Gedenkkonzert: Kniefall von Warschau

50 Jahre Kniefall von Warschau – Gedenkkonzert der „Stiftung zum 7. Dezember 1970“

Zum 50. Jahrestag des Kniefalls von Willy Brandt in Warschau lädt die „Stiftung zum 7. Dezember 1970“ am Montag, 7. Dezember 2020 zu einem Gedenkkonzert mit Studierenden der Musikhochschule Lübeck (MHL) ein. Das Konzert wird ab 20 Uhr im MHL-Streaming-Kanal (unter http://www.mhl-streaming.de) und im Offenen Kanal Lübeck ausgestrahlt.

Auf dem Programm steht das Stück „Per Slava“ von Krzysztof Penderecki, das Giljae Lee aus der Cello-Klasse von Troels Svane vorstellt. Von Johannes Brahms erklingt das Klaviertrio op. 8 in H-Dur, interpretiert von Alexandra Suhr (Violine), Florian Schmidt (Violoncello) und Jakob Linowitzki (Klavier). Henning Scheve, Stiftungsratsvorsitzender der „Stiftung 7. Dezember 1970“, führt in die Veranstaltung ein. Bettina Greiner vom Willy-Brandt-Haus liest aus den „Erinnerungen“ von Willy Brandt

Diener zweier Herren

Turbulent geht es zu zur Zeit in der israelischen Innenpolitik, im Kern der Auseinandersetzung immer wieder der Ministerpräsident Netanyahu, seine Stärke – oder die Schwäche seiner Gegner. Teil der Dabatte sind immer wieder auf die Rüstungsgeschäfte des Landes.

Deshalb hier der Hinweis auf einen ausführlichen Beitrag von Yossi Bartal und Itay Mashiach auf der Website der Rosa Luxemburg-Stiftung Tel Aviv, der die Rolle des Rüstungskonzerns ThyssenKrupp in den Blick nimmt.

Covid 19 in der Jerusalemer Altstadt

Die Old City, die Altstadt Jerusalems ist bekannt für ihre übervollen Gassen, geflutet von Tourist*innen und solchen auf Pilgerfahrt. Wer schon einmal da war, kennt das Gefühl pulsierender Wege und einem konstant hohen Lautstärkepegel. Durch die Corona Pandemie sind die Straßen mehr oder weniger leer und die lokale Bevölkerung, überwiegend abhängig vom Tourismus – mehr als 4.5 Millionen Besucher*innen in 2019! – blickt einer ökonomisch verheerenden Zeit entgegen. 
Mehr dazu bei Ynet.

Neue Direktorin

Zum heutigen 1. Dezember tritt Deborah Hartmann die Stelle als neue Direktorin der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz. Zuvor war Deborah Hartmann Leiterin des German Desk, des deutschsprachigen Bildungsbereichs der Gedenkstätte Yad Vashem in West-Jerusalem. Ein ausführlicher Beitrag im Newsletter der Deutschen Welle würdigt die neue Stelleninhaberin.

Zukunft für die Kunst – Kunst für die Zukunft

‚outreach program‘ – so heißt das heute: Nabad ist eine Initiative des Dar al Kalima University College of Arts and Culture in Bethlehem (Palästina), nachdem 2019 ein Gazaprogramm gestartet ist, folgt jetzt 2020 – angestoßen duch die verheerende Explosion im Beiruter Hafen – eine Initiative im Libanon.

Nabad is an innovative program that aims at empowering artists, arts organizations and creative enterprises in Southwestern Asia and North Africa to implement their artistic and cultural ideas, and market their artworks.

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29. November

Dieses Datum stellt bekanntlich mit der Entscheidung der Vereinten Nationen für die Teilung des bis dato britischen Mandats eine historische Zäsur dar.

Wie läßt sich heute, 73 Jahre danach, an diesen Tag erinnern, mit all dem was geschehen ist und geschieht im Hintergrund, mit all den gescheiterten Hoffnungen, den vergebenen Chancen, dem gelungenen und dem verunmöglichten Leben von so vielen – ohne zu naiv, zu plakativ zu erscheinen?

Es ist ein komplexes Verhältnis geworden, zwischen Israelis und Palästinenser(inne)n, zwischen Juden, Muslimen und Christen, Männern wie Frauen, Menschen aus dem „Orient“ und dem „Okzident“.

Aber: Menschen können Strukturen verändern, Strukturen des Denkens, Strukturen der Macht und der Gewohnheit. Auch wenn es lange Wege sind, beginnen sie alle immer wieder und gegen alle Widerstände neu und mit dem ersten Schritt.

Die Online-Plattform +0972mag, die oft durch wichtige und verändernde Beiträge ausgezeichent ist, hat akutell einen Beitrag eingestellt, der für diesen heutigen Tag bestens geeignet ist:

A Palestinian guide to Jewish American allyship

As American Jews increasingly enter the Palestinian rights movement, the power dynamics between the two groups often lead to tensions. One activist opens up about the complexities of navigating those dynamics, and what Jews should be doing to center Palestinian voices.

Rainer Zimmer-Winkel

Frieden und Religion

Frieden und Religion wird gelegentlich formuliert als Frieden gegen die Religion oder als Frieden ohne Religion. Dem liegt das Verständnis zugrunde, daß Religion(en) ein Störfaktor für einen friedlichen Ausgleich sei, religiöse Akteure also den ‚Spoilern‘ zu zurechnen seien, deren Einfluß besser zurückgedrängt werden müsse.

Ein Blick auf das, was wir nach 25 Jahren kaum anders denn als Scheitern begreifen müssen, einen Oslo-Prozeß, der ein säkulares, zum Teil anti-religöses Projekt war, sollte zum Nachdenken anregen, wie sich vielleicht konstruktiv Religionen, und insbesondere religiös motivierte „Falken“ in den Prozeß des Interessensausgleich einbinden lassen können, ohne deshalb den säkularen Raum aufzugeben und allen Mitgliedern einer Gesellschaft normative Zwänge aufzuerlegen. Nur: Dieser Satz gilt aber eben auch umgekehrt: niemand soll zur Aufgabe seiner/ihrer religösen Überzeugungen veranlaßt werden, um für ‚Frieden‘ zu sein.

Rabbiner Dr. Doron Danino (Herbert Kelman Institute for Conflict Transformation / Direktor Religious Zionist Department at the Citizen Accord Forum) hat dazu mit Blick auf die Politik der neuen US-Admistration einen lesenswerten Beitrag in der Times of Israel veröffentlicht. In ähnlichen Sinne haben wir an dieser Stelle gelegentlich auf die Arbeiten von Ofer Zalzberg (@OferZalzberg) verwiesen.

Die Frage Religion und Konflikt / Religion im Konflikt wird auch Thema des Bandes 50 der Schriftenreihe des diAk sein.

Die UNRWA ist pleite


Zum ersten Mal in seiner 70 jährigen Geschichte ist das Hilfswerk für die palästinensische Bevölkerung vor Jahresende ohne Budget. Laut eigenen Angaben braucht die UNRWA bis Ende November weitere 70 Millionen US-Dollar, um ihre Tätigkeiten fortsetzen und ihre Mitarbeiter*innen bezahlen zu können. Weitere Informationen

Ergänzung 27.11.2020 | 19.00 Uhr – Bericht auf Qantara.de.

MITVIM im November

New Publications on Israel’s Regional Foreign Policies November 2020


We are pleased to share with you the Mitvim Institute’s recent publications on Israel’s regional foreign policies, with a focus on Joe Biden’s victory, Israel-Arab normalization, Israeli-Palestinian peacemaking, and ties with Europe and the Eastern Mediterranean.

Erinnerungskultur im Vergleich

Erinnern und Gedenken im Ländervergleich: Israel, Ruanda, Deutschland – Erfahrungsaustausch mit Praxis und Wissenschaft über unterschiedliche Erinnerungskulturen

Debatten, Formen, Zukunft und warum sie wichtig ist – Erinnerungskulturen sind ein Thema mit dauerhaft aktueller gesellschaftspolitischer Relevanz – unter je eigenen Voraussetzungen und Erfahrungen gilt dies für Israel, für das rheinland-pfälzisch Partnerland Ruanda und besonders auch in Deutschland.

Dabei stellen sich viele Fragen, die im Rahmen einer zweitägigen Online-Veranstaltung mit Vertreterinnen und Vertretern aus diesen Ländern thematisieren werden sollen.

25. & 26. November 2020 Online-Veranstaltung