Gegen den Pessimismus

Frontal – ab Min 30:23

Ein Beitrag von

Zaghafte Strukturen einer radikalen Demokratie

(Im neuen, schlankeren Deisgn) der taz ist ein neuer, sehr lesens- und bedenkenswerter Essay von Charlotte Wiedemann zu finden:

Ein Zitat schon hier:

„Weil das Denksystem der Staatsräson nicht nur autoritär ist, sondern auch überaus komfortabel, eine Art nationales Sofa der gebildeten Schichten. Es erlaubt eine Trägheit der Herzen und des Verstandes, es erlaubt, sich moralisch überlegen zu fühlen, während man brennenden Fragen von Menschlichkeit aus dem Weg geht. So ist eine Mentalität vorsätzlicher Ignoranz entstanden: Als gebe es ein spezielles deutsches Recht, nicht zu wissen – nicht zu wissen, was genau in Israel, Gaza oder im Westjordanland vor sich geht oder wie gefährlich Israels radikale Rechte tatsächlich ist. Weil sich Deutsche in Watte packen, sich schützen müssen vor diesem Wissen. Sich bloß nicht berühren lassen, nicht herausfordern lassen, weder emotional oder intellektuell. Zu zweifeln wäre nicht mehr komfortabel.“

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Livestream!

Es wird einen Livestream von der Kundgebung geben, der auf dieser Seite eingebunden ist:

Kritisch Lesen

Leon Wystrychowski bespricht auf dem Blog Kritisch-Lesen.de den neu auf deutsch vorliegenden Band von Rashid Khalidi Der Hundertjährige Krieg um Palästina. Eine Geschichte von Siedlerkolonialismus und Widerstand ud bezeichnet ihn als „wichtige(n) und überfällige(n) Beitrag zum deutschen Palästina-Diskurs (, er) verbindet historische Analyse und persönliche Perspektive“ – ein wichtiger Lückenfüller.

Der Offene Hörsaal der Freien Universität Berlin

Die Vielfalt Palästinas – eine kulturelle Zeitreise

Eine interdisziplinäre Ringvorlesung der Wissenschaftlichen Einheit Westasien, Nordafrika und Diaspora am Fachbereich Geschichts- und Kulturwissenschaften der Freien Universität Berlin

„Zwei Völker in einem Land“: Koexistenz und Konflikt in Palästina / Israel
Vielfach verflochtene Identitäten, exklusive politische Ansprüche: eine historische Einordnung

  • Prof. Dr. Dr. h.c. i. R. Gudrun Krämer
    Institut für Islamwissenschaft, Freie Universität Berlin

Jede Woche Dienstags 18-20.00 Uhr bis zum 4.02. 2025

Übersicht

„Das ist nicht mehr mein Land“

Frieden mitten im Krieg

Shireen Najjar und Neriya Mark sind zu Gast bei der Jahresversammlung 2024 der
Freunde und Freundinnen von Neve Shalom ∙ Wahat al-Salam.


Shireen Najjar und Neriya Mark gehören beide zur zweiten Generation der Dorfgemeinschaft von Neve Shalom ∙ Wahat al-Salam, dem einzigen Ort in Israel, wo jüdische und palästinensische Israelis vollkommen gleichberechtigt miteinander leben und arbeiten. Beide gehören sie zu Gründerfamilien, beide sind im Dorf aufgewachsen und in die binationale, zweisprachige Grundschule gegangen – und beide haben in ihrem Beruf und in der Dorfgemeinschaft Verantwortung übernommen.

    An der Hoffnung festhalten

    Ein kleiner Auszug:

    Aus der ganzen Welt werden sie zu uns kommen, um zu sehen, wie wir Frieden von unten schaffen

    Und dann werden wir entscheiden müssen, wie wir reagieren. Ob wir ihren Geschichten zuhören? Ob es uns gelingt, Tränen zuzulassen und mit ihnen zu fühlen? Ob wir vielleicht sogar irgendwann mit ihnen werden lachen können?

    Werden wir gemeinsame Geschichten des Leids entdecken können – wohl ein bißchen unterschiedlich und doch einander ähnelnd, Geschichten darüber, was jenseits des Zauns geschehen ist und was hier bei uns? Wohin wird unsere Scham uns tragen und wohin vor allem die Verantwortung? Werden wir ihnen Empathie entgegenbringen können, so wie sie sie uns gegenüber zeigen werden? Und muß man überhaupt erst darauf warten, daß die andere Seite damit beginnt?