DIe Zerissenheit und die Spannung aushalten, die Menschen nicht auch noch in unseren Herzen trennen, ernstnehmen, wie unterschiedlich die Zugänge sind, wie verschieden die Verbindungen sind und wir am Gemeinsamen, am Zusammendenken festhalten wollen, dazu zwei Hinweise:
Nicht zu verwechseln mit den sog. Abraham Accords sind die Abraham Iniatives, ihr heutiger Newsletter und sein kooperativer Geist mögen in diesen Schabbat begleiten….
Dear Friends,
During this impossible time, it is easy to feel paralyzed. As we navigate the waves of grief and fear, I continue to be moved by the determined insistence of my friends and colleagues in Israel that a shared future for Jewish and Palestinians is not only something to work towards in the future when times are easier, but a dedicated practice that can help guide us through this impossible time.
I am proud to share that in the face of this immeasurable horror, we have achieved so much as a community this week.
We are using lessons learned from May of 2021 to foster cooperation at the municipal level:
Our Co-Deputy CEOs, Ruth Lewin Chen and Shahira Shalaby, are serving as coordinators for a Municipal Work Team, organized by the Joint Society Organizations Forum, which wrote and distributed recommendations to local leaders for violence prevention and the promotion of mutual aid
These recommendations included monitoring social media for misinformation; ensuring that police forces are protecting all citizens and preventing extremists from entering mixed cities; adjusting welfare services according to the needs of mixed cities; and promoting cooperation between the leaders of Arab and Jewish towns
We are participating in the Negev Situation Room and other coalitions of organizations in Arab civil society to ensure that the needs of Palestinian citizens are met. This work includes:
Documenting cases of violence, discrimination, and harm against Palestinian citizens
Expanding trainings in the mental healthcare system and connecting with service providers
Monitoring fake news on social media
Liaising with leaders in Arab society and politics, particularly to address the lack of shelters in the Negev, which the Home Front command claims cannot be placed in unrecognized villages
We are ensuring that shared life is protected:
We are working with our partners in the Ministry of Education to help navigate the points where Jewish and Arab students will come together in our Shared Learning Initiative
We offered invitations to Arab and Jewish psychologists to speak to mixed classrooms and Arab teachers at Jewish schools on the complexity of this moment
We continue to fight bills in the Knesset that promote a racist agenda using the cover of conflict
We are encouraging the incredible young people we have worked with in the past to take positions of leadership:
We have connected those who graduated from our personal security courses in Tel Sheva, Rahat, and Kseifa with volunteer trainings led by the Home Front Command so they can assist in maintaining security during emergencies in their neighborhoods
We must continue our work in this moment and stay rooted in our ideals of shared society and equality. Thank you for standing with us.
Jüdische religiöse Traditionen – Erstes Heft mit Materialen erschienen – steht zum Download und in (analogen) Klassensätzen bereit
Im Rahmen des Forschungsprojekts „Das Objekt zum Subjekt machen. Jüdische Alltagskultur in Deutschland vermitteln“ entstehen am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow in Zusammenarbeit mit dem Verband der Geschichtslehrerinnen und -lehrer Deutschlands bis 2025 drei Themenhefte für den Schulunterricht und die Erwachsenenbildung.
Sie beleuchten verschiedene Aspekte jüdischer Alltagskultur und wollen dazu beitragen, ein zeitgemäßes Bild jüdischen Lebens in Deutschland zu vermitteln.
Nicht nur, aber auch mit Blick auf die anstehenden jüdischen Feiertage in den kommenden Wochen, hier ein Hinweis auf „eine lebendige, digitale Bibliothek mit jüdischen Texten“: Seferiah (teils auch auf Deutsch)
Princeton University Press – Neue Veröffentlichung von Adam Mestyan
The view from the Middle East – hier zum Einleitungstext des Autors. Modern Arab Kingship: Remaking the Ottoman Political Order in the Interwar Middle East
How the “recycling” of the Ottoman Empire’s uses of genealogy and religion created new political orders in the Middle East
Teilnachlaß von Eugen Rosenstock-Huessy geht ins Deutsche Literaturarchiv
Breslauer Koffer von Eugen Rosenstock-Huessy – Photo: DLA Marbach (Anja Bleeser).
Das teilte das Deutsche Literaturarchiv Marbach (DLA) mit. Ursprünglich Rechtshistoriker, Soziologe und Philosoph, interessierte sich Eugen Rosenstock-Huessy (1888–1973) im Lauf seines Lebens immer stärker auch für das Thema Sprache, so etwa in seiner zweibändigen Studie „Die Sprache des Menschengeschlechts“ (1963/64).
Rosenstock-Huessy war jüdischer Herkunft, konvertierte aber schon als Jugendlicher zum protestantischen Christentum. In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg war er eng mit dem jüdischen Philosophen Franz Rosenzweig (1886–1929) befreundet. Anteil am interreligiösen Gespräch der Freunde hatte auch Margrit Huessy – die Liebesbeziehung von Margrit Huessy und Rosenzweig ist in einem umfangreichen Briefkonvolut in Rosenstocks-Huessys Nachlass in den USA dokumentiert.
Seit 1923 lehrte Eugen Rosenstock-Huessy in Breslau Rechtsgeschichte. Direkt nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigrierte er 1933 mit seiner Familie in die USA. Zurück blieb ein großer Holzkasten, ein sogenannter Offizierskoffer, mit Manuskripten, Briefen und anderen Materialien, der von der Haushälterin der Familie gerettet und viele Jahre verwahrt wurde. Dieser sogenannte Breslauer Koffer bildet den Kernbestand des Teilnachlasses, der dem DLA nun von der Eugen-Rosenstock-Huessy-Gesellschaft gestiftet wurde.
Dieser Bestand wird ergänzt unter anderem durch Photos, Briefe und Bücher, eine Porträtplastik, geschaffen von Sabine Leibholz, der befreundeten Zwillingsschwester von Dietrich Bonhoeffer, sowie durch Tonaufnahmen unveröffentlichter Vorträge und Interviews.
Ende der zwanziger Jahre hatte Eugen Rosenstock-Huessy gemeinsam mit dem jungen Helmuth James von Moltke die Löwenberger Arbeitsgemeinschaft initiiert, die unterschiedliche soziale Schichten, Glaubensrichtungen und Überzeugungen miteinander in Verbindung bringen wollte, um die Probleme der sozial und wirtschaftlich schwierigen Nachkriegszeit in Deutschland zu bewältigen. Aus dieser Arbeitsgemeinschaft entstand im Nationalsozialismus die Widerstandsgruppe des Kreisauer Kreises, deren Mitglieder Ideen für die Zeit nach dem Ende der Diktatur entwickelten. Unter den von den Nationalsozialisten ermordeten Mitgliedern des Kreises war auch Helmuth James Graf von Moltke, dessen Witwe, Freya von Moltke, die letzte Lebensgefährtin von Eugen Rosenstock-Huessy war.
Vor einem Jahr war der Depositalvertrag durch das Landeskirchliche Archiv Bielefeld gekündigt worden und so wurde der Weg frei für Marbach …
Die Religion muß nicht im babylonischen Gefängnis des / eines rechten Nationalismus‘ stecken, auch nicht in Israel – Eine Podcastfolge des New Israel Fund: Ground Report und Mikhael Manekin
This week’s guest is Mikhael Manekin. Mikhael is an anti-occupation activist, Director of the Alliance Fellowship, and an Orthodox religious Jew living in Jerusalem. The narrative around the fight for Israel’s values – within the Jewish community – is often told as one with a stark divide: where “Secular Left” faces off against “Religious Right“. And it’s true that, oftentimes religious observance and right wing politics in Israel do go hand in hand. But Mikhael challenges that narrative. In this episode, we talk to Mikael about how the religious community fits into the struggle to end the occupation, the struggle for peace, equality, and justice.
Erforschung der jüdischen Friedhöfe in Deutschland
Auf 24 Jahre angelegtes Projekt schließt Forschungslücke (2023-2046)
In Deutschland haben sich vom 11. Jahrhundert an etwa 2.400 jüdische Friedhöfe erhalten. Kein anderes europäisches Land besitzt – trotz großer Verluste – eine vergleichbar alte, reiche und vielschichtige Überlieferung. Die Friedhöfe zählen zu den ältesten Zeugnissen der Sepulkralkultur in Deutschland. Ihre Erhaltung, Dokumentation, Erschließung und Vermittlung ist eine Aufgabe von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung, dennoch haben sie bislang nicht die Aufmerksamkeit gefunden, die ihnen als religiös-kulturellen Orten der Erinnerung, als Ausdruck individueller und korporativer jüdischer Identität sowie als historischen, literarischen und materiellen Quellen zukommt.
Diese Forschungslücke schließt nun ein auf 24 Jahre angelegtes Vorhaben. Forschende der Universität Bamberg sowie des Steinheim-Instituts der Universität Duisburg-Essen dokumentieren im Rahmen des Projektes „Steinerne Zeugen digital – Deutsch-jüdische Sepulkralkultur zwischen Mittelalter und Moderne – Raum, Form, Inschrift“ ausgewählte jüdische Friedhöfe.
Projektträgerinnen sind die Bayerische Akademie der Wissenschaften und die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste. Das Vorhaben ist Teil des von Bund und Ländern geförderten Akademienprogramms, das in der Förderrunde 2023 dem Schwerpunkt Erschließung, Sicherung und Erforschung des globalen kulturellen Erbes dient. Durch die Förderung können mehrere wissenschaftliche Stellen über die Laufzeit hinweg bereitgestellt und durch Qualifikationsstellen und Lehre die Ausbildung der nächsten Generation in diesem Bereich gesichert werden.
Judaistik, Bauforschung und digitale Denkmaltechnologien arbeiten zusammen
35 Friedhöfe, 33.600 Grabmale und über 19.000 Inschriften aus ganz Deutschland, die einen Untersuchungszeitraum von der Frühen Neuzeit bis in das 20. Jahrhundert abdecken, sind zur Dokumentation vorgesehen. Neben den Inschriften erfaßt das Team die geographischen Gegebenheiten der Anlage, bauliche Merkmale wie das Material, die Formensprache, den Erhaltungszustand und die Anordnung der Grabmale. Die Universität Bamberg bildet mit der Judaistik, den Digitalen Denkmaltechnologien und der Bauforschung und Baugeschichte, das interdisziplinäre Gerüst des Vorhabens. „Auf diese Weise wird es möglich, die in ihrem Bestand gefährdeten jüdischen Friedhöfe als Kulturdenkmale und als Reservoir an wertvollen Aussagen über das Leben der jüdischen Minderheit in Franken umfassend zu würdigen“, erläutert Prof. Dr. Susanne Talabardon, Professorin für Judaistik an der Universität Bamberg. Das besondere Profil der Universität Bamberg mit dezidiert geisteswissenschaftlicher Ausrichtung sowie das Wechselspiel des Kompetenzzentrums für Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDWT) und des Zentrums für Interreligiöse Studien (ZIS) böten wesentliche Voraussetzungen für das Projekt.
Die interdisziplinäre Grundlage des Projekts ermöglicht zudem neue Forschungsfragen und Perspektiven auf das jüdische Leben jenseits der großen Zentren. Mit der Judaistik hat das Projekt Expertise, die seit 2008 in Forschung und Lehre die große epigraphische und historische Kompetenz insbesondere für die fränkischen Friedhöfe erworben und weitervermittelt hat. „Durch die Einbindung der beiden denkmalwissenschaftlichen Arbeitsbereiche ‚Digitale Denkmaltechnologien’ und ‚Bauforschung und Bauerhalt’ wird zudem gewährleistet, daß neben den Inschriften auch der Informationsgehalt der materiell vorhandenen Objekte einfließen kann“, erklärt Prof. Dr. Mona Hess, Inhaberin des Lehrstuhls für Digitale Denkmaltechnologien an der Universität Bamberg. Dazu zählen etwa die baugeschichtliche sowie topographische und geo-räumliche Verortung der Objekte. „Das erreichen wir durch 3D-Vermessung und Aufnahmen des Gesamtfriedhofes sowie des einzelnen Steines mit Modellierung und semantischer Beschreibung von Bestand und Zustand. Insgesamt erreichen wir so eine ganzheitliche Betrachtung“, sagt Hess.
Digitales Text- und Bildcorpus wird erstmals zugänglich sein
Die Ergebnisse werden als digitales Text- und Bildcorpus publiziert. „Das bietet in idealer Weise die Möglichkeit, die heterogenen Daten der Verbundpartner in eine gemeinsame Daten- und Forschungsplattform zusammenzuführen“, erklärt Talabardon. Zur digitalen Integration der fachspezifischen Daten aus Epigraphik, Bauforschung und Denkmaltechnologien wird das Informationssystem für raumbezogene digitale Dokumentation MonArch eingesetzt. Trotz und wegen des Verlustes vieler schriftlicher und baulicher Belege ist es das Ziel, die letzten Ruhestätten der Jüdinnen und Juden als Zeugen für ein Jahrhunderte währendes Neben- und Miteinander von Mehrheit und Minderheit zu erschließen. Dies geschieht auch in Zusammenarbeit mit nicht-universitären Interessensgruppen und in Austausch mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege.
Die Forschung zu jüdischen Friedhöfen ist an der Universität Bamberg bereits fest etabliert. In den vergangenen Jahren untersuchten die Forschenden vor allem jüdische Friedhöfe in Franken. Einen Einblick gibt ein Film im Rahmen der Multimedia-Reportage zum Forschungsschwerpunkt Digitale Geistes-, Sozial- und Humanwissenschaften.