Jerusalem – so und so…

Die neue australische Regierung widerruft (nach vier Jahren) die Anerkennung West-Jerusalems als Hauptstadt Israels, die britische Regierung unter der neuen, sehr besonders agierenden Ministerpräsidentin, erwägt gerade die Anerkennung…

Hier die Erklärung des Council of the Patriarchs and Heads of the Churches in Jerusalem zu den britischen Überlegungen.

Eine Stadt als Hauptstadt zweier Staaten – warum nicht das anerkennen?

Dem Frieden eine weibliche Stimme geben …

Entgegen all der Stimmen, die auf Dominanz, Repression und Gewalt setzen: Festhalten daran, daß eine eine Zukunft möglich ist: Women of the Sun, a grassroots Palestinian movement

Der Aktionsmonat ist zu Ende, der Weg der Women Wage Peace nicht!

Siehe etwa: The Mother’s Call

Die Debatte muß | wird weitergehen

Kontrovers, sachlich, wahrhaftig – einfache Antworten gibt es nicht

rbb Kultur – Das Magazin | Sa 15.10.22 | 18:30 – Etwas versteckt, und in der Online-Inhaltsangabe aktuell nicht aufgeführt, aber online und trotzdem abrufbar ein Beitrag (ab Minute 24:00) von Norbert Kron, unter anderem im Gespräch mit Susan Neiman zu der aktuellen Neuerscheinung „Historiker streiten – Gewalt und Holocaust – die Debatte“ – (Herausgegeben von Susan Neiman und Michael Wildt, Propyläen Verlag, 368 S. ISBN 9783549100509 – 26,00 €), die auf eine Tagung des Einstein-Forums aus dem Jahr 2021 zurückgeht und die heftige Debatten ausgelöst hatte.

Susan Neiman im Interview

Zwischen Krieg und Frieden, aber Deal ist Deal

Am Dienstag, den 11. Oktober haben die Regierungen Israels und des Libanon einen ‚Deal‘ über ihre Seegrenzen im Mittelmeer geschlossen. Diese Vereinbarung ist zwar kein Friedensabkommen (und wird weder die globale Energiekrise noch die dringende Energienachfrage Deutschlands lösen), aber dennoch bahnbrechend. Nach Einschätzung von Maha Yahya vom Carnegie Middle East Center haben beide Staaten großes wirtschaftliches Interesse daran, diese Vereinbarung auch einzuhalten und somit daran, daß die Ruhe an ihrer gemeinsamen Grenze aufrechterhalten wird.

„Die Einigung verschafft dem Präsidenten der FPM, Michel Aoun, dessen Amtszeit am 31. Oktober endet, einen wichtigen Sieg in einer Zeit, in der das Land den katastrophalsten wirtschaftlichen und institutionellen Zusammenbruch seiner jüngeren Geschichte erlebt.“ Zudem wäre diese Einigung „ohne einen seltenen Konsens zwischen den politischen Parteien des Libanon und die Unterstützung zweier wichtiger politischer Gruppen, der Freien Patriotischen Bewegung (FPM) und der Hisbollah, nicht zustande gekommen.“

Und in Israel stehen am 1. November Parlamentswahlen an:

„Für Israel wird das Abkommen wahrscheinlich erhebliche wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen: Karish, eines der Gasfelder, enthält nach israelischen Schätzungen 1,75 Billionen Kubikfuß Gas im Wert von 3 Milliarden US-Dollar. Es kann auch als politischer Sieg für Premierminister Yair Lapid im Vorfeld der Wahlen im November betrachtet werden, bei denen er mit allen Mitteln um die Erhaltung seiner derzeitigen Mehrheit in der Knesset kämpfen muß.“

Maha Yahya, October 12, 2022: Lebanon and Israel’s Maritime Deal Suspends Them Between No War and No Peace

Hier noch zur Gegenlesung eine eine Sicht aus Tel Aviv (Barak Ravid, Axios): „Biden hails ‚historic breakthrough‘ on Israel-Lebanon maritime border“. [Ein Bericht aus dem Libanon wird nachgereicht]

Food truck – halal und kosher

Kleine und große Geschichten von jenseits des Teiches

Food Truck Durham
Yalla food truck at Duke University in Durham, North Carolina. RNS photo by Yonat Shimron

„We want to push Jewish and Muslim students to get together,” said Rabbi Nossen Fellig, a Chabad leader on campus who came up with the food truck concept alongside a Muslim colleague, Abdullah Antepli, a professor of the practice of interfaith relations. – On campuses nationwide, tensions around Israeli-Palestinian conflict are boiling over.“

In der Höhle des Löwen?

Seit einigen Monaten macht eine neue bewaffnete Gruppe in Palästina von sich reden. Sie gibt sich unabhängig, moralisch integer, aber zu allem bereit. Gegründet in Nablus, gehen bereits einige Schießereien mit Siedlern sowie palästinensischen und israelischen Sicherheitskräften auf das Konto der Areen al-Usood (arab. Höhle des Löwen).

Noch ist unklar, wer diese Gruppe finanziert, wer dahinter steht und wie groß sie ist. Aber eines ist offensichtlich: die Gewalt hat einen neuen, zunehmend populärer werdenden Akteur hinzugewonnen.

Haaretz beschreibt das Phänomen als „Nablus‘ ‚Lion’s Den‘ Has Become a Major Headache for Israel and the Palestinian Authority“

Wer hat jetzt mit wem Mitleid?

Eurosport: Champions League: Juventus blamiert sich gegen Maccabi Haifa

Juventus hat sich am 4. Spieltag der Gruppenphase der UEFA Champions League mit einem schwachen Auftritt bei Maccabi Haifa blamiert. Der italienische Rekordmeister unterlag dem Außenseiter aus Israel völlig verdient 0:2. Omer Atzily stieg am Dienstagabend zu Maccabis Helden auf. Der israelische Mittelfeldspieler sorgte mit seinem Doppelpack (7./42.) für die ersten Punkte seines Vereins.

Jüdische Allgemeine: Maccabi Haifa schlägt Juventus Turin

Mit einem Paukenschlag hat die israelische Fußballmannschaft Maccabi Haifa am späten Dienstagabend den italienischen Club Juventus Turin mit 2:0 besiegt. Damit brachten die Grün-Weißen nicht nur irgendeinen Gewinn nach Hause, sondern den ersten für ein israelisches Team in der Champions League seit zwei Jahrzehnten.

Umdeutung des Islams

Bundesdeutsche Wahrnehmungen von Muslim*innen 1970-2000

Auch online dabei sein ….: https://tinyurl.com/ubn2uhfy. 12. Oktober 2022 – 18.30 Uhr

Der Buchautor Dr. Alexander Konrad (Assoziierter Wissenschaftler am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam) im Gespräch mit Prof. Dr. Udo Steinbach (Leiter des MENA Study Centre der Maecenata Stiftung)

Moderation: Prof. Dr. Frank Bösch, Direktor des Leibniz-Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam

Analog in der DAFG-Geschäftsstelle – Friedrichstraße 185, 10117 Berlin

Die Wahrnehmung des Islams in Deutschland hat Auswirkungen sowohl auf die außenpolitischen Beziehungen zur islamisch geprägten Welt als auch auf die innen- und gesellschaftspolitische Stellung der Musliminnen. Vor diesem Hintergrund stellt Autor Alexander Konrad sein Buch vor, das den Wandel der bundesdeutschen Wahrnehmungen von Musliminnen von den Siebzigerjahren bis zur Jahrtausendwende untersucht. In der anschließenden Diskussion sollen die Fäden seiner zentralen Aussagen in die Gegenwart fortgesponnen werden.

Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung (dafg@dafg.eu; Telephon: 030-2064 9413; Fax: 030-2064 8889 oder online) notwendig. Die analoge Teilnehmer:innenzahl ist begrenzt. Eine Anmeldebestätigung wird nicht versandt.

In der brennenden Falle

Auf der immer lesenswerten Online-Plattform Perlentaucher findet sich aktuell ein Essay, der an den Untergang des alten Smyrna (das heute Izmir heißt) vor hundert Jahren, im September 1922 erinnert.

Peter Matthews nutzt eine Besprechung von Giles Milton: Das Inferno von Smyrna – Wie der Traum einer Vielvölkerstadt in Flammen aufging. Aus dem Englischen von Tobias Gabel. Darmstadt (Wbg Theiss) 2022, 464 Seiten, 38,00 Euro (978-3-8062-4493-9) zu einer kleinen Einführung in die zerstörte Welt der Levante …

Es ist wichtig, WAS wir uns erzählen

Das Archiv der Familiengeschichten: Parents Circle – Families Forum (PCFF)

The Parallel Narrative Experience: Learn about the personal and national narrative of the “other”