Das Tagebuch der Anne Frank ist weltberühmt. Weniger bekannt ist, dass die globale Verbreitung grösstenteils aus der Schweiz erfolgte. Während Anne, ihre Schwester und ihre Mutter im Konzentrationslager ermordet wurden, überlebte Annes Vater als Einziger der Familie den Holocaust. Otto Frank zog in den 1950er-Jahren zu seiner Schwester nach Basel. Von dort machte er es sich zur Aufgabe, die Aufzeichnungen seiner Tochter in die Welt zu tragen und ihre Botschaft für Menschlichkeit und Toleranz für die kommenden Generationen zu erhalten.
In einer öffentlichen Erklärung zur Situation im Heiligen Land hat der ÖRK-Zentralausschuß „seine aufrichtige Solidarität mit den Mitgliedskirchen und Christinnen und Christen in der Region, die durch ihr Leben und Wirken den christlichen Glauben und das christliche Zeugnis im Heiligen Land bewahren und lebendig halten, sowie mit allen Menschen in der Region zum Ausdruck“ gebracht.
Das ÖRK-Leitungsgremium hat darüber hinaus „alle Mitgliedskirchen und ökumenischen Partner, die Angehörigen der jüdischen und muslimischen Bevölkerungsgruppen und alle Menschen guten Willens [aufgerufen], die ÖRK-Mitgliedskirchen und christlichen Gemeinschaften im Heiligen Land zu unterstützen, weil sie ein unverzichtbarer Bestandteil des vielfältigen multireligiösen und multikulturellen Wesens der Gesellschaft in der Region sind, zu der auch die christliche Präsenz in der Region zählt“.
Der Zentralausschuß begrüßte, daß der ÖRK auch weiterhin die Beziehungen zum Internationalen Jüdischen Komitee für interreligiöse Konsultationen und zum Jüdischen Weltkongress pflege und daß dadurch Gelegenheiten für Austausch und Dialog zu diesen Themen möglich gemacht werden.
Die Erklärung ruft „die Regierung Israels und die israelischen Behörden auf, sicherzustellen, daß alle Menschen, die in ihrem Zuständigkeitsbereich leben, die gleichen Rechte haben, und sicherzustellen, daß zur Rechenschaft gezogen wird, wer Palästinenserinnen und Palästinenser, ihre heiligen Orte und Kirchen, christliche Gemeinschaften, muslimische oder andere Bevölkerungsgruppen angreift oder verletzt, sowie einen freien Zugang zu ihren Gotteshäusern und heiligen Orten sicherzustellen“.
Der Zentralausschuß rief „alle Mitglieder der internationalen Staatengemeinschaft und alle ÖRK-Mitgliedskirchen und ökumenischen Partner auf, sich für geltendes Völkerrecht stark zu machen und gegen die drohenden Zwangsräumungen in Masafer Yatta und die angedrohte Vertreibung von palästinensischen Gemeinwesen in den besetzten Gebieten die Stimme zu erheben“.
Abschließend bekräftigt die Erklärung „die regelmäßige Forderung des ÖRK, die Besatzung zu beenden und gleiche Rechte für alle Menschen in der Region zu gewährleisten“.
Umstrittener Literat und gefeierter Volksheld: Der palästinensische Schriftsteller Ghassan Kanafani Ein Radio-Feature im Deutschlandfunk Kultur von Anne Françoise Weber
Er gilt als einer der bedeutendsten arabischen Schriftsteller – und wurde am 8. Juli vor 50 Jahren wegen seiner politischen Aktivitäten ermordet.
Seine Novellen bewegen bis heute eine große Leserschaft, seine Äußerungen als Sprecher der linksextremistischen PFLP, der Volksfront zur Befreiung Palästinas, gingen um die Welt. Ghassan Kanafani gilt als einer der wichtigsten arabischen Schriftsteller – und zugleich verkörperte er das, was er den palästinensischen Befreiungskampf nannte. Vor 50 Jahren, am 8. Juli 1972, wurde er durch eine Autobombe in Beirut ermordet. In einer seiner berühmtesten Kurzgeschichten, „Rückkehr nach Haifa“ beschreibt Kanafani, wie palästinensische Flüchtlinge ihr früheres Haus in der israelischen Küstenstadt aufsuchen. Sie treffen dort auf polnische Einwanderer, die nicht nur das Haus übernommen, sondern auch den bei der Flucht zurückgelassenen Sohn adoptiert haben. Auch israelische Theater haben das Stück inszeniert. Doch ein Denkmal in Kanafanis Geburtsstadt Akko wurde schnell wieder abgebaut – Kritiker sehen in ihm einen Terroristen.
Heute vor 100 Jahren wurde Walter Rathenau, deutscher Außenminister, Jude und Demokrat, von völkischen Antisemiten in Berlin ermordet. Er war die Symbolgestalt des in die Demokratie aufbrechenden Nachkriegsdeutschland. Der Mord an ihm wurde zum Fanal für den Beginn des Untergangs eben dieser Demokratie.
wie auch immer sie aussehen wird: Viele Fragen bleiben offen, wenn Recht auf Macht / wenn Macht auf Recht trifft…
Aus dem aktuellen Newsletter von Torat Tzedek / Rabbi Arik Asherman
Dear Friends and Supporters, Will you be in Israel on June 29th in advance of the Hartman Rabbinic Torah Seminar, or for any other reason? – If so, please join us at a crucial Israeli Supreme Court hearing that may decide whether or not the KKL-JNF and Elad settler organization succeed in their unholy alliance to evict the Sumreen family from their home in Silwan, East Jerusalem.
Raef Zreik in der Tel Aviv Review of Books über die Teilhabe / Teilnahme der United Arab List in der (noch?) regierenden israelischen Koalition – der Beginn einer neuen Ära? Ein lesenswerter Beitrag, egal wie lange diese Regierung noch amtiert.
Unsere Wahrhnehmung von Wirklichkeit ist nicht zuletzt durch deren Ab-bildung in Karten geprägt. Was nicht eingetragen ist, scheint es nicht zu geben und fällt allzu leicht dem kollektiven Gedächtnisverklust anheim …
Americans for Peace Now macht darauf aktuell einprägsam aufmerksam:
Blocked European funds to Palestinian Territories to be released
Im Rahmen eines Besuches der Präsidentin der Europäischen Kommission, von der Leyen, wurde bekannt gegeben, daß die Blockade der Unterstüzung für die palästinensische Seite aufgegeben sei (- was mag die Ungarn „überzeugt“ haben?) – Nach einem schändlichen Auftreten der EU dürften jetzt auch die Krebsmedikamente für das Auguste Viktoria Krankenhaus auf dem Ölberg wieder fließen, hoffentlich nicht zu spät ..