Torat Tzedek – Torah of Justice:
Rabbi Arik Asherman zum Tish B’av
Kategorie: Religion
Über Hasan al-Bannā, Gründer der Muslimbrüder
Gudrun Krämer legt in C.H.Beck Verlag eine umfangreiche Monographie vor
Und Sabine Kebir bespricht den Band ausführlich im ND (Neues Deutschland)
Die Lektüre lohnt nicht nur online, könnte auch eine gute Gelegenheit sein, die Genossenschaft, die das ND („Journalismus von links“) trägt, zu unterstützen, der Zeitung geht es nämlich wirtschaftlich schlecht…


Israel. Auf dem Weg in den Gottesstaat
Weltspiegel Doku – 17.Juli 2023 – 45 min
(Verfügbar in der ARD-Mediathek bis Juli 2024)
„Kein Strom mehr am Shabbat? Geschlechtertrennung im öffentlichen Nahverkehr? Ein Staat Groß-Israel in seinen ursprünglichen biblischen Grenzen? Das alles könnte Realität in Israel werden, wenn es nach dem Willen einiger Ultra-Orthodoxer oder nationalistisch-religiöser Hardliner geht. So stark wie nie zuvor sind sie derzeit in der Regierungskoalition vertreten. Sie lassen Premier Netanjahu spüren, daß er auf sie angewiesen ist und setzen sich kompromißlos für die eigenen Belange ein: ‚Land and Law‘, also ‚Land und religiöse Gesetze‘.“

Glocken läuten weiter
Auf dem Wege der Versöhnung:
Rückgabe von Glocken an die Gemeinden in Straszewo und Frombork
Bischof Gebhard Fürst von Rottenburg-Stuttgart und Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis90/Die Grünen) haben am Wochenende drei Glocken ihren früheren Besitzern in Polen zurückgebracht. Die Instrumente waren von den Nationalsozialisten abgehängt worden und wurden später in württembergischen katholischen Kirchen genutzt.
Die Geschichte braucht manchmal einen langen Atem. Gut 80 Jahre nachdem sie vom Nazi-Regime aus ihren Kirchtürmen heruntergenommen worden waren, um zur Rüstungsproduktion eingeschmolzen zu werden, sind am Samstag im Rahmen des Projektes „Friedensglocken für Europa“ zwei historische Glocken in ihre Heimat im Ermland zurück gekehrt: Im Anschluss an einen Gottesdienst am Vormittag in der Kathedrale St. Nikolaus in der polnischen Stadt Elbląg (Elbing) hat Bischof Dr. Gebhard Fürst eine Glocke aus der Kirchengemeinde St. Albertus Magnus in Oberesslingen an Vertreter ihrer Ursprungsgemeinde Straszewo (Dietrichsdorf) übergeben.
Artikel auf der Bistumsseite, auf Vaticannews.de, beim SWR.
Ein Blick über den Jordan
Eine Umfrage in Jordanien, beauftragt von einem US-Institut, zeigt wie weit „Normalisierung“ noch entfernt ist …
„In a new public opinion poll, commissioned by the Washington Institute and conducted in March/April by an independent regional firm, Jordanian citizens demonstrate a strong aversion toward Israel but remain in favor of regional de-escalation…“ (Policy Analysis Fikra Forum, Juni 2023)


Emanuel Tov ist zweiter Baron-Preisträger
Für herausragende wissenschaftliche Leistungen in der Erforschung der Hebräischen Bibel und zentraler Texte des Judentums
Seit 2020 vergeben die Knapp Family Foundation und die Universität Wien gemeinsam alle zwei Jahre den Salo W. und Jeannette M. Baron Preis für wissenschaftliche Exzellenz in der Erforschung des Judentums. 2023 geht der Preis an Emanuel Tov. emeritierter Professor an der Hebräischen Universität in West-Jerusalem.

Der Salo W. and Jeannette M. Baron Award wird alle zwei Jahre an anerkannte Wissenschafter*innen für ein besonders herausragendes Buch oder ihr Lebenswerk vergeben. Mit dem Baron Award werden die Errungenschaften und das Erbe von Salo Wittmayer Baron gewürdigt, der als „der größte jüdische Historiker des 20. Jahrhunderts“ gilt. Seine Forschungen umfassen über Jahrhunderte hinweg Europa, Nordafrika, Amerika und den Nahen Osten. 2023 geht der Preis an Emanuel Tov, emeritierter Professor an der Hebräischen Universität. Zwei Jungwissenschafter*innen werden weiters für ihre individuellen Arbeiten von höchstem wissenschaftlichen Niveau ausgezeichnet.
Über Salo Wittmayer Baron
Baron wurde am 26. Mai 1895 in Tarnów in Galizien geboren, das damals Teil des Österreichisch-Ungarischen Reiches war. 1920 erhielt er seine rabbinische Ordination vom Jüdischen Theologischen Seminar in Wien und mehrere Promotionen von der Universität Wien. Im Januar 1930 wurde Baron zum Nathan L. Miller-Professor für jüdische Geschichte, Literatur und Institutionen an der Columbia University ernannt. Diese Professur war die erste ihrer Art überhaupt. An der Columbia University lernte Baron auch seine Frau Jeannette Meisel kennen, die seine Vertraute, Lebensgefährtin und wissenschaftliche Mitarbeiterin wurde.
Baron beherrschte über zwanzig Sprachen. Seine wichtigste Errungenschaft war seine achtzehnbändige „Sozial- und Religionsgeschichte der Juden“ (2. Aufl. 1952 – 1983). Baron betrachtete es als seine Lebensaufgabe das sogenannte „tränenreiche Konzept“ der jüdischen Geschichtsschreibung neu zu bewerten. Sein Anliegen war es, die Erfolge des Judentums und seinen Überlebenswillen in die Darstellung der jüdischen Geschichte einzubinden. Genauso wie „Leiden Teil des Schicksals“ des jüdischen Volkes ist, „ist es auch wiederkehrende Freude und ultimative Erlösung.“ Baron hat eine differenziertere Wahrnehmung des jüdischen Volkes in die Wissenschaft eingebracht, die über die Opferrolle des Judentums weit hinausging. Seine Arbeit war und ist daher jenseits der Welt der Wissenschaft von großer Bedeutung, da sie die Grundlage dafür bildet, wie sich Juden und Jüdinnen in Israel und weltweit selbst wahrnehmen und von anderen wahrgenommen werden.
Über Emanuel Tov
Der diesjährige Preisträger ist Emanuel Tov. Emanuel Tov emigrierte in jungen Jahren nach Israel. 1973 promovierte er an der Hebräischen Universität mit einer Arbeit über die Übersetzung des Jeremiabuchs in der Septuaginta. Seit 1986 war er Professor an der Hebräischen Universität, seit 1990 als J.L. Magnes Professor für Hebräische Bibel, seit 2009 ist Tov emeritiert. Darüber hinaus ist er seit 1990 Hauptherausgeber der Textfunde vom Toten Meer. Neben seiner Lehrtätigkeit in West-Jerusalem ist Tov auch an zahlreichen hochrangigen Universitäten in der Welt tätig gewesen, unter anderem an der Harvard University und Oxford University. Tov ist Mitglied der British Academy und hat viele renommierte Wissenschaftspreise erhalten, so etwa den Humboldt-Preis und den Emet Prize for Biblical Research des israelischen Premierministers.
Tovs Forschung konzentriert sich auf die Hebräische Bibel als zentralen Text des Judentums und ihre Geschichte. Sein Buch „Textual Criticism of the Hebrew Bible“ zählt zu den Standardwerken der Judaistik. Dank Tov’s Forschungen verstehen wir die Geschichte, wie der Text der Bibel entstand, völlig neu. In der Erforschung der Schriftrollen vom Toten Meer, insbesondere aus Qumran, ist Tov federführend. Die Welt verdankt es Emanuel Tov, dass heute alle am Toten Meer gefundenen Texte ediert und veröffentlicht sind. Unter seiner Leitung des Dead Sea Scrolls Publication Projects erschienen zwischen 1992 und 2010 mehr als 30 der insgesamt 40 Bände in der Reihe Discoveries in the Judean Desert. Wie Salo W. Baron ist Emanuel Tov einer der wenigen Wissenschafter*innen, die nicht nur durch ihre Forschungen ein ganzes Wissenschaftsfeld neu aufgestellt, sondern auch in der Organisation der Wissenschaft Meilensteine gesetzt haben.
Weitere Infos: https://baronawards.univie.ac.at/award-ceremonies/
Im Netz gefunden …
Nicht B-A-C-H, sondern … manchmal klingen ja die Kleinigkeiten besonders laut
Hier der Screenshot, verwiesen wird auf die Zeitschrift Ansätze der ESG-Deutschland, der (noch?) nicht online verfügbar ist … entnommen dem Sonntags-Mailing vom online-Portal Die Eule, in der Selbstbeschreibung: „Nachrichten und Meinungen zu Kirche, Politik und Kultur, immer mit einem kritischen Blick aufgeschrieben für eine neue Generation„.

Facetten zur Geschichte des / eines christlichen Zionismus‘
Fathcom, in der Selbstbeschreibung: „for a deeper understanding of Israel and the region“, hat aktuell auf seiner Website als eBook zum freien Downlad bereitgestellt: Philip E. Steele: Birthing Zionism – Studies of 19th-century British Christian Zionists: George Eliot, Laurence Oliphant and Rev. William Hechler, interessant zu lesen und kulturgeschichtlich erhellend…
Hier noch einmal ein Fathom eBook aus dem Jahr 2020:
Fathom’s eBook, Rescuing Israeli-Palestinian Peace: The Fathom Essays 2016-2020, contains over60 articles, reports and interviews. The editors believe it is the most comprehensive collection of constructive and expert reflections on the peace process to date and will be invaluable to peacemakers and analysts alike.
A Virtual Tour of the Temple Mount / Haram al-Sharif
Auf Youtube 10 min unterwegs – mit mancher Einsicht…
Ir Amim, Emek Shaveh, and Peace Now present a virtual tour of one of the most complicated holy sites in the world:

The Temple Mount/Haram al-Sharif. Join us to learn about the issues surrounding the holy compound, what is needed to ensure a peaceful stability for worshippers and visitors, and how once-fringe movements are trying to undermine this.
Noch eine Facette jüdischen Lebens in Deutschland
Ein Spendenmarathon für den neuen Campus der (chassidischen) Chabad-Gemeinde am Sonntag soll dem jüdischen Projekt zum Durchbruch verhelfen. Ein Beitrag von Michael Maier in Berliner Zeitung
(1. Juni 2023)
Der Link zur Spendenaktion

Zum Hinergrund: Tradtionell gelten die in Israel lebenden Anhänger:innen, darin Rabbi Menachem M. Schneerson (1902-1994) folgend, als Vertreter:innen einer Position, die jeden territorialen Verzicht auf Teile des biblischen Landes Israel ablehnt. Aus dem Umfeld des Rebben entstand so auch 1996 eine Unterstützungskampagne für Netanjahu.




