Besatzung ist Besatzung…

und Widerstand wird nicht geduldet…

So sieht es aus [Twitter], wenn des nachts Besuch kommt, … wegen der Terrorbekämpfung.

Und so beschreibt es Haaretz:

Israel Raids Outlawed Palestinian Rights Groups‘ Offices in West Bank

Defense Minister Benny Gantz declared six Palestinian human rights groups terrorist organizations in 2021, however, several European countries claim Israel had failed to prove these allegations

So sieht es die NZZ.

Neve Shalom / Wahat al-Salam zur Situation in Gaza

EIn Waffenstillstand, oder sollte man:frau besser sagen, eine Waffenkampfpause ist eingetreten und scheint aktuell zu halten.

Zur Situation im Gazstreifen das Friedensdorf eine Erkärung beschlossen und einen Aufruf.

Neve Shalom • Wahat al-Salam: Stop the attacks on Gaza!

We in the village of Wahat al-Salam / Neve Shalom call for an end to Israel’s attacks on Gaza. The one that has just ended was the fifth in recent years. We condemn every incidence of murderous military action against civilians.

Palestinians and Israelis everywhere deserve to live in safety without suffering and unnecessary grief. We all need a real peace that allows both peoples to enjoy well-being and freedom. …

From our village, we hear the booms and explosions from missile attacks and see the war planes on their way to bombing locations in Gaza. …

We are therefore initiating an emergency campaign to raise funds to send new supplies and equipment to Gaza hospitals. … The delivery will be carried out by Dr. Raid Haj Yehia, a WASNS resident who, in his capacity as a member of Physicians for Human Rights, makes regular journeys to Gaza for the purpose of providing treatment and delivering medical supplies.

Voller Wortlaut des Appells und Spendenmöglichkeit hier.

Was danach?

Was läßt sich nach diesen drei Tagen sagen, einfach zur Tagesordnung übergehen und auf den nächsten „Ausschlag“ warten? Wie lange dauert es diesmal?

Deshalb ein Hinweis auf eine Alternative

Grundsatzdokument

Waffenruhe in greifbarer Nähe…

+++21.11 Uhr:
Der Zeitpunkt für die Waffenruhe steht nun fest. Sie soll laut Sicherheitskreisen ab 22.30 Uhr gelten.

(Wer hat jetzt was gewonnen – und wer was / alles verloren?)

Zwei Jahre danach

From New to Normal: Two Years after the Abraham Accords

Petra Dachtler analysiert die aktuelle Situation:
Two years later normalisation has intensified, but differs in degree and scope.

Eine gewisse Anzahl von Opfern ist wünschenswert…?

Ein Bericht auf dem Online-Portal +972: über das „Kfur [Kfar] Kassem Massaker“ von 1956 … und

… der Beitrag auf Haaretz zum gleichen Thema, nachdem jetzt die Protokolle der Untersuchung von damals freigegeben wurden:

„The Kafr Qasem massacre transcripts were kept secret until now, under the claim that revealing them would jeopardize Israel‘ national security“

Nachtrag: Eine kritische Intervention aus Israel

Hanno Hauenstein hat für die Berliner Zeitung den Artikel von Avraham Burg aus dem Hebräischen übersetzt, er erschien am 28. Juli 2022 nachmittags online auf der Seite der Berliner Zeitung, in unserem Blogbeitrag haben wir morgens auf die Ausgabe in der englischen Haaretz verwiesen!

***

Avraham Burg ist ehemaliger hochrangier Politiker der Arbeitspartei in Israel, Sprecher der Knesset und Vorsitzender der Jewish Agency und der World Zionist Organization, inzwischen ist er bekannt für seine fundamentale Kritik an der Besatzungspolitik und an der Erinnerungspolitik in Israel und Deutschland. 

In einem Beitrag in der Tageszeitung Ha’aretz legt er dar, wie die Debatten in Deutschland über das Verhältnis zu Israel und darüber, was als Antisemitismus zu gelten hat, der israelischen Besatzungspolitik in die Hände spielen. Aus einer Atmosphäre der Angst und der Kontrolle heraus sei eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Politik Israels, dem gefährlichen Antisemitismus und der Unterdrückung und Entrechtung der Palästinenser durch die israelische Regierung nicht möglich. Damit spiele man:frau populistischen und rechten ‚Israelfreunden‘ in die Hände.

Haar
etz Screenschot Burg Artikel

Mit Berufung auf eine universalitische Tradition, die er aus der Bibel und aus den Schriften Martin Bubers ableitet, appelliert er an den Zentralrat der Juden in Deutschland „einen offenen Dialog über eine angemessene Erinnerungspolitik zu ermöglichen“.
Germany Provides a Kosher Stamp for the Israeli Occupation – Israel News – Haaretz.com

Eine kritische Intervention aus Israel

Avraham Burg ist ehemaliger hochrangier Politiker der Arbeitspartei in Israel, Sprecher der Knesset und Vorsitzender der Jewish Agency und der World Zionist Organization, inzwischen ist er bekannt für seine fundamentale Kritik an der Besatzungspolitik und an der Erinnerungspolitik in Israel und Deutschland. 

In einem Beitrag in der Tageszeitung Ha’aretz legt er dar, wie die Debatten in Deutschland über das Verhältnis zu Israel und darüber, was als Antisemitismus zu gelten hat, der israelischen Besatzungspolitik in die Hände spielen. Aus einer Atmosphäre der Angst und der Kontrolle heraus sei eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Politik Israels, dem gefährlichen Antisemitismus und der Unterdrückung und Entrechtung der Palästinenser durch die israelische Regierung nicht möglich. Damit spiele man:frau populistischen und rechten ‚Israelfreunden‘ in die Hände.

Haar
etz Screenschot Burg Artikel

Mit Berufung auf eine universalitische Tradition, die er aus der Bibel und aus den Schriften Martin Bubers ableitet, appelliert er an den Zentralrat der Juden in Deutschland „einen offenen Dialog über eine angemessene Erinnerungspolitik zu ermöglichen“.
Germany Provides a Kosher Stamp for the Israeli Occupation – Israel News – Haaretz.com

diAk-online – Dr. Steffen Hagemann – 26. Juli 2022

… Biden ist zuhause, Israel vor Neuwahlen, und Palästina?

Wir sprechen im Zoom mit Dr. Steffen Hagemann, dem Leiter des Büros der Heinrich Böll-Stifung Tel Aviv über Perspektiven – oder über keine Perspektiven…

Dienstag, 26. Juli 2022 – 18-19.00 Uhr – Anmeldung: online@diak.org

Immer wieder: Was wir wie – oder auch nicht – erinnern

Neuerscheinung Andreas Hackl – Bei Interesse am Erwerb: Mail genügt

The Invisible Palestinians: The Hidden Struggle for Inclusion in Jewish Tel Aviv

Within the heart of the Jewish city of Tel Aviv, there is a hidden reality—Palestinians who work, study, and live as an unseen minority without access to equal urban citizenship.

Grounded in the everyday lives of Palestinians in Tel Aviv, The Invisible Palestinians offers an ethnographic critique of the city’s self-proclaimed openness and liberalism. Andreas Hackl reveals that Palestinians‘ access to the social and economic opportunities afforded in Tel Aviv depends on keeping a low profile, which not only disrupts opportunities for true urban citizenship but also draws opposition from other Palestinians. By looking at the city from the perspective of this hidden urban minority, Hackl uncovers a critical opportunity to imagine and build a more inclusive and just future for Tel Aviv. 

An important read, The Invisible Palestinians explores the marginalized urban presence of both Palestinian citizens of Israel and Palestinian laborers from the West Bank in this quintessential Jewish Israeli city. Hackl reveals a highly diverse Palestinian population that includes young people, manual workers and middle-class professionals, residents and commuters, students, artists, and activists, as well as members of an underground Palestinian LGBT community who carefully navigate their place in a city that refuses to recognize them.

Andreas Hackl is a Lecturer in Anthropology of Development at the University of Edinburgh. His research has been published in leading academic journals such as World DevelopmentAmerican Ethnologist, and Social Anthropology. He has worked as a consultant with the International Labour Organization and as a newspaper correspondent based in Jerusalem.