Standing together …

Aus dem heutigen Mailing von standing together – was sonst bleibt: Zusammen stehen!

Mailing address is: info@standing-together.org

While this past year has proved just how vital our movement is, it also showed us how critical the support of people like you is. As a grassroots movement, nearly half of our funding comes from membership fees and private donations. Standing Together was a pillar of hope through some of the darkest moments we’ve experienced as a society for decades. And you have been our pillar of support. So, before the year ends, I wanted to thank you, and ask for your support. Will you help us build hope as we enter 2022 by contributing to our end-of-year fundraiser?

In May, a dramatic escalation of violence engulfed Israel-Palestine. Triggered by the government and settlers’ attempts to displace Palestinians in Sheikh Jarrah, the resulting flare-up between Israel and Hamas sent Israelis running to bomb shelters while their neighbors in Gaza had nowhere to run. But in these darkest of moments, Standing Together mobilized thousands upon thousands of Jews and Palestinians across the streets of Israel to stand against the violence, against the occupation, and for a just peace in which everyone can live free of discrimination and free of fear.

Meanwhile, coronavirus has continued to exacerbate the gaps within society, hitting the most vulnerable populations the hardest. Many of us can barely pay our bills at the end of the month, let alone have any savings left over at the end of the year. We know that things don’t have to be this way, so we launched a campaign to raise the minimum wage to 40 NIS/hour. Slowly but surely, we’re gaining the support of more Members of Knesset and a wide cross-section of the Israeli public.

All the while, our government continues to ignore the potentially catastrophic consequences of the climate crisis — some of which are already with us. Instead of divesting from the fossil fuel companies responsible for the vast majority of global warming and pollution, the government continues to pretend that this is a crisis we can deal with later. The climate crisis demands immediate action, so we’re leading the call for our government to adopt a Green New Deal that would fundamentally restructure our economy so that it serves the people and not just profit.

Our ability to mobilize during polarizing times is exactly because we organize, all-year-round, around our shared interests, building a political home where we can all imagine a society where every one of us is equal and free.

We know that we can live in a society that is good for all of us. An equal and just society that treats every person with dignity, and has a place for everyone. A society that chooses a life of peace, justice, and independence for Israelis and Palestinians, Jews and Arabs. A society in which we can all enjoy real security: with adequate housing, quality education, good healthcare, a decent salary, and the ability to age with dignity.

To see out the year, Standing Together is launching a crowdfunding campaign that will enable us to continue and expand our work into 2022. As grassroots, democratic movement, it is vital that 50% of our annual budget comes from membership fees and private donations — and this is where you come in.

This fundraiser is an opportunity for you to have a real impact on our work in 2022, and to be our partner in bringing about the radical change to Israeli society that we seek. So, will you help us build hope?

Help Us Build Hope – With gratitude and solidarity,

Sally Abed סאלי עבד سالي عبد  National Leader – Resource Development Coordinator Standing Together

Und die Tore öffnen sich… (?!)

Nicht zu euphorisch sein, aber nach den heutigen neuesten Nachrichten steht ab Donnerstag, 30. Dezember 2021, Deutschland nicht länger auf der „roten Liste“ der Länder, aus denen die Einreise nach Israel nur mit Sondererlaubnis möglich ist …. Besuche und Reisen rücken also wieder in den Bereich des Möglichen…

Israelisch und doch Palästinenser

Die israelische Gesellschaft befindet sich in einem rasanten Wandel. Eine junge Generation arabischer Israelis fordert aktiv ihre Rechte ein. Fragen an Thabet Abu-Rass von der Nichtregierungsorganisation Abraham Initiatives, die für volle Gleichberechtigung von arabischen und jüdischen Israelis eintritt.

Das Interview von Noam Yatsiv mit Thabet Abu-Rass auf Qantara

Macht und Messias

The Dawn of Redemption: Ethics and Redemption in a Time of Power

So lautet der Titel eines neuen Buches, das bislang nur auf Hebräisch erschienen ist, sein Verfasser ist Mikhael Manekin, seines Zeichens Alliance Fellowship program director der ROI Community.

Joshua Leifer schreibt in der Tel Aviv Review of Books:

The Dawn of Redemption is not an anti-Zionist book. Instead, it is closer to something like religious post-Zionism. “I am an Israeli and want to remain Israeli, and I am a traditional Jew and want to remain so,” Manekin writes. “I am not willing to give up on either one of these commitments.”“

Shaul Maggid schreibt auf +972:

„For Manekin, the key question facing religious Zionists today is no longer the individual moral question of “How should I behave?” but rather the national question of “How should a Jewish state behave?” The problem, Manekin suggests, is that the national question has easily effaced, even erased, the moral one.“

Die beiden Zitate aus den hier verlinkten Besprechungen mögen einladen, diese beiden sehr spannenden Texte zu lesen und sich den Gedanken des Buches anzunähern, wer es nicht auf Hebräisch lesen kann, wird hoffentlich nicht allzu lange auf eine Übersetzung warten müssen.

Hier die beiden Links: +972 | TARB

Krippenplatz, sozusagen live…

Mit Dank an den Lutherischen Pfarrer von Bethlehem, Rev. Dr. Munther Isaac, auch ein Teil der palästinensische[n] Erzählung von Klage und Hoffnung, so der Untertitel seines neues Buches.

https://www.facebook.com/munther.isaac/videos/651285079567995

Völkerfamilie der Moderne

Online-Portal zu Fragen der Finanzierung der Weltorganisation

Ein Service der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN)

Spätestens mit der Gründung der Vereinten Nationen im Jahr 1945 stellte sich die Frage, wie die Arbeit der Welt­organisation finanziert werden sollte. Welche Aus­gaben gehörten in den zentralen VN-Haus­halt und welche nicht? In welcher Höhe würden die verschiedenen Mitglied­staaten Beiträge zahlen? Wie sollte der Haus­halts­prozeß gestaltet werden, in dem über Ein­nahmen und Aus­gaben ent­schieden wird?

Derartige Finanz­fragen sind seit jeher hoch­politisch, wie sich an den Unterorganisationen wie der UNRWA oder an der UNESCO sehen läßt. Neben einem Ein­mal­eins zur VN-Finanzierung finden sich hier der umfang­reiche und einzig­artige DGVN-Daten­satz zur Finanzierung des VN-Systems mit aktuellen Finanz­daten, die bis zur Gründung der Vereinten Nationen im Jahr 1945 zurück­reichen.auch

Es bleibt ein kontroverses Thema: BDS

Anregungen für eine kritische Auseinandersetzung

Offen, verständlich und fundiert, praktisch auf die Kernthemen konzentriert und mit reichlich Verweisen zu den wichtigsten Bezugsmaterialien auf eine lebhafte Debatte zu diesem Thema vorbereitet: In einer RLS-Publikation analysiert das Autorenteam Katja Hermann, Tsafrir Cohen und Florian Weis eines der wichtigsten Themen der Nahostdebatte: 
„Die Kampagne «Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen». Hintergründe, Ziele und Methoden“.

Titleblatt der RLS-Veröffentlichung

„In Deutschland löst der Umgang mit der BDS-Kampagne (Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen) heftige Reaktionen und Kontroversen aus, die auch die politische Linke betreffen. Während der Deutsche Bundestag den Beschluß «Der BDS-Bewegung entschlossen entgegentreten – Antisemitismus bekämpfen» im Mai 2019 mit großer Mehrheit verabschiedet hat, erfährt die Kampagne breite Unterstützung in der palästinensischen Zivilgesellschaft, in diversen politischen Diskursen im globalen Süden, an US-amerikanischen Universitäten sowie in vielen anderen Ländern und findet Anklang bei Teilen der israelischen Friedensbewegung. Allerdings ist auch in progressiven Kreisen eine zunehmend kritische Haltung zu BDS vernehmbar, etwa im Vereinigten Königreich.

Das Westasien-Referat der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) hat dieses Thema aufgegriffen und ein Papier erstellt, in dem es sich mit den Hintergründen, Zielen und Methoden der BDS-Kampagne auseinandersetzt. In dem Text geht es um die Frage, was diese Kampagne für die politische Linke, und insbesondere für die deutsche Linke, bedeutet und wie ein Umgang mit BDS in Deutschland aussehen kann.

Das Papier, das im September 2019 entstanden ist, wurde zunächst in einem internen Fachgespräch reflektiert und kontrovers diskutiert. Ziel war es, mit diesem Text zu einer Versachlichung und Differenzierung der allzu häufig aufgeheizten Diskussion beizutragen. Während die Verfasser*innen und andere an der Diskussion beteiligte Kolleg*innen durchaus unterschiedliche Haltungen zur BDS-Kampagne einnehmen und nicht alle jede einzelne Aussage im Papier teilen, sind sie sich darin einig, daß eine – auch streitbare – Debatte über den Hintergrund und die Motivation der BDS-Kampagne und über gewaltfreie Formen von Widerstand gegen die israelische Besatzungspolitik möglich sein muß. Bewußt muß aber dabei auch sein, daß diese Debatte ohne eine kritische Reflexion über das Fortbestehen von antisemitischen Erklärungsmustern, leider auch in Diskursen zum israelisch-palästinensischen Konflikt, unvollständig bleibt.

Die Debatte um BDS ist seitdem weitergegangen, in Teilen wird sie mittlerweile kenntnisreicher und differenzierter geführt, was sicherlich auch daran liegt, daß sich deutlich mehr und sehr unterschiedliche Akteure aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen daran beteiligen. Angesichts vielfach schrumpfender demokratischer Debattenräume ist das eine begrüßenswerte Entwicklung – Räume für die demokratische politische Debatte müssen erhalten und gestärkt werden, auch in Deutschland.

Vor diesem Hintergrund soll der Hinweis auf die Veröffentlichung des BDS-Papiers, erschienen im November 2021 an dieser Stelle als ein Debattenbeitrag verstanden werden, der einer kritischen Auseinandersetzung förderlich sein soll.

Rosa Luxenburg Stiftung: Die Kampagne

Ein etwas älteres Papier zu dieser Debatte: Königsweg der Befreiung oder Sackgasse der Geschichte?

Eine „Civil Charter“ für Israel?

Nach den Unruhen im Mai hat ein Mitglied  der israelischen Regierungskoalition eine neue Strategie in die Debatte gebracht: ausgerechnet der Vorsitzende der islamischen United Arab List, Mansour Abbas, zeigt einen neuen Weg auf, auf dem es der arabischen Minderheit in Israel möglich sein soll, sich als gleichberechtigte Bürger:innen in den jüdischen Staat zu integrieren. 

Aus der Analyse von Dr. Michael Milshtein, Leiter des  Palestinian Studies Forum am  Moshe Dayan Center for Middle Eastern and African Studies an der Tel Aviver Universität.

„The message of change that many in both Jewish and Arab society longed for has arrived, but the identity of its bearer is different from what many had expected. The experiment the UAL is carrying out comes at a critical point in relations between Jews and Arabs, and constitutes one of the last opportunities to forge a stable coexistence. Initial success could restore the lost trust between the two societies, and down the line they would do well to articulate their respective status and their relationship, in the form of a civil charter. Conversely, failure will channel the two peoples into depths of enmity and confrontation that would serve as proof that 1948 is still an “open book,” in a disastrous sense.“

Der ganze Beitrag („This Is the Most Radical Experiment Israeli-Arab Society Has Undergone“) findet sich in der Wochenendausgabe von Haaretz (18. Dezember 2021) hinter der Bezahlschranke. (Registrieung erforderlich, sechs Beiträge im Monat frei)

Die palästinensische Jugend in einer widersprüchlichen Realität

Geteilt und doch geeint.

Ist die Jugend in Palästina „Mehr als nur Zuschauer?“ für die Politik?, fragen Steven Höfner und Alena Jabar in der aktuellen Ausgabe der KAS-Auslandsinformationen.

„Die palästinensische Jugend ist zerrissen. Fragmentiert in unterschiedlichen Teilen der Palästinensischen Gebiete, leben junge Menschen unter verschiedenen Herrschaftsformen und können nur im Ausnahmefall aufeinandertreffen. Sie tragen die Traumata der vorangegangenen Generationen in sich und müssen sich selbst tagtäglich sowohl den Herausforderungen einer israelischen Militärbesatzung als auch den Repressionen der teilweise korrupten und autoritären palästinensischen Regimes stellen.“

Gesamtausgabe des Heftes (Auslandsinformationen der Konrad Adenauer Stiftung, KAS) vom Dezember 2021.