25 Jahre Dar-al-Kalima – so heißt das Themenheft, das gerade aus der Druckerei gekommen ist und dessen Versand heute begonnen hat… mehr dazu in Kürze an dieser Stelle …

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Regelmäßig bietet Rabbiner Arik Asherman kontextuelle Neubestimmungen und Reflektionen für die die jeweiligen Festtage an:
Kampf und Kontemplation, Inbegriff einer progressiven Spiritualität.
Auch zu diesem Jom Kippur seine Gedanken zu den ‚Sündenbekenntnissen‘ dieses Feiertags, unter anderem zugänglich in der Times of Israel.

Auch wenn wir schweigend erinnern, darf es kein Schweigen geben.

Formaliserung des Bestehenden, aber keine Friedensverträge
“The only way to live here will be to create an equality of respect
between us and the Palestinians, to recognize the fact
that there are two national communities here
which love this land
and whose obligation is to channel the unavoidable conflict
between them into a process of dialogue
for life together.”
Mit diesem Zitat erinnert Ir Amin in diesen Tagen an Meron Benvenisti (1934-2020), der am 20. September gestorben ist. Wer ist im Laufe der Jahre nicht über sein West Bank Database Project (seit 1984) gestolpert, oder las nicht von seinen Einschätzungen über die Entwicklungen in Jerusalem, dessen Vizebürgermeister er Jahre lang war.
Eine aufrechte Stimme, ein Leben lang den Menschenrechten verpflichtet und der Gleichheit und Würde aller. r.i.p.
Nachdem die Sammlungsaktivitäten der wichtigsten palästinensischen Gruppierungen in den letzten Wochen, kamen diese Woche die Führer von Hamas und Fatah zusammen. Im palästinensischen Konsulat in der Türkei vereinbarten sie, den nationalen Dialog wieder aufzunehmen. Präsident Abbas möge in den nächsten sechs Monaten zu Parlaments- und Präsidentschaftswahlen aufrufen.
Zur Fortsetzung der Versöhnungsgespräche, deren Ziel erneut ein Abkommen zwischen Fatah und Hamas sein soll, wollten sich die Akteure nach Ägypten begeben. Dort soll die ägyptische Regierung auch über die Vereinbarung und den Fortgang dieses Prozesses informiert werden. Hier die Berichte in der NZZ und bei der ägyptischen Agentur See-egy.
Nachtrag: Ausführlicher mit Einschätzungen:
Gerrit Hoekman in Junge Welt.
Fortgesetzte deutsch-französische Kooperation
Die Außenminister Deutschlands und Frankreichs trafen am Donnerstag, 24. September 2020, ihre Kollegen Ägyptens und Jordaniens und bekräftigten, daß sie zu den Beschlüssen der Vereinten Nationen zur Regelung des Israel-Palästina-Konfliktes und der Arbeit der VN-Unterorganisationen in Nahost stehen. Die Hauptakteure waren erwartungsgemäß nicht präsent. Die veröffentlichte Erklärung ist dennoch als eine deutliche Positionierung der Interessen der beiden zentralen europäischen Staaten zu werten.
Welche Folgen haben die ‚Abraham-Verträge‘, wie sie jetzt verschiedentlich genannt werden, eigentlich für den Alltag in den beteiligten Ländern? Was passiert abseits staatlicher Politik und Wirtschaft?
Der Weltspiegel mit einem kurzen Beitrag über jüdisches Leben in den Vereinigten Arabischen Emiraten und den Zukunftsaussichten angesichts des Friedensvertrages mit Israel.

Auf dem Blog journal21.ch erläutert der Schweizer Islamwissenschaftler Christian Wyler, den Kontext der Entwicklungen im arabischen Raum, in den er die neue ‚Beziehungen‘ Israels einordnet:
Der «neue Nahe Osten»
„Neo-Arabismus statt eines sunnitischen Blocks, De-Islamisierung, die Konfrontation der arabischen Staaten nicht nur mit dem Iran, sondern nun auch mit der Türkei: In der regionalen Blockbildung fallen gleich mehrere Entwicklungen zusammen, die die Region prägen. Die Normalisierung der Beziehungen mit Israel fügt sich in die Logik der neuen arabischen Blockbildung nahtlos ein.“
Christian Wyler hat Islamwissenschaft und Geschichte an der Universität Bern studiert. Im Rahmen seines Dissertationsprojekts forscht er zur Konfessionalisierung im Irak nach 2003. Seit 2019 ist er wissenschaftlicher Assistent am Forum Islam und Naher Osten (FINO) der Universität Bern.