einer Einstaatenrealität aktiv entgegenwirken – und damit der Festschreibung der Unrechtssituation, die unter der nunmehr seit fast 50 Jahren andauernden Besatzung herrscht.
In diesem Sinne ist es hilfreich, alternative Regelungsoptionen zu diskutieren und auszuloten, inwiefern ihre kreativen Elemente dazu beitragen könnten, Hindernisse der
Konfliktregelung zu überwinden. Dabei ist das Hauptproblem nicht die Substanz einer Zweistaatenregelung, sondern der Mangel an politischem Willen, eine wie auch immer im Detail geartete Regelung durchzusetzen.

Im Vordergrund müsste daher die Frage stehen, wie der notwendige politische Wille bei den Konfliktparteien mobilisiert werden kann, statt lediglich mantragleich auf eine Zweistaatenregelung zu verweisen. Aktuelle Ansätze wie die Idee einer internationalen Nahostkonferenz, für die Frankreich derzeit wirbt, oder ein Bericht mit Empfehlungen zur Konfliktregelung, den das Nahostquartett vorlegen will, dürften in dieser Hinsicht
erste, aber nicht ausreichende Schritte sein, um die Kosten-Nutzen-Kalküle der politischen Eliten zu verändern. Dazu sind vielmehr konkrete und verbindliche Maßnahmen notwendig:

* die Vorgabe von Parametern für eine Verhandlungsregelung durch den Sicherheitsrat,
* eine robuste Vermittlung,
* die Bereitschaft, die Umsetzung eines Abkommens durch substantielle  Sicherheitsgarantien und -präsenz zu begleiten, aber auch das
* Ausbuchstabieren konkreter Sanktionen im Falle von Nichtkooperation.

(Muriel Asseburg, Jan Busse)

Naomi Chazan: The opportunity in Israel’s political crisis

Die politischen Verhältnisse in Israel lassen einen oft sprachlos zurück. Der nächste Ministerrücktritt – wohin treibt das politische System Israels, was wird aus dem Staat? Naomi Chazan fragt in ihrem Blog-Beitrag für die Times of Israel, ob die Krise nicht auch eine Chance bedeuten könnte.

The emerging shape of the revamped coalition has sent shock-waves throughout the Israeli political system, with reactions ranging from alarm to fury and from surprise to outright despair.

Benjamin Netanyahu’s latest political move may be yet another step in the rapid deterioration of the Israeli polity or, to the contrary, the beginning of a turning point that will halt its dive into a dark abyss. Much depends on how the ever-growing circle of concerned citizens spanning large portions of the political spectrum responds and acts in the coming days and months. The choice is theirs: they can fall into despondency and do nothing, or, alternatively, they can come together and commence the long route towards Israeli democratic revival. Opting for an exit strategy (either physical or mental) means giving up on Israel’s future; raising a common voice for a decent society and making a concerted effort to ensure its realization offers hope for significant change down the road.

Der ganze Artikel in der Times of Israel hier.

Von Naomi Chazan ist eine immer noch lesenswerte Rede bei AphorismA im Rahmen der Kleinen Texte erhältlich: http://aphorisma.de/catalog/freundschaft-mit-israel-p-7671.html

Die neue Ausgabe von israel & palästina (01/2016): Jerusalems ‚Holy Basin‘

Die neue Ausgabe von israel & palästina widmet sich der Zukunft von Jerusalems ‚Heiliger Esplanade‘ (auch als ‚Holy Basin‘ bekannt) und das Plateau der südöstlichen Ecke der Altstadt beschreibt, das unter anderem den Tempelberg / Haram asch-Scharif umfaßt. Die International Crisis Group unternimmt in ihrer Analyse den Versuch, den ‚Holy Basin‘ als Ausgangspunkt vieler geschichtlicher, religiöser und staatlicher Konflikte in seinen unterschiedlichen Facetten und Deutungsperspektiven zu umreißen und Optionen für ein gewaltminimierendes Reglement an dieser ‚heiligen Stätte‘ anzubieten.

http://aphorisma.de/catalog/israel-palaestina-2016-i-p-9781.html

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