Online-Gesprächsreihe der Katholischen Akademie in Berlin | 05. April 2023 – Uhrzeit: 12:02 – 13:00 Uhr
Abt Nikodemus Schnabel OSB, Dormitio Abtei Jerusalem, in der Reihe: zwei nach zwölf. Gespräch über Gott und die Welt
Religionen sind ebenso ein politischer Konflikt- wie ein Friedensfaktor, woraus unschwer folgt, dass Außenpolitik auf religiöse Expertise nicht verzichten kann. Auf welchem Weg sichert sich die Außenpolitik dieser Expertise? Sind sich die Religionen ihrer politischen Versöhnungskraft bewusst, und wie realisiert sich diese in internationalen Beziehungen? Wie lässt sich die Aufmerksamkeit für dieses Feld verstetigen? Über diese Fragen spreche ich mit Nikodemus Schnabel, dem neuen Abt der Dormition Abbey in Jerusalem. Dass wir auch über die politische und religiöse Lage in Israel sprechen werden, versteht sich von selbst. Von Oktober 2018 bis Oktober 2019 war Schnabel als Berater in dem damals geschaffenen Referat „Religion und Außenpolitik“ im Auswärtigen Amt in Berlin tätig.
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Palmsonntag in Jerusalem – Heute im gestern für morgen … – ohne die Gegenwart zu vergessen!
Hier eine Miniatur den Einzugs Jesu in die Heilige Stadt aus dem Brandenburger Evangelistar, mehr dazu beim Faksimile-Verlag Quaternio (Luzern) (oder auf Facebook)
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Und am Ende des Ganges vom irdischen Ölberg hinab in die Stadt die Ansprache des Lateinischen Patriachen im Garten von St. Ann, dem Haus der Weißen Väter (MAfr.), nahe dem Stephanstor in der Altstadt
Angesichts von Justiznachrichten aus den USA mag man:frau sich in Europa – vielleicht nicht nur da – mancherorts die Augen reiben, was alles noch denkbar und sagbar scheint …
Auf der Seite des US-amerikanischen Forward findet sich dieser Beitrag von Mira Fox über die Gedankwelt der/von ‚Evangelikalen‘ – Endzeit um die Ecke ….
Said Zeedani erinnert auf +972 an den Land Day 1976, ein entscheidendes Datum (besonders) für die Palästinenser:innen in Israel und auch für die israelische Gesellschaft ….
Die Rolle der Religion in Israel wird neu definiert
Kurz vor Beginn des einwöchigen Pessachfests, das an die Befreiung des Volkes Israel aus der ägyptischen Sklaverei erinnert, hat Israels Parlament Krankenhäusern die Möglichkeit eingeräumt, das Mitbringen gesäuerter Lebensmittel (Chamez) zu untersagen.
„Der Abgeordnete von Israels Arbeiterpartei, Reformrabbiner Gilad Kariv, bezeichnete den Vorstoß laut Bericht der Zeitung Haaretz als „Vorboten einer beispiellosen Welle religiöser Gesetze“, der den Respekt vor der jüdischen Tradition nicht erhöhen werde.“
Screenshot aus dem Haaretz-Artikel (Photo: Olivier Fitoussi)
Joseph Croitoru schreibt in der taz über die Hintergründe und Geschichte der Auseinandersetzung um das Oberste Gericht in Israel
„Neu ist die Kampagne der israelischen Rechten gegen den OGH also keineswegs. Und nur wer sie aus welchen Gründen auch immer ignorierte oder unterschätzte, zeigt sich jetzt überrascht. Sollte auch Yariv Levins Vorschlag umgesetzt werden, der die Knesset ermächtigen würde, Grundgesetze, die mit einer Mehrheit von weniger als 61 Stimmen (von 120) verabschiedet wurden, zu annullieren, wäre auch das Grundgesetz „Würde und Freiheit des Menschen“ in Gefahr.“
22. März 2023: Förderung von vier Leibniz-Einrichtungen soll fortgeführt werden
Das Leibniz-Zentrum Moderner Orient (ZMO) in Berlin-Nikolassee wurde im Juni 2022 seit seinem Beitritt in die Leibniz-Gemeinschaft 2017 zum ersten Mal evaluiert – die Fortführung der Förderung wird ausdrücklich empfohlen. Dies bestätigte eine am gestrigen Nachmittag veröffentlichte Stellungnahme des Senats der Leibniz-Gemeinschaft.
Als einzige Forschungseinrichtung Deutschlands befaßt sich das ZMO interdisziplinär und in historisch vergleichender Perspektive mit dem Nahen Osten, Afrika, Eurasien, Süd- und Südostasien. Im Mittelpunkt der Forschung steht die Interaktion überwiegend muslimisch geprägter Gesellschaften sowie deren Beziehungen mit den nicht-muslimischen Nachbarregionen.
Seit der Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft bestimmten zwei große Forschungsprogramme maßgeblich die Arbeit am ZMO. „Muslimische Welten – Welt des Islams? Entwürfe, Praktiken und Krisen des Globalen“ wurde im Jahr 2019 abgeschlossen, seit 2020 läuft das Programm „Translokale Verflechtungen neu denken: Perspektiven aus Asien, Afrika und dem Nahen Osten“. Es erforscht historische und gegenwärtige sozioökonomische Dynamiken und kulturelle Entwicklungen vom 16. bis ins 21. Jahrhundert aus der Perspektive von muslimischen Gesellschaften und mit Fokus auf mehrheitlich muslimische Regionen. Untersucht werden dabei Themenfelder wie Generationenbeziehungen, Reaktionen auf Umweltveränderungen, Geschichtsbilder und intellektuelle Kultur.
Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft bewertete die wissenschaftlichen Arbeitsergebnisse sowie die vielfältigen Transferaktivitäten des Zentrums durchweg als sehr gut. Auch die internationale Sichtbarkeit der Ergebnisse und die große Bandbreite der Themen wurden hervorgehoben. Besonders gelobt wurden zudem die globalen, interdisziplinären Kooperationen des ZMO sowie die Diversität unter den Mitarbeiter:innen. Des Weiteren befürwortete die Stellungnahme des Senats die Pläne des ZMO, eine dauerhafte Erhöhung der institutionellen Förderung im Bereich „Digital Humanities“ zu beantragen. Dies ist sowohl für die, aus Forschungsnachlässen bestehende und in Teilen weltweit einzigartige Sondersammlung des Instituts von Bedeutung als auch für Forschung und Wissenstransfer. Im Rahmen eines Pilotprojekts wird schon jetzt eine Open Access Datenbank zu Islam in Burkina Faso systematisch erweitert, um zukünftig auch Dokumente aus ganz Westafrika einzuschließen.
„Wir freuen uns, daß die Integration in die Leibniz-Gemeinschaft so erfolgreich verlaufen ist. Wir konnten dabei mehrere Kooperationsprojekte innerhalb der Gemeinschaft anstoßen, in denen Perspektiven aus dem Globalen Süden, etwa auf Demokratie oder auf internationale Solidaritäten einen Blickwechsel erlauben. Von der Zusammenarbeit mit anderen Leibniz-Instituten profitieren wir sehr“, sagt Ulrike Freitag, Direktorin des Leibniz-Zentrums Moderner Orient.
Am ZMO arbeiten aktuell 37 Wissenschaftler:innen aus über 15 Ländern weltweit, sowohl finanziert durch ZMO-Gelder als auch durch Drittmittel. In der Leibniz-Gemeinschaft gehört das ZMO der Sektion A (Geisteswissenschaften und Bildungsforschung) an und es beteiligt sich mit mehreren Projekten am Leibniz-Forschungsverbund „Wert der Vergangenheit“. In den letzten Jahren hat das ZMO zwei Forschungsgruppen durch Consolidator Grants des European Research Council (ERC) eingeworben und war zudem mit einer Junior Research Group und zwei Verbundprojekten im Programm „Kooperative Exzellenz“ des Leibniz-Wettbewerbs erfolgreich.
Stellungnahme des Senats der Leibniz-Gemeinschaft einschließl. Anlagen