Wie sich Israelis und Palästinenser in Deutschland begegnen

Ein Beitrag von Sarah Judith Hofmann auf der Internetseite der Deutschen Welle (dw.de)

In der Sisyphos-Situation

Auf der Plattform Soziopolis ein langes und anregendes Gespräch zwischen Klaus Holz und Jens Bisky über Antisemitismus nach dem 7. Oktober, den Definitions-Fetisch und antirassistischen Bankrott.

Screensho soziopolis

Die Auseinandersetzung mit dem Text lohnt – und sie ist wichtig, um nicht in eine Dichotomie von Schwarz und Weiß zu verfallen, von gut und böse. Es geht auch in diesem Text nicht darum, jedem Satz zuzustimmen, sondern sich auch selbst immer wieder neu zu befragen …

PDF | Zur PDF-Datei dieses Artikels im Social Science Open Access Repository (SSOAR) der GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften hier.

Zitat vom Ende des Textes:

„Ich halte BDS für ein wirkliches Problem, dennoch kann man nicht sagen, dass BDS in allen Hinsichten antisemitisch ist. Angesichts all der Skandale der letzten Zeit scheint mir fragwürdig zu sein, dass als hinreichender Beleg für Antisemitismus ausreicht, wenn irgendjemand irgendwann mal einen Boykott-Aufruf unterschrieben hat, selbst wenn sich die Leute heute davon deutlich distanzieren. Wir erzeugen insgesamt eine gesellschaftliche und politische Situation, die nur noch schwarz oder weiß kennt. Man geht davon aus, klar zu haben, was Antisemitismus ist, selbst selbstverständlich komplett frei davon zu sein und glasklar einschätzen zu können, dass die Anderen antisemitisch sind. Wir lassen den Gedanken nicht mehr zu, dass es Bereiche gibt, über die wir streiten müssten. So landet man notorisch im simplifizierenden Entweder-Oder. Dabei sollte uns doch bewusst sein, dass sich Demokratie, Bildung und Aufklärung nicht fördern lassen, ohne sich andauernde diskursive Anstrengungen zuzumuten. Wir hingegen reden so gut wie nur noch über Maßnahmen zur Repression. Daher fürchte ich, dass die Antisemitismuskritik im Moment dabei ist, ihre Qualität als Kritik, ihre Tiefenschärfe und ihre Orientierung an Aufklärung und Selbstreflexion zu verlieren.“

Kalender 2024 – März

Photos: Doering

israel & palästina – Zeitschrift für Dialog | Ausgabe 4-2023

Es ist das neunte Mal, daß im Rahmen von israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Photobegleiter in Kalenderform für das kommende Jahr erscheint: Hüte, Haare, Haut – Köpfe in Jerusalem, dieses Thema war schon lange festgelegt …

Was wird dieses Jahr 2024 bereithalten – wir wissen das nie zuvor, wer hätte schon geahnt, welche Katastrophen das Jahr 2023 bereithalten würde?

Zusammen denken und zusammendenken, aus diesem Geist heraus versucht der diAk seit 45 Jahren auf die Region zu schauen, auch auf unsere Verbindungen dorthin. Die tiefen Wunden, welche die Ereignisse des Jahres 2023 geschlagen haben, individuell, aber auch kollektiv, lassen zweifeln, wie eine kooperative Vision für die Region aussehen kann.

Jedoch: Die Vielfalt zu sehen und die Einheit in der Vielfalt zu spüren, bleibt eine entscheidende Voraussetzung … In allen, die das Land kennen, werden bei den Bildern aus und um Jerusalem Assoziationen aufsteigen, Erinnerungen lebendig werden: Es ist so viel der Schönheit der Welt über Jerusalem ausgegossen, sie reicht für alle!

Hüte, Haare, Haut – Köpfe in Jerusalem … (2024)


13. März | Das ist eine Nachricht …

Today Standing Together will again lead a food and aid convoy to support the starving people of Gaza and the Israeli hostages who are held there. They will go to the border with Gaza with a food truck for and dozens of private cars, and will try to reach the Kerem Shalom passage.

The starvation of the people of Gaza is appalling, and the humanitarian disaster that the government is fostering harms innocent citizens, the hostages who are still being held captive, and will eventually harm us as well: the disaster does not stop at the border.

For months now, extreme organized settlers, encouraged by the government, are working to starve the people of Gaza by blocking aid trucks and harming innocent Gazans and the hostages who are dying in captivity. We must oppose it, we must break the barrier of hunger. please join our efforts.

Last week, around a 1,000 Israeli citizens, bothe Jewish and Palestininan, donated food and aid which we took to our first convoy. We were more than 40 cars heading to the border with Gaza, but the Army and police stopped us 10km from the border. We will not give up. We must take the human path and to make sure no one person on our land dies of starvations.

+++

StolperTexte erinnern …

an Opfer des Faschismus

    Das Leo Baeck Institut New York / Berlin hat sein Archiv für Autorinnen und Autoren geöffnet: Das Literaturprojekt wird auf der Leipziger Buchmesse 2024 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

    BesserLesen

    Ronen Altman Kaydar stellt sein Buch Berliner Rebellinnen vor

    Zitat zum Sonntag

    „Wenn man faul ist im Denken, dann muss man die Welt in Binaritäten sehen: die Guten und die Bösen. Dass Israelis und Palästinenser was zusammen machen, ob nun bei der Berlinale oder den „Combatants für Peace“, stört dieses Weltbild. Wer das nicht wahrhaben will, kann leider den Konflikt nicht verstehen. (…) Komplizierter denken zu können, ist zwar nötig. Aber manche Sachen sind ganz einfach, zum Beispiel, dass Kinder nicht ausgehungert werden dürfen. Meine Hoffnung besteht in dem Konzept von Empathie, der Idee, dass man den Schmerz der anderen verstehen kann, unter anderem durch den eigenen Schmerz. Ich sehe die Bilder der Mütter aus Israel, die am 7. Oktober ihre Kinder verloren haben, oder der Kinder, deren Eltern an dem Tag umgebracht wurden. Aus diesem Schmerz heraus kann ich verstehen, warum wir auch die Eltern und Kinder in Gaza nicht töten sollen. Das ist für die meisten gerade sehr schwierig. Aber ich hoffe, dass es im Laufe der Zeit leichter wird, den Schmerz der anderen anzuerkennen.“

    Aus dem Tagebuch einer Palästinenserin

    Barbara Nolte bereitet im Tagesspiegel die Erfahrungen und Tagebuchaufzeichnungen von Heba Alsaid aus dem Gazastreifen auf …

    Online-Konferenz: Israel After October 7

    Haaretz / UCLA – Mehr Infos

    Israel after Oct 7 haartz

    Israel After October 7 | Mar. 17, 2024
    Online | 12 PM (EST), 9 AM (PST), 6 PM (IL)

    REGISTRATION

    The Hamas assault on Israel on October 7 and the war it triggered in Gaza–by far the most deadly conflict between Israel and the Palestinians since 1948–are seismic shocks whose impact is yet to be fully understood.

    What’s already clear is that the magnitude of these events will have major, long-term repercussions for Israel’s foreign relations, for Israeli-Palestinian relations, for Jewish communities worldwide, and for Israel’s domestic politics and societal relations.

    This conference will explore these repercussions, offering insights and analyses from a wide range of speakers. Going beyond the news of the day, the conference will provide viewers from around the world with a much-needed comprehensive, yet nuanced, understanding of how the October 7 attack and resulting war have profoundly changed Israel and its critical relationships in an unprecedented fashion.

    The Zone of Interest

    Das Kinofenster der BpB stellt jetzt Material zu diesem Film online bereit.