Podcast aus Hadassah

Ob es ein richtige Leben im Falschen gibt, soll hier nicht entschieden werden. Aber menschliche, berührende Geschichten in all dem anderen, gehören auch zur Wirklichkeit.

The Branch: Real stories about building connections between Jews and Arabs

Stories about building connections between Jews and Arabs.

Die Geschichten, die unregelmäßig veröffentlicht werden, lassen sich hier abonnieren.

This podcast offers a glimpse into the everyday lives of Jews and Arabs in Israel forging meaningful relationships. Presented by Hadassah and hosted by Dina Kraft, The Branch shines a light on the stories of people living the example of a shared society. Together. Even though it’s complicated.

Noch einmal zur Yad Vashem ‚Personalie‘

Die in Diskussion stehende Ernennung eines neuen Direktors der israelischen nationalen Gedenkstätte hat jetzt auch den Direktor der Auschwitz-Gedenkstätte in Polen, Piotr Cywiński, zu einer Stellungnahme veranlaßt, über die die Times of Israel berichtet. In dem Telephon-Interview mit der Jewish Telegraphic Agency, über das ToI schreibt, heißt es „I am concerned about the future of this institution”.

Dreiklang

Mit dem Heft 4-2020 unserer Zeitswchrift israel & palästina ist der neue Kalender 2021 verschickt worden. Einige wenige Exemplare sind beim Verlag noch erhältlich.

Ein Begleiter durch das Jahr 2021 – Gedichte und Texte in deutsch, arabisch und hebräisch | Photos von Andreas Schröder | Beitrage von Marwan Abado, Simone Klebel-Pergmann, Mati Shemoelof, Rose Ausländer, Hebräische Bibel (Psalm 87), Amir Or, Koran (Sure 93), Lukasevangelium (Magnificat).

Highway to Annexation

Studie zum Ausbau der israelischen Infrastruktur im Westjordanland

Kürzlich veröffentlichte die israelische NGO Breaking the Silence eine Studie zum Ausbau der israelischen Infrastruktur im Westjordanland. Die Studie ist deswegen so alarmierend, weil ihr Inhalt dem Versprechen Netanyahus widerspricht, die Annexion von Teilen der West Bank zu Gunsten eines Friedens mit den VAE auszusetzen. Derzeit sieht es viel eher danach aus, daß das geplante und teilweise bereits im Bau befindliche Straßennetz zur Anbindung auch kleinster Siedlungen, die Annexion und Fragmentierung des Westjordanlandes weiter vorantreibt.

Die ganze Studie in Englisch ist unter folgendem Link abrufbar.

Die Debatte geht weiter

und das wird sie wohl noch lange: Hier ein Zitat aus dem Beitrag von Peter Ullrich im Neuen Deutschland über ‚ den Boykott der Boykotteure‘ und über ‚paradoxe Erfolge der Antisemitismusbekämpfung‘, wie es die Redaktion im Titel faßt:

… Die Unschärfen der Definition [i.e. ie Arbeitsdefinition Antisemitismus der International Holocaust Rememberance Alliance (IHRA)] erleichtert es, unliebsame nahost-politische Positionen des Antisemitismus zu bezichtigen – häufig in Fällen, in denen der Vorwurf nicht zutrifft oder eher Grauzonenphänomene vorliegen. Die unleugbar existenten Überschneidungen zwischen Antisemitismus und Antizionismus werden in eine Identität der beiden Phänomene umgebogen. …

Westasien-Dossier der RLS

Ob mit Lock- oder Shutdown: der Konfliktaustrag in Westasien eskaliert weiter und wie in der Rüstungsexportfrage, auch mit der aktiven Teilnahme der BRD. In ihrem aktualisierten Westasien-Dossier fokussiert die Rosa-Luxemburg-Stiftung auf die Konfliktdimensionen:

„Eine Vielzahl von Konflikten und Kriegen prägen derzeit Westasien. Millionen von Menschen sind auf der Flucht. Die unrühmliche Rolle der internationalen Gemeinschaft, fortgesetzte militärische Interventionen und Waffenlieferungen, auch aus Deutschland, sowie das weitgehende Versagen der Hilfestrukturen führen zu einer Eskalation der Gewalt und zu humanitären Krisen. Internationale Solidarität scheint nur spärlich auf. Mit dieser Themenseite möchten wir die politischen Konstellationen und Entwicklungen in der Region transparenter machen, hinter die Schlagzeilen und Stereotype blicken und alternative Perspektiven vorstellen, also Diskussionen um emanzipatorische Ansätze für Veränderungen abbilden sowie jenen progressiven Akteuren eine Stimme geben, die in den bürgerlichen Medien nur wenig zu Wort kommen.“

Ein Schwerpunkt des Dossiers ist der Gazastreifen. „Gaza. 2020. Unbewohnbar. Was bedeutet Leben in Gaza?“

Nach den Szenarien der Zukunft Palästinas befragt, entwirft Drin. Muriel Asseburg von der Stiftung Wissenschaft und Politik das Bild „Palästina 2030: eine Dystopie“.

In einem sehr persönlichen Bericht kommt Tamar Almog, Projektleiterin im Büro in Tel Aviv, zu Wort, eindrucksvoll schilert sie den alternativen Gedenktag in Tel Aviv „Leid teilen, Hoffnung spenden. Die israelisch-palästinensische Gedenktagszeremonie“.

„Die Zeremonie fand zum ersten Mal 2006 im Saal eines kleinen Vorstadttheaters in Tel Aviv statt. Seit 2007 wird sie von zwei Organisationen veranstaltet: den von ehemaligen israelischen und palästinensischen Kombattant*innen gegründeten Combatants for Peace (CFP https://cfpeace.org/about/, die sich im gemeinsamen gewaltlosen Widerstand gegen die Besatzung sowie im Aufbau von Netzwerken palästinensischer und israelischer Aktivist*innen engagieren; und dem Parents Circle – Families Forum (PCFF https://www.theparentscircle.org/en/about_eng/ ), einer israelisch-palästinensischen Organisation von Familien, die enge Familienmitglieder im Konflikt verloren haben.“

„Trotz der Dilemmata und Kritiken, die dieser Zeremonie anhängen und die ich teilweise auch teile, bin ich überzeugt, dass diese Veranstaltung in einem tiefen Sinne eine Alternative darstellt. Alleine die Debatte, die sie anstößt, bricht die monolithische Sicht auf, wie eine Gedenkzeremonie auszusehen hat: Es sollte eine gemeinsame Zeremonie sein, Verlust und Trauer sollten auf derselben Bühne präsent sein, es handelt sich nicht um ein Nullsummenspiel, und das Gespräch über die Besatzung und ihre Ungerechtigkeiten sollte Teil der Gedenkpraxis, der Trauer und des Schmerzes sein. Chen Alon, einer der Gründer der CFP und für viele Jahre Leiter der Zeremonie, sagt, dass zu den Aufgaben dieser Zeremonie gehört, eine Vision, unseren Blick auf die Zukunft, zu verkörpern. Sie bietet eine Alternative zur Verzweiflung und Orientierungslosigkeit und gibt den Menschen das Gefühl, dass Hoffnung in der israelisch-palästinensischen Zusammenarbeit liegt.“

Die Dokumentationen mit den Zeremonien von 2020  und den voran gegangenen zwei Jahren können in den Originalsprachen mit englischen Untertiteln direkt abgerufen werden.

Drei Säulen für einen Neuanfang

Die International Crisis Group hat zusammen mit United States/Middle East Project (USMEP) eine Initiative lanciert, was für einen Neustart der Friedensbemühungen im israelisch-palästinensischen Kontext von der neuen US-Adminstration unternommen werden sollte.

Die Langfassung findet sich hier.

Three Pillars for a New U.S. Approach to Peace in Israel-Palestine

Come January 2021, the Biden administration will face the responsibility of mitigating harm caused by President Trump’s destructive policy toward the Israeli-Palestinian conflict. Its challenge will be to undo Trump’s legacy without merely rewinding the tape to the situation that existed prior to his presidency.

1. Mitigate the damage of the Trump legacy and replace an emphasis on perpetuating the peace process with one centred around protecting the rights and well-being of people on the ground.

2. Desist from actions that enable and empower Israeli policies seeking to prevent any peace deal or Palestinian state, including emboldening political actors

3. Help facilitate and encourage the Palestinians to undertake their own political renewal, …

Die Not wird größer

OCHA, das Büro der Vereinten Nationen die Humanitäre Hilfe hat für 2021 den neuen Jahresplan (Hier online zu lesen oder als PDF herunterladbar) vorgelegt und auf die große Bedürftigkeit in den palästinensischen Gebieten hingewiesen:

https://www.ochaopt.org/sites/default/files/images/peopleinneed21.png
The humanitarian community has identified 2.45 million Palestinians as being in need for support

***************************

346,000 Palestinians pushed from moderate to severe need of assistance

US-$ 417 million plan to address humanitarian needs of Palestinians launched

Joint Press Release – 15 December 2020

Today, the Prime Minister of the State of Palestine, H.E. Dr. Mohammad Shtayyeh, and the Humanitarian Coordinator a.i., Ms. Lucia Elmi, launched the Humanitarian Response Plan (HRP) to help 1.8 vulnerable people in the occupied Palestinian territory (oPt) in 2021. The launch was broadcasted on social media, where speakers responded to questions from the public. “This international aid plan will complement efforts by the State of Palestine to help Palestinians in need where our reach is more limited,” said the Prime Minister. “The most vulnerable Palestinians must be supported, whether they are in Gaza, Jerusalem, Area C or elsewhere. This plan will allow us to link immediate humanitarian aid with sustainable development endeavours and efforts to overcome impediments over the long-term.” “The impact of prolonged military rule, access restrictions, internal divisions, and insufficient respect for Palestinians’ rights as enshrined in international law, is now compounded by COVID-19,” said Ms. Elmi. “While lasting solutions are being sought, we count on donors and partners to help us be there for those who need us the most in order to live with dignity.” More than 200 organizations and partners, including local and international organizations, as well UN entities, have come together to formulate the plan, which consists of 186 humanitarian projects. The latest humanitarian needs assessment found that 2.45 million Palestinians, 47 per cent of the population, need aid. The 2021 HRP targets 1.8 million of them, who have been identified as the most vulnerable. This past year has seen the unique realities of the COVID-19 crisis, its socio-economic impact and the temporary suspension of coordination between the parties. About 346,000 Palestinians, who had been identified as having moderate needs, are now assessed to be in severe need.  Seventy per cent of the funds required to implement the plan will target Gaza, where the situation remains fragile: its 2 million inhabitants are effectively isolated from the rest of the oPt and the world, and exposed to recurrent escalations of hostilities, a chronic electricity deficit, and shortages in specialized medical staff, drugs and equipment. In the West Bank, including East Jerusalem, settlement expansion, settler violence, access restrictions, the demolition of homes and other structures and evictions of families have continued or even increased during 2020, intensifying the coercive environment that places pressure on Palestinians to leave their communities.

Offener Brief arabischer Intellektueller

Die Rechte der Palästinenser(innen) und die Arbeitsdefinition der ‚International Holocaust Remembrance Alliance# (IHRA) zum Antisemitismus.

Eine Gruppe von 122 palästininensichen und arabischen Akademiker(inne)n, Journalist(inn)en und Intellektuellen hat in einem offenen Brief zur „IHRA Definition“ des Antisemitismus Stellung genommen.

Der offene Brief wurde Ende November im Guardian veröffentlicht, hier mit der Liste der Unterzeichnenden.

Am 10. Dezember haben jüdische EInzelpersonen und Organisationen aus mehe als einem Dutzend Länder eine Solidaritätserklärung zu diesem Brief veröffentlicht. Hier der Text des International Solidarity Statement and list of signatories [als Download] sowie beispielhaft ein Pressebericht aus Neuseeland dazu.