Frieden und Religion

Frieden und Religion wird gelegentlich formuliert als Frieden gegen die Religion oder als Frieden ohne Religion. Dem liegt das Verständnis zugrunde, daß Religion(en) ein Störfaktor für einen friedlichen Ausgleich sei, religiöse Akteure also den ‚Spoilern‘ zu zurechnen seien, deren Einfluß besser zurückgedrängt werden müsse.

Ein Blick auf das, was wir nach 25 Jahren kaum anders denn als Scheitern begreifen müssen, einen Oslo-Prozeß, der ein säkulares, zum Teil anti-religöses Projekt war, sollte zum Nachdenken anregen, wie sich vielleicht konstruktiv Religionen, und insbesondere religiös motivierte „Falken“ in den Prozeß des Interessensausgleich einbinden lassen können, ohne deshalb den säkularen Raum aufzugeben und allen Mitgliedern einer Gesellschaft normative Zwänge aufzuerlegen. Nur: Dieser Satz gilt aber eben auch umgekehrt: niemand soll zur Aufgabe seiner/ihrer religösen Überzeugungen veranlaßt werden, um für ‚Frieden‘ zu sein.

Rabbiner Dr. Doron Danino (Herbert Kelman Institute for Conflict Transformation / Direktor Religious Zionist Department at the Citizen Accord Forum) hat dazu mit Blick auf die Politik der neuen US-Admistration einen lesenswerten Beitrag in der Times of Israel veröffentlicht. In ähnlichen Sinne haben wir an dieser Stelle gelegentlich auf die Arbeiten von Ofer Zalzberg (@OferZalzberg) verwiesen.

Die Frage Religion und Konflikt / Religion im Konflikt wird auch Thema des Bandes 50 der Schriftenreihe des diAk sein.

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