Noam Chomsky im Interview

"Der amerikanische Linguist Noam Chomsky gilt nicht nur als einer der
weltweit bekanntesten Intellektuellen der Gegenwart, sondern ist auch für
seine differenziert kritische Haltung zur Politik des Staates Israel
bekannt. Emran Feroz hatte die Gelegenheit, mit Chomsky ein
Exklusivinterview für die NachDenkSeiten zu führen – ein Gespräch zu den
aktuellen Entwicklungen in Nahost, den historischen Wurzeln des Konflikts
und eine Einordnung der jüngeren US-Nahost-Politik." (Aus der Einleitung der Nachdenkseiten)

Der Text als PDF: https://www.nachdenkseiten.de/?p=72775&pdf=72775

Ein Essay zu Edward Said

Activist, Professor, Politician, Aesthete

Auf der Online-Website des Forward findet sich ein ausführlicher und sehr lesenwerter Essay von Jackson Arn …

… if Said showed that “the politics of the heart” was more than a slick phrase, he also showed that it was something less than a coherent practice — one reason why so few attempt it themselves (cowardice and laziness are two others)…

Antisemitismus im Lockdown


Eine Studie der Universität Tel Aviv kommt zu dem Schluß, daß Corona und Lockdown-Phänomene den Antisemitismus ins Internet verlagert haben. Während physische Angriffe zurückgingen, verzeichnete das Forschungsteam einen erheblichen Anstieg antisemitischer Hetze im Internet.

Hier eine Vorabveröffentlichung der Studie zum herunterladen.

… aus Pessach und Ostern:

Hoffnung auf Befreiung und auf Leben.

diAk – Deutschland | Israel | Palästina – zusammen denken

16 von 120: Neu – jedenfalls in der Knesset

Die Times of Israel hat die Mitglieder der Knesset zusammengestellt, nachdem das Endergebnis feststeht und zu den 16 Neulingen kurze biographische Hinweise zusammengestellt. (Rückkehrer, wie etwa Mossi Raz, sind dabei nicht unter die 16 gezählt).

Reform rabbi, Kahanist agitator, firebrand writer: The new Knesset’s 16 rookies

Gibt es noch Hoffnung für Awoda?

Seit Merav Michaeli den Vorsitz der israelischen Arbeiterpartei übernommen hat, sieht diese sich wieder im Aufwind. Doch die eigentliche Bewährungsprobe für einen neuen Linkskurs kommt erst nach den Wahlen – Hier ein Artikel von Oliver Eberhardt im ND (Neues Deutschland).

Sieh hin

Immer wieder gelingt es Dr. René Wildangel, Historiker, Nahostwissenschaftler und jahrelanger Arbeiter in Ramallah, unseren Blick auf die Menschen in Nahost zu lenken, die als deren Teil ihre Gesellschaften selbst kritisch einschätzen. René Wildangel stellt uns nicht nur Zeitzeugen vor, die auf Leiden und Verurteilenswertes, auf historische Ursachen von heutigen Ungerechtigkeiten und Gewalt staatlicher und nichtstaatlicher Akteure in Israel und Palästina hinweisen, sondern zudem gesellschaftliche Aktivisten, die nicht nur kritisieren, sondern die gegen diese Ungerechtigkeit mit ihren Mitteln opponieren.

Diesmal macht René Wildangel uns auf Qantara.de mit dem israelischen Regisseur Avi Mograbi und dessen Dokumentation bekannt:

„In seinem Dokumentarfilm „The First 54 Years“ zeigt der israelische Regisseur Avi Mograbi, welche katastrophalen und traumatischen Folgen die Besatzungspolitik nicht nur für die Palästinenser, sondern auch für die israelische Gesellschaft hat.“


Dafür greift Mograbi „auf umfangreiches Material der israelischen Nichtregierungsorganisation Breaking the Silence (dt.: „Das Schweigen brechen“) zurück. Seit 2004 hat die Organisation Zeugenaussagen von israelischen Militärangehörigen gesammelt, die in den besetzen Gebieten eingesetzt waren. Manchmal anonym, oftmals aber auch mit ihrem vollen Namen, berichten die ehemaligen Soldaten von kleineren Verstößen und schwersten Vergehen gegen die Menschenrechte. Dabei will die Organisation der israelischen Öffentlichkeit zeigen: Bei den Verstößen handelt es sich nicht um vereinzeltes Fehlverhalten, sondern sie sind ein Ergebnis der langjährigen Besatzung und eines dauerhaft etablierten Unrechtssystems, das es zu beenden gilt. Darum geht es auch Mograbi: Die Auswahl der von Breaking the Silence gesammelten Zeugenaussagen gruppiert er für seinen „Besatzungsleitfaden“ in chronologische und inhaltliche Kapitel. So will er der Frage auf den Grund gehen: Wie ist es möglich, über 54 Jahre eine Besatzungssituation aufrecht zu erhalten?“

Aufbruch und Aufbrüche

Angesiedelt am Jüdischen Zentrum Synagoge Fraenkelufer in Berlin hat sich dieser Tage eine hierzulande noch neue Initiative vorgestellt:

LABA Berlin

is a new artist fellowship program launched in cooperation with LABA Global housed in New York

Mehr dazu, auch über das Stipendienprogramm auf der Website.

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Israel – welche Utopie?

Im frei zugänglichen Teil der Blätter findet sich ein »Blätter«-Gespräch mit Omri Boehm, Shimon Stein und Moshe Zimmermann, moderiert von »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik. Die Unterhaltung der vier Männer gibt einen guten Überblick über die aktuelle Debatten und die Perspektiven – und auch über fehlende Perspektiven. Immerhin auch in dieser Situation wird (noch? / wieder?) nach Utopien gefragt…

Hier der Hinweis auf das ganze Märzheft 2021:

März 2021

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