Künste im Exil

Das virtuelle Museum Künste im Exil versteht sich als Netzwerkprojekt, das die inhaltlichen Ressourcen von Forschungseinrichtungen, Sammlungen und Ausstellungshäusern bündelt und die Darstellung des Phänomen Exil auf eine möglichst breite Plattform stellt. Ausstellungsthemen und Exponate stellen eine Zusammenführung von dezentral gepflegten Beständen und dezentral erarbeiteten Forschungsergebnissen dar.

Aktuelle Sonderausstellung zu Ulrich Becher.

Diese Sonderausstellung über Ulrich Becher im Exil widmet sich entlang der Exilstationen Bechers den Möglichkeiten schriftstellerischer Arbeit im Exil, der Bedeutung von Netzwerken auf der Flucht und im Exil sowie der besonderen Freundschaft Bechers zu George Grosz.

Die Ausstellung trägt dabei der Überlieferungsgeschichte des Nachlasses von Ulrich Becher Rechnung: Ein Teil seines Nachlasses befindet sich seit 1985 im Deutschen Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek, ein anderer Teil seit 1993 im Schweizerischen Literaturarchiv der Schweizerischen Nationalbibliothek. …

Noam Chomsky im Gespräch mit Peter Beinart

Jewish Currents, June 4, 2021

Nicht allein, wenn es um die Frage der Kritik an „bds“ geht (hier besonders ab min 30), sondernn auch als Zeitzeugnis lohnt es sich dieses Gespräch mit dem inzwischen 92jährigen Noam Chomsky zu hören. Dabei geht es von der Auseinandersetzung zwischen Jiddisch und Hebräisch bis zu Edward Said und Uri Avnery um ein ganzes Panorama des 20. Jahrhunderts. Und auch um ein Plädoyer für eine gezielte Politik gegen die (israelische) Besatzung. Grenzen bleiben willkürlich und es gilt immer zu erinnern, um welchen Preis sie errichtet wurden und werden!

Brief aus Wahat al-Salam/Neve Shalom

Samah Salaime hat die Situation, die Stimmung, die Gefühle der letzten Woche in einem ‚Brief an die Freunde und Freundinnen‚ aus der Sicht des Friedensdorfes zusammen gefaßt – andere Nachrichten!

„The recent events were emotionally challenging to us all, and they continue to present new challenges. We hid from the rocket fire, Arabs and Jews huddled together for safety.  We wept at the heavy cost, in lives, spirit and property, that we all – Palestinian citizens of Israel, Jewish Israelis and citizens of Gaza  ̶  have paid. But the conflict is not new, and our resolve to provide an example of a just, equal and peaceful society has not wavered.“

Vollfassung: Brief an die Freunde und Freundinnen

Lapid: Ich hab es geschafft und eine Koalition zusammen gebracht

Yair Lapid, Vorsitzender der Patei Yesch Atid, hat nur wenige Minuten vor Ablauf der Frist den Präsidenten des Landes, Reuven Rivlin, offiziell informiert, daß er eine Koalition zustande gebracht habe. Es ist eine Koalition von Parteien mit höchst unterschiedlichen Interessen, jedoch auch einem gemeinsamen Ziel:  eine erneute ‚Regentschaft‘ des noch amtierenden Ministerpräsidenten Netanjahu zu verhindern. Lapids Koalition besteht aus den Parteien Yesh Atid, Yamina, Kahol Lavan, New Hope, Labor, Yisrael Beiteinu, Meretz und der United Arab List.

Die neue Regierung steht noch längst nicht, aber Anshel Peffer bringt in seinem Tweet die überraschende Neuigkeit und die Bedeutung der Einigung in der Nacht kurz und hoffnungsvoll zusammen. Es ist ein historisches Photo und Ergebnis: „Whatever happens tonight and in the days left until the confidence vote if it ever takes place, this is a historic photo. A leader of an Arab-Israeli party and the leaders of a Jewish-nationalist party signing an agreement to join a government together”.

(Und hier Haaretz Live update)

Kalender Juni 2021

Zum sechsten Mal erschien in israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Bildbegleiter für das ganze Jahr. 2016 haben wir auf Andere Visionen geschaut. 2017 Erfahrungen aus der Arbeit der Combatants for Peace zum Thema genommen, 2018 waren es Visual Correspondences, zweier junger Frauen, 2019 waren alte Postkarten als Träger für die unterschiedlichen Narrationen zu sehen. 2020 haben uns Photographien von Felix Koltermann durch die realen und imaginierten Landschaften begleitet.

2021 begleiten Gedichte – jeweils in arabisch, deutsch und hebräisch – uns als Dreiklang durch das Jahr, zusammen mit Photos von Andreas Schröder zu jedem Monat. Der AphorismA Verlag hat noch ein paar letzte Exemplare lieferbar.

Der Juni bringt ein Gedicht von Rose Ausländer: Ein Märchen
… Der Mensch wandert | … | Er sucht einen Ort | ohne Streit ohne Haß …

Deutschland und der Nahostkonflikt


„Die deutsche Wahrnehmung des Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern ist bruchstückhaft. Der Diskurs ist von Phrasen geprägt. Die Wirklichkeit droht dabei aus dem Blick zu geraten“, meint Stefan Buchen in seinem Essay auf dem Webportal Qantara.“

Ein Ende ohne Anfang

Derzeit sieht es tatsächlich danach aus, als wäre die Ära Netanjahu bald vorbei.

Allerdings ist das angestrebte Bündnis der Netanjahu Opposition derart divers und über alle politischen Lager verstreut, daß weder Yair Lapid noch Naftali Bennett, die beide im Rotationssystem Premierminister werden sollen, alle Stimmen hinter sich vereinen können. Das Ende der Ära Netanjahu muß erst noch beweisen, ob es auch tatsächlich ein Neuanfang sein kann.

Dazu eine Analyse des ZDF: Israel vor Regierungswechsel: Netanjahus Gegner wollen Koalition bilden – ZDFheute

Kalender Mai 2021

Zum sechsten Mal erschien in israel & palästina | Zeitschrift für Dialog ein Bildbegleiter für das ganze Jahr. 2016 haben wir auf Andere Visionen geschaut. 2017 Erfahrungen aus der Arbeit der Combatants for Peace zum Thema genommen, 2018 waren es Visual Correspondences, zweier junger Frauen, 2019 waren alte Postkarten als Träger für die unterschiedlichen Narrationen zu sehen. 2020 haben uns Photographien von Felix Koltermann durch die realen und imaginierten Landschaften begleitet.

2021 begleiten Gedichte – jeweils in arabisch, deutsch und hebräisch – uns als Dreiklang durch das Jahr, zusammen mit Photos von Andreas Schröder zu jedem Monat. Der AphorismA Verlag hat noch ein paar letzte Exemplare lieferbar.

Der Mai brachte ein Gedicht von Rose Ausländer, deren Geburtstag sich in diesem Monat zum 120 mal jährte: Das Einmaleins. … Nachts holen die | Gefangenen verstohlen | die Welt in den Turm …

Kalender Mai 2021 Dreisprachig

diAk-Zoom-Gespräch mit Micha Brumlik

Die Jerusalemer Erklärung – Ein Gespräch mit Micha Brumlik

Wir setzten am 1. Juni 2021 | 18.30 Uhr – unsere Zoom-Reihe in einer virtuellen Begegnung mit Micha Brumlik fort.

Anmeldung bitte an online@diak.org, wir verschicken dann eine Mail mit der Zoom-Einladung.


Die Jerusalemer Erklärung – Ein Gespräch mit Micha Brumlik

Die hoch emotionale Reaktion in Deutschland auf den wieder aufgeflammten Krieg im Nahen Osten zeigt erneut die enge Verbindung zwischen der deutschen Identität und dem Verhältnis zu Israel. Im Kampf gegen den Antisemitismus ist nichts so umstritten wie die Beurteilung der israelischen Politik. Von uneingeschränkter Solidarität zu Israel bis zu bösartigen antisemitischen Ressentiments reicht das Spektrum auf deutschen Straßen.

Um mehr Klarheit bemühte sich vor einiger Zeit eine Gruppe internationaler WissenschaftlerInnen aus verschiedenen Bereichen der Antisemitismusforschung sowie VertreterInnen der Zivilgesellschaft. Angesichts der Wiedererstarken des Antisemitismus in Deutschland und international legen sie eine anwendbare und historisch fundierte Kerndefinition mit einer Reihe von Leitlinien für die Benutzung vor. Ihre Initiative erhielt ihre Impulse auch aus einer Kritik an der von der International Holocaust Remembrance Association (IHRA) formulierten Definition, der sie eine zu große Konzentration auf und zu wenig Klarheit über den Aspekt der Israelkritik vorwerfen.

Die Jerusalemer Erklärung, nach ihrem mit großer Symbolik aufgeladenen Entstehungsort benannt, stieß auf ein gemischtes Echo. Ihre Kritiker werfen den AutorInnen und UnterzeichnerInnen vor, Antisemitismus auf eine Kategorie des Rassismus zu reduzieren und seine kulturelle Konstante und besondere Ausprägung zu übersehen.  Politisch wird mit einer Verharmlosung der Boykottbewegung gegen Israel argumentiert.

Wir freuen uns, daß der bekannte Publizist Micha Brumlik, emeritierter Professor am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt a. M. und Mitautor der Erklärung, sich bereit erklärt im Rahmen unserer online-Veranstaltungen zu einem Vortrag und anschließendem Gespräch zur Verfügung zu stehen.

Noch einmal zur UNRWA

In der Tageszeitung Die Welt hat sich der Leiter der UNRWA-Vertretung in Brüssel, Matthias Burchard, mit einem Meinungsartikel selbst zu Wort gemeldet und geht auf die Vorwürfe gegenüber seiner Organisation ein.