
Wie diese Frage in Israel und Palästina diskutiert wird, dazu morgen ein Beitrag an dieser Stelle …
„What the Abraham Accords Reveal About the United Arab Emirates“ – dazu finden wir in
einen Kommentar von Elham Fakhro (Senior Gulf analyst with International Crisis Group):
(…) While the Trump administration has proven to be a reliable partner, the United Arab Emirates worries that a Biden administration will be less likely to protect its security interests, including by rolling back sanctions on Iran and restricting its sales of weaponry. Thus, although the Trump administration believes it scored a public relations coup when Israel and the United Arab Emirates made their announcement on the White House lawn, the event also marked the Emirates’ subtle shift away from overreliance on the security umbrella of a superpower it no longer finds entirely trustworthy. (…)
War on the Rocks (based in Washington, DC) is a platform for analysis, commentary, debate and multimedia content on foreign policy and national security issues through a realist lens.
Frag Franz
Was bedeutet Erinnerung? Und wie unterscheidet sich öffentliches Gedenken davon? Anhand dieser Begriffe entwickelt der deutsch-israelische Hörspielautor, Filmemacher und Künstler Eran Schaerf die Praktiken, die Verdrängungen und die Projektionen, die in Deutschland und Israel den Umgang mit der Shoa charakterisieren. Und er untersucht in seinem Blog, wie das Verhältnis der beiden Staaten davon geprägt ist.
Ein umstrittenes Thema: Die einen wollen keinen pauschalen Verdacht gegen eine ganze Berufgruppe, die anderen zweifeln daran, wie wenige oder viele der Staatsdiener wirklich die Demokratie verteidigen. Chatgruppen in der Berliner Polizei, Verdacht auf antisemitische Gesinnung … dazu lädt das Forschungsinstitut für Öffentliche und Private Sicherheit der HWR Berlin lädt am 11. November 2020 ab 17 Uhr zum virtuellen Werkstattgespräch ein.
Warum ist es so schwierig, Rechtsextremismus, Rassismus und Demokratiefeindlichkeit in der Polizei zu untersuchen?
Wissenschaftler der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR) Berlin und Gäste im virtuellen Werkstattgespräch des Forschungsinstituts für Öffentliche und Private Sicherheit (FÖPS Berlin) der HWR Berlin ihre Erkenntnisse aus.
In den polizei- und sozialwissenschaftlichen Untersuchungen der letzten 40 Jahre lassen sich Anhaltspunkte dafür finden, daß Arbeitsbedingungen, bestimmte Konfliktkonstellationen, die Organisationskultur und Gruppendynamiken die Entstehung menschenverachtender Einstellungen und Handlungsweisen begünstigen.
Welche Schutzfaktoren, Präventions- und Interventionsmöglichkeiten gibt es, die dem entgegenwirken? Die Soziologen Prof. Dr. Wilhelm Heitmeyer und Prof. Dr. Wolfgang Kühnel diskutieren mit Politikwissenschaftler Prof. Dr. Hans-Gerd Jaschke und Prof. Dr. Christoph Kopke über Monitoring zu Rechtsextremismus, Rassismus und Demokratiefeindlichkeit in der Polizei, straf- und disziplinarrechtliche Maßnahmen und unabhängige Kontrollgremien.
Die Veranstaltung findet als virtuelles Meeting und offene Diskussion auf dem Videokonferenzserver BigBlueButton der HWR Berlin statt. Die kostenlose Teilnahme ist möglich unter diesem Link .
Anmeldungen vorab per E-Mail an foeps-office@hwr-berlin.de

Von Kamera überwachte Grenze im Arava-Talzwischen Israel und Jordanien.
Das Tal verbindet das Tote Meer mit dem Roten Meer und ist eine dünnbesiedelte, wüstenähnliche Gegend.
Zum fünften Mal erscheint in israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Bildbegleiter für das ganze Jahr. 2016 haben wir auf Andere Visionen geschaut. 2017 Erfahrungen aus der Arbeit der Combatants for Peace zum Thema genommen, 2018 waren es Visual Correspondences, zweier junger Frauen, 2019 waren alte Postkarten als Träger für die unterschiedlichen Narrationen zu sehen.
Für das Jahr 2020 lädt uns der Kommunikationswissenschaftler und Photograph Felix Koltermann ein, in den Landschaften Israels und Palästinas ‚zu lesen‘ und über deren Bedeutung in der Vergangenheit wie der Gegenwart zu nachzudenken.
Die hier gezeigten Bilder sind bei verschiedenen längeren Aufenthalten in der Region zwischen 2006 und 2015 entstanden.
Ein paar wenige Exemplare des Kalenders sind beim Verlag noch erhältlich.

Während 2020 als ‚Jahr des Friedens‘ mit dem Golf in Erinnerung bleiben wird, sollte nicht vergessen werden, daß dieser Frieden Gaza und das Westjordanland noch nicht erreicht hat.
Parallel zu den Friedensverträgen am Golf verloren in diesem Jahr annähernd 900 Palästinenser*innen im Rahmen von Zerstörungen durch das israelische Militär ihr Zuhause und ihre Lebensgrundlage.
Hierzu das Statement von OCHA, vertreten durch Yvonne Helle.
Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier hat am 2. November – soweit es die Corona-Bedingungen zuließen – einen Dichter deutscher Zunge geehrt, der in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre und vor 50 Jahren in Paris den Tod fand: Paul Celan. Seine Gedichte, seine Texte stehen wir wenige andere für die Brüche und Wege deutscher Idenität im 20. Jahrhundert. Die Rede des deutschen Staatsoberhauptes läßt sich sich hier nachlesen und herunterladen.
Cornelia Geißler in der Berliner Zeitung ist zuzustimmen, daß es schön wäre und wichtig, nicht nur diese Rede, sondern die ganze Veranstaltung online zugänglich zu machen … das Bundespräsidialamt hat ja noch Zeit, vielleicht bis zum 23. November, seinem Geburtstag!
Ob zu ThyssenKrupp und der U-Boot-Bestechungs“angelegenheit“, zur Situation während des zweiten „Lockdowns“ in Israel oder zur Frage der Beteiligung israelischer Palästinenserinnen und Palästinenser an den Protesten gegen Ministerpräsidenten Netanjahu – soziale Zustände analytisch hinterfragend, politisch kritisch und gesellschaftlich breit aufgestellt und treffend wie bisher, so ist auch der aktuelle Newsletter des Tel Aviver Büros der Rosa-Luxemburg-Stiftung wieder mehr als lesenswert.
Damit wird auch der neue Leiter des Büros, Markus Bickel eingeführt und vorgestellt:
„Tsafrirs Schreibtisch am Rothschild-Boulevard in Tel Aviv übernimmt mit dieser Ausgabe des Newsletters Markus Bickel. Der Nahe Osten ist mir seit Jahrzehnten vertraut: Als Kind einer Krankenschwester und eines Entwicklungshelfers lebte ich in den 1980er Jahren in Saudi-Arabien, als Journalist zog ich in den 2000er Jahren in den Libanon, von wo ich für Spiegel Online und die Berliner Zeitung unter anderem über den Krieg zwischen Israel und der Hisbollah 2006 berichtete. Und als Nahostkorrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit Sitz in Kairo erlebte ich nach 2011 vor Ort mit, wie die arabischen Regime die revolutionären Aufstandsbewegungen sukzessive niederschlugen – in Ägypten und Syrien ebenso wie in Libyen und dem Jemen. Bevor ich im September für die Rosa-Luxemburg-Stiftung nach Tel Aviv zog, arbeitete ich in Berlin als Chefredakteur des Amnesty Journals, der Zeitschrift für Menschenrechte. Diese zu verteidigen, für gerechtere Verhältnisse, gleiche Aufstiegschancen für alle und Frieden zu streiten, wird auch in Israel Richtschnur meines Handelns bleiben – ich freue mich darauf!“
Zum Schluß sei noch auf die neue Papierpublikation der Stiftung hingewiesen, „Israel – ein Blick von innen heraus“, Band drei, die bei der rls bestellt werden kann.
GIGA NDR Reihe „Grenzgänger“ | 16.11.2020 – 18.00 Uhr
Referent*innen: Natalie Amiri, ARD Iran-Expertin / Björn Blaschke, Leiter des ARD-Hörfunk-Studios in Kairo / Dr. André Bank, Senior Research Fellow am GIGA Institut für Nahost-Studien / Moderation: Julia-Niharika Sen, Moderatorin des NDR Auslandsmagazins „Weltbilder“
Die Veranstaltung findet ausschließlich online statt, es ist nötig, sich anzumelden. Die Anmeldung ist kostenlos. Nach der Registrierung erhalten Sie eine Bestätigungs-E-Mail.
Die Menschen im Nahen Osten demonstrieren seit Monaten. Ihre Wut richtet sich gegen ihre Regierungen, die häufig brutal auf diese Proteste reagieren. So unterschiedlich die Länder der Region, so unterschiedlich sind die Anliegen der Bevölkerung. Im Libanon und Irak soll das Ende von Misswirtschaft und Korruption herbeigeführt werden. Angefochten werden die Profiteure des festgeschriebenen konfessionellen Systems und die Privilegien alter Eliten. Wohin dieses System führt, hat auch die Explosion im Hafen von Beirut im August gezeigt. Im Iran traut sich trotz massiver Einschüchterungsversuche nun auch die Mittelschicht auf die Straße. In Jordanien sind Preiserhöhungen und Lehrerstreiks der Auslöser der Demonstrationen. In Syrien setzt man sich gegen die Diktatur zur Wehr und es herrscht Hunger. Die Sorge ums Überleben steht im Vordergrund.
Erleben wir einen historischen Umbruch? Wie steht es um die Rechte der Menschen? Welche Rolle spielen externe Einflüsse, wie die Nahost-Politik von US-Präsident Donald Trump, sowie die Interessen der verschiedenen Akteure vor Ort?
Diese und weitere Themen diskutieren Natalie Amiri (ARD Iran-Expertin), Björn Blaschke (Leiter des ARD-Hörfunk-Studios in Kairo) und Dr. André Bank (Senior Research Fellow und Nahostexperte am GIGA). Durch die Veranstaltung führt Julia-Niharika Sen (Moderatorin des NDR Auslandsmagazins „Weltbilder“).
In der gemeinsamen Veranstaltungsreihe des NDR und des GIGA „Grenzgänger – Auslandskorrespondenten treffen Wissenschaftler“ diskutieren ForscherInnen und JournalistInnen über aktuelle Entwicklungen rund um die Welt, die immer auch Deutschland und Hamburg betreffen.
Die Veranstaltung wird ausschließlich online übertragen. Wenn Sie sich anmelden, erhalten Sie vor Beginn der Online-Veranstaltung weitere Informationen per E-Mail.
Eine Zusammenfassung der Veranstaltung finden Sie in der NDR Mediathek und NDR Info „Das Forum“.