Reisen – bildet

Im Januar und Februar 2023 auf nach Israel und Palästina

Zwei Angebote, die von diAk-Mitgliedern begleitet/organisiert werden – noch Plätze frei

Einmal (mit eigener Anreise) eine Fahrt zur Gebetswoche für die Einheit der Christenheit – 21.-29. Januar 2023:

Die Vielfalt der Ökumene in Jerusalem entdecken und erleben

und zum anderen eine

Studienfahrt Israel | Palästina. Perspektiven auf den Nahost-Konflikt
(Deutsche Vereinigung für Politische Bildung, Landesverband Rheinland-Pfalz, DVPB) vom 18.-26. Februar 2023

Kontakt auch über agentur@aphorisma.eu | Anmeldung bis 15. November 2022

Wir würden auch mit ultraorthodoxen Parteien regieren

„Vor zehn Jahren sagten sie, dass die israelische Linke von Meretz angeführt werde. Heute bangt Ihre Partei um den Einzug in die Knesset. Weshalb stehen die Zeiten so schlecht für Israels Linke?“

Eine Analyse von Markus Bickel, Tel Aviv, Rosa Luxemburg Stiftung

Kulturzeit

Das 3Sat-Magazin „Kulturzeit“ hat den Deutschen Fernsehpreis 2022 in der Kategorie ‚Information‘ gewonnen!

Aktuell (noch bis zum 27.11.) steht in seiner Mediathek ein beachtenswerter Beitrag über die israelische Medienlandschaft.

In der Sendung vom 27. Oktober 2022 ging es um DemocraTV – Israels alternative Medien !

Kulturzeit

Zwei-Staaten? … kein Thema mehr im Wahlkampf in Israel

Während der israelische Premier Yair Lapid auf der Generalversammlung der Vereinten Nationen im September noch betonte, daß Israel einer Regelung mit den Palästinensern sehr offen gegenüberstehe und diese Politik zu befördern sei, und dafür gelobt wurde, ist dies heute kurz vor der Wahl am 1. November kaum noch ein Thema.

Im Gegenteil. Die Gewalt im Westjordanland eskaliert, doch die Frage der Konfliktregelung in Richtung einer Zwei-Staaten-Regelung „schrumpft zum Ende des Wahlkampfs“. Und weiter: „Sogar Premierminister Yair Lapid, der international für seine Unterstützung der Zweistaatenlösung vor den VN gelobt wurde, hat aufgehört, das Thema im Wahlkampf zu vertreten“, schreibt die Kolumnistin Mazal Muallem am 25. Oktober auf dem Nachrichtenportal al Monitor.

Der EU-Vertreter „regret“ / bedauerte die Gewalt des israelischen Militärs im Westjordanland und die Tötung von sechs Palästinensern. Diese Auseinandersetzungen werden anhalten, bis es eine Neuaufnahme von Gesprächen zwischen der israelischen und der palästinensischen Seite gebe und eine entsprechende Regelung vereinbart würde, die die (Sicherheits)Interessen beiden Seiten berücksichtigt.

Inzwischen hat der PLO-Generalsekretär die Botschafter der sog. ‚Münchner Gruppe‘ über die gefährliche Eskalation unterrichtet: Hussain al-Shaikh, der Generalsekretär des Exekutivkomitees der PLO, traf am Dienstag mit den Botschaftern von Ägypten, Jordanien, Frankreich und Deutschland zusammen, wo er sie über die jüngsten Entwicklungen vor Ort informierte. Ziel war einerseits ein Austausch über Mechanismen hinsichtlich der Rolle der Gruppe auf regionaler und internationaler Ebene. Schließlich gehe es darum, gemeinsam dahingehend zu wirken, daß die israelische Seite einseitige Maßnahmen einstellt. Und er dankte den vier Ländern für deren Bemühungen und kontinuierliche Unterstützung für die Notwendigkeit einer politischen Vision, die auf internationaler Legitimität beruht, um die israelische Besatzung zu beenden.

Two-state solution shrinks as campaigning wraps up in Israel

EU expresses regret over killing of six Palestinians during Israeli aggression in West Bank

PLO Secretary-General briefs ambassadors of Munich Group on dangerous Israeli escalation

Zwischen Krieg und Frieden, aber Deal ist Deal

Am Dienstag, den 11. Oktober haben die Regierungen Israels und des Libanon einen ‚Deal‘ über ihre Seegrenzen im Mittelmeer geschlossen. Diese Vereinbarung ist zwar kein Friedensabkommen (und wird weder die globale Energiekrise noch die dringende Energienachfrage Deutschlands lösen), aber dennoch bahnbrechend. Nach Einschätzung von Maha Yahya vom Carnegie Middle East Center haben beide Staaten großes wirtschaftliches Interesse daran, diese Vereinbarung auch einzuhalten und somit daran, daß die Ruhe an ihrer gemeinsamen Grenze aufrechterhalten wird.

„Die Einigung verschafft dem Präsidenten der FPM, Michel Aoun, dessen Amtszeit am 31. Oktober endet, einen wichtigen Sieg in einer Zeit, in der das Land den katastrophalsten wirtschaftlichen und institutionellen Zusammenbruch seiner jüngeren Geschichte erlebt.“ Zudem wäre diese Einigung „ohne einen seltenen Konsens zwischen den politischen Parteien des Libanon und die Unterstützung zweier wichtiger politischer Gruppen, der Freien Patriotischen Bewegung (FPM) und der Hisbollah, nicht zustande gekommen.“

Und in Israel stehen am 1. November Parlamentswahlen an:

„Für Israel wird das Abkommen wahrscheinlich erhebliche wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen: Karish, eines der Gasfelder, enthält nach israelischen Schätzungen 1,75 Billionen Kubikfuß Gas im Wert von 3 Milliarden US-Dollar. Es kann auch als politischer Sieg für Premierminister Yair Lapid im Vorfeld der Wahlen im November betrachtet werden, bei denen er mit allen Mitteln um die Erhaltung seiner derzeitigen Mehrheit in der Knesset kämpfen muß.“

Maha Yahya, October 12, 2022: Lebanon and Israel’s Maritime Deal Suspends Them Between No War and No Peace

Hier noch zur Gegenlesung eine eine Sicht aus Tel Aviv (Barak Ravid, Axios): „Biden hails ‚historic breakthrough‘ on Israel-Lebanon maritime border“. [Ein Bericht aus dem Libanon wird nachgereicht]

Ich bin einer von ihnen

Vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York hat Israels (Übergangs-)Ministerpräsident Yair Lapid gesagt, die Mehrheit seiner Bürger:innen sei für eine Zweistaatenlösung und »ich bin einer von ihnen.« Gleichzeitig nannte er Bedingungen für einen Palästinenserstaat – und warnte vor Iran.

Es sind noch sechs Wochen, bis zu den nächsten Knessetwahlen in Israel, dann wird sich zeigen, welchen Wert dieses Bekenntnis hat(te.)

Zum Thema: Spiegel | Times of Israel | Haaretz | NZZ

Aus der Zeit gefallen – oder nicht?

TSI logo

Die Genfer Initiative (Geneva Initiative) begleitet die Entwicklungen zu politischen Perspektiven mit einem
„monthly assessment of the road to the two-state solution“ – graphisch interessant aufbereitet…

Von welcher israelischen Linken sprechen Sie?

„Eine Linke, die den Nahostkonflikt auf ihre Tagesordnung setzt, gibt es nicht. Eine Linke, die um die Verringerung der sozialen Diskrepanzen kämpft, auch nicht. Meretz kämpft abstrakt um Menschenrechte. Die Arbeitspartei um alles, nur nicht um die Belange der Arbeiter. Und die arabischen Parteien kommen ohnehin nicht gegen die Dominanz des zionistischen Establishments an. Eine israelische Linke gibt es nicht,“ resümiert der bekannte israelische Wissenschaftler und em. Hochschulprofessor Moshe Zuckermann im Interview in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung Junge Welt.

Zum Thema siehe auch: Times of Israel | Washington Post | Haaretz

#StandWithThe6

Protect human rights defenders – Eine Aktion unterstützt auch von den Combatants for Peace

Ist da Platz für zwei …

in der kleinen linken Ecke in Israel…?

Eine Analyse der Parteiwahlen von Meretz (und Labour) von Allison Kaplan Sommer in der Ha’aretz:

Israel’s Left-wing Primary Results Tell a Clear Story