Hoffnung auf Befreiung und auf Leben.
diAk – Deutschland | Israel | Palästina – zusammen denken

Analog ist das Heft zwar ausverkauft, aber einige Texte sind auf der Website zugänglich, das ganze Heft – mit sicher diskussionswürdigen Beiträgen- , kann digital bestellt werden.
„In der September-Ausgabe mit dem Titel „Anti-Antisemitismus“ bezieht TEXTE ZUR KUNST klar Stellung gegen jegliche Form von Anfeindung gegenüber Jüdinnen und Juden. Gemeinsam mit der Kunsthistorikerin Sabeth Buchmann, der Herausgeberin Isabelle Graw und dem freien Autor Aram Lintzel hat die Redaktion ein Heft konzipiert, das nicht nur kritisch die massive Zunahme antisemitischer Diskriminierung reflektiert, sondern auch auf die Komplexität jüdischer Kunst- und Kulturpraktiken fokussiert. Antisemitismus im Kunstbetrieb wird hier ebenso diskutiert wie antisemitische Implikationen der BDS-Bewegung oder künstlerische Verfahren im Umgang mit Antisemitismus.“

Marwan Barghouti tritt als Rivale von PA Präsident Mahmoud Abbas an. Der 61 Jährige, der von Israel wegen Beteiligung an fünffachen Mord zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt wurde und diese in Israel verbüßt, meldete sich offiziell als Kandidat für die palästinensischen Wahlen an und stellt neben Abbas und Mohammed Dahlan die dritte Fraktion innerhalb der Fatah. Die von Abbas angestrebte Einigung mit der Hamas steht damit schon vor der Aufgabe, die eigene Partei zusammen zu halten.
Patrick Kinsey und Adam Rasgon schreiben dazu in der NY Times
Während sich eine Woche nach der Wahl ein auf sein Verbleiben im Amt hoffender Ministerpräsident Netanyahu in Schweigen hüllt, zerlegt sich die politische Landschaft Israels gegenseitig mit Vorwürfen und Flüchen. Ob dies „Bibis“ Kalkül ist oder ein Ausharren, bis sich der Kriegsnebel in der israelischen Politik verzogen hat, bleibt abzuwarten.
Dazu ein EInblick von Gil Hoffman für die Jerusalem Post
Raam, die Joint List – und Netanyahu – Zutaten für welches Gericht?
Bei der Einschätzung des Ergebnisses der letzten Knessetwahlen schwanken die Einschätzungen von „Sackgasse“ bis „weiter so“ – unabhängig ob es eine 5. Wahl geben sollte, hat die Wahl interessante Aspekte. Dazu gehört nicht zuletzt die Rolle, die Raam und Mansour Abbas zufällt oder zufallen könnte. Für die Perspektiven der israelischen Staatsbürger:innen, die sich als Teil des palästinensischen Volkes sehen, steht mit dem Ansatz von Abbas sozusagen ein arabisches „Schass-Modell“ des Klientelismus im Raum … gegenüber der Weg, den Ayman Odeh vertritt.
Eine sehr lesenwerte und sicher in manchen Punkten diskussionswürdige, auf jeden Fall anregende Lektüre, bietet ein ausführlicher Aufsatz von Calev Ben-Dor auf der Internetplattform Fathom: Er beleuchtet die unterschiedlichen Ansätze und die langfristigen Trends. Schon daß die Debatte darum, ob Netanyahu eine Regierung bilden könnte, die in irgendeiner Weise von den islamischen ploitschen Kräften des Landes abhängen könnte, überhaupt möglich ist und mehr Leuten als ehedem gedacht, denkbar erscheint, ist eine bemerkenswerte Entwicklung.
Es wird nicht nur spannend zu sehen, ob sich die israelische Innenpoltik aus einer Sackgasse befreien kann, aber auch, welche Entwicklungen die palästinensische politische Szene in Israel nimmt. Der Jubel im Hauptquartier der Joint List, der bei den ersten Prognossen nach Schließung der Wahllokale aufbrandete, als Raam nicht im Parlament schien, war jedenfalls auf vielen Ebenen verfrüht.
Die Corona-Pandemie hat die Präferenzen der amtierenden israelischen Regierung und der sie tragenden politischen Kräfte offen gelegt. Während Yeshivot und bestimmte religiöse Einrichtungen finanzielle und behördliche Unterstützung genießen, wird weiter am Ast des liberalen Israel gesägt: Clubs, Konzerthallen, Kunstschaffende und Musiker stehen vor den Trümmern ihrer Existenz, während das orthodoxe Establishment weitgehende Freiheit und Sicherheit genießt, auch während des strengen Lockdowns. Dazu eine Bestandsaufnahme von Niv Hadas und Hanno Hauenstein.
„If one does not want religion to be part of the problem, however, the answer cannot be to avoid it.“ – der Satz findet sich in einem Gastbeitrag von Rabbiner David Rosen auf der Website von Religion News Service in einem lesenswerten Beitrag, was jetzt Perspektiven (nicht nur) für eine US-amerikanische Außenpolitik sein kann und sollte.

Neben den Heiligkeiten und allem Sakralen dieser Tage geht die harte Wirklichkeit des irdischen Jerusalem weiter. Hier die aktuellen Hinweise von Ir Amim (FOR AN EQUITABLE AND STABLE JERUSALEM WITH AN AGREED POLITICAL FUTURE).
An diesem Shabbat, der in den Seder übergeht, die „Liturgie“ der Befreiung … und am Beginn der Karwoche, die in dem endet, was nicht das Ende ist, (nicht nur für die, die glauben können…) hier die Gedanken von Rabbi Arik Asherman, auf die wir in diesem Blog immer wieder verweisen: Mit dem Blick auf die Menschenrechte das Richtige TUN …

Die Times of Israel hat die Mitglieder der Knesset zusammengestellt, nachdem das Endergebnis feststeht und zu den 16 Neulingen kurze biographische Hinweise zusammengestellt. (Rückkehrer, wie etwa Mossi Raz, sind dabei nicht unter die 16 gezählt).
Reform rabbi, Kahanist agitator, firebrand writer: The new Knesset’s 16 rookies