Essawi Frej, erster Minister arabischer Herkunft in Israels Regierung, erklärt im Gespräch mit Markus Bickel, was in einer Koalition der Gegensätze machbar ist – zu finden auf der Plattform Qantara.de
Die EU unterstützt weiterhin UNRWA
Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationenen
Seit 1971 unterhalten die Europäische Gemeinschaft / EU und the United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Near East (UNRWA) eine strategische Partnerschaft mit dem gemeinsamen Ziel, humanitäre Entwicklungserfordernisse palästinensischer Flüchtlinge und Stabilität im Nahen Osten zu unterstützen.
Inzwischen ist die EU die größte multilaterale Unterstützerinstitution, die internationale Hilfe für mehr als 5,8 Millionen palästinensischer Flüchtlinge in Jordanien, Libanon, Syrien, Westjordanland und Gaza leistet.
Am 17. November 2021 unterzeichneten die beiden Vertreter der EU und der UNRWA eine Gemeinsame Erklärung über die weitere Unterstützung der EU für die UNRWA für die Jahre 2021 bis 2024. Josep Borrell, EU High Representative, hob hervor, daß UNRWA in den Kernbereichen bei der Versorgung von Millionen palästinensischer Flüchtlinge eine „essential role“ spiele.
Der Text der gemeinsamen Erklärung ist hier abzurufen:
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Deutschland erhöht Unterstützung des VN-Flüchtlingshilfswerkes UNRWA
Die Bundesrepublik Deutschland wird das VN-Flüchtlingshilfswerk UNRWA mit weiteren 72 Millionen Euro unterstützen. Dies teilte Staatssekretär Miguel Berger gestern im Rahmen der virtuellen UNRWA-Konferenz in Brüssel mit. In dem Betrag sind zusätzliche 15 Millionen Euro zur Entlastung des Programmbudgets enthalten.
Aus dem achten Jahrhundert: Ein Muster an Tradition
Geschichte ist nie abgeschlossen, weder die akademisch betrachtet ’neueste‘ noch die ‚alte‘, und sie ist immer Teil der aktuellen politischen Debatte und erst recht der Konflikte.
Im palästinensischen Jericho haben palästinensische und japanische Archäologen ein kulturhistorisch wertvolles Bodenmosaik aus dem 8. Jahrhundert freigelegt. Eine neue Kulturstätte ist entstanden, die nun für Besucher zugänglich ist und zahlreiche Interessenten nicht nur wegen des im Winter attraktiven Klimas in einer der ältesten Städte der Welt anziehen dürfte. Christian Meier hat das „spektakuläre Bodenmosaik“ gesehen und berichtet vom Ausflug nach Jericho.
„Wäre die Geschichte der Restauration des Bodenmosaiks von Jericho eine alte arabische Fabel, so könnte sie vielleicht „Die Geschichte von den Vögeln und den drei Füchsen“ heißen. Sie lautete in etwa so: Fast ein Jahrhundert nach ihrer Entdeckung sollen die spektakulären Bodenmosaike in einem Badehaus aus dem achten Jahrhundert endlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Palästinensische und japanische Archäologen entwerfen einen ausgefeilten Plan für ein riesiges Kuppeldach aus Metall, das über das Gebäude gespannt wird, um die freigelegten Überreste vor Hitze und Feuchtigkeit zu schützen. Nach fünf Jahren Bauzeit ist alles bereit, da bemerken die Archäologen ein Problem, mit dem sie nicht gerechnet hatten: Vögel, die durch die Metallgitter an den Seiten der Schutzhülle schlüpfen, könnten durch ihre Hinterlassenschaften die Mosaike schädigen. Und auch drei Füchse haben es schon in den Innenraum geschafft.“
Hier der Link zur FAZ
Two States or One? Re-thinking the Israeli-Palestinian Conflict
In einem online-Panel diskutierte Michael Brenner (American University, Washington) am 1. November 2021 mit Omri Boehm (New School), Yael Aronoff (Michigan State University), und Saliba Sarsar (Monmouth University) zur Zukunft Israels und Palästinas. Zwei Staaten oder ein Staat, Realität und Wunsch, Optionen und Alternativen.
Die Diskussion ist aufgezeichnet worden und kann hier abgerufen werden.
Zum 100. Geburtstag von Rabbiner Nathan Peter Levinson
Ewiges Dennoch – Zoom-Gespräch: Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama und Dr. Torsten Lattki
23. November 2021 um 18.30 Uhr
Eine Veranstaltung des Deutschen Koordinierungsrats der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit e. V.
Prof. Dr. Nathan Peter Levinson s. A. war der letzte deutschsprachige Rabbiner seiner Generation, der tatsächlich noch jene Mischung aus höchster wissenschaftlicher Gelehrsamkeit, aufgeklärter akademischer Liberalität und jüdisch-traditionellem Wissen darstellte, für das die deutsch-jüdische Rabbinergeneration um Leo Baeck stand.
Er war zwei Jahrzehnte jüdischer Präsident des Deutschen Koordinierungsrats (DKR) und ein früher Pfadfinder jüdisch-christlicher Zusammenarbeit seit Beginn der 1950er Jahre.
Dr. Torsten Lattki und Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama werden an seinem 100. Geburtstag das Wirken von Rabbiner Levinson im Kontext des christlich-jüdischen Dialogs lebendig werden lassen.
Das Gespräch findet am Dienstag, 23. November 2021 ab 18.30 Uhr als Zoom-Webinar statt und ist kostenlos.
Einwahl unter: us02web.zoom.us/webinar/register/WN_AdxWex0ISAOdMogYpjL14g
Stipendium für Aufenthalt in Givat Haviva
Praktikum in Givat Haviva – Über ihren deutschen Freundeskreis ist das
„Friedel and Peter Grützmacher (F & P) Internship for International Partner Relations in Givat Haviva, Israel“
ausgeschrieben
Nähere Informationen in der Ausschreibung
15. November 1988
Der Tag der Unabhängigkeitserklärung durch den Palästinensischen Nationalrat in Tunis
138 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen haben den Staat bislang anerkannt…, seit November 2012 besitzt Palästina den Status eines Beobachterstaates bei den VN, seit 2011 ist es Vollmitglied der UNESCO.
Nicht nur die fortdauernde Besatzung macht aus diesem Tag keinen fröhlichen Tag, auch die politische Verfaßtheit der Palästinensischen Autonomie(behörde) steht vor allergrößten Herausforderungen.
Zu einem zentralen Politikfeld, der Sicherheitspolitik, hier der Hinweis auf einen sehr kritischer Beitrag aus dem palästinensischen Policy Network al Shabaka von Dr. Alaa Tartir:
The Palestinian Security Sector: Entrenching State Repression
Erziehung zu Frieden und Mitgefühl

Judith Poppe, Korrespondentin der Tageszeitung taz für Israel und die palästinensischen Gebiete, schreibt auf Qantara über die Hope Flowers School und deren Direktor Ibrahim Issa
Sag nicht, man:frau hätte es nicht wissen können
Spannende und hilfreiche Material- und Dokumentationsplattform
[Auch mit Verlinkungen zu deutschsprachigen Beiträgen]

The #NewFascismSyllabus is a crowd-sourced collection of writings on the history of fascist, authoritarian, and populist movements and governments during the 20th and 21st centuries. It is intended to serve as a popular entryway into the scholarly literature for those seeking deeper insights into how past societies gravitated towards and experienced varieties of right-wing authoritarianism.
The goal is to provide comparative perspectives on how everyday people, as well as cultural authorities and civil institutions, coped with and in some cases resisted these changes. Rather than equating the history of fascism, authoritarianism, and populism across time, space, and place, the project’s primary objective is to showcase movements and popular struggles from a variety of contexts, and to highlight scholarly insights into current socio-political trends.
Das Institut in Riga. Die Geschichte eines NS-Arztes und seiner „Forschung“
Mittwoch, 24. November 2021, 20.00 Uhr im Buchhändlerkeller Berlin und live auf Youtube
Uta von Arnim liest aus ihrem Buch – Einführung: Nina Krause (Verlag Nagel & Kimche), Moderation: Dorothee Nolte
Uta von Arnim zeichnet das scharfkantige Bild eines NS-Arztes und seiner Familie, eines Arztes, der der Großvater der Autorin war. Aus der Spurensuche einer Enkelin, die auch selbst Ärztin ist, entsteht eine eindringliche Darstellung, ein Ausschnitt aus der Brutalität des nationalsozialistischen Regimes.
Herbert Bernsdorff leitet von 1941-1944 das Gesundheitswesen der besetzten baltischen Staaten und sorgt dafür, daß im gesamten Baltikum Gesundheitspolitik im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie umgesetzt wurde. Im Kleistenhof, dem Gutshaus seiner Ehefrau Edda am Stadtrand von Riga, gründet er das „Forschungsinstitut“.
Deutsche Wissenschaftler und Laborantinnen arbeiten daran, Impfstoff gegen Fleckfieber herzustellen. Juden aus dem Rigaer Ghetto dienen als „Versuchskaninchen“. Zweimal täglich müssen sie mit ihrem Blut Tausende infizierte Läuse zu „füttern“, die ihnen in kleinen, unten offenen Schachteln für dreißig Minuten auf die Haut gebunden werden.
Aus Gesprächen und Interviews mit Familienmitgliedern, Photos, Archivrecherchen in Berlin und Riga, Zeitzeugenberichten und dem Studium historischer Fachliteratur werden die Geschehnisse rund um das Forschungsinstitut rekonstruiert. Zwischen die Schilderung der historischen Ereignisse setzt die Autorin subjektive Miniaturen.
Analoge Teilnahme nur mit bestätigter Anmeldung über ticket@buchhaendlerkeller-berlin.de – es gilt die 2G-Regel (geimpft oder genesen).
Kostenlose Livestream-Übertragung über: https://youtu.be/e1NNjUZO6K8 – Bei der Teilnahme an der Übertragung bittet der Veranstalter um eine Spende auf das Konto BUCHHÄNDLERKELLER BERLIN E.V. IBAN DE63 1001 0010 0183 9411 00

