A.B. Yehoshua (1936-2022) z”l

in memoriam

Am heutigen 14. Juni 2022 ist der große israelische Dichter und politische Aktivitist gestorben – r.i.p.

Hier der Nachruf in Haaretz, dem auch das Photo von Tomer Appelbaum entstammt

Nachrufe von Peter Münch in der SZ und von Jakob Hessing in der FAZ

Nur wer für die Juden schreit, darf auch gregorianisch singen

Dietrich Bonhoeffer und das Judentum

Studientagung der Evangelischen Akademie Frankfurt und von „ImDialog. Evangelischer Arbeitskreis für das christlich-jüdische Gespräch in Hessen und Nassau“

4. und 5. Juli 2022 im Martin-Niemoeller-Haus in Schmitten

Dietrich Bonhoeffer (1906–1945) wurde vor 75 Jahren auf persönlichen Befehl Hitlers im KZ Flossenbürg ermordet. Als einer von wenigen Theolog/innen seiner Zeit war er mit dem politischen Widerstand gegen das NS-­Regime verbunden. Schon früh hatte er die Bedrohung der Jüdinnen und Juden durch den Nationalsozialismus erkannt und sich als Christ und Bürger für das von der Vernichtung bedrohte jüdische Volk eingesetzt. Der Satz „Nur wer für die Juden schreit, darf auch gregorianisch singen“ war eine Spitzenformulierung seiner „Ethik im Ernstfall“ (Wolfgang Huber).

Welche Impulse bietet Bonhoeffers Werk für die politischen Debatten der Gegenwart und die heute viel diskutierte „öffentliche Theologie“? Diese und andere Fragen werden im Rahmen der Tagung behandelt.

Mutmaßlich rechtsradikal motivierte Tötungsdelikte

Wie groß ist die Dunkelziffer bei rechten Tötungsdelikten in Deutschland?


Ein Forschungsteam der (Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin untersucht Hintergründe und Motive von Kriminalfällen für das Bundesland Thüringen neu

„Seit Anfang der 1990er Jahre kommt es immer wieder zu Fällen politisch rechtsmotivierter Gewalt bis hin zu Tötungen. Dabei bestand nicht immer Einigkeit in der Bewertung, was als ‚rechtes‘ Tatmotiv zu gelten hat“, sagt Dr. Christoph Kopke, Professor für Politikwissenschaft und Zeitgeschichte an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin).


Wie hoch die mögliche Dunkelziffer rechter Tötungsdelikte im Bundesland Thüringen ist und welche Verbrechen dieser Art als solche eingestuft werden können, das untersucht jetzt ein Team von Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen des Forschungsinstituts für öffentliche und private Sicherheit (FÖPS) der HWR Berlin.

In dem einjährigen Projekt sollen neun Fälle des Bundeslands aus den Jahren zwischen 1990 und heute untersucht werden. Zu klären ist, ob in diesen Fällen Anhaltspunkte für eine rechte und / oder rassistische Tatmotivation vorliegen und sie damit aus heutiger Sicht neu bewertet werden müssen. Die Landesregierung in Thüringen folgt damit als drittes Bundesland den Beispielen von Brandenburg (2015) und Berlin (2017), die bereits Verdachtsfälle von externen Einrichtungen untersuchen ließen. Das Forschungsteam legt nach Abschluß seiner Untersuchungen ein Gutachten vor.

„Die polizeiliche Erfassung politischer Kriminalität hat sich seit den 1990er Jahren stark verändert. Der Austausch zwischen Polizei und Zivilgesellschaft zum Verständnis rechter und rassistischer Gewalt ist gerade angesichts unterschiedlicher Perspektiven wichtig und muss geführt werden“, so Kopke.

Projektbegleitend wurde ein Beirat eingerichtet, dem Vertreterinnen und Vertreter der zuständigen Landesministerien und verschiedener zivilgesellschaftlicher Initiativen angehören. Das Forschungsvorhaben soll auch dazu dienen, die Diskrepanz zwischen polizeilicher und zivilgesellschaftlicher Bewertung der Verdachtsfälle zu ergründen.

Prof. Dr. Christoph Kopke, Dekan des Fachbereichs für Polizei und Sicherheitsmanagement der HWR Berlin, leitet das Projekt. Der ausgewiesene Experte für rechte und Jungendkriminalität hat bereits die externe Untersuchung in Brandenburg verantwortet. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien der Universität Potsdam durchgeführt und durch Prof. Dr. Gideon Botsch begleitet.

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR Berlin) ist mit über 11 500 Studierenden eine der großen Hochschulen für angewandte Wissenschaften – mit ausgeprägtem Praxisbezug, intensiver und vielfältiger Forschung, hohen Qualitätsstandards sowie einer starken internationalen Ausrichtung, sie unterstützt die Initiative der Hochschulrektorenkonferenz „Weltoffene Hochschulen – Gegen Fremdenfeindlichkeit“. https://www.hwr-berlin.de

Notstand im Auguste-Viktoria-Krankenhaus auf dem Ölberg

Aus dem Mailing des Jerusalemsvereins in Berlin – auch auf der Gedenkveranstaltung für Reiner Bernstein am heutigen 11. Juni in München wrd um Spenden für das Krankenhaus auf der Auguste Viktoria gesammelt, so wie sein letzter Wunsch war.

Eine ARD-Reportage berichtet über die aktuelle Notlage des Auguste-Viktoria-Krankenhauses auf dem Ölberg. Viele schwerkranke Patientinnen und Patienten könnten derzeit nicht behandelt werden, weil ein EU-Kommissar Zahlungen blockiere.

Sogar die Schließung droht: Das Auguste-Viktoria-Krankenhaus auf dem Ölberg in Ost-Jerusalem ist zurzeit finanziell besonders stark angeschlagen, weil zugesagte EU-Gelder nicht ausgezahlt worden sind. Laut Recherchen der Reporter:innen hält der ungarische EU-Kommissar Olivér Várhelyi  die Mittel zurück. Seine Begründung: Palästinensische Schulbücher hätten antisemitische Tendenzen und müssten überarbeitet werden. Das Krankenhaus muss als Konsequenz die Behandlung von Krebspatientinnen und -patienten unterbrechen.

Neue Allianzen – jenseits alter Fragen

„An amazing Update from Standing Together„

Yesterday we passed our bill to raise the minimum wage to NIS 40, in a preliminary reading in the Knesset. Only 4 Knesset members opposed a bill, including the Prime Minister. This is a moment to celebrate an important victory: A victory that got us closer to helping over a million workers who earn a minimum wage, that put an issue with 83% of the public support on the main table, and created political partnerships never seen before. „

During the ten months of the struggle, we heard all kinds of „experts“ who told us that we would not succeed and that there was no chance, but we proved them wrong. When the Minister of Finance, the Manufacturers Association of Israel, and the H

istadrut (National trade union center) agreed on a package deal that included a „wage increase“ of 54 agorot (cents) per hour – there were those who underestimated our ability to influence the deal, but we blocked it entirely. Even now, after a minimum 40 law has been passed in a preliminary reading, there are those who argue that it does not mean much.

So we say it as clearly as possible: people who are united around a just demand, and a shared interest, and who organize to build power – can also do what seems impossible and unattainable. We have hope, and the power to change our reality. 

Erster Bericht vorgelegt

United Nations Independent International Commission of Inquiry

Report: ending the continued Israeli occupation and discrimination against Palestinians is essential to stopping the conflict and halting the persistent cycle of violence, while a ‘culture of impunity’ feeds resentment and fuels recurrent tensions, instability, and protraction of conflict
The continued occupation by Israel of Palestinian territory and discrimination against Palestinians are the key root causes of the recurrent tensions, instability and protraction of conflict in the region, according to the first report by the new United Nations Independent International Commission of Inquiry on the Occupied Palestinian Territory, including East Jerusalem, and Israel, issued 7 June 2022.

Libanon am Scheideweg

U.S. Institute of Peace Washington – 16. Juni 2022 10:30am – 11:30am EDT (Berlin/Bonn: 16:30 MEZ)

Unable to attend: Webcast: https://www.usip.org/events/lebanon-crossroads-0

Paul Salem – President, Middle East Institute
David Schenker – Taube Senior Fellow – Director, Program on Arab Politics, WI for Near East Policy
Mona Yacoubian – Senior Advisor, U.S. Institute of Peace
Ambassador Hesham Youssef, moderator – Senior Fellow, U.S. Institute of Peace

As Lebanon contends with cascading humanitarian, economic and political crises, the May 2022 parliamentary elections offered a glimmer of hope with the success of an unprecedented number of reform-minded candidates. Yet, the country is still grappling with the consequences of an imperfect peace that began with the 1989 Ta’if Accord, which  ended a 15-year civil war. This flawed peace continues to resonate both internally and throughout the region.

Rechtsextremismus und organisierte Kriminalität

Digitale Veranstaltung – 08.06.2022 – 17:00 Uhr

Online-Fachgespräch (Reihe „Kampf gegen Rechtsextremismus“) – Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen

Wie sich rechtsextreme Netzwerke finanzieren

Rechtsextremismus stellt die größte Bedrohung für die innere Sicherheit und die gesamte Gesellschaft dar. Die Finanzierung rechtsextremer Akteur*innen und Gruppierungen findet dabei häufig durch illegale Finanzquellen statt. Drogenhandel, Waffenhandel, Geldwäsche – die Organisierte Kriminalität in der rechtsextremen Szene hat viele Gesichter. In den letzten Jahren gab es vermehrt Meldungen über illegale Waffenfunde und professionell agierende rechtsextreme Gruppierungen. Diese nutzen bestehende rechtsextreme Strukturen und Netzwerke, um illegale Geschäfte zu betreiben. Zuletzt gelang mit der Aufdeckung der illegalen Geschäfte der Turonen, ein wichtiger Schlag gegen die rechtsextreme Szene – eine Gruppe, die unter anderem wegen Geldwäsche, Verstößen gegen das Waffengesetz und Zwangsprostitution angeklagt ist. Beim konsequenten Kampf gegen Rechtsextremismus spielt das Erkennen und die entsprechende Bekämpfung Organisierter Kriminalität daher eine entscheidende Rolle. [weiterlesen]

Im Wilden Westen Palästinas

Die Seite fünf der FAZ vom 2. Juni 2022 – Christian Meier zeigt, wer, mit dem Segen der Gerichte, der Herr im Hause – sprich im Lande – ist …

„Von den vielen Fronten des Nahostkonflikts ist Masafer Yatta eine besonders hässliche. Im „Wilden Westen“ Palästinas droht 1300 Menschen die Vertreibung – zugunsten eines Übungsgeländes der israelischen Armee.“ Online hinter der Bezahlschranke.

… weiter auf dem Weg zum Sinai!

An diesem Shawout / Pfingsten ein Hinweis auf einen Beitrag von Rabbi Arik Ascherm auf dem Blog: Field Notes from Palestine

Newsletter von Rabbi Ascherman