Danach III – wichiger denn je …

Ein anderes Gedenken: The Israeli-Palestinian Memorial Day Ceremony
More information about the Live-Stream of the Joint Israeli-Palestinian Memorial Day Ceremony in Berlin will follow. Save the date! 7. Mai 2019 | 19:30,
Bildungswerk Berlin der Heinrich Böll Stiftung.
If you wish to host a live stream of your own and need the link or assistance:
# Please feel free to contact the German Friends Circle

Danach II – Perspektiven (der Linken)?

Moshe Zimmermann, Prof. em. der Hebräischen Universität, im Gespräch mit dem Deutschlandfunk zum Ausgang der Knessetwahlen:

„Die Tendenz in Israel, da geht es um die Erziehung und die Sozialisation, um die politische Dynamik, die Tendenz ist immer weiter nach rechts, immer mehr nationalistisch, immer mehr gegen die arabische Minderheit innerhalb des Staates Israels, immer mehr für eine Fortsetzung der Annexion der Westbank.“

 

Danach – Über das Ende der zionistischen Linken …

In einem Beitrag für das 972Magazine geht der Journalist, Blogger und Übersetzer Edo Konrad der Frage nach dem Niedergang der zionistischen Linken bei den Wahlen in Israel nach. Er kommt zu dem Schluß, daß die Meretz-Partei, aber mehr noch die Arbeiterpartei sich nicht entschieden für eine Politik der Gleichheit und Inklusion sowohl innerhalb der Partei wie auch gegenüber den Palästinensern stark gemacht hätten. Der Vorsitzende Avi Gabbay gehört zwar der Mizrahi-Minderheit an, verlor aber durch seine  Politik im sozialen Bereich bei den traditionellen Labour-Wählern. Zugleich ließ sich der gesamte Linksblock in der Frage der Okkupation in eine defensive Position drängen, die ernsthafte Alternativen für einen neuen Friedensplan und gegenüber dem rechten Nationalismus nicht mehr möglich machte.

 

Über die Unsichtbarkeit…

der Palästinenser(innen) …

Die schleichende Normalisierung des Konflikts und die grundauf verschiedenen Lebenswelten, sowie die inner-israelischen Dispute der letzten Monate und Jahre haben den Konflikt der Nationalbewegungen in den Hintergrund gedrängt .. und er ist nicht mehr das Zünglein an der Wählerwaage.

Richard Chaim Schneider mit einer lohnenswerten Analyse zur Bedeutung der Palästinener(innen) im israelischen Wahlkampf und warum diese eigentlich doch keine Rolle spielen.

Aktueller Peace Index vor den Wahlen veröffentlicht

Kurz vor den Wahlen am 9. April 2019, dem kommenden Dienstag, hat das Israel Democracy Institute die Ergebnisse der aktuellen Umfrage im Rahmen des Peace Index veröffentlicht.

Danach ist die Mehrheit der Bevölkerung des Landes mit der gegenwärtigen Situation unzufrieden, sieht aber keine reale Alternative. Ebenso zeichnet sich eine mehrheitliche Unterstützung von Positionen der Rechtsparteien und des amtierenden Premiers Benjamin Netanjahu ab

Jerusalem – nicht nur das Goldene Tor…

Aktueller Bericht der Cristis Group zu Jerusalem

27.11.-walls-of-jerusalem_golden-gate-of-jerusalems-temple.jpg„In der Nähe des „Goldenen Tores“ in Ostjerusalems Altstadt wehren Palästinenser sich gegen die 2003 von den israelischen Behörden erfolgte und seither andauernde Schließung eines Gebäudes, das die Gläubigen als Moschee nutzen wollen. Die Situation kann jederzeit eskalieren mit weitergehenden Folgen. Dies zeigt erneut, daß

a) die Regelung des Konfliktgegenstandes „Jerusalem“ anhaltende Notwendigkeit besitzt,

b) die Regelung nicht nur die Konfliktseiten Israel und Palästina betrifft, sondern symbolisch auch die Interessen regionaler Staatsführer und religiösen Ansichten von Muslimen weltweit. Ist diese Schließung der Anlaß, so geht es doch um mehr als ein Gelände, sondern die Frage der Herrschaft über das gesamte Areal des Tempelberges / Haram al-Scharif, die Altstadt, Ostjerusalems.

Dies analysiert die International Crisis Group in ihrem aktuellen Report zu Jerusalem (ICG_4-2019_b067-defusing-the-crisis-at-jerusalem).

Aus der Feder eines der Crisis Group Experten, Ofer Zalzberg, stammt das Heft unserer Zeitschrift israel & palästina, das der Situation rund um die Altstadt von Jerusalem gewidmet ist.