Der Kampf um die Erinnerung

…. so heißt das Buch von Prof. em. Hajo Funke, das 2018 im Hamburger VSA Verlag (ISBN 978-3-89965-842-2 | 280 S. | 24,80 €) erschienen ist. Im Verlagstext heißt es:

Hajo Funkes Buch hilft uns zu verstehen, warum die offene Auseinandersetzung mit dieser für so viele attraktiven Ideologie [des Nationalsozialismus] so schwer war und warum in den ersten Jahrzehnten nach 1945 ein »dröhnendes Schweigen« herrschte. Erst in den letzten Jahrzehnten hat sich in der Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus ein breiterer Konsens herausgebildet und, mit der wachsenden Gefahr von rechts, die Bedeutung des Rechts auf Menschenwürde als Kern des Grund-
gesetzes geschärft. »Der Kampf um die Erinnerung« ist ein Plädoyer dafür, dass sich »Weimar«nicht wiederholen möge. Im Blick zurück klärt das Buch die Sicht auf den rechten Gewaltterror im Europa der Gegenwart. Immerhin erkennen heute 80% der deutschen Bevölkerung, dass es diese Gefahr von rechts gibt, und wollen das Grundrecht der Menschenwürde verteidigen.

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Zur Zeit stellt der Autor, der auch Mitglied im diAk ist, sein Buch in verschiedenen Veranstaltungen vor, bei Interesse hier ist der Blog von Hajo Funke.

 

 


 

Kommende Termine

  • Dienstag, 14. Mai, 19:00 Uhr im Buchhändlerkeller in der Carmerstraße 1 in Berlin-Charlottenburg – im Gespräch mit Professor Dr. Micha Brumlik,
  • Donnerstag, 16. Mai ,18:00 Uhr in einer Veranstaltung der Grünen in Weida/ Thüringen, mit einer besonderen Ausrichtung auf die Europawahlen am 26. Mai,
  • Donnerstag, 23. Mai, 19:00 Uhr in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand zu den besonderen geschichtlichen Aspekten der Erinnerungskultur in Deutschland, moderiert und eingeleitet von Professor Dr. Johannes Tuchel,
  • 20. Juni in Rostock,
  • 4. Juli auf Einladung des DGB in Hattingen,
  • 22. August auf Einladung der Geschwister-Scholl-Schule in Bensheim, Hessen,
  • 13. November auf Einladung des regionalen Demokratiezentrums in Freiburg/B.

 

Neuer Minister, neue Politik?

Inge Günther sprach für das Online-Portal Quantara mit dem aus Gaza stammenden neuen palästinensischen Kultusminister Atef Abu Saif …

„Atef Abu Saif, 46 Jahre alt, wuchs im Flüchtlingslager Djabaliya in Gaza auf. Dort war sein Zuhause, dort hat er sein Leben verbracht. Als Dozent hat er an der Al-Azhar-Universität in Gaza-City Politologie unterrichtet, Bücher geschrieben (unter anderem das 2015 auch ins Deutsche übersetzte „Frühstück mit der Drohne“, ein Tagebuch aus dem Gaza-Krieg 2014, als Taschenbuch 2017 erschienen) sowie Gastkolumnen für den Guardian“ und die New York Times. Bis zu jenem brutalen Überfall am 18. März, als ein Trupp maskierter Schläger ihn, den Fatah-Mann, halbtot prügelte und die Finger der rechten Hand brach – gezielte Strafe für einen, der es wagte, das Hamas-Regime zu kritisieren. Im April wurde Abu Saif von Präsident Mahmud Abbas zum Kulturminister im neuen Kabinett der palästinensischen Autonomiebehörde ernannt. …. „

 

Kalender | Mai 2019

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Ein-Blicke in die Geschichte – unser Jahreskalender

Für den Mai:
• ‚Jerusalem – Straßenscene‘, Verlag L & L C [Lehnert & Landrock, Cairo] (No. 3009) (ca. 1925).
• ‚Oriental Store – Orientalischer Laden – Boutique orientale‘, Edition Fr. Vester & Co. [American Colony] (Nr. 246 / 245372) (ca. 1910?).
• ‚The Wailing Wall‘ (Photo: J. Benor-Kalter), Verlag S. Adler, Haifa (Palestine), ca. 1930 (gelaufen April 1934) – ירושלים‚ כותל המערבי.

Einige wenige Restexemplare sind noch beim Verlag erhältlich.

 

 

Kalender | April 2019

 

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Ein-Blicke in die Geschichte – unser Jahreskalender

Für den April:

• ‚Safet mit Dschermak, dem höchsten Berg Palästinas’, ohne Verlag („Made in Switzerland“) (um 1910?).
• ‚The Kvutzah Watchman‘ (Photo: J. Benor-Kalter), Verlag S. Adler, Haifa (Palestine), ca. 1936.
• ‚Die jüdische Kolonie Afule’, Verlag Uvachrom A G., München (6384), um 1925.

Ein paar wenige Restexemplare sind noch beim Verlag erhältlich: bestellung@aphorisma.eu.

Danach V – Ergebnisse im Einzeln

Wer an ersten, genaueren Hinweisen interessiert ist, wie welche Region in Israel (und in den Siedlungen) abgestimmt hat, welche Trends und Entwicklungen sich im Knesset-Wahlergebnis spiegeln, findet im Beitrag von

Einsichten und Aussichten…

Gérard Araud, französischer Botschafter in den USA im Interview

Trump sei in Israel populärer als Netanjahu, so der scheidende französische Botschafter in den USA. Zum Abschluß seiner Dienstzeit in Washington und seiner diplomatischen Karriere spricht der französische Botschafter in den USA, Gérard Araud, in einem Interview mit Yara Bayoumy vom Atlantic“ (19. April 2019).

Im Machtungleichgewicht der beiden Konfliktseiten sieht er das Problem, daß der Stärkere schlußfolgern könne, daß er letztendlich kein Interesse daran habe, Zugeständnisse zu machen. Der Status quo sei für Israel „extrem komfortabel“. Israel habe die West Bank und müsse hinsichtlich der Palästinenser keine „schmerzhafte Entscheidung“ treffen.

Land gegen Frieden – Alte Formel, neue Ziele?

Die im Kontext des Nahost Konflikts bekannt gewordene Formel ‚Land gegen Frieden‘ stand einmal für einen Ausgleich zwischen Israel und Palästina, um damit einen dauerhaften Frieden ermöglichen zu können.

Es scheint, diese Gleichung ist nicht vergessen, aber in ein neues, unilaterales Gewand gehüllt, mit dem ‚Bibi‘ zuletzt seinen Wahlkampf bestritten hat und dessen Koalitionsvisionen ähnliches zumindest erahnen lassen. Die Falken-Version von ‚Land gegen Frieden‘ ist jetztz im Endeffekt nichts anderes als ein Frieden zu den Bedinungen des Kabinetts Netanyahus mit Donald Trumps Unterstützung, aber auf Kosten eines überlebensfähigen palästinensischen Staates. Mehr zu Bibis Visionen….

Welche Perspektiven bleiben …

Vieles ist im Umbruch im Nahen Osten, nicht vieles, so wie erhofft. Was bleibt nach all den Jahrzezhnten des politischen Auseinandersetzung von der Idee einer Zwei-Staaten-Regelung? Richard N. Haass schreibt in einem Beitrag für den US-amerikanischen Council on Foreign Relations, einem einflußreichen Think Tank für Außenpolitik, von einer (anstehenden) Diplomatic Revolution:

Nearly everything said and written about the issue reflects the outcome of the June 1967 Six-Day War, which left Israel in control of territories that had previously belonged to Jordan (East Jerusalem and the West Bank), Egypt (the Sinai Peninsula and Gaza) and Syria (the Golan Heights). Since then, the “normal” diplomatic model (enshrined in UN Security Council Resolution 242 and subsequent resolutions) has assumed that Israel would trade this territory in exchange for security and peace…

Welche Perspektiven bleiben – welche Perspektiven tun sich auf? Mehr Fragen als Antworten in diesen Tagen …

 

.. und noch eine „Ergänzung“ …

Hier die Reflektionen zu Pessach von Rabbiner Arik Asherman von TORAT TZEDEK / TORAH OF JUSTICE.

ToratTzedek

 

 

Mehr als eine „Ergänzung“ zur Haggadah

Befreiung erinnern – für heute… ein Hinweis an diesem Tag, an dem Karfreitag und Seder sich begegnen, auf das Wirken von Tikkun in den USA


Whether or not you are Jewish or do a Passover Seder, you might find some of the ideas in this guide to Passover and its universal message in Beyt-Tikkun-Haggadah-2019 which presents a vision of Judaism that you’ll rarely hear, even in some of the most progressive celebrations of the Seder.

A Note to Non-Jews:
You are very welcome at our Seder!!! Jesus was a Jew, and the Last Supper was a Seder. Muhammed deeply appreciated and made cultural appropriation of sections of the Hebrew Bible. Our supplement affirms the liberatory message that is part of Judaism, Christianity, and Islam, and is found in many other religious and spiritual traditions as well. You may find some of this ritual helpful if you create your own rite to celebrate the key insight of Easter or of any of the spring holidays of the world: that rebirth, renewal, and transformation are possible, and that we are not stuck in the dark, cold, and deadly energies of winter. Judaism builds on that universal experience of nature and adds another dimension: it suggests that the class structure (slavery, feudalism, capitalism, or neoliberal imperialism) can be overcome, and that we human beings, created in the image of the Transformative Power of the Universe (God), can create a world based on love, generosity, justice and peace. …