Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex in Chemnitz

Zwischen den Jahren 2000 und 2007 wurden zehn Menschen vom sogenannten ‚Nationalsozialistischen Untergrund (NSU)‘ aus rassistischen und rechtsextremistischen Gründen ermordet.

Für die Aufarbeitung und Erinnerung an diese Verbrechen und deren Opfer gilt das Dokumentationszentrum zum NSU-Komplex in Chemnitz als Pilotprojekt für das vom Bund geplante Dokumentationszentrum zu den Verbrechen des NSU. Die Vorbereitungsphase des Pilotvorhabens wird Ende August erfolgreich abgeschlossen.

Das Projekt, das von der Initiative Offene Gesellschaft e.V., dem RAA Sachsen e.V. und dem ASA-FF e.V. umgesetzt wird, startet am 1. September 2024 offiziell in die Realisierungsphase. Das Vorhaben wird im Rahmen des europäischen Kulturhauptstadtjahres 2025 in Chemnitz umgesetzt. Der Bund und der Freistaat Sachsen unterstützen das Projekt mit insgesamt vier Millionen Euro.

Kulturstaatsministerin Claudia Roth: „Das Chemnitzer Pilot-Dokumentationszentrum ist ein wichtiger Schritt zur Aufarbeitung des NSU-Komplexes und zur Stärkung unserer Erinnerungskultur. Es bietet Raum für Bildung, Forschung und Reflexion und trägt dazu bei, die Geschichten der Opfer und der Betroffenen dieser rassistischen und rechtsextremistischen Mord- und Terrorserie sichtbar zu machen und angemessen zu erinnern. Es ist eine sehr gute Nachricht, daß dieses wegweisende Projekt jetzt in die Realisierungsphase tritt.”

Katja Meier, Staatsministerin der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung des Freistaates Sachsen: „Ziel ist es, einen für alle offenen Lern- und Begegnungsort zu schaffen, der die Stadtgesellschaft in Chemnitz stärkt. Wir sind davon überzeugt, daß hier ein weiterer Leuchtturm der politischen Bildung in Ostdeutschland entstehen kann. Ich freue mich, daß dieses wichtige Vorhaben nun umgesetzt wird und danke den vielen zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich seit Jahren dafür einsetzen.”

Das Dokumentationszentrum wird als interaktives Zentrum konzipiert, das sich der politischen Bildung widmet, Wissen bewahrt und die Forschung fördert. Als Lernort wird es ein vielfältiges Programm anbieten, das unterschiedliche Zielgruppen anspricht – von lokalen sowie bundesweiten Netzwerken und der Zivilgesellschaft bis hin zu internationalen Besucherinnen und Besuchern der Kulturhauptstadt Europas 2025.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Zusammenarbeit mit Angehörigen und Betroffenen, um sie aktiv in den Prozess der Entwicklung des Pilotvorhabens einzubeziehen. Die langfristige Bedeutung des Zentrums wird durch die angestrebte Einbindung in das bundesweite Verbundsystem unterstrichen.

RAA Sachsen | Offenen Gesellschaft | Tag24

The urgent need to conclude the present war, to turn from the pursuit of death and destruction towards the promotion of life and peace

The Patriarchs and Heads of the Churches in Jerusalem have issued a statement, released on 26 August 2024

The statement says:

Millions of refugees remain displaced, their homes inaccessible, destroyed, or beyond repair. Hundreds of innocents are weekly killed or severely wounded by indiscriminate attacks. Countless others continue to endure hunger, thirst, and infectious disease. Among these are those languishing in captivity on all sides, who additionally face the risk of ill-treatment from their captors. Still others, far from the battlefields, have suffered unchecked attacks against their villages, pastures, and farmlands.

Throughout this all, ceasefire negotiations have dragged on interminably, with the leaders of the warring parties seemingly more concerned with political considerations than bringing an end to the pursuit of death and destruction. These repeated delays, coupled with other provocative acts, have only served to heighten tensions to the point where we stand at the precipice of a full-blown regional war.

In view of these alarming developments, We, the Patriarchs and Heads of the Churches in Jerusalem, once again implore the leaders of the warring parties to heed our calls and those of the international community (UNSC Resolution 2735) to reach a rapid agreement for a ceasefire resulting in the end of the war, the release of all captives, the return of the displaced, the treatment of the sick and wounded, the relief of those who hunger and thirst, and the rebuilding of all public and private civilian structures that have been destroyed.

Just as importantly, we call upon the leaders of these peoples, in concert with the international community, to take up without delay diplomatic discussions addressing longstanding grievances between them, leading to concrete steps that promote a just and lasting peace in our region through the adoption of an internationally legitimate two-state solution.

While issuing these calls in the best interests of all who inhabit the region, we express our special concern for those Christian communities under our pastoral charge. These include those taking refuge in Gaza at St. Porphyrios Orthodox Church and Holy Family Catholic Church, as well as the courageous staff of al-Ahli Anglican Hospital and the patients under their care. We pledge to them our continued prayers and support both now and at the conclusion of the war, when we will labor together to rebuild and strengthen the Christian presence in Gaza, as well as throughout the Holy Land.

Finally, we appeal to Christians and all those of goodwill around the world to promote a vision of life and peace throughout our war-torn region, recalling Christ’s words, quoted above: “Blessed are the peacemakers, for they will be called children of God” (Matthew 5:9). During this time of extreme crisis, let us all recommit ourselves towards working and praying together in the hope that, by the grace of the Almighty, we might begin to realize this sacred vision of peace among all God’s children.

Memorial Service and Life Celebration of Marc. H Ellis

27. August 2024 | 17.00 Uhr (Berlin) – 18:00 Uhr Jerusalem

At a time when mourning seems inadequate and celebration seems impossible, let’s connect with people of conscience across the world.

12. Auflage erschienen

Muriel Asseburg / Jan Busse

Der Nahostkonflikt – Geschichte, Positionen, Perspektiven
München (C.H. Beck) Paperback, 2024, 144 S. . Mit 6 Karten

Asseburg, Muriel / Busse, Jan | Der Nahostkonflikt | 12. Auflage | 2024 | 2858 | beck-shop.de

Follow the Money

Die kanadische Regierung hat kürzlich zwei sehr prominenten Organisationen die Gemeinnützigkeit aberkannt – hier die offizielle Veröffentlichung – (JNF und NE’EMAN FOUNDATION CANADA), damit werden Zuwendungem, die nach Israel (und in die Besetzten Gebiete/Palästina) gingen/gehen nicht mehr in Kanada durch Steuergelder gefördert.

Zu dieser ungewöhnlichen Maßnahme hat Mondoweiss in gewohnt scharfer – und für deutsche Verhältnisse außerordentlich provokativer Art und Weise – einen Hintergrundbericht veröffentlicht.

Die Stimme von Frauen im Konflikt

CMEP

Zwei Jahre auf Bewährung …

Aus dem Kommentar von Wenzel Widenka auf CiG

„Dass Gerechtigkeit für Millionen Ermordete nicht wiederhergestellt werden kann, ist allen Beteiligten klar. Aber das ist kein Grund, nicht nach ihr zu streben. Es geht auch nicht darum, dass die Opfer und deren Nachkommen nun den Tätern verzeihen sollen oder können. Dazu kann sie niemand zwingen. Es ist der Versuch, wenigstens das immer noch Mögliche zu tun, damit die Opfer und ihre Nachkommen etwas von den Bildern in der Nacht entlastet werden.“

Über das Mögliche …

»Ich glaube weiterhin, dass ein friedliches Zusammen­leben möglich ist«

Interview mit dem arabisch-jüdischen Autor Mati Shemoelof in/auf iz3W

Polio

https://www.aerztederwelt.org/unsere-projekte/naher-osten/palaestinensische-gebiete/gaza-hilfe-verhindert-polio-gefahr-waechst

https://www.tagesschau.de/ausland/asien/israel-gazastreifen-polio-100.html

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/153629/Polio-Impfung-in-Gaza-nach-ersten-Verdachtsfaellen-geplant

A sacred song by Rabbi Yaacov Abehsira

Aus der musikalischen Tradition der Judentums in Marokko hat der israelische Künster Amit Hai Cohen zusammen mit dem Piyut Ensemble und weiteren Künstler:innen eine beeindruckende Performance geschaffen… [wer ein wenig gedanklich in West-Jerusalem unterwegs ist, wird die Brücke über die Derek Hebron/Tareek al-Khalil in Talpioth, nahe der britischen Pill-Box erkennen, über die hier u.a. getanzt wird…]