16 von 120: Neu – jedenfalls in der Knesset

Die Times of Israel hat die Mitglieder der Knesset zusammengestellt, nachdem das Endergebnis feststeht und zu den 16 Neulingen kurze biographische Hinweise zusammengestellt. (Rückkehrer, wie etwa Mossi Raz, sind dabei nicht unter die 16 gezählt).

Reform rabbi, Kahanist agitator, firebrand writer: The new Knesset’s 16 rookies

Gibt es noch Hoffnung für Awoda?

Seit Merav Michaeli den Vorsitz der israelischen Arbeiterpartei übernommen hat, sieht diese sich wieder im Aufwind. Doch die eigentliche Bewährungsprobe für einen neuen Linkskurs kommt erst nach den Wahlen – Hier ein Artikel von Oliver Eberhardt im ND (Neues Deutschland).

Sieh hin

Immer wieder gelingt es Dr. René Wildangel, Historiker, Nahostwissenschaftler und jahrelanger Arbeiter in Ramallah, unseren Blick auf die Menschen in Nahost zu lenken, die als deren Teil ihre Gesellschaften selbst kritisch einschätzen. René Wildangel stellt uns nicht nur Zeitzeugen vor, die auf Leiden und Verurteilenswertes, auf historische Ursachen von heutigen Ungerechtigkeiten und Gewalt staatlicher und nichtstaatlicher Akteure in Israel und Palästina hinweisen, sondern zudem gesellschaftliche Aktivisten, die nicht nur kritisieren, sondern die gegen diese Ungerechtigkeit mit ihren Mitteln opponieren.

Diesmal macht René Wildangel uns auf Qantara.de mit dem israelischen Regisseur Avi Mograbi und dessen Dokumentation bekannt:

„In seinem Dokumentarfilm „The First 54 Years“ zeigt der israelische Regisseur Avi Mograbi, welche katastrophalen und traumatischen Folgen die Besatzungspolitik nicht nur für die Palästinenser, sondern auch für die israelische Gesellschaft hat.“


Dafür greift Mograbi „auf umfangreiches Material der israelischen Nichtregierungsorganisation Breaking the Silence (dt.: „Das Schweigen brechen“) zurück. Seit 2004 hat die Organisation Zeugenaussagen von israelischen Militärangehörigen gesammelt, die in den besetzen Gebieten eingesetzt waren. Manchmal anonym, oftmals aber auch mit ihrem vollen Namen, berichten die ehemaligen Soldaten von kleineren Verstößen und schwersten Vergehen gegen die Menschenrechte. Dabei will die Organisation der israelischen Öffentlichkeit zeigen: Bei den Verstößen handelt es sich nicht um vereinzeltes Fehlverhalten, sondern sie sind ein Ergebnis der langjährigen Besatzung und eines dauerhaft etablierten Unrechtssystems, das es zu beenden gilt. Darum geht es auch Mograbi: Die Auswahl der von Breaking the Silence gesammelten Zeugenaussagen gruppiert er für seinen „Besatzungsleitfaden“ in chronologische und inhaltliche Kapitel. So will er der Frage auf den Grund gehen: Wie ist es möglich, über 54 Jahre eine Besatzungssituation aufrecht zu erhalten?“

Aufbruch und Aufbrüche

Angesiedelt am Jüdischen Zentrum Synagoge Fraenkelufer in Berlin hat sich dieser Tage eine hierzulande noch neue Initiative vorgestellt:

LABA Berlin

is a new artist fellowship program launched in cooperation with LABA Global housed in New York

Mehr dazu, auch über das Stipendienprogramm auf der Website.

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Israel – welche Utopie?

Im frei zugänglichen Teil der Blätter findet sich ein »Blätter«-Gespräch mit Omri Boehm, Shimon Stein und Moshe Zimmermann, moderiert von »Blätter«-Mitherausgeber Micha Brumlik. Die Unterhaltung der vier Männer gibt einen guten Überblick über die aktuelle Debatten und die Perspektiven – und auch über fehlende Perspektiven. Immerhin auch in dieser Situation wird (noch? / wieder?) nach Utopien gefragt…

Hier der Hinweis auf das ganze Märzheft 2021:

März 2021

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Alles beim Alten (?/!)

Die letzte große Umfrage zur Wahl in Israel am kommenden Dienstag, 23. März, verheißen eine Wiederholung der schon bekannten politischen Lage, ohne eindeutigen Sieger und viele mögliche Koalitionen. Grundsätzlich scheint aber auch bei der vierten Wahl in zwei Jahren zu gelten: Alles bleibt beim Alten, auf Kosten der Bevölkerung. Ist das nun Stillstand oder Fortschritt?

Der Wahl-o-mat in Palästina

Das Jerusalem Media and Communications Center (JMCC), unterstützt von der Friedrich-Ebert-Stiftung, hat ein App entwicklelt: Busala.org – die das palästinensische politische Spektrum auf Übereinstimmungen mit den eigenen politischen Überzeugungen durchforstet … wer denkt bei uns da nicht an den Wahl-o-mat?.

Der Link zur englischen Seite von Busala und eine Bericht bei Arab News darüber. .

Über die Vielfalt (jüdischer / der) Stimmen

Die Tageszeitung Junge Welt hat in der letzten Woche ein längeres Interview mit Wieland Hoban, seines Zeichens Komponist, Übersetzer und Vorstandsmitglied der Organisation »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost« und deren Vertreter im Bündnis IJCJP (International Jewish Collective for Justice in Palestine, veröffentlicht, das unter dem Titel »Sie unterstellen auch jüdischen Menschen Antisemitismus« online nachzulesen ist.

in memoriam Mordechai Bar-On (1928-2021) z”l

Am 8. März 2021 ist Mordechai Bar On gestorben. Er hatte zahlreiche Funktionen im israelischen Militär inne, bevor er einer der führenden Vertreter der Peace Now-Bewegung wurde und war von 1984-1986 Abgeordneter von Ratz, einer der Vorläuferparteien von Meretz. Von 1991-1995 war er Präsident des New Israel Fund. Er hat zahlreiche Bücher und Artikel geschrieben und in den letzten Jahren seines Lebens auch Belletristik. Ein großartiger Mensch, an den man sich hoffentlich noch lange erinnern wird. In den Bänden der Schriftenreihe des diAk finden sich von ihm:

Chancen für den Frieden. In: Hajo Funke/Christian Sterzing (Hgg.): Frieden Jetzt. Geschichte und Arbeit israelischer Friedengsruppen, Frankfur am Main (Haag + Herchen) 1989, S. 27-76. – Auch in: Jörn Böhme/Christian Sterzing (Hgg.): Friedenskräfte in Israel, Frankfurt am Main, (Haag+Herchen) 1992, S. 68-121.

Nachrufe: NIF Peace Now || Eigene Site

Immer mittwochs, 17.00 Uhr Jerusalemer Zeit:

Ein freies online Filmangebot im Stream des | Palestine Film Institute | – … denn Bilder prägen Erinnerung.

Palestine Film Platform is an initiative launched by Palestine Film Institute in collaboration with filmmakers from Palestine and Palestinian cultural institutions. The Platform will stream a Palestinian Feature Film every week for free. This platform is avaialble for any Palestinian filmmaker who wants to share her/his recent work. Please don’t hesitate to reach out to us through our contact page or at
info@palestinefilminstitute.org with any suggestions, ideas, and of course films.

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